Die CIT Group ist pleite, TARP macht den ersten Verlust, Carl Icahn wittert seine Chance

Der US-Mittelstandsfinanzierer CIT meldet nach 100 jährigem Firmenbestehen Insolvenz an! Was lange befürchtet wurde ist am Wochenende eingetreten. Nach langem Hin und Her will sich das Unternehmen nun ähnlich wie Genereal Motors über den Gläubigerschutz sanieren. Dabei will das Institut einen Teil seiner Schulden loswerden und bis Ende des Jahres das geordnete Insolvenzverfahren wieder verlassen. Operative Töchter seien davon nicht betroffen und führten ihre Geschäfte weiter. Mit Schulden von knapp 65 Milliarden Dollar bei Vermögenswerten von gut 71 Milliarden Dollar ist es dennoch eine der größten Firmenpleiten in den USA überhaupt und die größte einer Bank seit dem Kollaps von Lehman Brothers im September des vergangenen Jahres.

Und gerade nach den weiteren Bankenpleiten am Wochenende könnte diese Nachricht auch in dieser Woche für etwas Unruhe auf dem Börsenparkett sorgen. Experten rechnen zwar nicht damit das die Pleite der CIT Group größere Schockwellen, wie damals die Lehman Brothers Pleite hinterlassen wird, dennoch wirft dies sicherlich einen Schatten auf den Gesamtszustand der US Wirtschaft. Der Kreditgeber von Tausenden US-Einzelhändlern und kleineren Firmen hatte vergeblich auf mehr Staatshilfe gehofft, weil der Mittelstand traditionell einer der größten Job-Motoren in den USA ist. Der Staat verweigerte aber zuletzt diese Hilfe.

Die Pleite der CIT Group wurde bereits seit Monaten erwartet, aber immer wieder in letzter Minute abgewendet. Jetzt da es nun endgültig nicht geklappt hat das Unternehmen zu sanieren dürfte auch der amerikanische Staat sich demnächst rechtfertigen müssen warum man zunächst die stolze Summe von 2,3 Milliarden Dollar aus dem staatlichen Rettungsfond in das Unternehmen gesteckt hat um es dann später wie eine heiße Kartoffel fallen zu lassen. Der Großteil dieses Geldes dürfte für die Steuerzahler verloren sein. Denn vorrangig werden die Gläubiger und Anleihen-Halter der Bank ausgezahlt. Damit ist es der erste Verlust für den Rettungstopf Tarp.

Unterdessen teilte die CIT am Freitag mit, dass eine Vereinbarung mit US-Investor Carl Icahn getroffen worden. Unternehmensangaben zufolge hat sich Icahn bereit erklärt, die Umstrukturierungspläne der CIT Group zu unterstützen und dem Konzern eine Kreditlinie in Höhe von 1 Mrd. Dollar zu gewähren. Manche Dinge bleiben eben immer gleich. Icahn hier als der weiße Ritter gefeiert wird einen sehr genauen Plan haben wie er mit dem Deal ein paar Milliarden verdienen kann…

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