Author Archives: Lars

Internet Versandhandel ist erstmals rückläufig

Was gerade etwas beunruhigt ist wohl der Kursverlauf des S&P Future ebenso wie die anderen vorbörslichen Kurse aus Amerika. Dem ensprechend schwach eröffnet der Dax heute obwohl die meisten Marktteilnehmer zumindest moderat weiter steigende Kurse erwartet hatten. Einen Rücksetzer nach den starken Kursgewinnen von gestern halte ich für ganz normal und mehr als gesund für eine wieder dauerhafte Aufwärtsbewegung. Die Futures sollten also bald wieder etwas nach oben drehen, ansonsten wäre zu befürchten das es sich gestern um ein Fehlsignal gehalten haben könnte. Die Nachrichtenlage ist mal wieder extrem gemischt. Nachdem die USA gestern ein unerwartet hohes BIP Wachstum verkündet haben kamen aus Deutschland eher entgegengesetzte Meldungen…

Der deutsche Einzelhandel hat im September erneut ein Umsatzminus verbuchen müssen. Er lag real um 3,9 Prozent niedriger als im Vorjahresmonat, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte. Nominal, also ohne Berücksichtigung der Preisentwicklung, ging der Betrag nach vorläufigen Zahlen um 4,8 Prozent zurück. Im Vergleich zum August 2009 gab es ein Minus von 0,5 Prozent. Besonders deutlich war der Rückgang bei Nicht-Lebensmitteln mit real 4,9 Prozent. Am größten war er mit 10,3 Prozent im Internet- und Versandhandel. Im Bereich Lebensmittel, Getränke und Tabakwaren wurden 2,3 Prozent weniger umgesetzt. Die Rezession hinterlässt damit deutliche Spuren in den Büchern der Einzelhändler. Im Vergleich zum Durchschnittswert 2005 etwa verkaufen sie derzeit 6,5 Prozent weniger.

Besonders den Rückgang des Internet- und Versandhandels um satte 10,3 Prozent hätte man wohl so nicht erwartet. Allerdings sind auch hier einmalige Belastungsfaktoren wie bspw. eine Kartadt- Quelle Pleite und der Niedergang anderer ehemals viel versprechender Online Geschäftsmodelle wohl ein wesentlicher Faktor für diese Zahlen. Der Online-Werbemarkt soll nach den jüngsten Zahlen immer noch zweistellige Wachstumsraten aufweisen, aber auch diese Zahlen werden wohl bald etwas nach unten korrigiert werden müssen.

Samsung mit bestem Quartal ever!

Mit dem größten Quartalsgewinn in der Firmengeschichte meldet sich heute Samsung zurück. Der koreanische Technologiekonzern steigerte seinen Umsatz zwischen Juli und September  im direkten Vergleich zum selben Quartal des Vorjahres um satte 29 Prozent! Der Nettogewinn schnellte im dritten Quartal gegenüber dem Vorjahreszeitraum um mehr als das dreifache in die Höhe auf 3,72 Billionen Won – das sind umgerechnet 2,11 Milliarden Euro. Der bisherige Rekord aus dem ersten Quartal hatte bei „lediglich“ 1,8 Milliarden Euro Überschuss gelegen. Die kräftig gestiegene Nachfrage nach den Samsung Produkten sowie die eingeleiteten Maßnahme zur Kostenreduktion führten zu diesem bombastischen Ergebnis. Ich denke mal das die Nachfrage aus China hier auch eine ganz wesentliche Rolle gespielt hat. Beim Ausblick auf das kommenden Quartal hielt sich die Konzernleitung allerdings etwas bedeckt, für 2010 zeigte sich Yi weiterhin optimistisch.

Bereits am Vortag hatten die japanischen Samsung-Rivalen Sharp und Sanyo mit ihren Zahlen den Optimismus in der Branche gestärkt. So hatte die Erholung des Geschäfts mit LCD-Fernsehern die beiden Konzerne erstmals seit mehreren Quartalen wieder in die schwarzen Zahlen befördert. Dafür wurden die Elektronikunternehmen heute an der Börse in Tokio gefeiert: Aktien von Sanyo kletterten um 2,5 Prozent. Irgendwie kann also zumindest für den Bereich Consumer Electronic die Theorie der Konsumverweigerung auf Grund von hohen Arbeitslosenzahlen etc. nicht stimmen. Ich persönlich finde diese Zahlen wirklich erstaunlich und es lohnt sich wohl ein näherer Blick in diese Branche in den kommenden Monaten.

Procter & Gamble und US BIP beflügeln

Heute sind es mal wieder die Amis die nach fünf verlustreichen Handelstagen positive Signale senden.Die US-Wirtschaft ist im dritten Quartal etwas stärker gewachsen als erwartet, und zwar aufs Jahr hochgerechnet um 3,5 Prozent, während Ökonomen nur ein Plus von 3,2 Prozent prognostiziert hatten. Einen Wermutstropfen gab es dann aber mal wieder vom Arbeitsmarkt. Die Arbeitslosenquote der USA liegt unverändert bei fast 10 Prozent, und auch die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe versprechen da so schnell keine Besserung.

Dennoch werden diese Daten vom Markt positiv aufgenommen. Zwar haben die Indizes noch keine der wichtigen Chartmarken zurückerobert, aber die Richtung stimmt. Erleichtert reagieren amerikanische Anleger auf die Zahlen von Procter & Gamble aus dem ersten Geschäftsquartal, das Ende September ablief. Trotz allem Positiven bleibt aber heute noch abzuwarten ob der Markt diese Niveaus halten kann oder gar weiter steigt. Ich bin noch nicht so richtig überzeugt. Für einen weiteren Anstieg spräche das Überwinden der 1056 Punkte im S&P 500. Diese Marke scheint aber gerade heiß umkämpft zu sein.

Continental, Heidelcement, Klöckner, Nordex, Wienerberger, SKW Stahl, Bauer…

Mit 5470 Punkten wurde heute morgen im Dax mein persönliches Korrekturziel erreicht. Der Chart markiert damit eine deutliche Unterstützung die halten sollte. Die Nachrichtenlage ist heute mal wieder sehr unterschiedlich und deren Deutung offensichtlich auch. Die Deutsche Bank legte heute Ihre endgültigen Zahlen zum dritten Quartal vor. Besonders im wichtigen Investmentbanking lief es gut für die Deutsche Bank – sie erzielte dort ein Vorsteuerergebnis von 988 Millionen Euro. Vor einem Jahr stand hier noch ein dickes Minus von fast 780 Millionen Euro. In den klassischen Bankgeschäfts- Bereichen sah es aber nach wie vor nicht so prickelnd aus. Josef Ackermann gab sich deswegen auch mal wieder sehr zugeknöpft was die zukünftige Entwicklung seiner Bank anbelangt. Positiv ist aber in jedem Falle die weitere Risikovorsorge in Höhe von 544 Millionen Euro zu erwähnen.

Aber nun kurz zu meinen gestern aufgebauten und heute etwas erweiterten Depotpositionen…allen voran Klöckner & Co. die einen langen Weg nach unten hinter sich haben. Heute wurde die wichtige Marke von 14,40 Euro getestet, seitdem steigt die Aktie wieder Richtung 15,- Euro, Heidelberger Cement AG scheint den Abverkauf ebenfalls wieder hinter sich zu haben, Continental, die gestern noch in mein Depot gewandert ist kann nach erfreulichen Zahlen ebenfalls wieder deutlich zulegen. Bei Nordex haben ich unter 11,- Euro nochmal deutlich aufgestockt. Gestern sind ebenfalls Wienerberger und SKW Stahl im Depot gelandet. mit Solarworld und Q-Cells befinde ich mich derzeit noch im Minus, bin aber zuversichtlich das sich dies bald ändern wird. Die Bauer AG Aktie hat immer noch deutliches Nachholpotenzial, hier scheinen nach und nach wieder mehr Käufer aufzutauchen…über 27,50 Euro sollte es wieder laufen. Die Aktie der GEA Group schwächelt heute ein wenig nach Bekanntgabe der Zahlen, mittelfristig ist die Aktie aber hochinteressant!

GEA Group – besser als erwartet?

Die GEA Group konnte auch im dritten Quartal in einem schwierigen Marktumfeld ihre EBITDA-Marge auf 10,5 Prozent (vor Restrukturierung) ausbauen. Angesichts dieser wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sowie der Konzentration der GEA auf risikoarme und ertragsstarke Aufträge ging der Auftragseingang im Vergleich zum Vorjahresquartal um 21,4 Prozent auf 962,3 Mio. EUR zurück. Dank einer Ausrichtung auf weniger volatile Kundenindustrien, verbunden mit einem robusten und breit aufgestellten Produktportfolio, fällt der Rückgang im Auftragseingang im Jahresvergleich weiterhin deutlich geringer aus als für den Maschinenbau im Allgemeinen.

Der Umsatz des Konzerns reduzierte sich im dritten Quartal im Vergleich zum Vorjahr um 19,5 Prozent. Das EBITDA vor Restrukturierung betrug im dritten Quartal 111,7 Mio. EUR und lag damit 26,9 Prozent unter dem vergleichbaren Quartalsergebnis 2008. Die Einmalaufwendungen für Restrukturierungen betrugen in den ersten neun Monaten 39,0 Mio. EUR. Das Konzernergebnis belief sich im dritten Quartal auf 34,8 Mio. EUR, kumuliert auf 96,0 Mio. EUR und somit besser als erwartet.

EBITDA vor Restrukturierungsaufwand in Q3 bei 112 Mio. EUR (Q2: 95 Mio. EUR) – EPS in den ersten neun Monaten gegenüber 2008 um 24% auf 0,52 EUR gesteigert – Operativer Cash-Flow der ersten neun Monate 226 Mio. EUR, davon 100 Mio. EUR in Q3 – Ausblick 2009: 7% EBIT-Marge vor Restrukturierung bei einem Umsatz von 4,4 Mrd. EUR. Die Zahlen zum dritten sind bei der GEA Group gemischt ausgefallen. Der Ausblick des Maschinenbauers stimmt allerdings insgesamt zuversichtlich.

Panik -Die Börse hat Schweinegrippe

Das  ist sie wohl nun die Korrektur! Kurz und heftig ging es heute in allen Bereichen noch einmal runter. Die Frage die sich wohl die meisten jetzt stellen werden ist, ob dies nun wieder der Anfang einer längeren Korrektur wird. Seit einigen Tagen verfolge ich intensiv die Bewegungen einzelner Aktien und viele davon haben bereits Ihre Unterstützungslinien erreicht oder gar unterschritten. Die Dynamik mit der diese Verkäufe passiert sind entsprach genau dem was ich immer wieder prognostiziert habe. Heftig und wahrscheinlich kurz. Ob es das jetzt schon wieder war kann ich auch nicht sagen. Die nächste Pivotzone im S&P 500 wurde erreicht und sollte nach Möglichkeit nun halten, wird aber wahrscheinlich nach US Börseneröffnung noch einmal getestet. Sollte diese dann doch nicht halten steht der US Index dann bald wieder einen Stock tiefer bei ca 1.023 Punkten.

Dennoch habe ich heute bereits wieder angefangen die ersten Käufe zu tätigen. Sozusagen schon einmal einen Fuß in die Tür gestellt. Zum einen bei der Bauer AG die sich in den vergangenen Tagen hervorragend gehalten hat, ebenso wie Nordex. Dann Heidelbergcement die innerhalb von zwei Tagen heftig verprügelt worden sind sowie Klöckner über die ich ja bereits letzte Woche geschrieben habe. Leider war meine Prognose auf Grund des fallenden Gesamtmarktes dann hinfällig. Der Kursverfall hier war aber meiner Meinung nach komplett übertrieben. Weitere Positionen bin ich bei GEA Group, Q-Cells und Solarworld  sowie Centrotherm eingegangen, und habe bei SKW Stahl und Wienerberger Orders im Markt. Es dürfte also mächtig spannend werden in den nächsten Stunden ob das nicht verfrüht war. Natürlich muss man sehr vorsichtig an eine solche Handelsstrategie ran gehen, aber es war schon immer gut die Panik zu kaufen. Und das was wir heute gesehen haben war eindeutig Panik!

Vielleicht hing das auch neben den schwachen Vorgabe mit folgender Meldung zusammen: Eine Ausbreitung der Schweinegrippe könnte 2010 das deutsche Bruttoinlandsprodukt um bis zu 1,6 Prozentpunkte schwächen und damit die wirtschaftliche Erholung zunichte machen. Eine am Dienstag in Berlin vorgestellte Studie des Versicherers Allianz und des Rheinisch-Westfälischen Instituts für Wirtschaftsforschung (RWI) kommt zum Ergebnis, dass schon bei einem mittleren Pandemieverlauf das prognostizierte Wirtschaftswachstum von 1,2 Prozent um zwei Drittel schrumpft. „Das wäre für die deutsche Wirtschaft ein schwerer Schlag“, sagte Boris Augurzky, Gesundheitsexperte beim RWI. Eine epidemische Verbreitung der Schweinegrippe würde auch die Steuerpläne der neuen schwarz-gelben Regierung infrage stellen.

Der Stahlmarkt erholt sich

Das US Verbrauchervertrauen hat sich überraschend stark wieder eingetrübt! Die US Börsen konnten sich zwar knapp ins Plus retten dennoch sind die Verluste in einzelnen Aktien weiterhin hoch. In Asien gaben die Börsen heute ebenfalls noch einmal nach. Der Shanghai-Composite-Index sinkt bis 6.23 Uhr um 1,3% auf 3.021 Punkte. In Hongkong geht es für den Hang-Seng-Index um 1,7% abwärts auf 21.801 Punkte. Die wichtigsten japanischen Aktienindizes haben am Mittwoch nach uneinheitlichen Vorgaben aus den USA schwächer geschlossen. Der Nikkei-225-Index fiel um 1,4 Prozent auf 10.212,46 Zähler und damit auf den niedrigsten Stand seit zwei Wochen. Der breiter gefasste TOPIX gab rund 0,8 Prozent auf 888,80 Zähler nach.

In Europa werden heute ebenfalls leichte Verluste erwartet. Der Dax dürfte etwas schwächer eröffnen. Der Future auf den EuroStoxx 50 zeigte gegen 8.30 Uhr eine Eröffnung um 0,6 Prozent unter dem Vortagesschluss an. Den britischen Leitindex FTSE 100 taxierte Finspreads um 0,2 Prozent tiefer. Von Unternehmensseite gibt es Gemischtes zu berichten… Der Softwarehersteller SAP hat seine Umsatzprognose gesenkt. Grund: SAP erwartet ein schwächeres Software- und Wartungsgeschäft. Der Umsatz zwischen Juli und Ende September ist im Vergleich zum Vorjahr bereits abgesackt. Die Quartalszahlen liegen unter den Erwartungen von Analysten.

Der Bahntechnikkonzern Vossloh hat im dritten Quartal bei allen wichtigen Kennzahlen die Erwartungen von Analysten verfehlt, aber für das vierte Quartal Hoffnung auf bessere Geschäfte gemacht. Der Umsatz im dritten Quartal fiel um ein Fünftel auf 252,4 Millionen Euro, das Ebit brach um knapp 40 Prozent auf 24,2 Millionen Euro ein. Der Stahlkonzern ArcelorMittal ist nach drei Quartalsverlusten in Folge wieder in den schwarzen Zahlen. Der Nettogewinn erreichte im dritten Vierteljahr 900 Millionen Dollar, das Ebitda lag sogar bei 1,6 Milliarden Dollar, den Umsatz gab die Gesellschaft mit 16,2 Milliarden Dollar an. Für das vierte Quartal rechnet ArcelorMittal noch mit einer Besserung der Geschäfte, dann soll das Ebitda 2,0 bis 2,4 Milliarden Dollar erreichen.

Inflationsschutz!

Inflationsschutz! Die Immobilie scheint offenbar nicht mehr unbedingt zu der ersten Wahl in Sachen Inflationsschutz zu sein. Die Risiken steigen jeden Tag, auch hier bei uns. Noch ist in Deutschland nicht viel davon zu spüren. Erste Erhebungen aber haben gezeigt das auch bei und die Zahl der Zwangsversteigerungen steigend ist. Kredite werden von Banken nach wie vor nur sehr schleppend vergeben und auch eine Umschuldung oder Neufinanzierung einer Immobilie wird immer schwieriger. Die Arbeitslosenzahlen nehmen auch bei uns weiter zu. Und dazu noch das Risiko das nach dem Kauf einer Immobilie der Preis vielleicht um 20 oder 30 Prozent fallen könnte…Da ist die Anlage in Aktien auf den ersten Blick auf jeden Fall deutlich flexibler. Unternehmensbeteiligungen gelten ebenfalls als Sachwerte und sind im Falle einer Hyperinflation neben Gold und besagten Immobilien ein guter Inflationsschutz.

Gold funktioniert ebenfalls nur bedingt als Inflationsschutz. Meiner Meinung nur dann wenn man erwartet das es ganz dicke kommt. Aber auch dann gab es im historischen vergleich leider schon ein paar Beispiele wo dies so überhaupt nicht funktioniert hat. Gestern stürzte der Goldpreis ganz unvermittelt in einem Rutsch von 1.060 USD auf 1.037 USD. Und das alles nur weil der Wechselkurs des Dollar zum Euro im gleichen Zuge von 1.503 auf 1,484 Anstieg. Man sollte also immer bedenken das der Preis des Edelmetalls direkt an die US Währung gebunden ist und muss langfristig einen guten Zeitpunkt erwischen in dem diese beiden Variablen in einem gewissen Ungleichgewicht stehen um mit einer Goldspekulation Erfolg zu haben. Die Goldrallye stehet ebenso wie die Aktienrallye auf etwas wackeligen Füssen. Eine Korrektur ist auch hier jederzeit wieder möglich.

Capmark Insolvenz… bricht jetzt der Gewerbeimmobilien Markt zusammen?

Capmark – der größte Finanzierer in den USA hat gestern Zuflucht in der Beantragung von Chapter 11 gesucht. Die letzte Möglichkeit also das Unternehmen auf dem selben Wege wie General Motors wieder zu sanieren. Insgesamt muss Capmark Kredite in Höhe von 360 Milliarden Dollar bedienen. Die US Immobilienwelt ist seit gestern wieder schwer erschüttert worden. Nicht nur der Sektor der Privatimmobilien ist also von der Krise schwer gezeichnet, sondern auch die Gewerbeimmobilien. Hier sieht es offensichtlich keinen Deut bessere aus. Alleine im zweiten Quartal dieses Jahres musste Capmark einen Verlust von 1,6 Milliarden Dollar ausweisen. Zwar ist man im Unternehmen weiterhin positiv gestimmt sich reorganisieren zu können, dennoch ist dies wohl anhand der Schuldenlast und der durch weiter steigenden Arbeitslosigkeit in den USA ein frommer Gedanke. In jedem Falle ist die Insolvenz von Capmark ein weiteres sehr deutliches Zeichen dafür das die Krise noch lange nicht zu Ende ist.

Auch die in der Bankenszene gespielten Heile-Welt-Szenarien sind alles andere als glaubwürdig. Der Abschreibungsbedarf ist nach wie vor extrem hoch. Während der deutsche Branchenprimus Deutsche Bank etwas mehr als die Hälfte der faulen Kredite abgeschrieben hat sieht die Bilanz bei der Commerzbank und den Landesbanken eher immer noch verheerend aus. Hier wurden bislang teilweise gerade mal 10 Prozent der faulen Assets durch die Bücher geschleust. Wer genaueres wissen will sollte sich den neuesten Spiegel kaufen. Wie lange aber solche Nachrichten vom Markt noch ignoriert werden können ist die wirklich spannende Frage. Liquidität die investiert werden will ist der eine ganz wesentliche Faktor, um so mehr da sich anscheinend seit einiger Zeit auch die letzten Zweifler im Markt positionieren. Nicht unbedingt weil Sie von den Unternehmen oder deren Aussichten so überzeugt sind sondern vielmehr um auch eine Absicherung gegen inflationäre Tendenzen zu haben….

US Wirtschaft wächst wieder…Aber!

Ich bin raus! Gestern war nicht unbedingt mein Tag…Die plötzlich aufkommende Abwärtsdynamik hat mich etwas überrumpelt und ich wurde in fast allen Depotpositionen ausgestoppt. Bereits seit Tagen konnte man fallende Aktienkurse bei steigenden Indizes beobachten. Einige der Highflyer der letzten Monate haben bereits 50% oder mehr Ihrer Kursgewinne wieder abgegeben. Besonders übel hat es gestern auch wieder die Branche der US Haus- und Immobilienfinanzierer getroffen. Die mögliche Pleite des Gewerbeimmobilien- Finanzierers Capmark könnte die nun die zweite Welle der Immobilienkrise auslösen, aber dazu später mehr…Genau genommen haben sich gestern aber die Kursverluste durch alle Branchen gezogen. Ein breiter Abverkauf an dem man mal wieder sehr schön sehen konnte wie nervös die Börsen sind und wie schnelle es zumindest theoretisch wieder runter gehen kann.

Der Verdacht das hier ein paar große Adressen Kasse machen liegt nahe. Die Märkte sind überhitzt auch wenn das bislang niemanden gestört hat. Die Shortquoten in manchen Titeln sind wieder in ungewöhnliche Höhen geschossen. das heißt man richtet sich wohl doch auf wieder etwas länger fallende Kurse ein. Aber wie wir wissen hat das nicht unbedingt etwas zu sagen, den meistens tut die Börse ja das Gegenteil von dem was von der breiten Masse erwartet wird. Grundsätzlich fällt aber auch das gute Nachrichten seit einigen tagen eher verkauft werden. Frei nach dem Motto „sell on good news“ werden also die über den Erwartungen liegenden Unternehmensdaten abverkauft. Charttechnisch befinden wir und nun wieder an den nächsten Pivotzonen und ich bin gespannt ob der Markt wirklich hier schon wieder nach oben dreht.

Ebenso wie die eigentliche Meldung des gestrigen Tages. Die USA ist nach der Veröffentlichung zum Bruttoinlandsprodukt gestern nun zumindest offiziell wieder aus der Rezession heraus. Die von Dow Jones Newswires befragten Volkswirte prognostizieren, dass das Bruttoinlandsprodukt  der USA gegenüber dem Vorquartal saisonbereinigt um annualisiert 3,2% gestiegen ist. Im zweiten Quartal war das BIP um 0,7% gefallen, zuletzt war im zweiten Quartal 2008 mit plus 2,1% ein Anstieg verzeichnet worden. Auf Jahressicht bleibt aber immer noch ein sattes Minus von 2,7 Prozent. Ob die amerikanische Wirtschaft also diese erfreulichen zahlen in den kommenden Quartalen wiederholen kann bleibt vorerst noch abzuwarten. Dennoch hätte die gestrige Meldung eigentlich steigende Kurse auslösen müssen.

Amazon, Apple und Google die Krisengewinner

Nach dem eher schwachen Handelstag an den Börsen in New York präsentieren sich die asiatischen Börsen erstaunlich robust. Ebenso werden heute für den Dax wieder steigende Kurse erwartet. Das deutsche Konsumklima hat zwar gerade wieder einen kleinen Dämpfer erhalten und eine wieder geringere Anschaffungsneigung und Einkommenserwartung prognostiziert, dennoch sind die allgemeinen Konjunkturerwartungen ungetrübt optimistisch. Der Indikator legt im Oktober um gut 5 Punkte zu und weist nun 8,7 Zähler auf. Das ist bereits der siebte Anstieg in Folge. Die Konsumenten gehen zunehmend davon aus, dass der konjunkturelle Erholungsprozess doch etwas schneller einsetzen wird als noch vor einigen Monaten erhofft. So wurden in den letzten Wochen die Wachstumsprognosen für das laufende sowie das kommende Jahr deutlich nach oben revidiert.

Die charttechnische Situation der US Indizes am Freitag konnte man durchaus als angespannt betrachten. Dem Dow Jones gelang es nicht mehr die 10.000 Punkte Marke zurück zu erobern und der S&P 500 bleibe ebenfalls unter 1.080 Punkten. Je nachdem wie der heutige Handel in den USA verläuft muss man also zumindest mal die Alarmstufe erhöhen. Soll heißen, das ein nachhaltiger Bruch des Trend erst einmal nicht passiert ist, aber jederzeit passieren kann. Allerdings sind die Unternehmens- und Konjunkturdaten viel zu gut gewesen als das ein erneuter Ausverkauf einsetzen könnte. Ich hatte eigentlich in der Q3- Berichtssaison schon mit schlechteren Zahlen gerechnet. Die Überraschung der Woche dürfte wohl für fast alle die Amazon Aktie gewesen sein die nach guten Zahlen am Freitag mit 27% Plus aus dem Handel ging und somit ein neues Allzeithoch markiert hatte. Es gibt sie also doch die Krisens-Aktien. Weiter Beispiele sind sicherlich Apple und Google…

Zwei Jahre Investors Inside – eine Bilanz

Ja es ist inzwischen schon wieder zwei volle Jahre her seit ich diesen Blog ins Leben gerufen habe. Es hat sich inzwischen vieles verändert und es ist an der Zeit mal wieder Bilanz zu ziehen.Es waren ohne Zweifel zwei sehr bewegte Börsenjahre und für viele sicherlich auch die aufregendsten die sie je erlebt haben. Trotz aller Widrigkeiten haben sich meine beiden Musterdepots in dieser Zeit hervorragen entwickelt. Sowohl im Katastrophenjahr 2008 nach als auch nach der Lehman Pleite. Das Geheimnis dahinter war schlicht und ergreifend einfach nur das richtige Timing. Egal in welcher Börsenphase wir uns befinden. Es kommt nur darauf an die Zeichen zu erkennen und richtig zu deuten. Mit anderen Worten sieht meine Bilanz so gut aus weil ich in manchen Phasen einfach gar nicht investiert war und zum richtigen Zeitpunkt wieder eingestiegen bin.

Einige von Euch haben mich gefragt wie ich es dennoch schaffe diese Performance zusammen zu bringen, andere, wenige, haben auch Zweifel an der Glaubhaftigkeit dieser Depots bekundet. Das sind allerdings nur ganz wenige gewesen, meistens die die nicht dabei waren 😉 Wer Investors Inside regelmäßig verfolgt hat der weiß auch das diese Angaben stimmen. Natürlich ist es bei nur gelegentlichen Besuchen auch nicht möglich dies immer nach zu vollziehen. Ich schreibe hier zwischen drei und fünf Artikel täglich und wie wir alle wissen ist die Börse ein schnelles Geschäft. Ich hätte auch nichts davon hier falsche Tatsachen zu berichten. Um dies auch für die Zweifler unter Beweis zustellen wird es sehr bald einen Investors Inside Newsletter geben. Natürlich nur für alle die immer aktuell mit dabei sein wollen und denen eine solche Leistung auch etwas wert ist. Was nicht heißen soll das sich an meiner Qualität der Berichterstattung auf Investors Inside etwas ändern wird. Ganz im Gegenteil!

Genaues zum Newsletter werde ich dann in Kürze hier bekannt geben. Soviel vorab es wird ein umfassender Newsletter bei dem Ihr mir wirklich über die Schulter schauen könnt. das heißt es wird Watchlisten geben über die Werte die ich auf dem Radar habe. Es wird natürlich auch Depots geben aber nicht mehr als zwei. Der Preis wird sich verglichen mit anderen Newslettern in einem erschwinglichen Bereich bewegen bei dem jeder Trader mit nur einem Trade die Jahresgebühr wieder raus holen kann. Und es wird natürlich für die treuen Leser einen Einführungspreis geben. Natürlich wird der Newsletter extrem aktuell sein und wenn es die Situation erfordert auch mehrfach täglich verschickt. Angaben von Kaufkursen, Stückzahl, Stopps und Tradingzielen sind neben den allgemeinen Einschätzungen zum Markt und der Charttechnik selbstverständlich.

Noch ein paar Daten zur Statistik: Insgesamt haben sich in den beiden Jahren fast 187.000 Leser hier rumgetrieben die mehr oder minder aktiv gewesen sind. Natürlich sind in dieser Zahl auch die immer wiederkehrenden und treuen Leser enthalten. Diejenigen die mir geschrieben oder einen Kommentar hinterlassen haben waren zu 99,87% extrem positiv und angetan von meiner Arbeit hier. Überwiegend kamen meine Besucher natürlich aus Deutschland, gefolgt von Österreich und der Schweiz. Aber auch diverse andere Nationen scheinen sich für den Blog zu interessieren. Wahrscheinlich sind hier auch einige „Exil Deutsche“ dabei. Auf Platz vier ist Spanien, genau gesagt überwiegend Mallorca 🙂  Auf dem fünften Platz befinden sich dann schon die Leser aus den USA. Kalifornien, Texas, New York, Illinois und Florida sind hier anscheinend die Bundesstaaten die gerne auch mal deutsche Blogs lesen.

Das Tradingdepot befindet sich aktuell mit 282,69% im Plus, was einem jährlichen Zuwachs von 141% entspricht. Das Langfristdepot kann ebenfalls  satte 263,16% Performance vorweise. Ein Zuwachs von 131,5% pro Jahr. Insgesamt habe ich inzwischen ca. 2.300 Artikel hier veröffentlicht. Als aller erste Handlung für die kommenden Monate habe ich heute mal das Layout etwas verändert. Ich freue mich wie immer auf Eure Anregungen dazu…

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