Author Archives: Lars

Mal ehrlich – wen interessiert schon noch Nokia?

Nokia das war/ist doch das Unternehmen das zur Zeit den Neuen Marktes einen ganz großen Lauf gehabt hat. Jeder aber auch wirklich jeder wollte die Produkte der Finnen kaufen. das Handy war damals Statussymbol wie heute auch, nur eine Sache hat sich geändert…denn dann kam das iPhone von Apple und der Blackberry. Der finnische Handyhersteller hat damals die Zeichen der Zeit schlicht und ergreifend verpasst und auch heutige Versuche an die Erfolge der alten Tage wieder anzuknüpfen scheiterten kläglich. So kann ich also die Aufregung der Börse über die grottenschlechten Zahlen von Nokia nicht ganz nachvollziehen. wer hat denn überhaupt mit guten Zahlen gerechnet? Für mich ist die Nokia Aktie ein wenig wie die der Deutschen Telekom. Die Kurse die man einmal damals gesehen hat waren einmalige Verkaufsgelegenheiten die nie wieder kommen werden.

Die Aktie  hatten noch vor der Veröffentlichung des Quartalsberichts um rund zwei Prozent zugelegt, danach knickten sie jedoch zeitweise um rund sieben Prozent ein. Die Anleger reagierten entsetzt über hohe Abschreibungen in der Ausrüstersparte Nokia Siemens Networks und stießen das Papier ab. Es belegte im Euro Stoxx 50 den letzten Platz. Unter dem Strich verbuchte Nokia einen Fehlbetrag von 913 Millionen Euro, nach einem Gewinn von rund einer Milliarde vor einem Jahr. Auf die Aktie umgerechnet bedeutet das einen Verlust von 15 Cent. Nokia-Chef Olli-Pekka Kallasvuo teilte zwar mit, dass sich die Nachfrage verbessert habe. Im dritten Quartal musste der Branchenprimus dennoch ein Umsatzminus von 20 Prozent auf 9,8 Milliarden Euro hinnehmen. Wärend also Apple munter seine iPhones vertickert dürfte sich der Trend für Nokia Produkte noch weiter verschlechtern…

Bankerboni – Wann wird endlich was getan?

Ein wenig pervers ist die ganze Situation dann aber doch. Die Börse spielt weiter heile Welt, obwohl die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen alles andere als perfekt sind. Die Arbeitslosenquoten werden die Wirtschaftsnationen noch eine ganze Weile beschäftigen und somit auch den Konsum weiter bremsen. An den Börsen wird Aufschwung gespielt, davon sind wir aber nach wie vor weit entfernt. Es ist der Weltgemeinschaft gerade gelungen die totale Katastrophe zu verhindern. Wir sind knapp an einer Deflation vorbei geschliddert und steuern auf eine Hyper-Inflation zu.Bei aller Euphorie sollte man das als weitsichtiger Anleger immer im Auge behalten.

Das eigentlich perverse ist aber nach wie vor das die Verursacher dieser Krise wieder frisch und erholt aus dieser „auferstanden“ sind. Damit aber nicht genug, das Schlimmste ist man hat nichts dazu gelernt. Erst gestern war zu lesen das in den USA in der Bankenszene so hohe Gehälter gezahlt werden wie niemals zuvor. Im Schnitt liegen diese sogar um satte 20% über den Niveaus vor der Krise! Das sind die Dinge die mir wirklich Sorgen machen. Gehört es wirklich zu einer Demokratie das die breite Masse die Exzesse einer Branche finanzieren, und dann noch dabei zusehen muss wie sich die Schuldigen die Taschen voll machen?

Die Politik hat hier komplett versagt. Hierzulande und anderswo ist eigentlich nichts wirkliches passiert. Wenn ich lese das bei einer deutschen Landesbank der Chef nachweislich für einen Schaden von mindestens 500 Millionen Euro verantwortlich ist, nochmal 45 Millionen aus Dummheit verbläst und dafür einen Bonus in Höhe von 3 Millionen bekommt dann könnte ich einfach nur noch k…. Wann wird endlich jemand durchgreifen? Die ersten Ansätze sind da und es bleibt zu hoffen das Barack Obama auch in dieser Hinsicht Geschichte schreiben wird. Und ich wünsche mir wirklich das der geschleckte Herr dafür ordentlich zur Kasse gebeten wird.

So recht will ich aber nicht daran glauben. Die Verflechtungen der Banken, und damit Ihr Einfluss in die Wirtschaft und die Politik sind zu groß als das man als Politiker ernsthafte Nachteile für die eigene Karriere befürchten müsste. Letztendlich sind die meisten Politiker auch nicht viel besser als Banker. Jeder ist auf seinen Vorteil und auf seine Karriere bedacht und scheut sich davor unpopuläre Themen aufzugreifen, und im Sinne des Volkes, von dem sie ja schließlich gewählt worden sind, zu handeln. Nach der Wahl ist vor der Wahl.. Es gibt hoffnungsvolle Signale auch bei uns das eine neue Generation an Politikern heranwächst, die genau wie ein Barack Obama ihren eigenen vor sich und dem Volk vertretbaren Weg gehen wird…

Dow Jones erreicht die 10.000 Punkte Marke

Wer hätte das noch vor einem halben Jahr geglaubt. Der Dow Jones hat gestern die Marke von glatten 10.000 Punkten zurückerobert. Der Schlusstand des US Leitindex betrug exakt 10.018,88 Punkte. Ebenfalls einen neuen Höchststand konnte der S&P 500 wieder verbuchen. Die 1080 Punkte wurden locker übersprungen und dürften ab heute einige Bären sehr nervös machen. Damit haben in der Form wohl auch die wenigsten gerechnet. Es ist also durchaus im Bereich des Möglichen das wir nun bei weiter guten Unternehmensdaten einen Short Squeeze sehen könnte. Mein Kursziel für den S&P 500 habe ich deswegen auf 1140 Punkte angehoben. Erste Stimmen reden schon wieder von einem Bullenmarkt statt wie bisher von einer Bärenmarktrallye…

Große Sorgen bereitet den Amis nach wie vor die Entwicklung des Dollars. Die Marke von 1,50 liegt in greifbarer Nähe und sollte diese fallen ist auch ein erreichen der 1,60 oder darüber wohl wieder nur eine Frage der Zeit. Gold steigt ebenfalls was bei aller Euphorie nicht wirklich spannend ist, zumindest für den Rest der Welt außer den USA. Bereinigt um den Währungsverlust halte ich dieses Investment immer noch nicht für sooo spannend. Es lässt einen aber etwas ruhiger schlafen. Wer Spaß daran hat soll sich doch mal ausrechnen wie die Entwicklung seiner Goldbestände bei einem Dollarkurs von 1,65 oder gar 2,- aussehen würde 😉

Unabhängig davon haben wir derzeit an den Weltbörsen eine einmalige Situation die es noch niemals gab und wohl auch niemals mehr wieder geben wird. Und ich meine nicht die Krise an sich sondern die Tatsache das alle Anlageklassen seit dem Tief im März steigen. Normalerweise sucht sich das Geld immer den direkten Weg zur momentan lukrativsten Anlageklasse. Rohstoffe, Aktien, oder Anleihen war immer die Frage. Heute läuft alles im Gleichklang nach oben und das ist höchst unnatürlich und kann auf Dauer nicht funktionieren. Die spannende Frage dürfte sein welche Anlageklasse bricht als erstes ein…

Bilfinger Berger Aktie bricht aus

Einen glasklaren Ausbruch sehen wir heute bei der Bilfinger Berger Aktie. Die Trading-Range zwischen 46,- und 48,- Euro wurde nach oben durchbrochen. Die nächsten Kursziele sind 51,65 Euro und danach 53,40 Euro. Mittelfristig sind bei weiter freundlichem Umfeld auch wieder Kurse über 60,- Euro möglich. Die UBS hat heute Ihr Kursziel für die Bilfinger aktie bereits auf 60,50 Euro angepasst. Die Akquisition von MCE durch Bilfinger Berger sei ein „attraktiver Deal“, so die UBS. Die Integrationsrisiken seien zudem gering und es gebe Potenzial bei den Synergien. Die Finanzierung über die Ausgabe neuer Aktien sei sinnvoll.

Ausbruch!

Das sieht alles mal wieder sehr gut aus heute. Ich habe mich ja auch lange dagegen gesträubt das die Börsen weiter steigen, aber es scheint irgendwie ein unaufhaltsamer Prozess zu sein. heute brechen sowohl die europäischen Indizes wieder nach oben aus als auch die amerikanischen Futures. Mein Wunschszenario eines kleinen Squeeze Out der Bären scheint also in dieser Woche wirklich einzutreten. Der S&P 500 Future ist bereits deutlich über seinem letzten Höchststand und nun könnte die Marke von 1140 Punkten das nächste Ziel sein. da ist also noch ordentlich Luft nach oben. Beim Dax sind ganz klar die 6000 Punkte das anvisierte Ziel, oder vielleicht sogar die von mir in der Jahresprognose 2009 bereits erwähnten 6300 Punkte.

Anlässlich des zweijährigen Bestehens dieser Seite habe ich heute auch mal wieder die beiden Depots auf den neuesten Stand gebracht. Die Entwicklung sowohl im Tradingdepot als auch im Vermögensaufbau- oder Supprime Rebound Depot sind weiterhin sehr erfreulich, auch wenn ich den Aufschwung bedingt durch meinen Urlaub nicht in der vollen Breite mitgenommen habe. Dazu später noch ein wenig mehr. An solchen Tagen sollte man immer mal wieder eine Bilanz ziehen….

Intel schiebt die Börsen an

Make my day Intel. Nach den bereits ganz ordentlichen zahlen von Johnson und Johnson gestern konnte Intel heute nacht mit den zahlen zum abgelaufenen Quartal den gesamten Technologiesektor wieder ordentlich stimulieren. Vor den Zahlen hat der Markt eher abwartend tendiert. Niemand wollte sich wohl so richtig aus dem Fenster lehnen bevor Intel die Zahlen vorgelegt haben. Das sollte sich heute ändern. Die zahlen von Intel haben große Signalwirkung für den Allgemeinzustand der Wirtschaft. Die kleinen, schnellen Chips des Unternehmens werden in allen technologischen Bereichen verbaut und sind somit ein Gradmesser für die Technologiebranche. Man könnte die Intel Zahlen also durchaus als sehr hoffnungsvolles Signal für die gesamte Technologiebranche bezeichnen.

Nach dem Auftakt durch die Intel-Zahlen geht der Reigen der Quartalsberichte aus dem Technologiesektor weiter: Der weit kleinere Hauptrivale AMD legt seine Zahlen am Donnerstag nach US-Börsenschluss vor. Gespannt warten Experten zudem auf die in dieser und nächster Woche anstehenden Ergebnisse anderer IT-und Internet-Schwergewichte wie Big Blue, IBM, Texas Instruments, Apple, Microsoft und Google. Mal schauen ob es bei den Mitbewerbern auch so gut gelaufen ist. Wenn ja sollte man eventuell auch mal wieder einen Blick in den Transportsektor werfen. irgend wer muss das ganze zeug ja auch nach Hause liefern…

Der DAX dürfte also heute mal wieder einen stärkeren Tag haben und auch die 5750 Punkte zurückerobern. Die Börsen in Asien haben sehr unterschiedlich auf die Zahlen von Intel reagiert. Während an den meisten Börsenplätzen am Mittwoch das glänzende Ergebnis des weltgrößten Chipherstellers Technologieaktien an schob, lag der Nikkei zum Handelsschluss im Minus. Händler in Tokio konzentrierten sich darauf, dass der US-Konzern trotz des guten Zwischenberichts seine Investitionsausgaben kappt. Dort gaben fats alle Chipaktien nach und zogen den Markt mit nach unten. Zusätzlich belastete die Herunterstufung der Goldman Sachs-Aktie einen Tag vor den Quartalszahlen durch die einflussreiche Analystin Meredith Whitney auch den japanischen Finanzsektor. Heute legt JP Morgan dann noch die Zahlen vor…

Trades laufen…Dryships, Excel Maritime und Oceanfright

Die graue Theorie von heute Vormittag ist schon wieder nicht mehr aktuell. Der Dax ist wieder gescheitert und unter die 5750 Punkte gerutscht. Die vermeintliche Unterstützung ist also noch lange nicht „aktiv“. Die Nervosität ist und bleibt hoch und so sind diese Kursschwankungen auch nicht weiter erstaunlich. In den USA hingegen sieht es nach wie vor noch ganz freundlich aus. Einzelne Aktien weisen extrem interessante Charts auf. Jetzt müssen die US Börsen nur noch positiv schließen oder vielleicht sogar mit einem unerwartet kräftigem Plus dann sieht auch die Welt für den Dax morgen wieder ganz rosig aus.

Es fehlen derzeit noch die entscheidenden Impulse im Markt und man hat den Eindruck als ob alle Welt auf die Zahlen von Goldman Sachs, JP Morgan und General Electric warten würde. Wahrscheinlich ist das wohl auch so! Lange müssen die Börsianer ja nun nicht mehr aushalten und ich denke die Entscheidung über den weiteren Verlauf der Börsen wird diese Woche noch fallen. Das was wir jetzt gerade sehen ist nur das Vorgeplänkel einer stärkeren Kursbewegung, die dann hoffentlich in die richtige Richtung geht. Mein Wunschszenario ist immer noch der Squeeze nach oben mit anschließender Korrektur.

Meine Trades sind unverändert im Depot. Sogar Pacific Capital Bankcorp die eigentlich bereits unter meinen persönlichen Stopp gefallen sind. Mein Kursziel ist und bleibt hier 2,50 Dollar. Interessant finde ich heute die Ambac Aktie die punktgenau das Low bei 1,40 Dollar getestet hat und wiedr nach oben abgedreht ist. Ich habe mir ein paar Stücke zu 1,42 Dollar gegönnt. McClatchy und Lee laufen planmäßig. Sunrise Senior Living hat mustergültig bei 4,- Dollar wieder gedreht und NCI Building Systems scheint sich ebenfalls über 3,- Dollar zu etablieren.Dennoch empfiehlt es sich entsprechende Stopps zu setzen.

Ebenfalls einen guten Start hatte heute die Aktie von Dryships, die nach einer Heraufstufung von Hold auf Buy durch Lazard Capital Markets zulegen können. Dadurch ist die Dryships Aktie nun aus dem Jahresbeginn bestehendem Keil nach oben ausgebrochen. Ich hatte ja bereits mehrfach darauf hingewiesen das der Sektor extrem abgestraft worden ist und eine Erholung nach meiner Meinung längst überfällig. Die Aktie von Excel Maritim Carriers – mein zweiter Favorit im Shipping Sektor sollte auch bald wieder anspringen. Für die eher spekulativen Gemüter unter euch könnte Oceanfright interessant sein.

Widerstände und Unterstützungen

Der Dax konnte gestern nun endlich nach was weiß ich wie vielen Anläufen die Marke von 5750 Punkten hinter sich lassen. Heute wurde diese Marke bereits wieder von oben getestet. Was heißt das nun für die Chattechniker? Grundsätzlich hat sich dies Marke als so harte Nuß erwiesen weil dies eine sehr wichtige Unterstützungsmarke aus dem Oktober/November 2008 darstellte. Genau genommen lag damals die Unterstützungszone zwischen 5750 und 5820 Punkten. Das war dann auch der Bereich in dem sich die Indizes eine Weile halten konnten bevor sie dann endgültig abstürzten. Heute sind wir also nun in der genau umgekehrten Situation. Der Fall des Dax ist damit wieder kompensiert und nun sollte diese Marke vom Widerstand zur Unterstützung werden. Soweit zur Theorie der Charttechnik…

Die Bullen haben nun deutlich Oberwasser bekommen und die Bären müssen nun aufpassen das sie nicht überrannt werden. Viele Shorties dürfte nahe dieser entscheidenden Marke Ihre Positionen aufgebaut oder abgesichert haben. Sollte es also in den nächsten Tagen zu einem weiteren Anstieg kommen, kann es durchaus sein das die Bären Ihre Positionen eindecken müssen und somit den Kursanstieg unterstützen. Der US Markt hat sich leider gestern wider Erwarten etwas schwach präsentiert. Dennoch konnten die Indizes auch dort wieder im Plus schließen, wenn auch nur leicht. Die Entscheidung für den Dax wird wohl somit mal wieder nicht in Deutschland fallen sondern eher durch den Kursverlauf der US Indizes bestimmt werden. Dennoch sieht es auch jenseits des Atlantik gar nicht mal so schlecht aus für weitere Kursgewinne…

Meine gestrigen Trades waren leider nicht ganz so erfolgreich wie ich mir das gerne gewünscht hätte. Der Markt ist auch in den USA momentan sehr nervös. Jede kleinere Störung wird abverkauft. Das ist nach 50 bis 60% Kursgewinn in ein paar Tagen (in einigen „meiner“ Aktien natürlich nur) aber auch nicht wirklich verwunderlich. Ich habe trotzdem an meiner Strategie festgehalten und keine Änderungen vorgenommen, da wir uns aktuell in einer sehr entscheidenden Phase der Börse befinden. Es ist ein bisschen wie beim Pokern. wenn man glaubt vorne zu liegen erhöht man den Einsatz. Dennoch möchte ich heute wohl die Karten meines Gegenüber lieber mal „sehen“ und werde den Einsatz nicht weiter erhöhen…bei der nächsten Runde sieht das dann vielleicht wieder ganz anders aus…

Weiter schlechte Nachrichten für die Solarbranche

Die neue Regierung plant weitere Kürzungen bei der Förderung von Solarstrom in Deutschland. Was zu befürchten war dürfte bald also Tatsache sein. Die neue Bundesregierung setzt verstärkt auf Atomenergie und wollen bei der Förderung alternativer Energien rigorose Einschnitte vornehmen. Man wolle das derzeitige Fördergesetz kritisch überprüfen hieß es. Besonders deutliche Einschnitte fordern die Energieexperten unter den Wirtschaftspolitikern der künftigen Koalition bei der Förderung von Photovoltaikanlagen: Die Vergütungssätze für solare Strahlungsenergie müssten bereits zum 1. Januar 2010 angepasst werden, weil die Herstellungskosten für die Anlagen um bis zu 30 Prozent gesunken seien, heißt es in dem energiepolitischen Papier der Arbeitgruppe Wirtschaft.

Die sowieso schon angeschlagenen Aktien deutscher Solaranbieter gehen also heute , nachdem sie gerade gestern wieder etwas zulegen konnten, erneut auf Tauchstation, Besonders die Solarworld Aktie sah in den vergangenen Handelstagen eigentlich wieder ganz gut aus. Wann und ob es eine Renaissance der Solarrally geben wird ist weiterhin fraglich. Noch immer haben die chinesischen Konkurrenten die Nase vorne. Es sollte also nicht verwundern wenn die Erholung in dem Sektor noch weiter auf sich warten lässt. ganz anders hingegen dürfte es in den kommenden Monaten bei den Windenergie Betreibern und Herstellern aussehen. Sowohl hierzulande als auch in den USA will man nun verstärkt auf die Gewinnung von Energie aus Windkraft setzen. Im mittleren Westen der USA entstehen momentan gigantische Windparks und auch seitens der Bundesregierung will man verstärkt auf Offshore Windparks setzen.

Aktuelle Trades, SRZ, NCS, MNI, LEE, PMI, PCBC, FIG

Kurzes Update aus aktuellem Anlass zu den offenen Trades. Die Position bei Sunrise Senior Living habe ich nach dem zu erwartenden Rücksetzer von ca 10 Prozent verdoppelt. Es war klar das hier nach dem kräftigen Anstieg vom Freitag erst einmal Gewinne mitgenommen werden. Die Aussichten bleiben für mich dennoch intakt. NCI Building Systems sollte nicht mehr nachhaltig unter 3,50 Dollar fallen, Ab 4,- Dollar gehts dann wohl erst richtig  rauf. Die Position wurde heute ebenfalls verdoppelt. McClatchy bestätigt den Ausbruch nach oben heute, lasse ich also laufen ebenso wie Lee Corporation. Das dürfte wohl der heutige Renner werden. PMI Group habe ich nach dem Rücksetzer nun auch nochmal aufgestockt…Eventuell wird heute Pacific Capitol Bankcorp wieder aus dem Depot fliegen..ach ja und schaut Euch mal Fortress Investment Group an 😉

Top Loser: Übel erwischt hat es heute die Aktie von Digital River die um 37 Prozent fällt, nachdem man bekannt gegeben hat das der größte Kunde Symantec Corp. die Zusammenarbeit aufgekündigt hat. Spannend dürfte heute sein ob der S&P 500 die zuletzt erreichte Höchstmarke von ca 1080 Punkten wieder erreicht, abprallt oder sogar überwinden kann. Je nachdem ist der Weg für die kommenden Handelstage wohl vorprogrammiert. Gleich ist es soweit…

Diese Woche könnte es klappen…

Der Dax hat sich bereits mehrfach an der Marke von 5750 Punkten die Zähne ausgebissen und ist jedes Mal wieder nach unten abgeprallt. Auch heute konnte diese Marke im ersten Anlauf wiedermal nicht genommen werden. Der zweite Anlauf hingegen sieht viel versprechend aus. Die in dieser Woche erwarteten Quartalszahlen der US Schwergewichte Johnson&Johnson, Intel, IBM und GE, allen voran aber wohl die Zahlen der Bank of America, JP Morgan und Goldman Sachs könnten entsprechend positive Impulse liefern. So pervers es auch klingen mag aber der Bankenbranche dürfte es noch mit am besten gehen und wie es von einigen Experten erwartet wird, dürfte genau diese Branche, mit Hilfe der staatlichen Stützungsmaßnahmen am schnellsten wieder aus der Krise finden.

Das wirklich Perverse daran dürfte aber wohl sein das letztendlich erst dann die übrigen Branchen von der überschüßigen Liquidität profitieren werden wenn die Banken schon wieder satt sind. Ich erwarte nach wie vor für die übrigen Branchen auch ein paar negative Überraschungen. Die Unternehmen die diese Woche berichten dürften aber eher zu den stärkeren gehören und nicht wirklich patzen. Besonders General Electric spiegelt die gesamte wirtschaftliche Entwicklung der amerikanischen Wirtschaft wieder. Das Unternehmen ist extrem weit verzweigt und hat fast in jedem Wirtschaftszweig „die Finger drin“. Man sollte also schon besonderes Augenmerk auf die Zahlen von GE legen.

Eine zentrale Rolle bei der Entwicklung der Geschäftstätigkeit amerikanischer Konzerne dürfte auch der schwache Dollar gespielt haben. Die Exportzahlen der vergangenen Woche sind zumindest ermutigend, das wenigstens dieser Faktor dazu geführt hat, das mehr Waren amerikanischer Hersteller im Ausland verkauft wurden. Gerade beim weltgrößten Konzern General Electric sollte sich dies also positiv in der Bilanz niedergeschlagen haben. Wenn also wider Erwarten vieler Marktteilnehmer die Zahlen der präsentierenden Unternehmen besser ausfallen sollten als angenommen dürfte dies auch zu Folge haben das wir bald wieder höhere Kurse sehen werden und der Dax den Widerstand bei 5.750 Punkten überwinden kann. dann wären 6.000 Punkte das nächste logische Ziel.

Disziplin und Charttechnik

Eine der wichtigsten, aber auch der schwierigsten Lektionen im Trading ist die Disziplin. Disziplin heißt unter anderem Verzicht – eine Tradingchance ungenutzt vorbeiziehen lassen. Wie töricht ist es, zu bedauern und zu beklagen, dass man hier und jetzt oder in vergangener Zeit die Gelegenheit zu diesem oder jenem Trade oder Gewinn ungenutzt gelassen hatte! Was hätte man denn schon groß davon? – Lediglich die dürre Mumie einer Erinnerung. Ein Trader verpasst viel zu viel von dem, was das Trading zu bieten hat, wenn er nie Trades weglassen kann und als Außenstehender an den allgemeinen herzhaften Belustigungen im Börsenhandel teilnimmt. „Overtrading“ heißt hier der Feind eines jeden Traders.

Aus der Nähe betrachtet sieht man hinter jedem Trade die unendliche Feinheit von Chart- und Markttechnik und demnach das Zusammenspiel von Orders, Bewegung und Korrektur. Tritt man aber einmal weit genug zurück, offenbaren sich die großen Muster. Regelwerk und Zufall, der Freund und Feind jeden Traders, sind eine Frage der mittleren Entfernung, eine Sache des Abstandes. Und genau daran, so weiß ich aus eigener Erfahrung, scheitern die meisten Tradingabenteuer. Man sieht den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr.

Eigentlich müsste man jeden Tradinganfänger nach der Kontoeröffnung ein halbes Jahr an einen Stuhl vor einen Chart binden. Aber traden darf er nicht – nur beobachten. Die edelste Stütze im Trading ist die Gabe zur Selbstbeobachtung und die Reaktion auf sich selbst. Doch leider erreichen die wenigsten Trader diesen Status, denn vorher ist das Konto platt.

Jedem Tradinganfänger passiert es mal, dass er ein Konto platt macht. Das war bei mir nicht anders. Doch sich finanziell zu ruinieren ist eine ganz andere Sache. Gibt es überhaupt ein Ereignis in der Welt, welches einen Trader ruinieren kann, solange sich dieser an eine vernünftige Positionsgröße hält? An sich nicht, es sei denn, der Trader hadert mit dem Stopp und seiner Einhaltung. Man kann es drehen und wenden wie man will, für den finanziellen Ruin gibt es nur zwei mögliche Begründungen: Entweder sind die Positionen zu groß oder der Stopp zu weit weg oder im schlimmsten Fall beides zusammen. von medianer70

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