Author Archives: Lars

Intel, JP Morgan, Goldman Sachs, Bank of America, IBM, GE

Der Zahlenreigen geht in dieser Woche mit US Schwergewichten wie Intel, JP Morgan, Goldman Sachs, Bank of America, IBM, General Electric sowie Johnson & Johnson weiter. Gerade diese Unternehmen sind ein deutliche Indikator für den Zustand der amerikanischen Wirtschaft. Die Mehrzahl der Analysten rechnet nicht mit negativen Überraschungen und somit mit einer Fortsetzung der Rally an den Aktienmärkten. Der US Markt zeigte sich auch am Freitag weiterhin sehr robust. Der Dow Jones Index konnte sogar auf dem höchsten Stand seit Jahresbeginn schließen. Einige Aktien konnten allerdings von diesem positiven Umfeld nicht mehr profitieren. Und genau auf diese Tatsache sollte man in den kommenden Handelstagen verstärkt achten. Wer oder was trägt also diese Rally?

Am Dienstag eröffnen Intel und Johnson & Johnson den Reigen der Schwergewichte, der am Mittwoch von JP Morgan und am Donnerstag von Goldman Sachs und IBM fortgesetzt wird. Am Freitag legen die Bank of America und General Electric ihre Zahlen vor. Bei IBM, Intel und GE schauen Analysten vor allem darauf, inwieweit die Technologiekonzerne vom schwachen Dollar profitieren konnten. Obwohl sich der Greenback in den letzten beiden Handelstagen wieder ein wenig erholen konnte zeigt die Richtung klar abwärts. Das derzeitige 14-Monats-Tief der US Währung hat dann auch Spuren bei den stark exportorientierten Werten hinterlassen. Diese konnten nicht nur von den Kursgewinnen der letzten Tage nicht profitieren, sondern gaben weiter ab.

Die Fed könnte also in Kürze gezwungen sein die Zinsen doch wieder etwas anzuheben um einen weiteren Verfall der Landeswährung zu bremsen.  Erste Andeutungen von Ben Bernanke dahingehend waren bereits zu hören. Der Druck von außen auf die US Regierung nimmt weiter zu und Bernanke ließ verlauten das die zur Zeit sehr lockere Geldpolitik der FED aufgegeben werde, sobald der konjunkturelle Ausblick der US Wirtschaft wieder ernsthaft positiv sei. Die Frage wann dies der Fall sein könne blieb allerdings unbeantwortet. Den Märkten hat dies bisher nicht geschadet. Normalerweise sorgen solche Aussagen für großes Aufsehen oder zumindest leicht fallende Kurse. Auch das ist ein weiteres Indiz dafür das wir uns in einem liquiditäts getriebenen Markt befinden.

Irgendwann wird der Markt wohl in Erwartung auf steigende Zinsen zumindest anfangen seitwärts zu tendieren…Spätestens dann muss man auch wieder mit heftigeren Rücksetzern in einzelnen Aktien rechnen um die derzeitige Überbewertung wieder abzubauen. By the way… Der Dax konnte die 5750 Punkte Marke wieder nicht überwinden..

NCI Building Systems

Eine weiter Aktie die ich schon seit längerem beobachte und seit etwa einer Woche im Depot habe ist NCS, NCI Home Building Systemes ist der führende Hersteller von u.a. Blechdächern für Häuser in Nordamerika. Durch die Krise ist diese Firma , wie viele andere auch, vorübergehend in finanzielle Engpässe geschliddert. Es wird bereits seit mehreren Wochen intensiv durch das Management daran gearbeitet diese Situation zu verbessern. Die Erfolge können sich sehen lassen. Bereits zum dritten mal ist es nun gelungen einen dreistelligen Millionenbetrag langfristig und zu vernünftigen Konditionen umzuschulden.

Heute vermeldet das Unternehmen nun das der Investmentfond Clayton, Dubilier & Rice sich mit weiteren 250 Millionen Dollar an dem Unternehmen beteiligen wird. Charttechnisch ist das Unternehmen extrem interessant. Seit dem Hoch im Mai befindet sich die NCS Aktie in einem leicht abwärts gerichteten Keil der nun bald nach oben aufgelöst werden sollte. Die 3,- Dollar Marke sollte nach diesen Nachrichten nun deutlich überschritten werden. Ab Kursen von 4,- Dollar und mehr ist dann wieder richtig Musik drin. Schaut Euch den 3 Jahres Chart an…

Sunrise Senior Living Inc.

Ausbruch bei Sunrise Senior Living Inc. Nachdem heute bekannt wurde das SRZ insgesamt 21 der im vollen Besitz der Firma befindlichen Senioren Wohneinheiten an den Mitbewerber Brookdale Senior Living veräußern werden setzt die Aktie gerade zum Höhenflug an. Der vereinbarte Preis von 204 Millionen Dollar dürfte dem Unternehmen nun genügend frisches Geld in die Kassen spülen um weitere Verbindlichkeiten bei den finanzierenden Banken zurück zu führen, und somit die Restrukturierungsmaßnahmen beschleunigt voran zu treiben. Momentan ist die Aktie 20 Prozent im Plus und damit aus der seit März gültigen Chartformation nach oben ausgebrochen.

Ähnlich interessant sind heute die beiden Presse Titel, Lee Corporation und The McClatchy Company die beide ebenfalls mit über 10 Prozent im Plus sind. Auch in diesem Sektor scheint die Unterbewertung nun langsam abgebaut zu werden. Gannet Co. einer der Marktführer, hatte vor ca zwei Wochen mit positiven Nachrichten überraschen können….

Friedensnobelpreis für Barack Obama

Was für ein Tag für die Amerikaner. Ihr erster schwarzer Präsident, Barack Obama wird nach kurzer Amtszeit bereits mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet. Seine Bemühungen um eine Atomwaffen freie Welt sind entsprechend honoriert worden. Das dürfte den Republikanern wohl mal wieder etwas sauer aufgestoßen sein und für alle Bush Anhänger ein Schlag ins Gesicht. Letztendlich bekam Obama diesen Preis auch dafür das er den katastrophalen Kurs seinen Vorgängers George W. Bush radikal geädert hat. Etwas verfrüht scheint diese Preisverleihung dann doch zu sein, schließlich ist ja noch nicht so viel dahingehend passiert. Aber dem amerikanischen Volk dürfte es moralisch mal wieder gut tun zu sehen das man doch noch in der Lage ist großes zu erreichen und an der weltweiten Spitze zu stehen.

Bleibt also zu hoffen das Herr Obama bis zum Ende seiner Amtszeit diesen Vorschusslorbeeren gerecht werden kann, und wir künftig ohne die Angst Leben müssen das ein arabischer Staat uns eine Atombombe auf den Kopf werfen könnte. Was wahrscheinlich eher ein frommer Wunsch sein wird als eine Tatsache…In jedem Falle hat er den Preis schon alleine dafür verdient das er den Republikanern und auch allen rassistisch angehauchten Menschen, den Zweifler und den Erzkonservativen in Nordamerika durch seine Wahl zum Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika, mal ordentlich gezeigt hat wo der Hammer hängt. Ich bin nach wie vor fest davon überzeugt das Barack Obama der richtige Mann zur richtigen Zeit am richtigen Ort ist, auch wenn dieser nicht zaubern kann…

Gute Signale gab es heute auch mal wieder von der US Wirtschaft. Das Handelsbilanzdefizit der USA hat sich im August unerwartet verringert, wobei die Exporte auf den höchsten Stand in diesem Jahr kletterten, während die Importe trotz des höheren Ölpreises fielen. Wie das US-Handelsministerium am Freitag mitteilte, sank der Passivsaldo nach vorläufigen Berechnungen auf 30,71 Mrd USD. Die US-Exporte wiesen den Angaben zufolge im August einen Anstieg um 0,2% gegenüber dem Vormonat auf 128,22 (Juli revidiert: 128,00) Mrd USD auf. Mit dem fünften Zuwachs in Folge erreichten die Ausfuhren das höchste Niveau seit Dezember vergangenen Jahres (132,92 Mrd USD). Die Importe fielen dagegen um 0,6% auf 158,93 (159,85) Mrd USD. Es war der erste Rückgang seit Mai. Die Zahlen sind natürlich auch relativ – mit anderen Worten das Defizit ist nicht vernichtend, sondern „nur“ katastrophal.

Pimco steigt bei CIT aus – Insolvenzgefahr wächst

Bei aller Euphorie ist nach wie vor etwas Vorsicht geboten. Immer noch schwebt das Damoklesschwert CIT Group über den Börsen. nach den jüngsten Meldungen wird eine Insolvenz des Unternehmens immer wahrscheinlicher. Und ich kann mir nicht vorstellen das dies ohne Folgen für die Weltbörsen passieren wird. Gestern wurde nun bekannt dass der Rentenfonds-Anbieter Pacific Investment Management Co (Pimco) nicht mehr im Lenkungsausschuss der Anleihegläubiger vertreten ist, der eine Einigung bei der anstehenden Umschuldung erreichen will.

Die Allianz-Tochter hat nach Angaben informierter Personen einen Teil ihrer CIT-Schuldtitel verkauft und ist dehalb aus dem Kreis der größten Gläubiger und damit auch aus dem Gläubigerausschuss herausgefallen. „Es ist gut möglich, das sich die gesamte Restrukturierung wieder auflöst“, sagte Scott Peltz vom Unternehmenssanierer RSM McGladrey in Chicago. Die Notierungen aller CIT-Anleihen verfielen am Mittwoch weiter. Zugleich stiegen die Quoten der Ausfallversicherungen. Um 10 Mio USD CIT-Schulden zu versichern, werden inzwischen 4 Mio USD plus einer Jahresgebühr von 500.000 USD aufgerufen. Am Mittwochmorgen waren es noch 3,8 Mio USD.

Die US-Mittelstandsbank hat den Gläubigern ein Umschuldungsangebot gemacht. Es sieht vor, dass die Gläubiger der Anleihen im Gesamtwert von 31 Mrd USD auf Ansprüche von 5,7 Mrd USD verzichten und die Fälligkeiten verlängern. Bis zum 29. Oktober läuft die Annahmefrist. Daneben bereitet sich die Bank auf eine geplante Insolvenz vor. Eine Insolvenz der CIT Group Inc könnte für die US-Wirtschaft weitreichende Folgen haben. Das Geldinstitut hat eine Bilanzsumme von 75 Mrd USD und zählt zu den wichtigsten Kreditgebern in den USA für etwa 1 Mio kleine und mittelständische Unternehmen.

Alcoa – Zurück in der Gewinnzone

Mit ordentlich Dampf geht es in die Berichtssaison…Nach drei Quartalen mit teilweise ordentlichen Verlusten ist Alcoa nun – vielleicht für manche überraschend – wieder deutlich in die Gewinnzone zurückgekehrt. Das dürfte dann wohl auch bei den Indizes zu einer kleinen „Erleichterungsrally“ führen. Die Befürchtungen eines verpatzten Auftacktes zur US – Berichtssaison waren groß. Erstmal ist nun also der Druck ein wenig raus. Natürlich sind die Zahlen von Alcoa nicht unbedingt repräsentativ und bei anderen Unternehmen und in anderen Branchen kann es ganz anders aussehen. Die nächsten Tage und Wochen werden uns wohl dann auch ein „Gesamtbild“ der amerikanischen Wirtschaft liefern.

Dank steigender Aluminiumpreise und Einsparungen konnte Alcoa nach drei Quartalsverlusten in Folge am Mittwoch nach US-Börsenschluss einen Nettogewinn von 77 Mio. Dollar ausweisen. Mit den Quartalszahlen übertraf das in Pittsburgh ansässige Unternehmen die Erwartungen von Analysten deutlich. Diese hatten mit einem Verlust je Aktie von neun Cent gerechnet, wohingegen Alcoa einen Gewinn je Aktie von acht Cent vorweisen konnte. Die Aktie konnte nachbörslich um sechs Prozent zulegen.

Der ehemalige Siemens Chef Klaus Kleinfeld der nun bei Alcoa im Chefsessel sitzt, verwies noch einmal auf die Effizienz des Restrukturierungs- und Sparpaketes die letztendlich ein wesentlicher Bestandteil des Erfolges gewesen sei. Aber auch eine wieder deutlich steigende Nachfrage habe dazu geführt das die Talsohle durchschritten wurde. Der Alcoa-Umsatz stieg im dritten Quartal im Vergleich zum Vorquartal um neun Prozent auf 4,62 Mrd, gegenüber dem Vorjahresquartal sank er allerdings um ein Drittel. Dollar. Analysten hatten einen Erlös von 4,55 Mrd. Dollar prognostiziert. Im Vorjahreszeitraum hatte Alcoa 7,0 Mrd. Dollar erwirtschaftet.

Pacific Capital Bankcorp.

Es sieht nach Ausbruch aus…Eine Aktie die ich in der vergangenen Woche ins Depot genommen habe bricht gerade aus. PCBC ist eine der schwer angeschlagenen US Finanztitel die bisher noch gar nicht von der Erholung profitieren konnte. Heute scheint der Knoten zu platzen. Noch ist nicht viel passiert, aber das Volumen steigt gerade etwas an und die Aktie kann 11% zulegen. Wer also noch einen längerfristigen US Bankentitel sucht und auf das eingesetzte Geld im Falle einer Fehlspekulation verzichten kann der sollte sich Pacific Capital Bankcorp etwas näher anschauen. Der Chart sieht echt übel aus, aber genau das kann auch die Chance sein…

Einen ähnlich miesen Chart findet man bei Oceanfright, OCNF. Der Markt für Reedereien ist arg gebeutelt worden. Die Frachtraten sind komplett im Keller und dem entsprechend haben sich die Aktien der Drybulker in den vergangenen Monaten entwickelt. Oceanfright ist eher ein sehr kleiner Player in dem Markt aus Griechenland. Genau hier könnte aber auch die Chance sein das ein kleineres Unternehmen flexibler auf die Gegebenheiten reagieren kann und eventuell schneller wieder aus der Krise kommt. Die beiden großen Mitbewerber Dryships und Exel Maritim Carriers laufen heute verglichen mit dem Gesamtmarkt sehr satbil…

Einfach mal wieder locker machen…

Leichte Gewinnmitnahmen zum Handelsbeginn in Frankfurt werden prognostiziert. Gestern war ein sehr überraschender Tag – zumindest wohl für die Bären die auf dem falschen Fuß erwischt worden sind. Nach der Schwäche der vergangenen zwei Wochen setzt der US Markt, und damit auch der Rest der Welt wieder zu einem neuen Anlauf auf die alten Höchststände an. Dies ist den Märkten auch eindrucksvoll gelungen. Während am vergangenen Freitag die Welt noch etwas düsterer aussah und man ein weiteres Abrutschen der Indizes befürchten musste hat sich das Bild inzwischen wieder deutlich aufgehellt. Ich könnte mir gut vorstellen das die Erholungsrally heute weiter geht…

Heute geht es besonders in Australien wieder nach oben. Allen voran sind Rohstoffe wieder auf der Gewinnerseite. Witziger Weise waren hier gerade die Zinserhöhungen „schuld“ an der guten Stimmung. Eine stärkere Geldmarktpolitik wird offensichtlich als hoffnungsvolles Signal auf ein baldiges Ende der Krise gesehen. Öl und Gold legen kräftig zu und dürften immer noch von den gestrigen Meldungen über eine baldige Ablösung des Dollars als Weltwährung profitieren.Gute Stimmung herrscht am Mittwoch auch am japanischen Aktienmarkt. Der Nikkei-Index gewinnt 1,1 Prozent auf knapp 9.800 Punkte. In Japan ist der Sammelindex der Frühindikatoren im August den sechsten Monat hintereinander gestiegen. Das Konjunkturbarometer kletterte nach Angaben der japanischen Regierung um 0,8 auf 83,3 Punkte.

Alles in allem also mal wieder hoffnungsvolle Signale die wohl auch entsprechend verarbeitet werden sollten.  Heute legt Alcoa nachbörslich die Zahlen zum dritten Quartal vor und eröffnet somit die lang ersehnte US Berichtssaison. Ab morgen wird es also interessant, und die Frage nach einer stabilen US Wirtschaft in den kommenden Tagen und Wochen beantwortet. Ich glaube immer noch nicht an die Heile-Welt-Theorie…Dennoch bin ich wieder investiert um dabei zu sein, auch wenn ich damit gegen meine Überzeugung handele. Aber manchmal muss man sich wohl einfach mal wieder etwas locker machen…

Es wird eng für den Dollar!

Der Großteil der Welt ist inzwischen mit der Leitwährung US Dollar unzufrieden. Zu sehr beeinflusst die schwache US Währung die Gewinne der restlichen Welt negativ als das dieser Zustand nicht immer wieder für heftige Diskussionen bezüglich einer neuen Weltwährung hervorrufen würde. Die Zweifel an der Vormachtstellung der USA haben nun weitere Nahrung bekommen. Einem Bericht der US-Zeitung „The Independent“ zufolge planen die arabischen Staaten eine Umstellung des traditionell in Dollar abgerechneten Ölhandels. Gemeinsam mit China, Russland, Japan und Frankreich arbeiten die Golf-Staaten stattdessen an einem neuen Währungsmix, der neben Euro, Yen und Yuan auch Gold enthalten soll. Sympathie für eine allgemeine Abrechungswährung mit reduziertem Dollar-Gewicht haben, der Zeitung folgend, aber auch Brasilien und Indien signalisiert, sodass sich quasi die gesamte noch-wachsende Welt zunehmend gegen die bisherige Leitwährung stellt.

Die Börse nimmt die immer häufiger auftretenden Signale zur Ablösung des Dollar offenbar durchaus ernst. Jedenfalls sackte die US-Währung im asiatischen Handel gegenüber dem Euro erst einmal wieder bis unter 1,47 ab. Verluste verzeichnete der Dollar aber auch gegenüber einer Vielzahl anderer Währungen, wie dem Yen, dem Franken und den meisten anderen europäischen und asiatischen Devisen. Im Gegenzug zog Gold wieder an und übersprang in der Nacht zwischen zeitig die 1020-Dollar-Schwelle. Sorgen bereitet dem aufmerksamen Beobachter dabei das nun auch Rohstoffe wie Gold in die weltweiten Zahlungssysteme Einzug halten sollen. Was kommt als Nächstes und wie wird die amerikanische Regierung darauf reagieren. es gibt eigentlich nur eine Lösung für das Problem aus amerikanischer Sicht und die heißt Zinserhöhungen. Aber wie wir wissen dürfte das dann den Aktienmärkten alles andere als gut tun.

An dieser Stelle erinnere ich mich immer wieder gerne an meinen Freund Dan aus Florida, der Europa und hier im Speziellen Deutschland wieder und wieder als kommunistisches System bezeichnet in dem alles so teuer ist. (Womit er leider ja nicht ganz unrecht hat!) Eigentlich sagte er bei unserem letzten Treffen das es genau umgekehrt sein müsse. Der Dollar sollte seiner Meinung nach  2,- Euro wert sein, beantragte er auch bei unserem letzten Treffen wieder. Aber warum ist das nicht so? Wahrscheinlich liegt es zum einen an der typisch amerikanisch arroganten Art dies nicht objektiv zu sehen,und nicht über den amerikanischen Tellerrand hinaus blicken zu können, und zum zweiten an der uneingeschränkten Gabe eines Amerikaners zur Verdrängung und vor allem zum Patriotismus. Irgendwie kann man ihnen dafür ja auch nicht böse sein, den Amerikanern – Sie kennen es ja nicht anderes. Noch nicht!

„W“, „V“ oder „U“ -förmige Erholung?

Der Boss der britischen Großbank HSBC hat am Wochenende mal wieder für etwas Wirbel gesorgt indem er den Finanzmärkten in den kommenden Wochen oder Monaten einen erneuten Absturz vorhersagte. Seiner Meinung nach stehen wir vor einer erneuten massiven Abwertung der Aktienkurse die letztendlich dann in einer, wie lange auch immer dauernden, Erholung enden sollte. Der Chef der britischen Großbank hat die Expansionspläne für sein Institut vorerst auf Eis gelegt und der am Markt erwarteten aggressiven Wachstumsstrategie eine Absage erteilt. Interessant liest sich die Begründung: Er glaube, die Erholung verlaufe eher wie ein „W“, und er rechne daher mit einem zweiten Abschwung, sagte Michael Geoghegan der „Financial Times“

Ganz anderer Meinung ist da Ökonom Nouriel Roubini. der Mann der damals die Krise in seinem heutigen Umfang kommen sah und rechtzeitig alle Positionen im Markt auflöste erwartet eher eine sehr langsame Erholung in Form eines großen U. Die Märkte seien „zu stark, zu früh, zu schnell“ in die Höhe geklettert, sagte Roubini am Wochenende in Istanbul. Der New Yorker Professor warnte vor dem Risiko einer größeren Korrektur im Laufe des vierten Quartals 2009, spätestens aber im ersten Quartal 2010. Diese Aussage verwundert angesichts der aktuellen Situation an den Börsen zumindest aus geometrischer Betrachtungsweise. Ein „U“ ist schwerlich noch möglich, es sei den die Kurse würden nun Monate lang zwischen dem Tief der Krise und dem Stand der Vorletzten Woche hin- und her pendeln.

Auch dann würde der Chart höchstens unter Beobachtung ganz langer Zeiträume von mindestens 10 Jahren wohl ein kleines U darstellen. Ein V hatten wir bis jetzt ja bereits, und grundsätzlich ist dies auch noch weiterhin gültig, auch wenn ich persönlich nicht daran glaube. So gesehen dürfte das „W“ wohl doch die wahrscheinlichste und vielleicht auch für einen dann dauerhaften Anstieg die gesündeste Variante werden. Die Bullen wehren sich verbissen dagegen und es wird noch eine weile dauern bis die zweite Spitze nach unten ausgebildet wird. Ich rechne ebenfalls nicht mit einem S&P500 Punktestand unter 850 Punkten. Die Liquidität im Markt wird dies verhindern…

Lust und Frust beim Aktienkauf..

Am Mittwoch gehts also wieder so richtig los. Alcoa der weltgrößte Aluminiumkonzern legt traditionsgemäß seine Zahlen als erstes vor und eröffnet somit die US Berichtssaison. Natürlich hofft die überwiegende Zahl der Anleger auf eine Bestätigung der Prognosen und eventuell sogar auf bessere Unternehmensdaten als erwartet. Ich habe mich am Freitag ebenfalls wieder etwas mehr engagiert, allerdings sehr selektiv und lange nicht mehr so breit wie beim letzten Mal. Die Unternehmen dürften in den meisten Fällen die Prognosen zwar erreichen, aber nicht so deutlich übertreffen, dass es den Markt auf neue Höhen katapultiert. Und einige werden wohl auch wieder ordentlich patzen und damit eventuell den Markt weiter nach unten schicken.

Nach wie vor bin ich der Meinung das es sinnvoller wäre wenn der Markt erst einmal noch weiter korregieren würde. Sagen wir mal im S&P 500 wäre ein erneutes testen der 1000 Punkte Marke mit anschließender Bestätigung nach oben das Traumszenario. Aber auch 850 Punkte noch einmal zu sehen könnte man durchaus als gesund bezeichnen, auch wenn dies natürlich nochmal deutliche Verluste an den Aktienmärkten bedeuten würde.Warum ich dann schon wieder eingestiegen bin? Gute Frage…trotz meiner gegensätzlichen Überzeugung bleibt einem offensichtlich bereits seit Wochen nicht viel anderes übrig als dieses Spiel mit zu spiele, wenn man nicht jeden Tag zusehen will wie andere Geld verdienen, man selber aber nicht davon profitiert.

Das Schlimmste aber ist wohl die Vorstellung das man sich geirrt haben könnte und der Aufschwung seit März dieses Jahres noch viele Monate anhalten könnte. Damit hätte man dann wohl auch die Einstiegskurse die man nur einmal im Leben bekommt verpasst. Ich war einer der ersten die Ende Februar diesen Jahres massiv investiert haben und habe davon auch ordentlich profitiert. Leider aber nicht im vollen Umfang, da ich offensichtlich zu früh wieder verkauft habe. Nun sind die Kurse wieder ansatzweise auf dem Niveau auf dem ich zuletzt ausgestiegen bin.  Bei einzelnen Titeln wage ich also mal wieder ein Spielchen..und ich schreibe das bewusst so, denn ich bin hier rein auf kurzfristige Trading-Gewinne aus. Die Zeit zum Anlegen kommt erst noch…wahrscheinlich!

Was ist ein Partieles Gap Down?

Generell wird als Gap die Differenz zwischen den Preisniveaus zweier Handelsperioden – meist Tage – bezeichnet. Die Ursache für Gaps sind Veränderungen der Marktmeinung von Marktteilnehmern während die Börse geschlossen ist. Der erste Kurs spiegelt die nun geänderte Meinung der Aktie gegenüber wieder. Ein partielles Gap-Down entsteht, wenn der Eröffnungskurs des zweiten Handelstages unter dem Schlusskurs des vorherigen Handelstags liegt.

Gaps werden gerne von Tradern genutzt, da anhand statistischer Wahrscheinlichkeiten weitere Kursverläufen indiziert werden: so werden etwa Opening Gaps statistisch gesehen mit mehr als 60% Wahrscheinlichkeit innerhalb des Handelstages wieder gefüllt. Eine Aktie mit einer Gap Down-Eröffnung schliesst darüber hinaus zu einer Wahrscheinlichkeit von über 70% mit einem tieferen Schlusskurs als am Vortag.

Nicht sehr geistreich, das Posting aber irgendwie passend…vielleicht hilft es ja bei der ein oder anderen Entscheidung 😉

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