Intel, JP Morgan, Goldman Sachs, Bank of America, IBM, GE

Der Zahlenreigen geht in dieser Woche mit US Schwergewichten wie Intel, JP Morgan, Goldman Sachs, Bank of America, IBM, General Electric sowie Johnson & Johnson weiter. Gerade diese Unternehmen sind ein deutliche Indikator für den Zustand der amerikanischen Wirtschaft. Die Mehrzahl der Analysten rechnet nicht mit negativen Überraschungen und somit mit einer Fortsetzung der Rally an den Aktienmärkten. Der US Markt zeigte sich auch am Freitag weiterhin sehr robust. Der Dow Jones Index konnte sogar auf dem höchsten Stand seit Jahresbeginn schließen. Einige Aktien konnten allerdings von diesem positiven Umfeld nicht mehr profitieren. Und genau auf diese Tatsache sollte man in den kommenden Handelstagen verstärkt achten. Wer oder was trägt also diese Rally?

Am Dienstag eröffnen Intel und Johnson & Johnson den Reigen der Schwergewichte, der am Mittwoch von JP Morgan und am Donnerstag von Goldman Sachs und IBM fortgesetzt wird. Am Freitag legen die Bank of America und General Electric ihre Zahlen vor. Bei IBM, Intel und GE schauen Analysten vor allem darauf, inwieweit die Technologiekonzerne vom schwachen Dollar profitieren konnten. Obwohl sich der Greenback in den letzten beiden Handelstagen wieder ein wenig erholen konnte zeigt die Richtung klar abwärts. Das derzeitige 14-Monats-Tief der US Währung hat dann auch Spuren bei den stark exportorientierten Werten hinterlassen. Diese konnten nicht nur von den Kursgewinnen der letzten Tage nicht profitieren, sondern gaben weiter ab.

Die Fed könnte also in Kürze gezwungen sein die Zinsen doch wieder etwas anzuheben um einen weiteren Verfall der Landeswährung zu bremsen.  Erste Andeutungen von Ben Bernanke dahingehend waren bereits zu hören. Der Druck von außen auf die US Regierung nimmt weiter zu und Bernanke ließ verlauten das die zur Zeit sehr lockere Geldpolitik der FED aufgegeben werde, sobald der konjunkturelle Ausblick der US Wirtschaft wieder ernsthaft positiv sei. Die Frage wann dies der Fall sein könne blieb allerdings unbeantwortet. Den Märkten hat dies bisher nicht geschadet. Normalerweise sorgen solche Aussagen für großes Aufsehen oder zumindest leicht fallende Kurse. Auch das ist ein weiteres Indiz dafür das wir uns in einem liquiditäts getriebenen Markt befinden.

Irgendwann wird der Markt wohl in Erwartung auf steigende Zinsen zumindest anfangen seitwärts zu tendieren…Spätestens dann muss man auch wieder mit heftigeren Rücksetzern in einzelnen Aktien rechnen um die derzeitige Überbewertung wieder abzubauen. By the way… Der Dax konnte die 5750 Punkte Marke wieder nicht überwinden..

2 Comments

  1. Holger said:

    Täuscht mein Eindruck eigentlich, oder sind die Amerikaner mit ihrer Berichtssaison immer früher dran als wir in Deutschland? Oder liegt das nur an der Vielzahl von Unternehmen dort?

    • Lars said:

      Hallo Holger, ja historisch ist das so. Die Dax Unternehmen werden Ende Oktober anfangen zu berichten. Bin mal gespannt wie die Zahlen für Q3 hier ausfallen…

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