Es wird eng für den Dollar!

Der Großteil der Welt ist inzwischen mit der Leitwährung US Dollar unzufrieden. Zu sehr beeinflusst die schwache US Währung die Gewinne der restlichen Welt negativ als das dieser Zustand nicht immer wieder für heftige Diskussionen bezüglich einer neuen Weltwährung hervorrufen würde. Die Zweifel an der Vormachtstellung der USA haben nun weitere Nahrung bekommen. Einem Bericht der US-Zeitung „The Independent“ zufolge planen die arabischen Staaten eine Umstellung des traditionell in Dollar abgerechneten Ölhandels. Gemeinsam mit China, Russland, Japan und Frankreich arbeiten die Golf-Staaten stattdessen an einem neuen Währungsmix, der neben Euro, Yen und Yuan auch Gold enthalten soll. Sympathie für eine allgemeine Abrechungswährung mit reduziertem Dollar-Gewicht haben, der Zeitung folgend, aber auch Brasilien und Indien signalisiert, sodass sich quasi die gesamte noch-wachsende Welt zunehmend gegen die bisherige Leitwährung stellt.

Die Börse nimmt die immer häufiger auftretenden Signale zur Ablösung des Dollar offenbar durchaus ernst. Jedenfalls sackte die US-Währung im asiatischen Handel gegenüber dem Euro erst einmal wieder bis unter 1,47 ab. Verluste verzeichnete der Dollar aber auch gegenüber einer Vielzahl anderer Währungen, wie dem Yen, dem Franken und den meisten anderen europäischen und asiatischen Devisen. Im Gegenzug zog Gold wieder an und übersprang in der Nacht zwischen zeitig die 1020-Dollar-Schwelle. Sorgen bereitet dem aufmerksamen Beobachter dabei das nun auch Rohstoffe wie Gold in die weltweiten Zahlungssysteme Einzug halten sollen. Was kommt als Nächstes und wie wird die amerikanische Regierung darauf reagieren. es gibt eigentlich nur eine Lösung für das Problem aus amerikanischer Sicht und die heißt Zinserhöhungen. Aber wie wir wissen dürfte das dann den Aktienmärkten alles andere als gut tun.

An dieser Stelle erinnere ich mich immer wieder gerne an meinen Freund Dan aus Florida, der Europa und hier im Speziellen Deutschland wieder und wieder als kommunistisches System bezeichnet in dem alles so teuer ist. (Womit er leider ja nicht ganz unrecht hat!) Eigentlich sagte er bei unserem letzten Treffen das es genau umgekehrt sein müsse. Der Dollar sollte seiner Meinung nach  2,- Euro wert sein, beantragte er auch bei unserem letzten Treffen wieder. Aber warum ist das nicht so? Wahrscheinlich liegt es zum einen an der typisch amerikanisch arroganten Art dies nicht objektiv zu sehen,und nicht über den amerikanischen Tellerrand hinaus blicken zu können, und zum zweiten an der uneingeschränkten Gabe eines Amerikaners zur Verdrängung und vor allem zum Patriotismus. Irgendwie kann man ihnen dafür ja auch nicht böse sein, den Amerikanern – Sie kennen es ja nicht anderes. Noch nicht!

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