Linde, Beiersdorf, Metro, Fresenius und BMW

Nun geht der Zahlenreigen im Dax so richtig los. Besonders erfreulich für die Anleger waren dabei die gestern vorgelegten Linde zahlen. Der Konzernumsatz in den ersten neun Monaten ging im Vergleich zum Rekordjahr 2008 um 11,5 Prozent auf 8,31 Mrd. Euro zurück. Das operative Konzernergebnis (EBITDA vor Sondereinflüssen und inkl. des anteiligen Jahresüberschusses aus assoziierten Unternehmen und Joint Ventures) lag mit 1,74 Mrd. Euro um 8,8 Prozent unter dem Vorjahreswert.

Der Kosmetikkonzern Beiersdorf bleibt trotz Konsumflaute auf Wachstumskurs und blickt nach neun Monaten etwas optimistischer in die Zukunft als bislang. Im dritten Quartal sei der Unternehmensbereich Consumer organisch um 0,9 Prozent gewachsen und habe eine Ebit-Umsatzrendite von 11,1 Prozent verbucht, so Beiersdorf. Tesa habe den Umsatz um neun Prozent gegenüber dem des Vorquartals steigern können.

Die heute vorgelegten Ergebnisse des Dialysespezialisten Fresenius Medical Care und dessen Mutterkonzern Fresenius sind auch weiterhin Wachstum geprägt. FMC hat im dritten Quartal sein Ebit um sieben Prozent auf 451 Millionen Dollar verbessert. Der Umsatz zog um sechs Prozent auf 2,89 Milliarden Dollar an. Außerdem hob der Konzern seinen Ausblick leicht Prozent. Die ebenfalls im Dax notierte Fresenius hat nach neun Monaten ein Ebit von 1,5 Milliarden Euro erreicht – 24 Prozent mehr als im Vorjahr. Der Umsatz wuchs um 19 Prozent auf 10,4 Milliarden Euro.

Deutschlands größter Handelskonzern Metro hat im dritten Quartal einen Umsatzrückgang um 4,6 Prozent auf 15,6 Milliarden Euro verbucht. Das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern erreichte mit 357 Millionen Euro zwar knapp das Vorjahresniveau. Der Gewinn brach aber von 183 auf 72 Millionen Euro ein.

Der Autobauer BMW hat im dritten Quartal einen überraschend großen Gewinneinbruch verbucht. Das Ergebnis nach Steuern belief sich auf 78 Mio. Euro, wie der Konzern am Dienstag in München mitteilte. Das sind 73,8 Prozent weniger als vor einem Jahr, damals stand noch ein Überschuss von 298 Mio. Euro zu Buche. Analysten hatten dieses Mal im Schnitt mit einem Nettogewinn von 118 Mio. Euro gerechnet. Ganz im Gegensatz zu dem amerikanischen Mitbewerber Ford. Die Aktie notierte getsren mit einem Aufschlag von 9 Prozent. Der Automobilkonzern hat im dritten Quartal trotz der weltweiten Krise in der Automobilbranche einen deutlichen Gewinn einfahren können und die Erwartungen klar in den Schatten gestellt.

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