Author Archives: Lars

MAN, 150 Millionen Euro Strafe wegen Bestechung

Der Maschinenbau- und Nutzfahrzeugkonzern MAN hat in der Affäre um Schmiergeldzahlungen an Kunden ein dickes Bußgeld aufgebrummt bekommen. MAN willigte ein, mehr als 150 Millionen Euro zu zahlen. Gut sieben Monate nach Aufflammen des Korruptionsskandals ist die Affäre für MAN damit zumindest juristisch ausgestanden. Die Ermittlungen gegen einzelnen Mitarbeiter dauern aber an. An diesem Freitag beschäftigt sich auch der Aufsichtsrat von MAN nochmals mit der Affäre.

MAN erhielt zwei Bußgeldbescheide in Höhe von jeweils 75,3 Millionen Euro. Den einen verhängte das Landgericht München I gegen MAN Turbo, den anderen die Staatsanwaltschaft München I gegen MAN Nutzfahrzeuge. Fällig wird diese Summe dem Vernehmen nach noch in diesem Jahr. MAN hat nach eigenen Angaben keine Rechtsmittel gegen die Bescheide eingelegt. Sie sind damit rechtskräftig. „Damit sind die Ermittlungen gegen Gesellschaften des MAN-Konzerns wegen des Verdachts von zurechenbaren Korruptionshandlungen im Zeitraum von 2002 bis 2009 beendet“, teilte der Konzern mit.

Mit den Bußgeldbescheiden ist zwar das Unternehmen MAN aus dem Schneider, nicht aber die Verantwortlichen für die Schmiergeldzahlungen. Eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft sagte auf Anfrage, es werde weiter gegen rund 100 Beschuldigte ermittelt. Dabei gehe es sowohl um Ordnungswidrigkeitsverfahren wegen Verletzung der Aufsichtspflicht als auch strafrechtlich relevante Vorwürfe. „Diese Ermittlungen werden unverändert weitergeführt und dürften noch erhebliche Zeit in Anspruch nehmen.“

Fraport und Lufthansa, HHLA, FedEx, Excel Maritime und Dryships

Lichtblicke in der Luftfahrt, Fraport Chef Schulte ist wieder optimistisch. FedEx kann mit wirklich guten Zahlen glänzen. Das Unternehmen hatte gestern nach Börsenschluss seine Gewinnprognose für das zweite Quartal von 0,65 bis 0,95 Dollar auf 1,10 Dollar pro Aktie nach oben korrigiert. Ein starkes Auslandsgeschäft vor allem in Asien und Lateinamerika und Kosteneinsparungen seien der Grund für den Gewinnanstieg, hieß es. Der Hafenbetreiber Hamburger Hafen und Logistik AG hingegen versucht sich nun mit Dumpingangeboten aus der Krise zu befreien. Wirtschaftsbehörde und Hafenwirtschaft wollen den Hamburger Hafen wieder attraktiver für Reedereien machen. Die Umschlagskosten sollen dauerhaft sinken, eingebüßte Ladungsströme so zurückgewonnen werden.

Die Logistikbranche ist im Umbruch. Noch bis vor Kurzem schwer gezeichnet von der Krise scheint sich, zumindest bei einigen Unternehmen so langsam die Trendwende abzuzeichnen. Besonders die Schiffahrt hat schwer gelitten, aber auch Luftfahrtunternehmen und Speditionen sind von der deutlich nachlassenden Nachfrage im vergangenen Jahr schwer gebeutelt worden. „Der positive Trend im Luftverkehr verstetigt sich zunehmend und ist ein klares Indiz dafür, dass wir wirtschaftlich die Talsohle durchschritten haben“, kommentierte Fraport-Chef Stefan Schulte die aktuellen Daten. Zu Jahresbeginn lagen die Passagierrückgänge noch im zweistelligen Prozentbereich, für die ersten elf Monate des Jahres ergibt sich nun ein Minus von 5,3 Prozent. Geschäftsreisende und Urlauber hatten wegen der Wirtschaftskrise auf Flugreisen verzichtet.

145.000 Tonnen Fracht und Post flog die Lufthansa in 2009 rund um die Welt, das ist immerhin ein halbes Prozent mehr als im Vorjahr. Seit Monaten ist das der erste Lichtblick in der flügellahmen Cargo-Sparte der Lufthansa. Die Auslastung bei den Fracht-Spezialisten verbesserte sich um rund vier Prozentpunkte und lag im gerade abgelaufenen Monat bei knapp 71 Prozent. ie Passagiermaschinen waren dabei durchschnittlich nur zu drei Vierteln besetzt. Konzernweit verzeichnete die Lufthansa eine Auslastung von etwas mehr als 75 Prozent – fast ein Prozentpunkt weniger als noch vor einem Jahr. Dafür flogen deutlich mehr Passagiere mit dem deutschen Branchen-Primus – nämlich fast sieben Millionen, ein deutliches Plus von 24 Prozent. Doch das liegt vor allem an den zahlreichen Airlines, die sich der Kölner Konzern in der letzten Zeit einverleibt hat.

Es sieht ganz gut aus für die Logistikbranche in den kommenden Monaten. Einige Aktien aus dem Bereich konnten nahezu noch gar nicht von dem Aufwärtstrend der letzten Monate profitieren. Besonders in Amerika scheint die Branche gerade erst wieder entdeckt zu werden. Die amerikanischen Fluggesellschaften wie United Airlines und die US Airways Group sind gerade wieder angesprungen. Drybulker und Tankerflottenbetreiber wie Excel Maritim Carriers und Drships dürften sich demnächst ebenfalls aus Ihrer charttechnischen Lethargie lösen können. Ein näherer Blick könnte also in den kommenden Wochen sehr lohnend sein…

Citigroup und Bank of America befreien sich vom staatlichen Einfluss

Eigentlich hat sich nicht viel geändert seit dem Beginn der Finanzkrise…Die US-Großbank  Citigroup steht einem Medienbericht zufolge kurz vor einer Kapitalerhöhung im Volumen von rund 20 Milliarden $. Der Schritt könnte bereits am Donnerstag bekannt gegeben werden, berichtete der TV-Sender CNBC am Mittwoch unter Berufung auf Insider. Das Kreditinstitut wolle die Einnahmen aus der Kapitalerhöhung zur Rückzahlung von Geldern aus dem staatlichen Bankenrettungsfonds Tarp einsetzen. Ein Sprecher der Bank wollte sich nicht zu dem Bericht äußern. Citigroup-Chef Dick Parsons hatte dem Sender zuvor gesagt, dass das Finanzinstitut derzeit Gespräche mit den Behörden über die Rückzahlung der Hilfsgelder führe.

Möglicherweise ist sogar Eile geboten. Die „Financial Times“ hatte am vergangenen Montag berichtet, dass der Bank die Zeit davonlaufe: Wenn es die Citigroup nicht schaffe, bis Anfang kommender Woche eine Kapitalerhöhung in Gang zu bringen, könnte der nächste Anlauf erst Ende Januar gestartet werden, schrieb das Finanzblatt. Wegen der Offenlegungspflichten sei eine Kapitalerhöhung schwierig, nachdem eine Bank ihre Bücher für den Quartalsbericht oder den Jahresabschluss geschlossen habe.

Auch die  Bank of America hat mittlerweile die im Zuge der Finanzkrise beanspruchten Staatshilfen in Höhe von 45 Milliarden $ zurückgezahlt. Damit seien alle Tarp-Gelder zurückerstattet, teilte das Institut am Mittwoch mit. Ursprünglich wollte die  Bank of America die Rückzahlung schon am 2. Dezember abschließen. Viele Banken wollen die Gelder aus dem Tarp-Programm rasch zurückgeben, um den Einfluss der Regierung auf Managergehälter und Dividendenzahlungen zu beenden. So bleibt dann alles wie es ist und die Banken können ungestört wieder Ihren spekulativen Geschäften nachgehen. Die nächste Krise kommt bestimmt!

Lynxbroker – Spar Dir die Abgeltungssteuer!

Die Landschaft der Onlinebroker in Deutschland ist um einen sehr interessanten Player reicher! Und ich muss sagen, nachdem ich die Plattform getestet habe, die Vorteile von Lynxbroker sind so vielfältig das es schwer fällt dies alles in einen Artikel zu pressen. Dennoch hier ein kurzer Abriss. Die Gebühren sind sensationell günstig. Mit 6,00 Euro pro Trade schlägt Lynx selbst noch flatex. Verglichen mit den anderen Anbietern wie Comdirect, CortalConsors, DAB Bank oder S-Broker ist der Preisvorteil noch deutlicher. Bei Optionen und Futures sind die Unterschiede noch größer. Man kann also davon ausgehen das man sich derzeit mindestens 50% bis 70% seiner Brokergebühren durch einen Wechsel zu Lynx sparen kann. Was in meinem Fall jährlich einen ordentlichen Betrag ausmacht.

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Kleiner Tipp für alle Blogger unter Euch! Seit heute gibt es auch ein Partnerprogramm von Lynxbroker bei belboon 😉

Weiter geht es mit den Zinssätzen bei Lynx die zwar auf Guthabensbasis nicht berauschend sind, dagegen im Falle eines zusätzlichen Effektenkredites ebenfalls unschlagbar günstig sind. Mit derzeit 3,69% Sollzins ist das Angebot von Lynx hier ebenfalls das weitaus Beste am Markt. Auch das Thema versteckte Kosten kann man bei Lynx getrost vergessen. Beim neuen Onlinebroker gibt es keine Kontoführungskosten, keine Kosten bei Dividendenzahlungen! Bei Lynx erhält man zudem einen direkten Zugang zu 60 Börsenplätzen weltweit in 16 Ländern. Neben Aktien können also ganz bequem Optionen, Forex, ETFs, Anleihen und Futures gehandelt werden. Bei anderen Brokern muss man sich diese Bereiche immer extra beantragen und freischalten lassen.

Jetzt kommt aber der Hammer! Als einziger Broker am Markt werden bei Lynx die Kapitalertragsteuern erst zum Jahresende fällig. Somit bleibt eine Menge Zeit aus dem sonst schon bei Zwischenverkäufen fälligen und abgebuchten Beträgen für das Finanzamt weiteres Kapital zu generieren. Wer also schon länger auf der suche nach dem ultimativen Broker ist, der sollte sich unbedingt das Lynx Infopaket anfordern. Besser gehts nicht! Ihr könnt hier einfach, kostenlos und unkompliziert das Lynx Infopaket anfordern..

Vivacon verkauft weitere Gesellschaftsanteile an der Curanis Holding GmbH

Das Immobilienunternehmen Vivacon AG trennt sich im Rahmen der laufenden Restrukturierung von seinen Property Management Aktivitäten sowie von einem weiteren Immobilienportfolio. Es sei ein Kaufvertrag mit der CONSUS Property Group AG, über die Veräußerung der 80-prozentigen Gesellschaftsanteile an der Curanis Holding GmbH sowie über den Verkauf eines Immobilenportfolios geschlossen worden, teilte das Unternehmen mit. Finanzielle Details wurden nicht genannt.

Fest steht wohl nur das der Immobilienkonzern weiter sein Tafelsilber veräussert um die Liquidität wieder zu erhöhen. Ob dies gelingt, bzw. wie viel die Vivacon AG tatsächlich noch wert sein könnte weiß leider wohl niemand so genau. Die Informationspolitik des Unternehmens ist nach wie vor eine Katastrophe. Gestern konnte der Jurs nach der Meldung kräftig zulegen, was sich nach den verlusten heute aber wieder relativiert. Es gehört eben mehr dazu als ab und zu einen Teilverkauf zu vermelden um das arg geschundene Anlegervertrauen wieder zu gewinnen.

Das verkaufte Immobilienportfolio umfasst den Angaben zufolge insgesamt ca. 734 Wohn- und Geschäftseinheiten mit einer Nutzfläche von ca. 47.000qm. Das Portfolio befinde sich mehrheitlich in Nordrhein-Westfalen sowie Bremen. Vivacon wolle sich künftig auf das Asset Management im Bereich der Bewirtschaftung und Verwaltung von Immobilien, insbesondere im Bereich Erbbaurecht, konzentrieren, teilt das Unternehmen mit. Durch die im Rahmen der Restrukturierung erfolgten Verkäufe konnte der Konzern seine Bankverbindlichkeiten laut eigenen Angaben um rund 44 Millionen Euro drücken.

Nach Porsche will VW nun Suzuki und dann ?

Es geht zur Zeit Schlag auf Schlag bei VW. Während andere Automobilkonzerne noch in der Krise stecken macht sich Ferdinand Piech auf in dieser schweren Zeit seinen Volkswagenkonzern zum größten dieser Welt um zubauen und den bisherigen Branchenführer Toyota vom Thron zu stoßen. Schon lange wurde darüber spekuliert, jetzt ist es Realität. Die Wolfsburger steigen bei Suzuki ein. Sie kaufen 19,9 Prozent an dem japanischen Kleinwagenhersteller. Umgekehrt beteiligt sich auch Suzuki an Volkswagen. Suzuki will bis zu 50 Prozent des erhaltenen Kaufpreises in VW-Aktien investieren.

Von der strategischen Partnerschaft sollen beide Konzerne etwas haben: Sie erhoffen sich Synergien, vor allem bei der Entwicklung umweltfreundlicher Kleinwagen. Suzuki ist Spezialist für Motorroller und Kleinwagen. Beide ergänzen sich in ihrer Produktpalette, bei Vertriebsnetzen und Produktionskapazitäten. Die beiden Partner wollen die weltweit steigende Nachfrage nach kleineren Fahrzeugen sowie sparsamen Motoren mit geringerem Schadstoffausstoß bedienen. Sie haben dabei vor allem Kunden in Schwellenländern im Visier. Die Spekulation um eine Beteiligung der Wolfsburger an Suzuki im Markt seit Piech Suzuki als interessante Marke bezeichnet hatte. Die Logik hinter dieser Entscheidung sei klar, da Suzuki in den beiden Schwachpunkten von VW besonders stark sei. Sorgen bereitet allerdings, dass VW bei drei großen, gleichzeitig laufenden Transaktionen den Fokus verlieren könnte.

Die Gerüchteküche brodelt schon lange. An der Börse zeigte man sich von der Partnerschaft wenig überrascht. „Die Geschichte ist nicht neu. Bereits gestern Abend gab es entsprechende Gerüchte und ähnliche kamen bereits im Sommer auf“, kommentierte ein Händler. Er erwartet eine moderate Kursreaktion. Der Deal soll im Januar abgeschlossen werden. Die Behörden müssen der Transaktion noch zustimmen. Suzuki wäre die elfte Marke im Volkswagen-Konzern. Erst am Montag hatte VW Fakten für den Zusammenschluss mit Porsche geschaffen und sich mit 49,9 Prozent am Stuttgarter Sportwagenbauer beteiligt. Die Beteiligung soll noch vor Jahresende vollzogen werden. Mit einem weiteren Deal beim LKW Hersteller MAN könnte das Dutzend dann voll gemacht werden…

bs

Angst vor Griechenlands und Dubais Bonität

An der Börse in Griechenland brechen die Aktienkurse ein. Ausländische Investoren ergreifen die Flucht, nachdem die Ratingagentur Fitch die Bonität des Landes heruntergestuft und einen düsteren Ausblick gegeben hat. Droht den internationalen Finanzmärkten die nächste große Krise?

Die Börse in Athen ist am Dienstag auf Talfahrt gegangen, nachdem Ratingagenturen die Bonität des Landes als Schuldner infrage gestellt hatten. Der Athener Börsenindex fiel um bis zu fünf Prozent auf 2199 Punkte. Die Ratingagentur Fitch stufte Griechenland herunter auf „BBB+“ und setzte den Ausblick auf negativ. Daneben belasteten auch die Sorgen um Dubai.

Der mittelfristige Ausblick für die Entwicklung der Staatsfinanzen mache Sorgen, teilte Fitch mit. Erstmals seit zehn Jahren wird der Euro-Staat damit nicht mehr als sogenanntes A-Land eingestuft. Top-Schuldner wie die Bundesrepublik Deutschland haben mit „AAA“ das beste Rating.

Auch S&P hatte am Vortag Griechenland auf den Prüfstand gestellt. Die Ratingagentur geht davon aus, dass sich die griechische Staatsverschuldung ohne geeignete Maßnahmen der neuen Regierung in Athen im Jahr 2010 auf 125 Prozent der Wirtschaftsleistung erhöhen wird, der höchste Wert der Eurozone. Das laufende Staatsdefizit soll nach neuesten Zahlen 12,7 Prozent des Bruttoinlandsprodukts ausmachen – weit mehr als die den Eurostaaten eigentlich erlaubten drei Prozent.

Die Regierung werde alles tun, was nötig sei, um das Haushaltsdefizit zu reduzieren, sagte Finanzminister George Papaconstantinou. Die Entscheidung der Agentur zeige, dass es Griechenland an den Märkten an Glaubwürdigkeit fehle. Fitch habe allerdings die Initiativen der Regierung zur Stabilisierung der Finanzlage nicht umfassend berücksichtigt. Papaconstantinou kündigte Pläne an, Steuern auf einer breiteren Basis zu erheben und überflüssige Maßnahmen aus dem Staatsbudget zu streichen.

Eine Herabstufung des sogenannten Kreditratings würde den Schuldendienst für die Regierung in Athen verteuern. Zudem könnten die Märkte im Euroland durch einen solchen Schritt deutlich verunsichert werden, ähnlich wie zuletzt durch die Probleme beim Schuldendienst einer regierungseigenen Investitionsgeselsschaft in Dubai.

SKW Stahl Metallurgie auf Expansionskurs

Mit der Übernahme der Tecnosulfur als brasilianischem Marktführer in der Roheisenentschwefelung setzt der SKW Metallurgie Konzern konsequent seine Strategie fort, die Abhängigkeit des Konzerns von den traditionellen Stahlmärkten in Europa und Nordamerika zu vermindern und gleichzeitig am starken Wachstum der BRIC-Staaten (Brasilien, Russland, Indien und China) zu partizipieren. In China ist SKW Metallurgie bereits mit zwei Produktionsstandorten etabliert. Der indische Markt wird über ein Joint Venture mit zwei Werken für Roheisenentschwefelungsmittel sowie die im Bau befindliche Kalziumsilizium- und Fülldrahtproduktion in dem an Indien angrenzenden, politisch stabilen Königreich Bhutan abgedeckt. Die russischen Stahlhersteller werden ab 2010 ebenfalls aus einem eigenen Werk mit Qualitätsprodukten von SKW Metallurgie beliefert werden.

Durch die Akquisition von Tecnosulfur erhält SKW Metallurgie einen direkten Zugang zu sämtlichen Stahlproduzenten aus der Region sowie zu einer langfristig gesicherten Rohstoffversorgung über einen Zehnjahresvertrag, den der brasilianische Marktführer für Roheisenentschwefelung erst vor kurzem abgeschlossen hat. Darüber hinaus kann die vom SKW Metallurgie Konzern bereits vor der Tecnosulfur-Akquisition mit einem Konzernunternehmen von ThyssenKrupp vereinbarte zehnjährige Belieferung des neuen ThyssenKrupp Stahlwerks mit karbidbasierten Roheisenentschwefelungsmitteln nunmehr deutlich effizienter über Tecnosulfur abgewickelt werden.

Die im Zuge der jüngsten Kapitalerhöhung ausgegebenen mehr als 2,1 Mio. neuen Aktien der SKW Stahl-Metallurgie Holding AG sind am Kapitalmarkt auf eine sehr hohe Nachfrage gestoßen. So haben nicht nur fast 75% des Aktienkapitals an der Kapitalerhöhung im Verhältnis 25:12 teilgenommen, was ca. 1,6 Mio. Aktien entspricht, sondern überdies meldeten die Aktionäre von SKW Metallurgie zusätzlich Überbezugswünsche für mehr als 2,0 Mio. Aktien an, wodurch der Überbezug fast vierfach überzeichnet war. ‚Wir freuen uns, dass die neuen SKW Metallurgie Aktien auf eine so große Nachfrage gestoßen sind. Das große Vertrauen der Investoren bestätigt uns in unserer Strategie, den Expansionskurs in die wachstumsstarken BRIC-Staaten konsequent fortzusetzen‘, kommentiert die Vorstandsvorsitzende der SKW Stahl-Metallurgie Holding AG, Ines Kolmsee, die Transaktion.

HeidelbergCement, VW Vorzüge, SKW Stahl, Klöckner und K+S

Die Woche fängt turbulent an und könnte es auch bleiben. Nachdem die USA am Freitag mit deutlich besser als erwarteten Arbeitsmarktdaten positiv überraschen konnten  wurde dies zunächst erleichtert aufgenommen. So richtig in Schwung kamen die Börsen dann trotzdem nicht, weil damit einher gehend auch schon wieder die ersten Befürchtungen baldiger Zinseröhungen auftauchten, weil ja alles gar nicht mehr so schlimm ist. Aus unserer persönlichen Sicht ist dies aber völlig unbegründet weil die tatsächliche Zahlen der Arbeitslosigkeit in den USA noch viel höher sein dürfte. Ben Bernanke, der gerade sowieso in der Kritik steht die Vorboten der Krise nicht erkannt,  und damit das Ausmaß noch erheblich verschlimmert zu haben, wird wahrscheinlich einen Teufel tun nun auch noch derjenige in den Geschichtsbücher zu werden der die zarte Erholung dann wieder abgewürgt hat.

Aber das nur am Rande… Weiterhin riecht es eher nach Jahresendrally, vielleicht nicht für den ganzen Markt aber durchaus für einige Aktien. Über die VW Vorzüge hatten wir ja bereits vor Wochen berichtet und einen Kurssturz bis auf 55,- Euro prognostiziert den man dann zum Einstieg nutzen sollte. Ich hoffe Sie haben dies, ebenso wie ich, auch konsequent umgesetzt. Bei den Stammaktien würde ich hingegen weiter Vorsicht walten lassen. Ganz erfreulich entwickelt sich heute die Aktie von HeidelCement die einen neuen Anlauf auf die 48,50 Euro Marke unternimmt. Ein Überwinden dieser Hürde sollte den Baustoffhersteller dann ganz schnell in die „Fünfziger“ katapultieren. Hier werden wieder größere Pakete gekauft!

Die Aktie von Kali und Salz sahen wir eigentlich auch aus fundamentalen Gesichtspunkten eher als Halteposition. Dennoch hat sich die Nachrichtenlage in dem Sektor in der vergangenen Woche deutlich verbessert. Die K+S Aktie konnte die Widerstandsmarke bei 42,- Euro überwinden, die heute noch einmal als Unterstützung getestet wird. Sollte dieser Test erfolgreich verlaufen sind weiter steigende Notierungen sehr wahrscheinlich. Gleiches gilt wahrscheinlich gerade für die Porsche Aktie der wir ja eher noch tiefere Kurse attestiert hatte, die sich aber auch charttechnischen Gesichtspunkten dennoch auf dem derzeitigen Niveau mit einer ersten Position in unser Depot verirrt haben.

Ein gutes Beispiel für eine erfolgreiche Kapitalerhöhung ist die Aktie der SKW Stahl Metallurgie. Nachdem der Kurs zunächst etwas nachgegeben hatte steigt die Aktie nach der vollzogenen Kapitalmaßnahme täglich weiter. Auch wenn der Wert etwas „markteng“ ist so dürfte auch hier eine kleinere Position im Depot in den kommenden Wochen nicht schaden. Ebenso wie unser Depotwert Klöckner & Co. die im kommenden Jahr zu den Gewinnern in der Stahlbranche gehören dürften. Das Kursziel für beide Stahlunternehmen haben wir nach wie vor über der Marke von 20,- Euro taxiert. Bei allen genannten Aktien halten wir einen Jahresendspurt für durchaus möglich, wenn auch aus teilweise sehr unterschiedlichen Gründen…

Escada – Der Zock kann neu beginnen!

Mithilfe der Mittal-Familie versucht Escada nun einen Neustart. Dabei will sich Escada von seinem Luxus-Image lösen. Glanz und Glamour stünden nicht mehr im Vordergrund, sagte Escada-Chef Bruno Sälzer der „Welt am Sonntag“. Escada wolle die jungen Frauen mit Klasse erreichen. Reich sei out. Glanz und Glamour stünden nicht mehr im Vordergrund, sagte Escada-Chef Bruno Sälzer  „Ich muss nicht mehr nach Bayreuth“, sagte er in Anspielung auf das Schaulaufen von Prominenz und Politik bei der Eröffnung der Wagner-Festspiele. Nun ob diese Strategie aufgehen wird bleibt erst einmal abzuwarten.

Denkbar ist für Escada weiterhin auch eine Herrenlinie. „Männer in Escada kann ich mir sehr gut vorstellen.“ Konkrete Pläne gebe es aber noch nicht. Als früherer Chef von Hugo Boss würde Sälzer die notwendige Erfahrung mit Männermode zumindest mitbringen. Er war im vergangenen Jahr als Sanierer zu Escada geholt worden, konnte die Insolvenz aber auch nicht mehr abwenden. Vor einem Monat war das Unternehmen an die Mittal-Familie verkauft worden. Teile des Unternehmens wäre wohl richtiger gesagt um genau zu sein die Filetstücke die man nun in das steuergünstige Luxemburg verlagern wird.

Megha Mittal, die Schwiegertochter des Stahlindustriellen Lakshmi Mittal, überwies den Kaufpreis vor wenigen Tagen an den Insolvenzverwalter Christian Gerloff. Mittal sei aber mehr als nur Geldgeberin, sagte Sälzer. Sie verstehe auch unglaublich viel von Mode. Der Verkauf an sie hatte vor einem Monat für große Erleichterung in der Belegschaft gesorgt, die ehemalige Bankerin von Goldman Sachs wurde mit Jubel empfangen. Rund 90 Prozent der Arbeitsplätze im Kernbereich konnten gerettet werden. Weltweit sind im Escada-Konzern rund 2000 Menschen beschäftigt.

Für die Aktionäre dürfte sich nicht viel ändern, sie stehen ganz unten in der neuen „Nahrungskette.“ Im Asset Deal übernimmt Mittal von der Escada AG z.B. Tochterfirmen und den Namen Escada. Das Geld fliesst in die AG, die Assets gehen an Mittal. Und die Anleihegläubiger, die noch 200 Mio Euro von der Escada AG fordern werden wohl auch nicht freiwillig darauf verzichten. Die Aktie legt am Freitag mal wieder 40% zu. Der Zock kann neu beginnen!

Q-Cells und LDK Solar einigen sich…aber..

Die Aktie von LDK Solar kann vorbörslich kräftig zulegen. Ein bisschen verwundert einen diese Entwiscklung schon angesichts der heutigen Meldungen..Die Solarenergie-Unternehmen Q-Cells und LDK Solar haben ihren Streit um einen Liefervertrag für Wafer beigelegt. Man habe Einigung über eine Fortsetzung des Waferliefervertrages für den Zeitraum 2009 bis 2018 erzielt, teilt das Bitterfelder Unternehmen am Freitag mit. Es seien alle Unstimmigkeiten über die Auslegung des Vertrages beigelegt worden, so Q-Cells weiter, ebenso sei wechselseitig auf alle juristischen Ansprüche verzichtet worden. Andere gemeinsame Aktivitäten seien von den Verhandlungen unbeeinflusst und würden weitergeführt, so Q-Cells.

Der Vertrag wurde neu ausgestaltet. So seien Liefermengen und Preise flexibler gestaltet, meldet Q-Cells. Große Teile der Mengen, die das TecDAX-notierte Unternehmen zwischen 2009 und 2011 abnehmen wollte, werden nun in Jahren 2012 bis 2018 abgerufen. Die gesamte Liefermenge bleibe aber unverändert bei 6 Gigawatt. Die Preise seien für den Rest der Vertragslaufzeit flexibel. Die Zusammenarbeit zwischen Q-Cells und LDK im Bereich der Zell- und Modulprozessierung werde ausgeweitet, heißt es zudem in einer Mitteilung des Konzerns.

Für Q-Cells dürfte die Weiterführung zu diesen Konditionen ein Gewinn sein wohin gegen für den chinesischen Wafer Lieferanten LDK Solar die freie Preisgestaltung und die deutliche Ausweitung des Lieferzeitraumes eher negativ zu sehen ist. Es wird immer deutlicher das gerade die exorbitanten Silziumpreise der letzten Jahre nicht mehr zu halten sind. Beiden Parteien dürfte ebenfalls klar geworden sein das sie auf Basis der zahlen von vor 2 Jahren heute keinesfalls mehr konkurrenzfähige Produkte herstellen könnten. Auch wenn der Schritt einer Einigung langfristig zu begrüßen ist dürfte klar sein das LDK Solar hier den Kürzeren gezogen hat. Aus rein charttechnischen Gesichtspunkten ist dennoch ein Ausbruch der Aktie nach oben denkbar…

HeidelbergCement oder Volkswagen VZ in den Dax?

Die Stämme sowie die Aktien von HeidelbergCement dürften ebenfalls Beachtung finden. Der Arbeitskreis Aktienindizes der Deutschen Börse hat für den 21. Dezember wie erwartet keine Änderungen in den großen Indizes Dax, MDax und TecDax angekündigt. „Einige hatten zwar auf einen vorzeitigen Austausch der VW-Stämme mit den VW-Vorzügen oder HeidelbergCement-Aktien spekuliert, eine echte Chance darauf bestand jedoch nicht“, sagte ein Händler. Erst mit der für Mitte Dezember erwarteten Ausübung der bei Katar liegenden VW-Optionen sinke der Streubesitz in VW-Stämmen unter 10 Prozent.

Zwei volle Handelstage danach dürften die Stammaktien dann aus dem Dax genommen werden. Aktuell liegen die VW-Vorzüge als Dax-Kandidat vor den Titeln von HeidelbergCement, was die Aktien des Zementherstellers vorbörslich mit rund zwei Prozent belastete. Auf der gestrigen außerordentlichen Hauptversammlung billigten die Volkswagen Stammaktionäre die Pläne des Vorstands, im kommenden Jahr eine umfangreiche Kapitalerhöhung durchzuführen. Bis zu 135 Millionen Vorzugsaktien sollen ausgegeben werden. Mit dem frischen Kapital soll die Übernahme des Sportwagenbauers Porsche finanziert werden.

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