Author Archives: Lars

Die Panik regiert wieder

Der Nikkei-Index schloss auf dem niedrigsten Stand seit vier Monaten, er beendete in Tokio den handel 3,2 Prozent im Minus bei 9 081 Zählern.. Das Börsenbarometer schloss damit die fünfte Woche in Folge mit einem Minus. Der Dollar stürzte auf ein 14-Jahres-Tief. Japans Regierung und Notenbank zeigten sich besorgt über die Turbulenzen auf dem Devisenmarkt und signalisierten ihre Bereitschaft zum Eingreifen. Der breiter gefasste Topix-Index verlor 2,2 Prozent auf 811 Punkte. Die Börse in Korea stürzte 4,7 Prozent ab, Hongkong notierte 3,5 Prozent im Minus, und auch die Aktienmärkte in Singapur, Taiwan und Schanghai büßten an Wert ein. Der Dollar kostete 86,07 Yen. Ein Barrel Rohöl verbilligte sich um mehr als drei Dollar auf 74,93 Dollar.

Vor diesem Wochenende könnte die Unruhe der Anleger angesichts des nur halben Handelstags an der Wall Street und bei einem nahezu leeren Börsenkalender anhalten. Generell dürften die Umsätze auch heute wieder dünn bleiben. Von den asiatischen Börsen schwappt unterdessen schlechte Stimmung nach Europa, denn die aktuellen Zahlungsnöte des einstigen Boom-Emirats Dubai haben die Börsen in Asien schwer erschüttert. Geplagt von der Furcht vor einer neuen Finanzkrise trennten sich die Anleger in Tokio vor allem von Bankwerten. Doch auch in anderen Sektoren wurden Anteile in großem Stil abgestoßen. Exporttitel gerieten unter Druck.

So richtig könnten die Märkte dann aber erst am kommenden Montag reagieren. In den USA dürfte wegen des langen Thanks Giving Wochenendes nicht allzu viel passieren. Die mögliche Zahlungsunfähigkeit Dubais wäre in der Auswirkung aber lange nicht so schlimm wie die Pleite von Lehman Brothers. Bedenklich hingegen wäre es wenn die Golfstaaten nun Ihr Kapital aus den USA und Europa abziehen würden. Der wahre Grund warum Katar kürzlich 25% der VW Anteile veräussert hat dürfte nun auch klar sein..

Besonders

Porsche und VW – neue Klatsche aus Dubai

Jahrelange Exzesse und Größenwahn haben offensichtlich das goldene Wüstenschiff Dubai zu Fall gebracht. Projekte wie The Palm oder The World sowie der größte Tower dieser Welt faszinieren auf der einen Seite und erschrecken auf der anderen. So unendlich viel Reichtum in so kurzer Zeit aufzubauen kann durch Gewinne au Ölgeschäften kommen etwas suspekt kommt einem dieser niemals aufhörende Geldquell schon seit Längerm vor. Heute kam dann die Nachricht die die Finanzwelt erneut erschüttert hat.

Dennoch bleibt festzuhalten: Das Emirat von Katar hat sich bei Porsche und VW eingekauft, das Emirat Abu Dhabj bei Daimler. Doch auf den Finanzmärkten interessiert dieser kleine aber feine Unterschied offensichtlich niemanden. Es ist also vielleicht nicht unbedingt die schlauste Entscheidung momentan Käufe oder Verkäufe in den genannten Aktien zu tätigen weil Dubai Finanzschwierigkeiten hat und somit die gesamte arabische Welt für nahezu pleite zu erklären. Ganz im Gegenteil wer weiß das gerade Katar und Abu Dhabj deutlich anders agieren als Dubai der weiß auch was er jetzt tun muss.

Die Geldnot des einst erfolgsverwöhnten Emirats Dubai hat die Finanzmärkte geschockt. Die Regierung hat die Gläubiger der Holding-Gesellschaft Dubai World und ihrer Tochterfirma Nakheel um Zahlungsaufschub gebeten. Die Finanzkrise machte offenbar, dass sich die Ölscheichs übernommen haben. Aktien von Banken und Baufirmen brachen am Donnerstag daraufhin ein. Dubai hat den Anlegern schlagartig bewusst gemacht, dass die Finanzkrise noch lang nicht vorbei ist.

Unsere Einschätzung zu den genannten Aktien hat sich somit schneller erfüllt als gedacht. Kurzum VW Vorzüge halten wir auf dem Niveau für kaufenswert, die Stämme hingegen werden wohl weiter fallen. Wir rechnen immer noch damit das sich die Aktienkurse spätestens irgendwo „treffen“ werden. Kurse zwischen 65 und 75,- sind hierfür denkbar. Bei der Porsche Aktien hingegen dürfte ebenfalls noch Abwärtspotenzial bestehen. Zwar wurde unser Kursziel mit 45,- Euro heute locker erreicht, aus charttechnischer Sicht müsste aber eigentlich wenigstens noch die Marke von 42,50 noch einmal getestet werden

Heidelberg Cement AG vor Jahresendrally?

Etwas schwer tut sich momentan die HeidelbergCement AG. Zwar hat sich der Kurs der Aktie inzwischen eindeutig über der Unterstützung bei 44,- Euro etabliert, so richtig aufwärts geht es aber immer noch nicht. Das mehrfache Testen und Bestätigen dieser Marke sehen wir sehr positiv. Auch fundamental trauen wir der Aktie einiges an Aufholpotenzial bei einer Fortführung der Hausse oder gar Jahresendrallye zu. Morgan Stanley hat das Kursziel für HeidelbergCement kürzlich von 61,30 auf 62,90 Euro angehoben und die Einstufung auf „Overweight“ belassen. Ihre nach oben angepassten Gewinnschätzungen resultierten dabei in erster Linie aus den Kostensenkungen und dem Schuldenabbau des Zementherstellers. Die Aktie von HeidelCement bezeichneten die Analysten als erste Wahl in dem Sektor.

HeidelbergCement setzt weiter auf ihre Kosteneinsparungsprogramme, die fortgesetzt werden sollen. Das Programm „Fitness 2009“ soll nach derzeitigen Schätzungen im laufenden Jahr 500 Mio EUR sparen helfen. Das bedeute eine Verdopplung im Vergleich zu den ursprünglich avisierten 250 Mio EUR. HeidelbergCement hatte dieses Ziel im Jahresverlauf sukzessive erhöht und war im ersten Halbjahr noch von 470 Mio EUR ausgegangen. Das Programm konzentriert sich dabei auf die Senkung der Fixkosten. Der Löwenanteil entfällt dabei mit erwarteten 275 Mio EUR auf die Personalkosten.

Mit einem weiteren Kursanstieg über 46,50 Euro und danach über 48,50 Euro wäre der Weg frei für weitere Gewinne in Richtung 52, und 55,- Euro.

K+S Ausbruch oder Fehlsignal?

Die Aktie von K+S ist auch heute mit einem Plus von 2,6% weiter auf dem Weg der Besserung. Fundamental gibt es immer noch nichts Neues bei der Aktie doch das charttechnische Bild hat sich eindeutig aufgehellt. Mit dem Überschreiten der marke von 42,- Euro hat die Aktie aktuell nicht nur ein Kaufsignal generiert sondern ist auch aus dem mittelfristigen Abwärtstrend nach oben ausgebrochen. Zuletzt waren es die Gerüchte um einen möglichen Einstieg von Warren Buffet die den Düngemittelhersteller beflügelt haben. Ob sich diese Gerüchte jemals bewahrheiten werden weiß man nicht, ist Buffet doch eigentlich jemand der die Aktien im eigenen Land immer bevorzugt hat.

Es ist ja nicht so das die USA nicht auch ein paar interessante Player in dem Segment hätten. Fundamental spricht erst einmal nicht allzu viel für die Kali und Salz Aktie auf diesem Niveau. Wie wir bereits geschrieben haben sehen wir hier eher bei ca 35,- Euro einen günstigen Einstiegszeitpunkt. Dennoch können auch wir uns der Charttechnik nicht widersetzen. Nun muss man sehen ob dieser Anstieg halten kann. Sollte also dieset Hürde nachhaltig überwunden werden, wäre der Weg in Richtung 45, dann 50 Euro frei.

Die Zahlen für das nächste Quartal müssen dann aber die Entwicklung der Aktie untermauern sonst droht auch ganz schnell wieder ein Rückschlag. Ebenso dürfte eine Meldung über den Nicht-Einstieg Buffets bei K+S den Kurs dann kurzzeitig wieder belasten. Anleger sollten sich dieses Risikos bewusst sein. Ein Rückfall unter die 42,- Euro Marke dürfte ebenfalls signalisieren das es sich heute nur um ein Fehlsignal gehalten haben könnte und die Aktie dann die Bewegung in Richtung der unteren Begrenzung des Abwärtstrends, der derzeit bei 34,80 Euro liegt,  wieder aufnehmen könnte.

Ist der Solidaritätszuschlag verfassungswidrig?

Das niedersächsische Finanzgericht erklärte den Steuer-Zuschlag am Mittwoch als verfassunsgwidrig und verwies die Klage eines leitenden Angestellten gegen den „Soli“ deswegen am Mittwoch zur Klärung an das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe.

Das tragende Motiv für die Einführung des Solidaritätszuschlags seien die Kosten für die deutsche Einheit gewesen, betonte die Senatsvorsitzende Georgia Gascard. „Dabei handelt es sich aber um einen langfristigen Bedarf, der nicht durch die Erhebung einer Ergänzungsabgabe gedeckt werden durfte.“ Der 37-Jährige klagt gegen die Rechtmäßigkeit des Soli im Jahr 2007. Der Mann musste damals rund 1000 Euro Solizuschlag zahlen und will die Aufhebung seines Steuerbescheides erreichen.

Der Solidaritätszuschlag wurde kurz nach der deutschen Wiedervereinigung eingeführt. Die seit Juli 1991 zunächst für nur ein Jahr erhobene Steuer von 3,75 Prozent auf die Einkommen- und Körperschaftsteuer sollte den wirtschaftlichen Aufbau in den neuen Ländern finanzieren. Um Lücken im Bundeshaushalt zu stopfen, führte die damalige schwarz-gelbe Koalition den Zuschlag 1995 aber wieder ein – diesmal unbefristet und mit einem Satz von 7,5 Prozent. Seit 1998 liegt der „Soli“ bundesweit einheitlich bei 5,5 Prozent.

Der „Soli“

Der Solidaritätszuschlag wurde kurz nach der deutschen Wiedervereinigung eingeführt. Die seit Juli 1991 zunächst für nur ein Jahr erhobene Steuer von 3,75 Prozent auf die Einkommen- und Körperschaftsteuer sollte den wirtschaftlichen Aufbau in den neuen Ländern finanzieren. Um Lücken im Bundeshaushalt zu stopfen, führte die damalige schwarz-gelbe Koalition den Zuschlag 1995 aber wieder ein – diesmal unbefristet und mit einem Satz von 7,5 Prozent. Seit 1998 liegt der „Soli“ bundesweit einheitlich bei 5,5 Prozent.

Der Zuschlag spülte bisher gut 185 Mrd. Euro in die Kassen des Finanzministers, 2008 waren es nach Angaben des Ministeriums 13,1 Milliarden. Für dieses Jahr gehen die Steuerschätzer von Einnahmen in Höhe von etwa zwölf Mrd. Euro aus, die allein dem Bund zustehen. Kritiker bemängeln, dass die Einnahmen nicht zweckgebunden, sondern für unterschiedliche Aufgaben verwendet werden. Handelsblatt

Bitte keinen Volks-Porsche!

Der Name ist alles andere als Programm. Michael Macht, der neue Porsche Chef soll Porsche verwandeln. Von einer stolzen, größenwahnsinnigen Firma hin zu einer bescheidenen und vernünftigen Marke, zum kleinen Partner und Geldbringer des mächtigen VW-Konzerns. Und dies natürlich alles nur zu den Bedingungen die Ferdinand Piech vorher klar definiert haben dürfte. Der ehemalige Porsche Chef Wendelin Wiedeking hat ihm ein schweres Erbe und eine hoch verschuldete Firma hinterlassen die nun zu allem Übel  auch nur noch bedingt handlungsfähig ist. Man will jetzt kleinere Brötchen backen, oder sagen wir besser auch kleinere Autos bauen. Das hat schon beim VW Porsche und dem „Billigporsche“ mit Audi Motor 924 nicht geklappt! Die wollten am Ende auch nur eine handvoll Menschen mit einem Knoten im Geschmackszentrum haben, weil sie sich „Das Original“ niemals hätten leisten können.

Genau diesen Weg will VW nun aber mit der neuen Tochter wieder einmal bestreiten. Der neue kleine Porsche ist dann vielleicht eben nicht mehr als ein aufgemotzter Golf GTI. In jedem Falle darf man sich überraschen lassen wie VW diesen Spagat hin bekommen will. Kurz um Porsche ist nicht mehr das was diese glorreiche Firma die sich von der Fast-Pleite zum profitabelsten Autobauer dieser Welt gemausert hat einmal war.. Und Porsche wird dieses Image als VW Tochter wohl auch nie mehr erreichen. Man kann über den Ex-Chef Wiedeking sagen was man will, aber bevor er seiner Selbstüberschätzung erlag hat er einen guten Job gemacht. Auch mit dem Panamera ist Wiedeking noch einmal in ein porsche-untypisches Segment vorgestoßen. Und alles deutet darauf hin das auch dieser viersitzige Sportwagen ein echter Erfolg werden kann.

Leider ist das dann aber auch einer der letzten Entwürfe die unter der „alten Riege“ produziert wurde. Der neue Speedster auf Boxter-Basis gleicht hingegen eher einem reinem Spielzeug als viel mehr einem ernstzunehmenden Sportwagen für den täglichen Gebrauch. Wer bitte baut ein Cabrio mit einem Verdeck das ähnlich wie bei einer 2CV Ente weg gerollt wird und wenn man mal vergisst es weg zu machen sich wahrscheinlich ab 200 km/h auflöst. Zugegebener Maßen sieht er dabei aber wirklich schick aus der kleine Flitzer..

Das Porsche Image war immer das eines starken Sportwagens unter einer starken Führung. Nun heißt die Führung VW oder besser Piech. Michael Macht obliegt die Rolle des Handlangers. Eine Rolle, die unvermeidbar ist, in einer Firma, die nur mehr Tochter ist. Aber auch eine Rolle, die vielen Porsche-Mitarbeitern missfällt. „Volkswagen macht aus ihm eine Marionette“, sagt ein Konzerninsider. „Für viele alte Porschelaner ist das ein Schock. Das sehen auch einige Führungskräfte so.“ (Zitat Handelsblatt) Und es steht zumindest zu befürchten das es viele der langjährigen Porsche Kunden ebenso sehen werden. Die aktuelle Baureihe des 911ers ist vielleicht der letzte echte „Elfer“.

Klatsche für VW und Porsche Aktionäre

Bereits seit längerem befinden sich die Stammaktien von VW auf dem Rückzug zur Normalität. In Anbetracht der Kurskapriolen vor noch gar nicht allzu langer Zeit ist dies sicherlich für die Börse ein erstmal begrüßenswerter Umstand. Die paar Tagen an denen Die VW AG das teuerste Unternehmen der Welt war sind nun aber wohl endgültig vorbei. Wir hatten ja bereits vor zwei Wochen darauf hingewiesen das Kurse über 100,- Euro wohl demnächst der Vergangenheit angehören würden. Aktuell notieren die VW Stämme nur noch bei 90,- Euro. Der faire Wert der Aktie ist momentan auf Grund der diversen Übernahmen und Spekulationen eigentlich auch nicht mehr zu ermitteln.

Nach dem heutigen überraschenden Abgang von MAN Chef Hakan Samuelsson ist die Verunsicherung der Aktionäre weiterhin groß. Zum einen stellt sich die Frage nach dem wahren Grund einer so überstürzten Trennung von dem Topmanager, und zum anderen die der nun drohenden Kapitalerhöhung die den Kurs zusätzlich belasten könnte. Nicht nur das die Verschmelzung von Scania mit MAN nun im Gespräch ist, sondern viel mehr die Tatsache das die Porsche Übernahme weiter Unstimmigkeiten in der Chefetage bei VW ausgelöst hat könnte auch weiterhin dazu führen sowohl den Kurs der Stammaktien als auch den der Vorzüge zu belasten.

Heute dann meldete sich zu allem Übel auch noch ein ehemaliger Topmanager von VW zu Wort. Der ehemalige VW-Manager Andreas Deumeland, von 2002 bis 2007 Leiter des Generalsekretariats des damaligen Konzernchefs Bernd Pischetsrieder, fordere in einem Gegenantrag die Ablehnung, weil Porsche viel zu hoch bewertet sei. Deumeland begründe seinen Gegenantrag vor allem mit eigenen Berechnungen zum Porsche-Wert. Während der Konzern und seine Berater ihn mit 12,4 Milliarden Euro ansetzen, komme der frühere VW-Manager nur auf 6,1 Milliarden Euro. Dies dürfte dann wohl auch bald eine Neubewertung der Porsche Aktie mit sich bringen sollten sich die Aussagen von Deumeland bewahrheiten. Der Kurs der Porsche Aktie gibt heute ebenfalls kräftig nach.

In der Summe ist die Nachrichtenlage um den VW Konzern also – zumindest für Aktionäre –  weiterhin desaströs. Die Befürchtung von Verwässerungseffekten ist weiterhin durchaus berechtigt und die Kurse aller drei genannten Aktien dürften wohl auch weiterhin nachgeben. Für die Vorzüge sehen wir unverändert Kurse um 55,- Euro als mögliches Einstiegsniveau. Die Stammaktien sollten sich auch weiterhin in Richtung der Vorzugsaktien bewegen. Für die Porsche Aktie dürfte mit Unterschreiten der 50,- Euro Marke auch erst einmal Luft bis 45,- Euro oder darunter sein. Bis dahin sollten dann eventuell auch weiter Informationen über den tatsächlichen Wert des Unternehmens vorliegen…

MAN Chef Samuelsson macht den Weg für die Fusion mit Scania frei

MAN-Vorstandschef Hakan Samuelsson hat heute völlig überraschend sein Amt mit sofortiger Wirkung niedergelegt. Die offizielle Variante dabei lautete das er dazu beitragen wolle das MAN sich wieder auf seine Kerngeschäfte konzentrieren kann. n der Erklärung Samuelssons hieß es weiter, er sei überzeugt davon, dass es „zum Wohle des Unternehmens einen personellen Neuanfang auf höchster Ebene geben sollte“. Ein wenig komisch muten diese überstürzten Handlungen aber dann doch an und vielleicht sollte man gerade als MAN Aktionär in den kommenden Wochen erhöhte Vorsicht walten lassen.

Der eigentlich Grund dürfte aber wohl mit der Schmiergeldaffäre bei MAN zu tun haben. Nachdem Vorwürfe bekannt geworden waren, dass MAN die Verkäufe seiner Lastwagen und Busse mit Bestechungsgeldern in Millionenhöhe angekurbelt hat, mussten bereits diverse hochrangige Konzernmanager ihre Posten räumen. Es gebe allerdings keinen strafrechtlichen Vorwurf gegen Samuelsson, betonte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft in München. Großaktionär VW wollte den überraschenden Abgang Samuelsson bislang gar nicht kommentieren.

Fakt ist das Ferdinand Piech schon länger eine Allianz seines Nutzfahrzeuggeschäfts mit MAN und dem schwedischen Lkw-Hersteller Scania anstrebt.Samuelson wurde schon seit längerem ein angespanntes verhältnis zu Scania Chef Leif Östling Nachgesagt. 004 war er mit dem Versuch, Scania zu übernehmen, am Widerstand von Östling und der Familie Wallenberg als Großaktionär gescheitert. Zuletzt hatte Samuelsson die Gespräche über die Lkw-Allianz zwischen MAN, VW und Scania gebremst. Das dürfte VW- und MAN-Aufsichtsratschef Ferdinand Piech zunehmend missfallen haben….

Nun wäre der Weg für einen unbelasteten Neuanfang also geebnet. Die Schmiergeldaffäre hingegen dürfte auch VW einiges an Kopfzerbrechen bereiten. Die Süddeutsche Zeitung berichtet das die im Zusammenhang mit den Schmiergeldern stehende Geldstrafe möglicherweise bis zu 100 Millionen Euro betragen könnte. Und das wäre in diesen Zeiten sicherlich für beide Konzerne ein erneut harter Schlag.

Lloyds vor Mega-Kapitalerhöhung

Lloyds, eine der von der britischen Regierung stark gestützten Banken versucht sich nun mittels einer Kapitalerhöhung vor den staatlichen Eingriffen zu schützen. Heute wurden die Rahmendaten für die geplante Mega Kapitalerhöhung der angeschlagenen Bank bekannt und die lassen nicht viel Gutes für die Bankenszene erwarten. Mit einem satten Abschlag von fast 60 Prozent auf den ursprünglich geplanten Ausgabepreis werde die Lloyds Bank nun die neuen Aktien anbieten. 36,5 Milliarden neuer Aktien würden zu einem Preis von 37 Pence je Anteilsschein platziert, teilte das Institut am Dienstag mit. Dies bedeutet einen Diskont von 59,5 Prozent gegenüber dem Schlusskurs vom Montag.

Lloyds will über die Ausgabe neuer Aktien knapp 13,5 Mrd. Pfund einsammeln. Dies wäre die größte Kapitalerhöhung aller Zeiten in Großbritannien. Die Maßnahme ist Teil eines über 23 Milliarden Euro schweren Finanzierungspakets, mit dem sich die Bank zumindest teilweise aus der staatlichen Obhut herauslösen will. Der britische Staat hält 43 Prozent an der Bank. Der Anteil bleibt vorerst stabil, da sich die Regierung mit 5,7 Milliarden Pfund an der Kapitalerhöhung beteiligt.

Die Aktien von Lloyds können heute zwar 4 Prozent zulegen jedoch leiden britische Banken wie die Royal Bank of Scotland, Allied Irish Banks und Bank of Ireland bereits seit geraumer Weile wieder an einem extremen Vertrauensverlust. Die Kurse der Aktien haben sich seit den Höchstständen im Juni bereits wieder halbiert. Gerade der englische Bankensektor dürfte für Anleger weiterhin ein sehr schwieriges Umfeld bleiben.

Weltweit leiden Bankentitel derzeit auch unter den Herabstufungen durch die Ratingagenturen. Erst kürzlich hatte Moody´s der Bankenszene ein erschreckendes Zeugnis ausgestellt. Nun hat auch die Ratingagentur S&P davor gewarnt, dass fast alle der weltweit großen Banken über nicht genügend Kapital verfügen, um ihre Handels- und Investmentbanking-Aktivitäten abzusichern. Besonders großen Instituten wie der amerikanischen Citibank oder schweizer UBS fehlt noch dringend benötigtes Kapital. Sollte es den Geldinstituten nicht gelingen, ihre Eigenkapitalquoten schnell zu stärken, stiege das Risiko weiterer Herabstufungen. Vielleicht ist somit der von Lloyds eingeschlagene Weg der einzig sinnvolle..

Nordex mit dünner Marge

Die Nordex AG hat heute die Umsatzprognose für dieses Jahr noch einmal bekräftigt und auch zum ersten mal nach 11 Monaten einen konkreten Gewinnausblick abgegeben. So erwartet der Windanlagenbauer nun eine gegenüber dem Vorjahr leicht gesteigerten Umsatz von insgesamt 1,2 Milliarden Euro gegenüber 1,14 Milliarden ein Jahr zuvor.. Allerdings ging die Profitabilität der Unternehmungen deutlich zurück. Von der sowieso schon knappen Marge von nur 5,5 Prozent im Vorjahr sind inzwischen nur noch 3 Prozent übrig.

Das operative Ergebnis (EBIT) sank in den ersten neun Monaten aufgrund gestiegener Personalkosten und höherer Investitionen von 37,3 Mio. Euro vor einem Jahr auf 21,9 Mio. Euro. Der Auftragseingang blieb mit 199 Mio. Euro im dritten Quartal weiter schwach.

Die Nordex Führung gelobt aber Besserung. Im Laufe des kommenden Jahres erwarten die Norddeutschen ein Anspringen des Marktes. Der Vorstand geht von einer ein- bis niedrig zweistelligen prozentualen Umsatzsteigerung und einer „nachhaltigen“ Verbesserung der Profitabilität aus. Besonders der nordamerikanische Markt sorgt für neue Phantasie bei Nordex. Die amerikanische Tochtergesellschaft Nordex USA, Inc. erwirtschaftete mit 17 Prozent mittlerweile knapp ein Fünftel dieses Wertes. Zum Vergleich: Im Vorjahr lag diese Rate bei nur einem Prozent.

LDK Solar wieder mit Gewinn

LDK Solar meldet sich zurück in die Gewinnzone und kann heute nach dem eher katastrophalen zweiten Quartal nun die deutliche Besserung im abgelaufenen dritten Quartal vermelden. So stiegen sowohl der Umsatz als auch der Gewinn wieder deutlich an. Erfreulich ist wohl auch die nach wie vor ordentliche Marge von 20,1 Prozent hervor zu heben. LDK Solar setzte in den letzten drei Monaten 281,9 Millionen Dollar um was einer Steigerung um 26,8 Prozent gegenüber dem Vorquartal 2009 entspricht. Insgesamt lag der Umsatz aber immer noch deutlich unter den Wert des Vorjahres von 541.8 Millionen Dollar. Der Gewinn konntet wieder im deutlich positiven Bereich bei 29,4 Millionen Dollar oder 0,27 Dollar pro Aktie stabilisiert werden.

LDK Solar meldet eine Nachfrageanstieg nach Solarwafern, die sich durch zahlreiche Regionen ziehe. Für das laufende Jahr prognostiziert das Solarenergie-Unternehmen einen Umsatz zwischen 280 Millionen Dollar und 310 Millionen Dollar. Angaben zur möglichen Gewinnentwicklung macht LDK Solar nicht. Man mache deutliche Fortschritte beim Ausbau und der Diversifikation des operativen Geschäftes, heißt es am Montag weiter von Seiten der Gesellschaft.

Trony Solar Holdings Company Limited vor Börsengang

Der chinesische Dünnschicht-Solarmodul-Hersteller Trony Solar Holdings Company Limited, bereitet seinen Gang an die US Börse vor. Das in Shenzhen ansässige Unternehmen will über das IPO seiner 15 Mio. ADS bis zu 241,50 Mio. US Dollar einnehmen. Der Ausgabepreis soll zwischen 9 und 11 US Dollar liegen. Die Aktien werden an der New York Stock Exchange unter dem Ticker TRO gehandelt.

Der chinesische Dünnschicht-Solarmodul-Hersteller Trony Solar Holdings Company Limited, bereitet seinen Gang an die US Börse vor. Das in Shenzhen ansässige Unternehmen will über das IPO seiner 15 Mio. ADS bis zu 241,50 Mio. US Dollar einnehmen. Der Ausgabepreis soll zwischen 9 und 11 US Dollar liegen. Die Aktien werden an der New York Stock Exchange unter dem Ticker TRO gehandelt.

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