MAN Chef Samuelsson macht den Weg für die Fusion mit Scania frei

MAN-Vorstandschef Hakan Samuelsson hat heute völlig überraschend sein Amt mit sofortiger Wirkung niedergelegt. Die offizielle Variante dabei lautete das er dazu beitragen wolle das MAN sich wieder auf seine Kerngeschäfte konzentrieren kann. n der Erklärung Samuelssons hieß es weiter, er sei überzeugt davon, dass es „zum Wohle des Unternehmens einen personellen Neuanfang auf höchster Ebene geben sollte“. Ein wenig komisch muten diese überstürzten Handlungen aber dann doch an und vielleicht sollte man gerade als MAN Aktionär in den kommenden Wochen erhöhte Vorsicht walten lassen.

Der eigentlich Grund dürfte aber wohl mit der Schmiergeldaffäre bei MAN zu tun haben. Nachdem Vorwürfe bekannt geworden waren, dass MAN die Verkäufe seiner Lastwagen und Busse mit Bestechungsgeldern in Millionenhöhe angekurbelt hat, mussten bereits diverse hochrangige Konzernmanager ihre Posten räumen. Es gebe allerdings keinen strafrechtlichen Vorwurf gegen Samuelsson, betonte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft in München. Großaktionär VW wollte den überraschenden Abgang Samuelsson bislang gar nicht kommentieren.

Fakt ist das Ferdinand Piech schon länger eine Allianz seines Nutzfahrzeuggeschäfts mit MAN und dem schwedischen Lkw-Hersteller Scania anstrebt.Samuelson wurde schon seit längerem ein angespanntes verhältnis zu Scania Chef Leif Östling Nachgesagt. 004 war er mit dem Versuch, Scania zu übernehmen, am Widerstand von Östling und der Familie Wallenberg als Großaktionär gescheitert. Zuletzt hatte Samuelsson die Gespräche über die Lkw-Allianz zwischen MAN, VW und Scania gebremst. Das dürfte VW- und MAN-Aufsichtsratschef Ferdinand Piech zunehmend missfallen haben….

Nun wäre der Weg für einen unbelasteten Neuanfang also geebnet. Die Schmiergeldaffäre hingegen dürfte auch VW einiges an Kopfzerbrechen bereiten. Die Süddeutsche Zeitung berichtet das die im Zusammenhang mit den Schmiergeldern stehende Geldstrafe möglicherweise bis zu 100 Millionen Euro betragen könnte. Und das wäre in diesen Zeiten sicherlich für beide Konzerne ein erneut harter Schlag.

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