Escada – Der Zock kann neu beginnen!

Mithilfe der Mittal-Familie versucht Escada nun einen Neustart. Dabei will sich Escada von seinem Luxus-Image lösen. Glanz und Glamour stünden nicht mehr im Vordergrund, sagte Escada-Chef Bruno Sälzer der „Welt am Sonntag“. Escada wolle die jungen Frauen mit Klasse erreichen. Reich sei out. Glanz und Glamour stünden nicht mehr im Vordergrund, sagte Escada-Chef Bruno Sälzer  „Ich muss nicht mehr nach Bayreuth“, sagte er in Anspielung auf das Schaulaufen von Prominenz und Politik bei der Eröffnung der Wagner-Festspiele. Nun ob diese Strategie aufgehen wird bleibt erst einmal abzuwarten.

Denkbar ist für Escada weiterhin auch eine Herrenlinie. „Männer in Escada kann ich mir sehr gut vorstellen.“ Konkrete Pläne gebe es aber noch nicht. Als früherer Chef von Hugo Boss würde Sälzer die notwendige Erfahrung mit Männermode zumindest mitbringen. Er war im vergangenen Jahr als Sanierer zu Escada geholt worden, konnte die Insolvenz aber auch nicht mehr abwenden. Vor einem Monat war das Unternehmen an die Mittal-Familie verkauft worden. Teile des Unternehmens wäre wohl richtiger gesagt um genau zu sein die Filetstücke die man nun in das steuergünstige Luxemburg verlagern wird.

Megha Mittal, die Schwiegertochter des Stahlindustriellen Lakshmi Mittal, überwies den Kaufpreis vor wenigen Tagen an den Insolvenzverwalter Christian Gerloff. Mittal sei aber mehr als nur Geldgeberin, sagte Sälzer. Sie verstehe auch unglaublich viel von Mode. Der Verkauf an sie hatte vor einem Monat für große Erleichterung in der Belegschaft gesorgt, die ehemalige Bankerin von Goldman Sachs wurde mit Jubel empfangen. Rund 90 Prozent der Arbeitsplätze im Kernbereich konnten gerettet werden. Weltweit sind im Escada-Konzern rund 2000 Menschen beschäftigt.

Für die Aktionäre dürfte sich nicht viel ändern, sie stehen ganz unten in der neuen „Nahrungskette.“ Im Asset Deal übernimmt Mittal von der Escada AG z.B. Tochterfirmen und den Namen Escada. Das Geld fliesst in die AG, die Assets gehen an Mittal. Und die Anleihegläubiger, die noch 200 Mio Euro von der Escada AG fordern werden wohl auch nicht freiwillig darauf verzichten. Die Aktie legt am Freitag mal wieder 40% zu. Der Zock kann neu beginnen!

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