Nach Porsche will VW nun Suzuki und dann ?

Es geht zur Zeit Schlag auf Schlag bei VW. Während andere Automobilkonzerne noch in der Krise stecken macht sich Ferdinand Piech auf in dieser schweren Zeit seinen Volkswagenkonzern zum größten dieser Welt um zubauen und den bisherigen Branchenführer Toyota vom Thron zu stoßen. Schon lange wurde darüber spekuliert, jetzt ist es Realität. Die Wolfsburger steigen bei Suzuki ein. Sie kaufen 19,9 Prozent an dem japanischen Kleinwagenhersteller. Umgekehrt beteiligt sich auch Suzuki an Volkswagen. Suzuki will bis zu 50 Prozent des erhaltenen Kaufpreises in VW-Aktien investieren.

Von der strategischen Partnerschaft sollen beide Konzerne etwas haben: Sie erhoffen sich Synergien, vor allem bei der Entwicklung umweltfreundlicher Kleinwagen. Suzuki ist Spezialist für Motorroller und Kleinwagen. Beide ergänzen sich in ihrer Produktpalette, bei Vertriebsnetzen und Produktionskapazitäten. Die beiden Partner wollen die weltweit steigende Nachfrage nach kleineren Fahrzeugen sowie sparsamen Motoren mit geringerem Schadstoffausstoß bedienen. Sie haben dabei vor allem Kunden in Schwellenländern im Visier. Die Spekulation um eine Beteiligung der Wolfsburger an Suzuki im Markt seit Piech Suzuki als interessante Marke bezeichnet hatte. Die Logik hinter dieser Entscheidung sei klar, da Suzuki in den beiden Schwachpunkten von VW besonders stark sei. Sorgen bereitet allerdings, dass VW bei drei großen, gleichzeitig laufenden Transaktionen den Fokus verlieren könnte.

Die Gerüchteküche brodelt schon lange. An der Börse zeigte man sich von der Partnerschaft wenig überrascht. „Die Geschichte ist nicht neu. Bereits gestern Abend gab es entsprechende Gerüchte und ähnliche kamen bereits im Sommer auf“, kommentierte ein Händler. Er erwartet eine moderate Kursreaktion. Der Deal soll im Januar abgeschlossen werden. Die Behörden müssen der Transaktion noch zustimmen. Suzuki wäre die elfte Marke im Volkswagen-Konzern. Erst am Montag hatte VW Fakten für den Zusammenschluss mit Porsche geschaffen und sich mit 49,9 Prozent am Stuttgarter Sportwagenbauer beteiligt. Die Beteiligung soll noch vor Jahresende vollzogen werden. Mit einem weiteren Deal beim LKW Hersteller MAN könnte das Dutzend dann voll gemacht werden…

bs

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