Fraport und Lufthansa, HHLA, FedEx, Excel Maritime und Dryships

Lichtblicke in der Luftfahrt, Fraport Chef Schulte ist wieder optimistisch. FedEx kann mit wirklich guten Zahlen glänzen. Das Unternehmen hatte gestern nach Börsenschluss seine Gewinnprognose für das zweite Quartal von 0,65 bis 0,95 Dollar auf 1,10 Dollar pro Aktie nach oben korrigiert. Ein starkes Auslandsgeschäft vor allem in Asien und Lateinamerika und Kosteneinsparungen seien der Grund für den Gewinnanstieg, hieß es. Der Hafenbetreiber Hamburger Hafen und Logistik AG hingegen versucht sich nun mit Dumpingangeboten aus der Krise zu befreien. Wirtschaftsbehörde und Hafenwirtschaft wollen den Hamburger Hafen wieder attraktiver für Reedereien machen. Die Umschlagskosten sollen dauerhaft sinken, eingebüßte Ladungsströme so zurückgewonnen werden.

Die Logistikbranche ist im Umbruch. Noch bis vor Kurzem schwer gezeichnet von der Krise scheint sich, zumindest bei einigen Unternehmen so langsam die Trendwende abzuzeichnen. Besonders die Schiffahrt hat schwer gelitten, aber auch Luftfahrtunternehmen und Speditionen sind von der deutlich nachlassenden Nachfrage im vergangenen Jahr schwer gebeutelt worden. „Der positive Trend im Luftverkehr verstetigt sich zunehmend und ist ein klares Indiz dafür, dass wir wirtschaftlich die Talsohle durchschritten haben“, kommentierte Fraport-Chef Stefan Schulte die aktuellen Daten. Zu Jahresbeginn lagen die Passagierrückgänge noch im zweistelligen Prozentbereich, für die ersten elf Monate des Jahres ergibt sich nun ein Minus von 5,3 Prozent. Geschäftsreisende und Urlauber hatten wegen der Wirtschaftskrise auf Flugreisen verzichtet.

145.000 Tonnen Fracht und Post flog die Lufthansa in 2009 rund um die Welt, das ist immerhin ein halbes Prozent mehr als im Vorjahr. Seit Monaten ist das der erste Lichtblick in der flügellahmen Cargo-Sparte der Lufthansa. Die Auslastung bei den Fracht-Spezialisten verbesserte sich um rund vier Prozentpunkte und lag im gerade abgelaufenen Monat bei knapp 71 Prozent. ie Passagiermaschinen waren dabei durchschnittlich nur zu drei Vierteln besetzt. Konzernweit verzeichnete die Lufthansa eine Auslastung von etwas mehr als 75 Prozent – fast ein Prozentpunkt weniger als noch vor einem Jahr. Dafür flogen deutlich mehr Passagiere mit dem deutschen Branchen-Primus – nämlich fast sieben Millionen, ein deutliches Plus von 24 Prozent. Doch das liegt vor allem an den zahlreichen Airlines, die sich der Kölner Konzern in der letzten Zeit einverleibt hat.

Es sieht ganz gut aus für die Logistikbranche in den kommenden Monaten. Einige Aktien aus dem Bereich konnten nahezu noch gar nicht von dem Aufwärtstrend der letzten Monate profitieren. Besonders in Amerika scheint die Branche gerade erst wieder entdeckt zu werden. Die amerikanischen Fluggesellschaften wie United Airlines und die US Airways Group sind gerade wieder angesprungen. Drybulker und Tankerflottenbetreiber wie Excel Maritim Carriers und Drships dürften sich demnächst ebenfalls aus Ihrer charttechnischen Lethargie lösen können. Ein näherer Blick könnte also in den kommenden Wochen sehr lohnend sein…

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