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Conti gescheitert, Klöckner und HeidelCement weiter mit Kaufsignal

Die Aktie der Continental AG ist heute wie zu erwarten war im ersten Anlauf an der 39,- Euro Marke gescheitert. Zwar konnte das Unternehmen heute wieder einmal positives vermelden in dem ein Teil der langfristigen Verbindlichkeiten zu guten Konditionen umgeschuldet werden konnten, dennoch dürfte der Markt dieser Meldung nicht allzu viel Bedeutung beimessen. Die Finanzierungsprobleme bleiben und letztendlich wird der Automobilzulieferer noch eine ganze Weile mit der Neuausrichtung beschäftigt sein. Charttechnisch könnten nun noch einmal die 37,50 Euro getestet werden, die nun den neuen Boden bilden sollten. Hält diese nicht ist nach wie vor die 36,- Euro Marke die Unterstützung. Ein Überwinden der 39,30 Euro auf Tagesschluss-Basis dürfte dann weiteres Potenzial bis 43,50 und 45,- Euro ermöglichen.

Ganz anders sieht es hingegen bei unseren beiden Depotwerten Klöckner & Co. sowie HeidelbergCement aus. Während der Stahlhändler Klöckner sich bereits seit Tagen extrem stark präsentiert und heute auch die wichtige Marke von 16,80 Euro hinter sich lassen konnte ist die Aktie des Zementherstellers nun auch im vierten Anlauf über die charttechnisch so wichtige Marke von 48,50 Euro gestiegen. Sollte diese Marke heute gehalten werden dürften weitere Gewinne bis zunächst 54,- Euro winken. Im kommenden Jahr sehen wir hier wegen der wieder starken Entwicklung in den Schwellenländern und der Konjunktur- und Infrastruktur-Programme der führenden Nationen deutliches Aufwärtspotenzial. HeidelbergCement bleibt einer unserer Favoriten für 2010 mit Kursziel 65 – 70 Euro.

VW revolutioniert die Managervergütungen

Der Volkswagen-Konzern revolutioniert das Vergütungsmodell für seine Top-Manager. Zum Jahreswechsel führt der Konzern einen Langzeitbonus ein. Das Gehalt der VW-Spitze ist künftig daran gekoppelt, wie zufrieden Kunden und Mitarbeiter sind, ob geplante Absatzsteigerungen erreicht werden und wie hoch die Rendite ist. ie neuen Erfolgsparameter für den Langzeitbonus sind Kern der konzernweiten „Strategie 2018“. Aktienoptionen als Teil der Vergütung schafft Volkswagen   komplett ab. Personalvorstand Horst Neumann sagte in einem Gespräch in Wolfsburg: „Wir wollen eine enge Verknüpfung von Bonus und strategischen Zielen.“

Die Höhe des Langzeitbonus sei begrenzt und werde jeweils auf Basis der vergangenen vier Jahre berechnet, sagte Neumann, „Dabei richten wir uns konsequent an den vier Zielen der ‚Strategie 2018‘ aus. Das ist zum ersten das Ziel Kundenzufriedenheit. Das messen wir an repräsentativen Umfragen, die es weltweit gibt. Weitere Ziele sind Rendite sowie Mitarbeiterzufriedenheit und Beschäftigungssicherheit. Zum vierten gibt es Wachstumsziele, also Marktanteile und Absatzsteigerungen.“

Mit dem neuen System könne der Autobauer seine strategischen Ziele besser durchsetzen und sich von der Fixierung auf einen einzigen, kurzfristigen Indikator wie den Aktienkurs lösen. „Wenn zum Beispiel Kunden unzufrieden sind, hat das ebenfalls Auswirkung auf den Geldbeutel der Manager.“ VW gehe damit einen eigenen Weg. „Fast alle anderen Konzerne orientieren sich am Aktienkurs“, sagte Neumann. „Aber der Aktienkurs ist nicht nur von der Leistung des Unternehmens bestimmt, sondern auch von anderen Faktoren.“ Voraussetzung für eine Bonuszahlung sei, dass der Konzern schwarze Zahlen schreibe. „Wenn wir kein Geld verdienen, können alle anderen Ergebnisse noch so gut sein – dann gibt es keinen Bonus.“

VW gehe damit einen eigenen Weg. „Fast alle anderen Konzerne orientieren sich am Aktienkurs“, sagte Neumann. „Aber der Aktienkurs ist nicht nur von der Leistung des Unternehmens bestimmt, sondern auch von anderen Faktoren.“ Voraussetzung für eine Bonuszahlung sei, dass der Konzern schwarze Zahlen schreibe. „Wenn wir kein Geld verdienen, können alle anderen Ergebnisse noch so gut sein – dann gibt es keinen Bonus.“ Das Gehalt der Vorstände ist auch künftig zu 30 Prozent fix, der übrige Teil ist variabel. Der gesamte variable Teil habe eine mehrjährige Bemessungsgrundlage und sei damit nachhaltig angelegt. Ein Teil dieser variablen Vergütung entfalle künftig auf den Langzeitbonus. Dessen einzelne Ziele seien ehrgeizig hoch angesetzt und würden sich auch am Wettbewerb orientieren, sagte Neumann. Manager Magazin

Man kann sich eigentlich nur wünschen das dieses Modell Schule machen wird – besonders in der Bankenszene die heute schon wieder kräftig feiert weil die staatliche Regulierung der bisher üblichen Bonusexzesse vielleicht viel länger dauern wird als bislang angenommen. Die neue Regelung sollte für deutlich mehr Transparenz und vor allem Gerechtigkeit sorgen. Wenn das „VW Modell“ sich durchsetzt wären wir alle, die Steuerzahler, die Aktionäre und die Verbraucher einen großen Schritt in die richtige Richtung weiter! Vielleicht kommt es ja doch noch, das „Gesetz zur Angemessenheit der Vorstandsvergütung“…

Continental, Volkswagen, MAN und die Deutsche Bank

Die Aktien des Tages dürften heute Continental, VW und die Deutsche Bank sein. Bei Conti werden die Gläubigerbanken die Kredite in Höhe von 2,5 Milliarden Euro heute verlängern berichten Insider. Besonders positiv dürfte die Tatsache das auch die neuen Konditionen ähnlich sind wie die zuvor vereinbarten vom Markt aufgenommen werden. Ob diese Nachricht den Kurs der Continental Aktie wieder zurück in den Bereich um 40,- Euro bringen kann darf aber zumindest heute noch bezweifelt werden. Der deutsche Aktienmarkt wird allgemein etwas schwächer erwartet. Die Vorgaben aus Asien waren gemischt.

An der Tokioter Börse beendete der Nikkei indes den ersten Handelstag in dieser Woche mit einem Plus von 0,9 Prozent. Lebhaftes Interesse zeigten Anleger an Werten aus der Finanzbranche. Bankentitel waren begehrt, nachdem sich laut Medienberichten nur sanfte internationale Auflagen für eine Rekapitalisierung der Institute abzeichneten. Das dürfte den Banken weltweit wieder etwas mehr Luft und Spielraum verschaffen und sollte auch die Aktie des deutschen Branchenprimus Deutsche Bank heute wieder einmal antreiben. Ob auch eine Commerzbank davon profitieren kann bleibt abzuwarten. Die gestrigen Berichte über weiter hohen Abschreibungsbedarf dürften dem entgegen stehen.

Besonderes Augenmerk sollte man der Meldung das Volkswagen bereits ab 2010 mit Suzuki gemeinsam erste Projekte umsetzen will. Der Bereich Kleinwagen und günstige Kfz könnte den Wolfsburgern gerade in den Schwellenländern wie Indien, China und anderen asiatischen Nationen deutlichen Aufschwung verleihen. Die eingeschlagene Strategie dürfte richtig sein und die Umsetzung entsprechend schnell erfolgen. So bleibt VW auch nach der Abwrackprämie der Absatzkönig im Automobilsektor während der Hauptkonkurrent Toyota auf Grund massiver Probleme im kommenden Jahr deutlich kleinere Brötchen backen will.

Der Autohersteller hat zudem  einen Bericht der “Süddeutschen Zeitung” zurückgewiesen, wonach er dem Nutzfahrzeughersteller MAN in Kürze ein Übernahmeangebot unterbreiten wolle. Die Zeitung hatte gestern unter Berufung auf einen nicht näher benannten MAN-Manager berichtet, dass eine Offerte bald erwartet werde.

Jahresendspurt!

Nun ist es also soweit, das Jahr neigt sich mit schnellen Schritten dem Ende zu und auch diese Woche dürfte alles andere als langweilig werden. Kalendarisch sind wir seit letzten Freitag in der Phase des Jahresendspurtes angelangt. Es war ein gutes und aufregendes Jahr das nun noch einmal mit ein paar Kursgewinnen zu Ende gehen sollte. Meine Favoriten für den Sprint auf der langen Geraden stehen fest. Zwei Hürden müssen noch genommen werden. Am Mittwoch die Sitzung der Fed und dann der große, dreifache Verfallstag oder auch Hexensabbat am Freitag.

Historisch betrachtet gab es in den letzten 20 Jahren nur zwei Jahre in denen es nach diesen Terminen nicht noch einmal zu ordentlichen Kursgewinnen gekommen ist. Also liegt die Wahrscheinlichkeit für einen freundlichen Jahresausklang bei satten 90%, was ich persönlich für so ziemlich die beste Quote halte die man an der Börse bekommen kann. Ich bin bereits dazu über gegangen mich auf das kommende, nicht minder spannende, Jahr 2010 ein zu schießen und meine Favoriten für alle möglichen Börsenlagen zu definieren. Das wichtigste bleibt auch im kommenden Jahr das richtige Timing und die Auswahl der richtigen Sektoren zur richtigen Zeit.

Zwischen den Jahren werde ich deswegen wie gewohnt auch meine Jahresprognose 2010 fertig stellen die ich den für den kostenlosen Newsletter eingetragenen Usern dann wie gewohnt  zur Verfügung stellen werde. Wer noch nicht registriert ist sollte dies also hier tun um auch im nächsten Jahr nichts zu verpassen. Soviel sei vorab verraten, es wird wohl ein außergewöhnliches Jahr mit außergewöhnlichen Anlagechancen und weiter hohen Gewinnmöglichkeiten. Auch für 2010 gilt für die Investors Inside Depots wieder die Vorgabe von mindestens 100% Performance…und ich bin sehr zuversichtlich dies auch wieder zu erreichen!

Der Wind-Horst vor Gericht

Lars Windhorst der einstige Vorzeige-Jungunternehmer und Helmut Kohl Schützling steht nun endlich vor Gericht. In ihrer 269 Seiten umfassenden Anklage wirft die Staatsanwaltschaft dem gebürtigen Ostwestfalen Betrug im besonders schweren Fall, Untreue und Insolvenzverschleppung vor. Schon als 16-Jähriger hatte Windhorst ein Unternehmen für Computerzubehör gegründet. Er wurde als Wunderkind gehandelt. In den 90er Jahren hatte er für Aufsehen gesorgt, als er den damaligen Bundeskanzler Helmut Kohl (CDU) auf einer Asienreise begleitet hatte.

Windhorst soll als Geschäftsführer von zwei nach ihm benannten Firmen die Zahlungsunfähigkeit beim Insolvenzgericht nicht angezeigt haben. Die Bilanzen für die Jahre 1999 bis 2001 soll für eine Gesellschaft gar nicht, für eine andere erst verspätet erstellt worden sein. Zwischen März 2002 und März 2004 soll der 33-jährige Westfale von mehreren Geschäftskonten der Aktiengesellschaft rund 800 000 Euro auf sein Privatkonto verschoben haben.

Der einstige Aufsteiger der deutschen Wirtschaft soll außerdem im Jahr 2001 ein Darlehen in Höhe von rund zehn Millionen Euro durch Täuschung erschwindelt haben. Die von Windhorst angegebene Sicherheit haben nach Erkenntnissen der Ermittler nicht dem angegebenen Wert entsprochen. Rund 1,1 Millionen Euro sollen zurückgezahlt worden sein. Ein 48-jähriger Mitangeklagter soll Windhorst bei der Beschaffung des Darlehens geholfen haben.

Nach Angaben einer Justizsprecherin ist der Prozess vor einer Wirtschaftsstrafkammer auf Wunsch aller Beteiligten kurzfristig terminiert worden. Zunächst ist nur ein Termin anberaumt. Völlig offen sei bisher, ob das Verfahren dann bereits beendet werden kann. Die Staatsanwaltschaft hatte Jahre ermittelt und ein nicht einfaches Firmengeflecht durchleuchtet. Bislang hatte man ja eher den Eindruck das für manche Menschen in diesem Lande Freifahrtscheine ausgegeben wurden, nun scheint aber doch Bewegung in die ganze Geschichte zu kommen und man darf gespannt sein wie diese auagehen wird.

Was ist los bei Klöckner & Co.?

Wir hatten in den vergangenen Wochen ja bereits mehrfach erwähnt das wenn es noch zu einer Jahresendrally kommen sollte die Aktie des Stahlhändlers Klöckner & Co. deutlich davon profitieren sollte. Ebenso wie bei der HeidelbergerCement Aktie scheint aber auch hier die Nachrichtenlage um die Kreditklemme Dubais eine wichtige Rolle zu spielen. Händler sehen in den arabischen Emiraten eine Schlüsselposition für den weltweiten Stahlhandel. Die gestrige Meldung das Abu Dhabi seinem Nachbarn nun mit 10 Milliarden Dollar unter die Arme greift hat allgemein für Erleichterung an den Börsen gesorgt. Besonders Zykliker wie die Stahlwerte ThyssenKrupp und Salzgitter konnten davon profitieren. Allen voran aber die Aktie von Klöckner & Co. deren Charttechnik sich nun auch ganz erheblich aufgehellt hat.

Seit dem kleinen Doppelhoch Ende August hatten die Aktionäre von Klöckner wenig zu lachen. Der Titel hatte mit Rückschlägen zu kämpfen und fiel Anfang Oktober bis auf 14,44 Euro zurück. Dieser Bereich bewährte sich bereits mehrfach als Unterstützung. Mitte Oktober folgte dann ein Ausbruch aus dem Seitwärtstrendkanal. Die damit verbundene Kaufempfehlung entpuppte sich allerdings wenig später als Fehlsignal, was schließlich zu einem Unterschreiten des bestehenden Aufwärtstrends führte. Seit Anfang November befindet sich das Papier nun in einer Seitwärtsbewegung zwischen 14,44 Euro und 17,00 Euro.

Durch das gestrige Überschreiten der Marke von 16,20 Euro dürfte die Aktie nun aber ein endgültiges Kaufsignal geliefert haben das den Kurs zunächst an den kleinen Widerstand bei 18,10 führen sollte. Später dann sind 19,80 Euro und 22,- Euro mögliche Ziele. Allerdings muss hierzu der Gesamtmarkt mitspielen. In den vergangenen Wochen ist der Kurs mehrfach an der Marke von 16,80 gescheitert. Dieses Niveau sollte also besondere Beachtung finden…

Pankl Racing Gewinn bricht um 80% ein

Auch die österreichische Pankl Racing Systems AG bleibt von der Krise nicht verschont. Auf Jahressicht ging der Umsatz um 16 Prozent zurück der Gewinn brach aber um satte 80 Prozent ein. Im zweiten Halbjahr verzeichneten die Aerospacefirmen durch Auftragsverschiebungen und Sparmaßnahmen der Kunden Umsatzrückgänge. Zur gleichen Zeit waren die europäischen Rennsportfirmen von den Herstellerausstiegen aus verschiedenen Rennserien, von reduzierten Budgets und von neuen, unter dem Eindruck der Finanzkrise modifizierten, Reglements betroffen. Charakteristisch war in allen Bereichen ein 4 bis 6 monatiger massiver Einbruch mit anschließender Bodenbildung auf rund 20% tieferem Niveau. Der Umsatzanteil des Bereiches Racing/High Performance liegt fast unverändert bei 82% und jener des Bereiches Aerospace bei 18%.

Im Hinblick auf die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen wurden dieInvestitionen in Sachanlagen massiv von 14,8 Mio. EUR auf 5,7 Mio. EUR reduziert. Aufgrund des geringeren Working Capital und der reduzierten Verbindlichkeiten und liquiden Mittel ist die Bilanzsumme von 142 Mio. EUR auf 122 Mio. EUR gesunken. Bezogen auf die Eigenmittel in Höhe von 62,3 Mio. EUR ergibt sich eine beachtliche Eigenmittelquote von 51%. Die unsichere Lage auf den Märkten lässt derzeit keinen fundierten Ausblick für das kommende Geschäftsjahr zu sagte CEO Wolfgang Plasser. Nach den Veränderungen im gesamten Rennsport dürfte aber wohl auch das kommende Jahr noch schwierig bleiben….

Citigroup kauft sich wieder frei!

Nun ist es amtlich…auch die Citigroup will Ihre Hilfskredite schnellstmöglich wieder zurückzahlen um sich aus den Fängen der staatlichen Kontrolle durch die US Regierung zu befreien. Insgesamt hatte musst die Citigroup seit Beginn der Krise mit staatlichen Krediten in Höhe von 45 Milliarden Dollar gestützt werden wovon bislang ca 25 Milliarden Dollar inzwischen in Aktien umgewandelt worden sind. Somit halten die USA derzeit 34 Prozent an der Bank. Weiter hatte die US Regierung der Bank Garantien für riskante Investitionen im Umfang von 300 Mrd. Dollar zugesagt.

Die noch fehlenden 20 Milliarden für die Rückzahlung der Schulden sollen nun in erster Linie aus einer kurzfristigen Kapitalerhöhung kommen. Auch die US Regierung will sich nun wieder von dem Paket trennen. Durch den Verkauf von Aktien will sich die US-Regierung in einem ersten Schritt bis zu fünf Mrd. Dollar zurückholen. Die Rückzahlung der Staatshilfe wird den Angaben zufolge bei der Bank zu einem Vorsteuerverlust von acht Mrd. Dollar führen. Die Regierung kündigte an, ihren Aktienanteil, dessen Wert inzwischen um mehr als 20 Prozent gestiegen ist, innerhalb des nächsten Jahres verkaufen zu wollen.

Mit der Rückzahlung der Staatshilfen spart die Bank jährliche Zinszahlungen in Höhe von 1,7 Mrd. Dollar sowie 0,5 Mrd. Dollar pro Jahr für die Beendigung der gewährten Garantien ein. Allerdings erwartet die Bank aus der Rückzahlung der Hilfen eine Einmalbelastung nach Steuern von 5,1 Mrd. Dollar. Dem Aktienkurs der Citigroup verhilft diese Meldung zunäscht einmal zu weiteren Verlusten. Die Unsicherheiten darüber ob die Citi wirklich in der Lage ist ohne Staatshilfe dauerhaft aus zu kommen dürfte bleiben.

Letztendlich geht es aber wohl nur um eines. Banken, die Staatshilfe in Anspruch nehmen, unterliegen einer strengen Kontrolle und müssen harte Einschnitte bei der Bezahlung ihrer Führungskräfte hinnehmen. Um dieser Kontrolle zu entgehen bleibt nur die schnelle Endschuldung, und die zahlt der Anleger in der Hoffnung auf hohe Renditen. Doch man sollte sich auch bewusst sein das damit der Nährboden für die nächste Krise gelegt wird…

HeidelbergCement plant weitere Übernahmen

Der Zementhersteller HeidelbergCement, Heidelberg, plant mittelfristig wieder Übernahmen. Wie der Vorstandsvorsitzende Bernd Scheifele laut Vorabbericht der Euro am Sonntag sagte, will das Unternehmen gegen Ende 2010 „intensiv über unsere Möglichkeiten nachdenken“. Bei potenziellen Zukäufen hat HeidelbergCement vor allem die Wachstumsmärkte im Blick. „Es gibt sicher weiteren Expansionsbedarf in Asien. Das werden wir auch mit Augenmaß angehen“, sagte Scheifele.

Im Laufe des kommenden Jahres will der Vorstandschef zudem um neue Konditionen für die im Juni ausgehandelten Bankverträge ringen. „Wir werden prüfen, ob die augenblicklichen Bedingungen noch adäquat sind“, sagte Scheifele der Wirtschaftszeitung. Damals sei man davon ausgegangen, dass HeidelbergCement noch geraume Zeit mit signifikant hohen Bankschulden arbeiten werde. „Das ist jetzt schon nicht mehr der Fall“, so Scheifele.

Angesichts der immer noch hohen Verbindlichkeiten plant der Konzern im kommenden Jahr keine Erhöhung der Dividende. Dennoch stellte Scheifele Aktionären mittelfristig Besserung in Aussicht. „Künftig beabsichtigen wir, uns bei der Dividendenrendite in Richtung unserer Wettbewerber zu bewegen“, sagte Scheifele. Der Schweizer Konkurrent und Weltmarktführer Holcim kommt derzeit auf eine Dividendenrendite von knapp 3% – rund das Zehnfache dessen, was die Aktie von HeidelbergCement abwirft.

Beruhigung in Dubai?

Im Kampf gegen die von der Verschuldung des staatlichen Immobilientochter Dubai World ausgelösten Krise kommt das Emirat Abu Dhabi seinem Nachbarn mit 10 Mrd. $ zur Hilfe. Die Regierung in Dubai teilte am Montag mit, davon würden 4,1 Mrd. $ genutzt, um die an diesem Tag fälligen Schulden der Dubai-World-Immobilientochter Nakheel PJSC zu bezahlen. Nakheel wolle die Verpflichtungen aus der fälligen Anleihe in den nächsten 14 Tagen nachkommen, hieß es. Das Geld stamme aus dem Dubai Financial Support Fund. Die Begleichung dieser Schulden wird auf den Finanzmärkten als Test für die Kreditwürdigkeit Dubais gesehen.

In Fernost reagierten die Märkte positiv auf die Nachricht. Die Börse in Tokio schloss nach Verlusten im Handelsverlauf nahezu unverändert. Die Geldspritze aus Abu Dhabi lindere die Sorge vieler Anleger, dass ein Zusammenbruch des verschuldeten Emirats Dubai eine zweite Welle der Finanzkrise nach sich ziehen könnte. nvestoren fragen sich mittlerweile, ob es nach Dubai World zu einem Dominoeffekt kommt. Dubai Holding sei wohl das nächste Unternehmen, das umschulden müsse, schrieben die Analysten von Barclays in einem Researchbericht. Dubai Holding ächzt unter einer großen Schuldenlast. Es geht um 13 bis 14 Mrd. $. Es wird erwartet, dass Beteiligungen verkauft werden.

Zahlen von Oracle, BestBuy, FedEx und Nike

Neben den Zahlen von Oracle, BestBuy, FedEx und Nike erwarten die Anleger in der kommenden Woche ein paar spannende Konjunkturdaten. Im Fokus des Geschehens an den US-Börsen stehen in der kommenden Woche der Ausblick der Notenbank Federal Reserve. Die Investoren erhoffen sich davon Aufschluss darüber, ob die Erholung der Wirtschaft an Fahrt gewinnt und damit auch der Zeitpunkt für ein Anziehen der geldpolitischen Zügel näher rückt. Angesichts der jüngsten Stärke des Dollar und optimistischer Konjunkturberichte gehen einige Anleger derzeit lieber auf Nummer sicher.

Die Fed-Notenbanker erwartet daher bei ihrem zweitägigen Treffen eine schwierige Aufgabe: Sie müssen die Gradwanderung meistern, eine Erholung der wirtschaftlichen Aktivität zu bestätigen ohne die Märkte mit Signalen einer unmittelbar bevorstehenden Zinserhöhung zu verschrecken. „Ich erwarte nicht, dass die Fed uns viel Neues erzählt, und ich vermute im Allgemeinen, dass die Zinsen wahrscheinlich auf ihrem derzeitigen Niveau bleiben werden“, sagt Marktstratege Rick Bensignor von Execution LLC in New York. In der Tat hat Fed-Chef Ben Bernanke erst vor wenigen Tagen bekräftigt, dass die Zinsen noch für eine längere Zeit niedrig bleiben. Dennoch dürften sich die Anleger bis zur Veröffentlichung des Fed-Berichts am Mittwoch stark zurückhalten.

Weitere Impulse sind in den kommenden Tagen von Konjunkturindikatoren zu erwarten. So stehen unter anderem Daten zur Industrieproduktion, zu Frühindikatoren und zum Häusermarkt an. Analysten erwarten, dass die Berichte die Erwartungen stützen, dass die Wirtschaft trotz der hohen Arbeitslosenrate nicht erneut in die Rezession abgleitet. „Die Daten werden voraussichtlich signalisieren, dass die Wirtschaft schneller wächst als der Markt erwartet. Ich denke es werden gute Nachrichten sein“, sagt Ökonom Peter Cardillo von Avalon Partners in New York. Weiter erwarten Fachleute auch einen stärkeren Dollar und leichte Gewinnmitnahmen bis zum Jahresende.

Diese Meinung kann ich nur bedingt teilen, in einzelnen Titeln sollten sich nochmal ordentliche Gewinne erzielen lassen wie bspw. bei VW oder einzelnen Stahltiteln. Kalendarisch betrachtet war am Freitag der Startschuss für eine mögliche Jahresendrally. Zumindest hierzulande war der Auftakt dafür nicht so schlecht. In den USA hingegen dümpelt der Markt momentan eher etwas lustlos umher. Der Dollar sollte nicht wesentlich stärker werden, der Goldpreis könnte kurzfristig weiter nachgeben. In jedem Falle freue ich mich auf eine weitere spannende Woche…

Kartellstrafe für die Zementbranche

Das polnische Kartellamt (UOKiK) hat gegen die Dyckerhoff AG und eine Tochtergesellschaft der HeidelbergCement AG ein Bußgeld verhängt. Es wurde ein Bußgeld von zusammen 411 Mio PLN (umgerechnet rund 99,3 Mio EUR) verhängt, teilte das Kartellamt am Donnerstag mit. Insgesamt seien sieben Unternehmen an dem Kartell beteiligt gewesen.

Der auf Dyckerhoff entfallende Anteil des Bußgeldes liege bei umgerechnet 15 Mio EUR, sagte eine Sprecherin des in Wiesbaden ansässigen SDAX-Unternehmens am Donnerstag auf Anfrage von Dow Jones Newswires. Dyckerhoff habe zwei Wochen Zeit, Rechtsmittel gegen den Bescheid einzulegen, erklärte sie weiter. Das Unternehmen werde diesen Schritt prüfen.

Auch gegen die Gorazde Cement, eine Tochtergesellschaft von HeidelbergCement, wurde ein Bußgeld verhängt, wie eine Sprecherin gegenüber Dow Jones bestätigte. Zu der Höhe des Bußgeldes konnte sie keine Angaben machen. HeidelbergCement prüfe Rechtsmittel gegen die Kartellstrafe in Polen, sagte sie ferner.

Nach Angaben der Wettbewerbsbehörde haben die Unternehmen über einen Zeitraum von mehr als elf Jahren den polnischen Markt unter sich aufgeteilt und die Zementpreise festgelegt. Die Unternehmen, die sich nach Angaben der Wettbewerbsbehörde zu einem Kartell zusammengeschlossen hatten, sind neben Dyckerhoff und der HeidelberCement-Tochter ferner Lafarge Cement, Grupa Ozarow, Cemex, Cementownia Warta und Cementownia Odra.

Lafarge und die HeidelbergCement-Tochter Gorazde hätten die Behörde über die Existenz des Kartells informiert, teilte das Kartellamt weiter mit. Daher sei kein Bußgeld gegen Lafarge verhängt worden, während die Strafe für Gorazde auf 5% des Umsatzes des Jahres 2008 festgelegt worden sei.

Die in Dublin ansässige Baustoffgesellschaft CRH plc teilte am Donnerstag mit, dass ihre polnische Tochtergesellschaft Grupa Ozarow mit einem Strafe von umgerechnet 25,6 Mio EUR belegt worden sei. Nähere Angaben wollte das Unternehmen nicht machen.

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