VW revolutioniert die Managervergütungen

Der Volkswagen-Konzern revolutioniert das Vergütungsmodell für seine Top-Manager. Zum Jahreswechsel führt der Konzern einen Langzeitbonus ein. Das Gehalt der VW-Spitze ist künftig daran gekoppelt, wie zufrieden Kunden und Mitarbeiter sind, ob geplante Absatzsteigerungen erreicht werden und wie hoch die Rendite ist. ie neuen Erfolgsparameter für den Langzeitbonus sind Kern der konzernweiten „Strategie 2018“. Aktienoptionen als Teil der Vergütung schafft Volkswagen   komplett ab. Personalvorstand Horst Neumann sagte in einem Gespräch in Wolfsburg: „Wir wollen eine enge Verknüpfung von Bonus und strategischen Zielen.“

Die Höhe des Langzeitbonus sei begrenzt und werde jeweils auf Basis der vergangenen vier Jahre berechnet, sagte Neumann, „Dabei richten wir uns konsequent an den vier Zielen der ‚Strategie 2018‘ aus. Das ist zum ersten das Ziel Kundenzufriedenheit. Das messen wir an repräsentativen Umfragen, die es weltweit gibt. Weitere Ziele sind Rendite sowie Mitarbeiterzufriedenheit und Beschäftigungssicherheit. Zum vierten gibt es Wachstumsziele, also Marktanteile und Absatzsteigerungen.“

Mit dem neuen System könne der Autobauer seine strategischen Ziele besser durchsetzen und sich von der Fixierung auf einen einzigen, kurzfristigen Indikator wie den Aktienkurs lösen. „Wenn zum Beispiel Kunden unzufrieden sind, hat das ebenfalls Auswirkung auf den Geldbeutel der Manager.“ VW gehe damit einen eigenen Weg. „Fast alle anderen Konzerne orientieren sich am Aktienkurs“, sagte Neumann. „Aber der Aktienkurs ist nicht nur von der Leistung des Unternehmens bestimmt, sondern auch von anderen Faktoren.“ Voraussetzung für eine Bonuszahlung sei, dass der Konzern schwarze Zahlen schreibe. „Wenn wir kein Geld verdienen, können alle anderen Ergebnisse noch so gut sein – dann gibt es keinen Bonus.“

VW gehe damit einen eigenen Weg. „Fast alle anderen Konzerne orientieren sich am Aktienkurs“, sagte Neumann. „Aber der Aktienkurs ist nicht nur von der Leistung des Unternehmens bestimmt, sondern auch von anderen Faktoren.“ Voraussetzung für eine Bonuszahlung sei, dass der Konzern schwarze Zahlen schreibe. „Wenn wir kein Geld verdienen, können alle anderen Ergebnisse noch so gut sein – dann gibt es keinen Bonus.“ Das Gehalt der Vorstände ist auch künftig zu 30 Prozent fix, der übrige Teil ist variabel. Der gesamte variable Teil habe eine mehrjährige Bemessungsgrundlage und sei damit nachhaltig angelegt. Ein Teil dieser variablen Vergütung entfalle künftig auf den Langzeitbonus. Dessen einzelne Ziele seien ehrgeizig hoch angesetzt und würden sich auch am Wettbewerb orientieren, sagte Neumann. Manager Magazin

Man kann sich eigentlich nur wünschen das dieses Modell Schule machen wird – besonders in der Bankenszene die heute schon wieder kräftig feiert weil die staatliche Regulierung der bisher üblichen Bonusexzesse vielleicht viel länger dauern wird als bislang angenommen. Die neue Regelung sollte für deutlich mehr Transparenz und vor allem Gerechtigkeit sorgen. Wenn das „VW Modell“ sich durchsetzt wären wir alle, die Steuerzahler, die Aktionäre und die Verbraucher einen großen Schritt in die richtige Richtung weiter! Vielleicht kommt es ja doch noch, das „Gesetz zur Angemessenheit der Vorstandsvergütung“…

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