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Neues Kaufsignal bei Porsche?

Auch der Sportwagenbauer Porsche hat inzwischen seine Absatzzahlen in dem so wichtigen US Absatzmarkt weiter stabilisieren können. Porsche SE hat im Dezember in den USA fast genauso viele Fahrzeuge verkauft wie im Vorjahr. So sank der Absatz von 2.154 Wagen im Vorjahresmonat auf nun 2.118 Autos. Damit fuhr Porsche das beste Monatsergebnis des vergangenen Jahres ein. Dies kann jedoch kaum über den massiven Absatzeinbruch im Gesamtjahr hinwegtrösten. 2009 gingen die Verkäufe um 24 Prozent auf 19.696 Fahrzeuge zurück. Für die nächsten Monate setzt das Unternehmen auf sein neues viertüriges Modell Panamera und das wohl mit Erfolg wie die ersten Absatzzahlen für  den Familiensportwagen vermuten lassen.

Der Aktienkurs der Porsche AG befindet sich bereits seit gestern wieder im Aufwind. Unsere Vermutung auf einen baldigen Wechsel der Richtung und der Anlagezeitpunkt haben sich also als goldrichtig erwiesen. Wichtig für eine nachhaltige Stabilisierung des Aktienkurses dürfte nun das Überwinden des Widerstandes bei 46,- Euro sein. Kann die Aktie im Anschluss auch die Marke von 47,8 Euro nehmen so sollte sich anschließend wieder weiteres Potenzial bis 52,- bzw. 56,- Euro eröffnen. Das Analystenhaus Bernstein hat heute Porsche von „Market-Perform“ auf „Outperform“ hochgestuft, das Kursziel aber auf 60,00 Euro belassen. Der Kurs sei im Zuge des nun zugunsten von VW entschiedenen Übernahmekampfes zu kräftig gefallen und nun seien die Vorzüge des Autobauers für Anleger wieder attraktiv, hieß es in der Studie.

Auto Absatz bei VW verbessert sich um 16 Prozent

Der Dezember war für die meisten Autokonzerne ein guter Monat, zumindest in den USA. Trotz des Wegfalls von Kaufanreizen durch die Regierung verkauften Ford, Daimler & Co. im letzten Monat des Jahres 2009 mehr Autos. Doch es gab auch Ausreißer nach unten. Von der sich offenbar langsam und stetig bessernden Konjunktur profitierten die meisten Autohersteller, aber nicht alle. Der Krisenkonzern Chrysler beispielsweise musste für den Monat Dezember einen Absatzrückgang von vier Prozent bekannt geben. Im gesamten Jahr verkaufte die Firma sogar 36 Prozent weniger Pkw. Auch General Motors gab kein gutes Bild ab, die Firma setzte 5,7 Prozent weniger Autos ab.

Deutlich besser schnitt der amerikanische Konkurrent Ford ab. Gleich um 33 Prozent erhöhte sich der Pkw-Absatz im Dezember, zum ersten Mal seit 1995 habe man wieder Marktanteile gewonnen, teilte der Konzern mit. Dennoch: Im Jahresverlauf nahm der Verkauf um 15 Prozent ab. Auch die deutschen Hersteller befinden sich wieder im Aufwind. Die deutschen Autohersteller verbuchten ebenfalls Zuwächse. Daimler meldete für die Sparte Mercedes-Benz einen Absatz von 20.025 Fahrzeugen, was einem Anstieg von acht Prozent entsprach. Im gesamten Jahr verkaufte Mercedes-Benz USA 15,3 Prozent weniger Autos in den USA.

BMW vermeldete ebenfalls bessere Absätze in den USA. Die Gesamtmarke habe im Dezember 9,2 Prozent mehr Pkw verkauft, 2009 war mit einem Minus von 20,3 Prozent allerdings eher enttäuschend. Der Mini übrigens blieb im Dezember unter seinen Fähigkeiten: er verkaufte sich etwas schlechter. Auch Volkswagen legte zu. Der Dezember-Absatz verbesserte sich um 16 Prozent auf 20,387 Autos. Über das gesamte Jahr blieb das Minus mit 4,3 Prozent relativ moderat. Es zeichnet sich wohl somit immer mehr ab das der Volkswagen Konzern auch nach der Abwrackprämie einer der großen Gewinner im Automobilmarkt sein wird.

Kaufsignale bei Klöckner, HeidelbergCement und SKW Stahl

Die Aktienrallye zum Jahreswechsel scheint sich weiter fort zu setzten. Bereits gestern konnten die Börsen weltweit unter anderem beflügelt durch gute US Konjunkturdaten kräftig zulegen. Heute habe einige Aktien aus unserer Wachlist neue Kaufsignale generiert. So konnte unter anderem die HeidelberGement Aktie nun endlich die Marke von 48,50 hinter sich lassen und notiert aktuell knapp unter der charttechnisch so wichtigen 50,- Euro Barriere.

Die Klöckner&Co-Aktie hat gestern kurzzeitig an einer wichtigen charttechnischen Marke geschnuppert. Bei etwa 17,95 Euro, abgeleitet aus den drei Kursspitzen aus dem August und September 2009, wartet ein wichtiger Widerstand. Gestern schloss die Aktie exakt auf diesem Niveau. Ein Ausbruch über diese Marke heute sollte neue Kräfte freisetzen. In einem ersten Schritt dürfte Klöckner dann bis auf das Jahreshoch 2009 bei 19,13 Euro klettern. Etwas später sind dann auch wieder Kurse über 20,- Euro in greifbarer Nähe.

Ebenfalls deutlich zurückgemeldet hat sich in den letzten beiden Handelstagen die SKW Stahl Metallurgie AG Aktie, die sich aktuell über dem Widerstand bei 15,50 Euro befindet. Sollte dieses Niveau gehalten, oder eventuell bis zum Handelsschluss weiter ausgebaut werden können, sind hier weitere Steigerungen in Richtung 16,60 Euro bzw. 17,30 möglich. das mittelfristige Kursziel liegt hier bei ca. 22,- Euro.

Was ist los bei Kali + Salz?

Bereits seit gestern befindet sich die K+S Aktie in einem starken Aufwärtstrend. Kurse um die 40,- Euro musst man am ersten Handelstag des Jahres noch für den Düngemittelhersteller bezahlen, heute sind es bereits 10 Prozent mehr. Die Analysten waren sich bis vor kurzem einig das die Aktie angesichts der schwachen Aussichten und de Preisverfalls für die vertriebenen Produkte zu teuer ist, und sich der Kurs eigentlich eher in den Bereich 30,- bis 37,- Euro bewegen sollte. In den vergangenen Tagen gabe es nun aber ein paar Heraufstufungen von namhaften Analystenhäusern mit neuem Kurszielen um die 50,- Euro.

Grund für die heutigen Kursgewinne ist eine positive Analyse der amerikanischen Experten von Merrill Lynch/Bank of America. Nach dem schwierigen Jahr in 2009 hätten sich die Aussichten aufgehellt, schrieb Analyst Andrew Stott in einer Studie. Für 2010 rechne der Analyst unter anderem dank einer Erholung des Agrar-Marktes mit einem 46-prozentigen Gewinnplus. Stott revidierte daher seine Einschätzung für die DAX-Aktie von „Underperform“ auf „Buy“. Zugleich wurde das Kursziel deutlich von 36 auf 50 Euro nach oben revidiert.

Die Schweizer Credit Suisse beurteilten den Wert weiter mit „neutral“ und sehen das Kursziel bei 33 Euro und damit rund 20 Prozent unter der derzeitigen Notierung. Als Begründung verweisen die Experten auf die enttäuschenden Kaliverkäufe an China. Bei den aktuellen Marktverhältnissen sei daher nicht von einer Erholung der Preise auszugehen. Entsprechend setzen die Analysten ihre Gewinnschätzung für das Geschäftsjahr 2009 und auch das Folgejahr um zehn sowie acht Prozent herunter.

Wir sind der Meinung das der jüngste Kursanstieg keinesfalls fundamental untermauert ist und es sich hier lediglich um eine „Analystenrally“, in einem zudem sehr freundlichen Börsenumfeld, handelt. Ob bei der Aktie Kurse über 40,- Euro gerechtfertigt sind muss das Unternehmen mit den kommenden Zahlen erst einmal unter Beweis stellen. genauso schnell wie es nun rauf geht kann es also an schlechten Börsentagen auch wieder runter gehen. Dessen sollten sich die K+S Anleger momentan bewusst sein. Positiv hervor zu heben ist allerdings der charttechnische Ausbruch über die alte Tradingrange, der allerdings bei 45,- Euro bereits wieder sein Ende finden könnte.

Solarworld schafft Umsatzmilliarde, aber…

Das Photovoltaik-Unternehmen Solarworld hat 2009 nach vorläufigen Zahlen 1,01 Mrd. Euro umgesetzt. Damit übertraf das im TecDax notierte Unternehmen die eigene Prognose von einer Milliarde Euro leicht. Ein Jahr zuvor hatte der Umsatz bei 900,3 Mio. Euro gelegen. Für 2010 wollte das Unternehmen am Dienstag in Bonn noch keine Prognose abgeben. Die Entwicklung hänge von der internationalen Preisentwicklung und den deutschen Subventionen ab. Die vollständigen Umsatz- und Ergebniszahlen für 2009 werden am 25. März veröffentlicht.

Für eine Prognose 2010 wird der Vorstand die internationale Preisentwicklung und die nationale Förderpolitik abwarten. Dabei wird die SolarWorld AG die Investitionen in ihre weltweiten Hightech-Standorte forcieren und so die stetig steigende Nachfrage nach solaren Energieerzeugungstechnologien mit massiven Mengensteigerungen bedienen. Die Zahlen waren also ganz in Ordnung aber sicherlich kein Grund zum Jubeln. Der Umsatz ist eine Sache aber immer  noch eine Größe von der man nicht abbeißen kann…Viel interessanter dürfte sein wie viel im abgelaufenen Jahr verdient worden ist, und wie sich die Margen beim deutschen Branchenprimus entwickelt haben.

Die deutschen Hersteller wurden im Jahr 2009 kräftig durchgeschüttelt. Vor allem die drastischen Subventionskürzungen in Spanien – zuvor einer der wichtigsten Solarmärkte – ließen seit Ende 2008 die weltweite Nachfrage einbrechen. Verschärft wurde die Lage durch die Finanz- und Wirtschaftskrise. Hinzu kam ein aggressiver Produktionsaufbau in China. Dies führte zu dem heftigen Preiseinbruch für Solarmodule, den Experten inzwischen auf 40 Prozent im Vergleich zum Spitzenwert im dritten Quartal 2008 beziffern.

Was ist los bei VW?

Die Kurse beider Aktiengattungen sind bereits seit heute morgen stark unter Druck währen fast der gesamte Rest des Marktes nur noch eine Richtung zu kennen scheint, und zwar nach oben. An stärksten hat es mal wieder die Stammaktien getroffen, die mit einem satten Minus von 4,22% aus dem Xetra Handel gehen. Zwischendurch wurde dann auch fast unser erstes Kursziel für die Stämme bei 72,- Euro erreicht. Weitere Abschläge in Richtung 68,- Euro sind nun sehr wahrscheinlich geworden. Seit Wochen kennen die VW Stammaktien nur noch eine Richtung und auch der letzte hart gesottene Langfristanleger dürfte nun langsam nervös werden.

Für diejenigen die die Aktien gar bei Kursen zwischen 200,- und 350,- Euro gekauft haben und immer noch auf eine Trendwende hoffen ist ein Verkauf nun wohl sowieso deutlich zu spät. Für wenige schlaue Anleger die bei diesen Kursen auf fallende Kurse gesetzt hatten dürfte bald die zeit der ernte gekommen sein. Kurzum der Kursverfall könnte noch bis in den Bereich von 65,- Euro führen, sollte aber dort spätestens langsam sein Ende finden. Natürlich belasten auch weiterhin die Unsicherheiten über einen möglichen Verkauf eines Aktienpaketes durch den Großaktionär Katar sowie den Konzern selber der damit seine Verschuldungssituation schnellstmöglich wieder verbessern möchte.

Anders sieht es da bei den Vorzügen aus die trotz der bald anstehenden Kapitalerhöhung und dem damit verbundenen Verwässerungseffekt wohl heute nur wegen der schwachen Performance der Stammaktien ebenfalls im Minus notieren. Für die Vorzugsaktien gehen wir nach wie vor von weiter steigenden Notierungen aus. Das erste Kursziel liegt hier ebenfalls bei ca. 68,- Euro mit weiterem Gewinnpotenzial in Richtung 82,- Euro. Den heutigen leichten Rücksetzer um 1,89% sollte man also nicht über bewerten. Erfreulich aus charttechnischer Sicht war mal wieder, dass die starke Unterstützung bei 63,50 Euro erneut gehalten hat und die Aktie dort wieder nach oben abgedreht ist.

Volkswagen hat im Jahre 2009 auf breiter Front Weichen für die Zukunft gestellt. Mitten in den weltweiten Branchen- Turbulenzen baute der Konzern sein Autoimperium massiv aus – und wurde damit zum Gewinner der Krise. Die Wolfsburger basteln mit Milliardeninvestitionen an einer «Welt-AG» und kratzen am Thron des weltgrößten Autobauers Toyota. Auch die erneute Übernahme der Mahag Gruppe dürfte sich als kluger Schachzug erweisen. VW will mit der Übernahme u.a. sein Handelsengagement in Metromärkten ausbauen und sowohl den Servicebereich als auch den Vertrieb damit weiter ausbauen.

Deutsche Bank steht auch nach dem Unfall noch auf Air Berlin

Die Deutsche Bank hat heute erneut eine Kaufempfehlung für die Air Berlin Aktie ausgesprochen. Air Berlin habe zwei schwierige Jahre mit der Integration von LTU und dba sowie hoher Verschuldung hinter sich. Mittlerweile habe das Unternehmen das Marketing erneuert, die Kosten um 110 Mio EUR reduziert, dba und LTU integriert, sich per Wandelanleihe und Kapitalerhöhung rekapitalisiert und die Nettoschulden deutlich verringert. Die Analysten gehen davon aus, dass Air Berlin eine Nische gefunden habe, in der sie überleben kann….Nun ja, überleben hört sich ja erst einmal nicht unbedingt wahnsinnig vertrauensbildend an. Ausserdem nicht gerade hilfreich für das Vertrauen in die Airline dürfte der Unfall vom Wochenende gewesen sein wo eine Air Berlin Maschine nach einem mißglücktem Startabbruch über die Piste hinaus rutschte. Die Maschine rutschte übers Pistenende und blieb im Gras stecken. Die 165 Passagiere konnten die Maschine über Fluggasttreppen unbeschadet verlassen.

Air Berlin ist die zweitgrößte Fluggesellschaft Deutschlands. Seit Mai 2006 ist der Konzern börsennotiert. Im vergangenen Jahr  beförderte Air Berlin insgesamt 28,6 Millionen Passagiere weltweit.
Das Unternehmen beschäftigt rund 8.200 Mitarbeiter. Allein in 2008  erhielt Air Berlin mehr als 10 Auszeichnungen für Service und  Qualität. Mit einem Durchschnittsalter von nur 4,6 Jahren verfügt Air Berlin über eine der jüngsten Flotten in Europa. Ihre modernen Jets  sorgen durch ihren sparsamen Kerosinverbrauch für eine nachhaltige Reduzierung von Schadstoffemissionen im Luftverkehr. Trotz des kleinen Zwischenfalls vom Sonntag sind auch wir nach wie vor der Meinung das die Air Berlin Aktie leichtes Nacholpotenzial hat, ein echter Highflyer wird die Aktie aber auch dieses Jahr wohl nicht. Der charttechnische Boden liegt bei 3,50 Euro.

Ein Frohes Neues Börsenjahr wünscht Investors Inside!

Es geht wieder los, und ich freue mich auf wieder spannendere Tage 🙂 Die Feiertage sind ja immer ganz schön, und es ist gut auch mal wieder etwas zur Ruhe zu kommen. Die Action hat mir dann aber doch etwas gefehlt. Gestern habe ich , wie immer zwischen den Jahren, meinen Schreibtisch mal wieder aufgeräumt und entmistet. Unglaublich was da so alles anfällt. Besonders die so interessanten Berichte aus diversen Zeitungen über Märkte und Aktien, an denen ich immer wieder hängen geblieben bin haben dann dafür gesorgt das das Aufräumen meines Schreibtisches zur Tagesaufgabe wurden. Letztendlich habe ich mich entscheiden all diese Berichte zu ignorieren und ebenfalls dem Mülleimer zu überlassen, denn nichts ist so alt und unaktuell wie alte Börsennachrichten. Ein paar Aktien sind dann natürlich doch noch im Gedächtnis hängen geblieben die ich mir auf verschiedensten Gründen noch einmal etwas genauer anschauen werde.

Wie auch immer, ich habe gestern Abend dann noch wie versprochen meinen ersten Newsletter mit der aktuellen Jahresprognose für das kommende Börsenjahr verschickt. Soviel sei vorab verraten…es wird mal wieder ein extrem spannendes und vielleicht sehr entscheidendes Börsenjahr werden. Die erste Woche des neuen Jahres wird aber wohl in jedem Falle erst einmal positiv verlaufen. Ich erwarte einen freundlichen Start in die neue Handelswoche mit weiter moderat steigenden Kursen. Ich wünsche allen Investors Inside Lesern ein gesundes und erfolgreiches Frohes Neues Jahr. Einige befinden sich wohl noch im Skiurlaub und werden den Handel erst in der kommenden Woche wieder so richtig aufnehmen…  Für Interessierte die sich jetzt noch für den kostenlosen Newsletter anmelden wollen mache ich auch gerne noch einmal einen „Nachversand“. Also einfach hier kostenlos anmelden…

Der letzte Handelstag des Jahres…Die Bilanz 2009

Heute ist der letzte Handelstag des Jahres 2009 und viele werden dieses Börsenjahr wohl in schlechter Erinnerung behalten, obwohl es de facto eines der besten in der gesamten Börsengeschichte gewesen ist. Die Meinungen über dieses Jahr und vor allem den weiteren Verlauf der Börsen in 2010 könnten unterschiedlicher nicht sein. Während ein paar Investoren Ihre Chancen im März 2009 genutzt haben und zu den sogenannten Grabbeltischkursen die internationalen Qualitätstitel eingesammelt haben, warten einige noch immer auf den starken Rücksetzer, der auch Ihnen dann den Einstieg zu „vernünftigen“ Kursen ermöglichen soll. Wie wir aber alle wissen war ein zu zaghaftes Vorgehen nicht unbedingt die richtige Strategie des Börsenjahres 2009..

Wie wird also das kommende Jahr und auf was sollten sich Anleger nun einstellen…eine weitergehende Hausse oder gar doch noch die starke Korrektur. Ich schreibe gerade noch an der Jahresprognose für das kommende, und nicht minder spannende, Börsenjahr 2010. Dennoch möchte ich zum Abschluss des Jahres 2009 noch einmal kurz die Prognose des vergangenen Jahres resümieren: Mein Leitspruch „Man muss nicht immer investiert sein“ hat sich als sehr richtig herausgestellt. Insgesamt war ich nur vier mal so richtig im Aktienmarkt engagiert und habe damit die größten Rücksetzer des Jahres ausgelassen. Und letztlich verdanke ich, genau wie im Jahr davor, auch dieses Mal dieser Strategie eine sehr ansehnliche Performance.

Jetzt aber zu den harten Fakten: Den Goldpreis habe ich in 2009 bei 1.200,- Dollar je Feinunze , oder leicht darüber, gesehen. Das Jahreshoch war bei 1.221,70 Dollar. Dem Ölpreis hatte ich ein Niveau von 70,- bis 80,- Dollar bescheinigt wo er sich auch seit Mitte des Jahres befindet. Der US Dollar sollte nach meiner Auffassung zwischen 1,40 und 1,50 zum Euro pendeln, auch das ist so eingetroffen. Ebenfalls recht hatte ich mit der Annahme das die Rohstoffe sich auf breiter Front wieder erholen werden. Das Immobilien weiter schwach bleiben werden stimmte ebenfalls, jedoch hätte ich zumindest mit einer leichten Erholung bei Immobilienaktien gerechnet, was aber nur teilweise der Fall war. Die Gewinner-Branchen habe ich für das Jahr 2009 falsch eingeschätzt, bin mir jedoch sicher das die dort aufgeführten zu den Gewinnern in 2010 gehören werden. Abschließend hatte ich den Dax zum Jahresende bei 6.287 Punkten gesehen und mich damit um mindestens 250 Punkte verschätzt. Angesichts der Trefferquoten der „Konkurrenz“ die dafür auch noch bezahlt wird, kann ich aber wohl sagen, dass ich mit der Trefferquote ganz weit vorne liege..

Auch die Musterdepots haben sich weiterhin sehr erfreulich entwickelt. Auch für dieses Jahr bleiben wiedermal die 100 Prozent das Ziel, auch wenn ich mir relativ sicher bin das es schwerer sein wird dieses Ziel auch zu erreichen. In jedem Falle freue ich mich aber auf ein weiteres und spannendes Börsenjahr mit Ihnen allen und möchte mich an dieser Stelle auch noch einmal ganz herzlich für Ihre Lesertreue bedanken. Denn auch im Jahr 2009 konnte sich Investors Inside wieder deutlich weiter entwickeln. Anfang des Jahres wurde der Blog bereits von den Lesern zum Zweitplatzierten bei der Wahl des „Finance Blog of the Year 2008“ gekürt und natürlich werden wir uns auch in diesem Jahr dieser Herausforderung wieder stellen. Die Zahl der Leser hat im vergangenen Jahr noch einmal deutlich zugenommen, und inzwischen werden die hier geschriebenen Beiträge auch auf einigen namhaften Finanz und Börsenportalen im deutschsprachigen Raum regelmäßig veröffentlicht.

Das Layout wurde inzwischen etwas angepasst und der Inhalt der Seite noch einmal deutlich erweitert. Zusätzlich wird es im kommenden Jahr einen zunächst kostenlosen Newsletter geben in dem wir noch etwas gezielter auf Anlagemöglichkeiten eingehen und unseren Lesern weitere Services rund um das Thema Geld sowie echte Geldwerte Vorteile präsentieren werden. Letztendlich wird dieser Newsletter dann zu einem vollwertigen Börsen-Newsletter mit konkreten Anlageideen, Analysen, Charttechnik und Marktberichten. Sie dürfen also gespannt sein und ich empfehle Ihnen sich hier rechtzeitig dafür einzutragen um nichts zu verpassen.

Bleibt mir also nur noch Ihnen an dieser Stelle schon jetzt ein gesundes und erfolgreiches Neues Jahr zu wünschen. Kommen Sie gut „rüber“ und feiern Sie Ihre Erfolge angemessen.. Ich freue mich auf ein weiteres Jahr mit Ihnen. Meine Jahresprognose für 2010 werde ich rechtzeitig vor dem ersten Handelstag in 2010 an alle Newsletter Abonnenten verschicken.
mit den besten Wünschen für 2010, Ihr

Lars Röhrig

Mehr Verantwortung für den Staat und seine Bürger

Die öffentliche Diskussion um zweifelhafte Beratungsmethoden deutscher Banken zieht immer weitere Kreise. Während die BaFin auf Grund des allgemeinen Drucks seitens der Presse gerade versucht wieder einmal Ihrem Image gerecht zu werden, in dem man ankündigt das man der die Bankberatung in Deutschland ernsthafter prüfen müsse, gehen die Grünen bereits einen Schritt weiter und fordert eine generelle Zulassungspflicht für alle Initiatoren von Anlegeprodukten.

Die Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen hat nun im Bundestag einen Antrag auf Ausbau des Wertpapierdienstleistungsrechts zu einem ganzheitlichen Kapitalanlagerecht gestellt. Sie fordert ein einheitliches Schutzniveau unabhängig vom Anlageprodukt oder Vertriebsweg. Für die Initiatoren soll es nach dem Willen der Fraktion eine Zulassungspflicht geben. Die Bafin solle die Verkaufsprospekte nicht nur formell, sondern auch auf Schlüssigkeit und Widerspruchsfreiheit prüfen.

Die Stiftung Warentest hatte kürzlich einen Anleger mit 30.000 Euro Anlagebedarf und vergleichsweise hohem Sicherheitsstandard losgeschickt – mit erschütterndem Ergebnis, und damit den ganzen Presserummel ausgelöst. Die SPD lehnte sich nun am weitesten aus dem Fenster: Sie wollte einen TÜV für Anlageprodukte. Bisher müssen die Banken einzig und allein über die Risiken einer bestimmten Geldanlage aufklären. Bei komplizierten Produkten wie etwa Optionsscheinen müssen Sie zudem die „Termingeschäftsfähigkeit“ nachweisen – durch eine Erklärung. Das ist alles. Oftmals weiß der Kunde aber gar nicht was genau er da unterschreibt.

Wir hatten, ebenfalls kürzlich über einen solchen Fall berichtet, in der letzten Ausgabe (12/2009) der Finanztest, wo ein Anbieter durch erstaunlich gute Ratings der einschlägigen Ratingagenturen dieses Landes aufgefallen ist. Bei genauerem Hinsehen fällt jedoch auf, dass es – sagen wir mal vorsichtig – einige Unwägbarkeiten für Anleger bei diesem Produkt gibt. Einer unserer geschätzten Leser, Dr. Petereins hat hier noch einmal genauer nachgerechnet… Grundsätzlich sind wir der Meinung das auch solche Anlageprodukte in Zukunft viel strenger kontrolliert werden müssen um den Verbraucher am Ende der Laufzeit vor bösen Überraschungen zu schützen.

Ähnliches gilt natürlich auch für Investmentfonds. vergangene Woche musste der BVI kleinlaut einräumen, dass die Zahl der Fondsanleger insgesamt 2009 zurückgegangen sei – erstmals seit 2003. Nur noch 15 Millionen Anleger besäßen Investmentfonds, hieß es. Auch das ist kein Wunder angesichts der derben Verluste die Anleger in der letzten Krise hinnehmen mussten. Die Branche steht unter Beobachtung. Das Verhältnis zwischen Anlegern und Fondsanbietern ist gestört. Laut einer Umfrage der Ratingagentur Feri räumen inzwischen 70 Prozent der Fondsgesellschaften ein, dass sie das Vertrauen der Anleger nicht zurückgewonnen hätten und fast 80 Prozent der befragten Bürger halten Fondsberater für weniger glaubwürdig als Politiker.

Auch hier liegt die Ursache für diesen Vertrauensverlust in erster Linie an der undurchsichtigen Prospektierung solcher Fonds. Wer zum Beispiel einen Geldmarktfonds gekauft hatte, der fand plötzlich hoch riskante ABS-Papiere in diesem Fonds. Geldmarktfonds wurden mit einem Plus an Rendite verkauft, ohne zu sagen, dass dies auch mit einem höheren Risiko verbunden ist. Auch bei den offenen Immobilienfonds die in diesem Jahr wegen starker Mittelabflüsse teilweise vorübergehend schließen mussten dürfte sich die Stimmung so schnell nicht bessern.

Eine Möglichkeit, Fonds attraktiver zu machen, wären sinkende Gebühren. Doch danach sieht es zurzeit nicht aus. Stattdessen wird derzeit gar über neue Abgaben diskutiert. Mehrere Anbieter haben erfolgsabhängige Gebühren eingeführt oder denken darüber nach. Der Anteil aktiv gemanagter Aktienfonds mit erfolgsabhängigen Gebühren hierzulande ist inzwischen von neun Prozent 2002 auf 17 Prozent gestiegen. Die Werteinbußen 2008 hatten Anleger also allein zu tragen, und nun wenn es wieder aufwärts gehe, verlange die Branche eine Erfolgsbeteiligung, das kling wie blanker Hohn.

Anlegerschützer fordern einen Malus für schlechte Wertentwicklung – ähnlich wie in den USA. Dort müssen Fondsgesellschaften ihre Gebühren senken, wenn sie den Vergleichsindex verfehlen. Das würde viele Fondsgesellschaften in Deutschland schmerzlich treffen. Denn laut Schätzungen schneiden 75 Prozent der aktiv verwalteten Fonds schlechter ab als der MSCI World. Schlimmer noch: Von mehreren Fonds, die der BVI (bei einer Sparrate von 100 Euro im Monat) verglichen hat, konnten in den vergangenen zehn Jahren nur 15 Prozent ein Plus erwirtschaften.

Wir begrüßen diesen Vorschlag der Grünen, sowie den der SPD, die bereits längst überfällig waren. Bislang konnte theoretisch und leider auch praktisch jeder halb gebildete Autoverkäufer (der Vergleich sei mir verziehen) einen Fonds initiieren, und das meistens noch zu Konditionen die letztendlich nur den Initiatoren selber vermögend gemacht haben. Beispiele dafür das Anleger hier Ihre Geld oder gar Ihr gesamtes Vermögen verloren haben gibt es zu Hauff. Ob die BaFin allerdings das Kontrollorgan ist das hier Besserung versprechen kann darf stark bezweifelt werden. Zu oft hat sich diese Kontrollbehörde durch Nachlässigkeit diskreditiert und im Krisenfall als zahnloser Tiger erwiesen.

Wenn also hier ein Schritt in die richtige Richtung unternommen werden sollte, so müssen auch die Kontrollinstitutionen wie die Ratingagenturen und die BaFin stärker kontrolliert werden. Alles in allem eine ordentliche, aber keine unlösbare Aufgabe für die deutsche Politik, aber auch eine die das Thema Altersvorsorge in Deutschland dauerhaft positiv beeinflussen würde. Und so wünschen wir, das Investors Inside Team, uns für das kommende Jahr mehr staatliche Mitverantwortung und mehr Kapitalschutz für die Bürger, die mehr denn je bezüglich ihrer Altersvorsorge auf eigenen Beinen stehen müssen. Das hat bei den Ostimmobilien nicht besonders gut geklappt…aber vielleicht kommt der Staat ja dieses Mal seiner Pflicht nach!

Wir raten nach wie vor allen Anlegern sich aktiv und regelmäßig selber um Ihr Vermögen zu kümmern, denn nur dann wird Ihre Rendite nicht regelmäßig durch überflüssige Verwaltungskosten und Management-Gebühren geschmälert. Oder suchen Sie sich eine unabhängige Vermögensverwaltung, mit einer entsprechend langfristig erfolgreichen Anlagestrategie, die auch in Krisenzeiten eine ordentliche Performance aufweist. Das Jahr 2010 wird wohl nicht minder turbulent als die vergangenen 12 Monate. Kümmern Sie sich aktiv um Ihr Geld denn Sie haben es sich hart verdient, und es soll sich im Laufe der Jahre vermehren, und nicht in die Tasche irgendwelcher Fondsmanager wandern. Ganz sicher hilft Ihnen dabei auch der ein oder andere Tipp aus diesem Blog und dem kostenlosen Investors Inside Newsletter…

Frohe Weihnachten wünscht Investors Inside!

So liebe Leser und Börsen-Mitstreiter es ist mal wieder kurz vor Weihnachten und auch ich freue mich auf ein paar besinnliche Tage im Kreise meiner Lieben. Meine Börsenaktivitäten werden in den nächsten Tagen etwas ruhen und allzu viel sollte auch nicht mehr passieren.

Zwischen den Feiertagen werde ich meine Jahresprognose für das kommende Börsenjahr fertig schreiben und an die Newsletter-Abonnenten verschicken. Ebenfalls werde ich dann das Langfrist- und das Tradingdepot für dieses Jahr abschließen. Ich kann wohl heute schon sagen das auch das Börsenjahr 2009 ein sehr erfolgreiches für Investors Inside Leser gewesen ist und das ich mit dem Jahresausblick für 2009 in vielerlei Hinsicht goldrichtig gelegen habe.

Ich wünsche allen Investors Inside Fans auf diesem Wege ein schönes Weihnachtsfest und die Geschenke die Ihre Euch wünscht…und auch wenn es nicht das sein sollte was Ihr Euch gewünscht habt, dann tut wenigstens so als ob Ihr Euch freut, denn schließlich ist es ja das Fest der Liebe :-))

Ansichtssache

Wie fast immer im Leben ist vieles Ansichtssache, es kommt nur auf die Position an aus der man Dinge betrachtet!

In diesem Sinne …Frohes Fest!

VW Vorzugsaktien bremsen den Dax

Die VW Vorzugsaktien ersetzen heute die Stammaktien im Deutschen Leitindex Dax und erwartungsgemäß ist die Phantasie nun bei den Vorzügen erst einmal etwas raus. Während die Stammaktien also leicht hinzu gewinnen können schwächelt der Kurs der Vorzüge weiter. Nach wie vor sind wir aber der Meinung das die leichte Stärke der Stämme gegenüber den Vorzugsaktien nur von kurzer Dauer sein sollte. Immer noch halten wir das Szenario exakt gleicher Kurslevels der beiden Aktiengattungen für sehr wahrscheinlich. Der Kurs der Vorzugsaktien dürfte also vorübergehend bis auf ca 63,50 Euro nachgeben. Nach dem Kursanstieg um fast 70 Prozent in diesem Jahr sind entsprechende Gewinnmitnahmen auch nicht weiter verwunderlich.

Dennoch sollte sich der Kurs der Vorzugsaktien dann auf diesem Niveau wieder fangen und trotz der anstehenden Kapitalerhöhung Anfang nächsten Jahres wieder nach oben drehen. Während die Stammaktien noch etwas nachgeben könnten. Wegen des immer kleiner werdenden Streubesitzes sind die Papiere für Anleger unattraktiv geworden. Einige Analysten raten zudem zum Verkauf der Stämme und durch das Ausscheiden aus dem Dax werden die Stammaktien im kommenden Jahr vom Radar einiger Fondsmanager verschwinden wohin gegen insgesamt 17 Analysten die Vorzugsaktien für attraktiv halten und zum Kauf raten.

Wir haben uns nachdem die Position der VW Vorzugsaktien bei 67,35 ausgestoppt worden ist nun entsprechend neu positioniert. Grundsätzlich dürfte der Kursanstieg der Vorzüge nach einer Konsolidierung weiter gehen, aber wir weisen auch nochmal darauf hin das zu gegebener Zeit ein Tausch der Position in die Stammaktien durchaus sinnvoll sein kann. Genaueres erfahren Sie hierzu rechtzeitig in unserem kostenlosen Investors Inside Newsletter..

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