Was ist los bei VW?

Die Kurse beider Aktiengattungen sind bereits seit heute morgen stark unter Druck währen fast der gesamte Rest des Marktes nur noch eine Richtung zu kennen scheint, und zwar nach oben. An stärksten hat es mal wieder die Stammaktien getroffen, die mit einem satten Minus von 4,22% aus dem Xetra Handel gehen. Zwischendurch wurde dann auch fast unser erstes Kursziel für die Stämme bei 72,- Euro erreicht. Weitere Abschläge in Richtung 68,- Euro sind nun sehr wahrscheinlich geworden. Seit Wochen kennen die VW Stammaktien nur noch eine Richtung und auch der letzte hart gesottene Langfristanleger dürfte nun langsam nervös werden.

Für diejenigen die die Aktien gar bei Kursen zwischen 200,- und 350,- Euro gekauft haben und immer noch auf eine Trendwende hoffen ist ein Verkauf nun wohl sowieso deutlich zu spät. Für wenige schlaue Anleger die bei diesen Kursen auf fallende Kurse gesetzt hatten dürfte bald die zeit der ernte gekommen sein. Kurzum der Kursverfall könnte noch bis in den Bereich von 65,- Euro führen, sollte aber dort spätestens langsam sein Ende finden. Natürlich belasten auch weiterhin die Unsicherheiten über einen möglichen Verkauf eines Aktienpaketes durch den Großaktionär Katar sowie den Konzern selber der damit seine Verschuldungssituation schnellstmöglich wieder verbessern möchte.

Anders sieht es da bei den Vorzügen aus die trotz der bald anstehenden Kapitalerhöhung und dem damit verbundenen Verwässerungseffekt wohl heute nur wegen der schwachen Performance der Stammaktien ebenfalls im Minus notieren. Für die Vorzugsaktien gehen wir nach wie vor von weiter steigenden Notierungen aus. Das erste Kursziel liegt hier ebenfalls bei ca. 68,- Euro mit weiterem Gewinnpotenzial in Richtung 82,- Euro. Den heutigen leichten Rücksetzer um 1,89% sollte man also nicht über bewerten. Erfreulich aus charttechnischer Sicht war mal wieder, dass die starke Unterstützung bei 63,50 Euro erneut gehalten hat und die Aktie dort wieder nach oben abgedreht ist.

Volkswagen hat im Jahre 2009 auf breiter Front Weichen für die Zukunft gestellt. Mitten in den weltweiten Branchen- Turbulenzen baute der Konzern sein Autoimperium massiv aus – und wurde damit zum Gewinner der Krise. Die Wolfsburger basteln mit Milliardeninvestitionen an einer «Welt-AG» und kratzen am Thron des weltgrößten Autobauers Toyota. Auch die erneute Übernahme der Mahag Gruppe dürfte sich als kluger Schachzug erweisen. VW will mit der Übernahme u.a. sein Handelsengagement in Metromärkten ausbauen und sowohl den Servicebereich als auch den Vertrieb damit weiter ausbauen.

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