Citigroup und Bank of America befreien sich vom staatlichen Einfluss

Eigentlich hat sich nicht viel geändert seit dem Beginn der Finanzkrise…Die US-Großbank  Citigroup steht einem Medienbericht zufolge kurz vor einer Kapitalerhöhung im Volumen von rund 20 Milliarden $. Der Schritt könnte bereits am Donnerstag bekannt gegeben werden, berichtete der TV-Sender CNBC am Mittwoch unter Berufung auf Insider. Das Kreditinstitut wolle die Einnahmen aus der Kapitalerhöhung zur Rückzahlung von Geldern aus dem staatlichen Bankenrettungsfonds Tarp einsetzen. Ein Sprecher der Bank wollte sich nicht zu dem Bericht äußern. Citigroup-Chef Dick Parsons hatte dem Sender zuvor gesagt, dass das Finanzinstitut derzeit Gespräche mit den Behörden über die Rückzahlung der Hilfsgelder führe.

Möglicherweise ist sogar Eile geboten. Die „Financial Times“ hatte am vergangenen Montag berichtet, dass der Bank die Zeit davonlaufe: Wenn es die Citigroup nicht schaffe, bis Anfang kommender Woche eine Kapitalerhöhung in Gang zu bringen, könnte der nächste Anlauf erst Ende Januar gestartet werden, schrieb das Finanzblatt. Wegen der Offenlegungspflichten sei eine Kapitalerhöhung schwierig, nachdem eine Bank ihre Bücher für den Quartalsbericht oder den Jahresabschluss geschlossen habe.

Auch die  Bank of America hat mittlerweile die im Zuge der Finanzkrise beanspruchten Staatshilfen in Höhe von 45 Milliarden $ zurückgezahlt. Damit seien alle Tarp-Gelder zurückerstattet, teilte das Institut am Mittwoch mit. Ursprünglich wollte die  Bank of America die Rückzahlung schon am 2. Dezember abschließen. Viele Banken wollen die Gelder aus dem Tarp-Programm rasch zurückgeben, um den Einfluss der Regierung auf Managergehälter und Dividendenzahlungen zu beenden. So bleibt dann alles wie es ist und die Banken können ungestört wieder Ihren spekulativen Geschäften nachgehen. Die nächste Krise kommt bestimmt!

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