Der Verband der US-Hypothekenbanken hat für die Woche zum 13. Februar einen saisonbereinigten Anstieg bei der Zahl der Hypothekenanträge ausgewiesen. Wie die Mortgage Bankers Association of America (MBA) am Mittwoch berichtet, sprang der entsprechende Index gegenüber der Vorwoche um 45,7% auf 875,3 Zähler. Der Teilindex für die Neuanträge zum Kauf von Häusern stieg um 9,1% auf 257,3 Zähler, während der Subindex zur Refinanzierung bestehender Kredite um 64,3% auf 4.472,9 Punkte zulegte. Den weiteren Angaben der MBA zufolge belief sich der effektive Zinssatz für 30-jährige Hypotheken auf 5,26%. Dies entsprach einem Rückgang um 20 Basispunkte gegenüber der Vorwoche.
In China geht die Sonne auf
Während wir hier in der westlichen Welt immer mehr unter dem Preisverfall bei Aktien leiden setzen die chinesischen Börsen erneut zu einem Höhenflug an. Das gigantische Konjunkturpaket der chinesischen Regierung hat der Börse in Shanghai eine beeindruckende Kursrally beschert. Die Börse in Shanghai verzeichnete jüngst gar ein Fünf-Monats-Hoch. Manch ein Anleger fürchtet schon, den neuen China-Trend zu verpassen. Mit einem Zuwachs von 30 Prozent seit Jahresbeginn liegen die chinesischen Börsen wohl weit vorne und es sieht nicht so aus als ob andere Börsen in diesem Jahr den Chinesen auch nur annähernd das Wasser reichen könnten.
BRIC scheint wiedermal der Outperformer bei den Fonds zu sein, denn auch der brasilianische und der indische Markt entwickelt sich derzeit deutlich besser als die europäischen oder nordamerikanischen Börsen. Lediglich die russen kämpfen nach wie vor mit enormen Problemen und der Abwertung der eigenen Währung. Aber auch das ist wahrscheinlich nur eine Frage der Zeit wann die russichen Unternehmen wieder ganz vorne mitspielen werden.
Heute ist mal wieder so ein Tag an dem sich verunsicherte Kleinanleger bei allgemein dünnen Umsätzen Ihre lange gehaltenen Stücke entnervt abnehmen lassen. Dies ist auch bei einigen Aktien zu beobachten die sich lange Zeit sehr stabil und halbwegs krisenresistent gezeigt haben. Ein Ausverkauf sieht anders aus. Und die chinesischen Börsen haben heute in erster Linie durch die Eindeckungen von Shortpositionen profitieren können! Ich bin mal gespannt ob das heute ansteckend auf den US Markt wirkt… vielleicht bricht der westliche Markt aber auch langsam komplett zusammen..und dann ist endlich Ruhe! Vielleicht sind die Chinesen aber auch einfach etwas mehr überzeugt von dem was sie können und dem was sie tun…
Sind GM und Chrysler alleine überlebensfähig?
Die Nachrichtenlage um General Motors wird immer düsterer. Der US Autobauer fordert mehr Geld aus Washington um überleben zu können und entlässt 47.000 Mitarbeiter. Das das Problem spätestens zum Ende des ersten Quartals zurückkommt weil das Geld aus der ersten Tranche bereits verbraucht ist war ja bereits zur zeit George W. Bush`s bekannt. Nun wollen GM und Chrysler insgesamt weitere 22 Milliarden Dollar. Wie lange das Geld dieses Mal reichen wird ist noch nicht klar.
Dabei wird die schlechte Entwicklung bei GM auch Auswirkungen auf Opel haben, kündigte GM-Vorstandschef Dick Wagoner heute Nacht auf einer Pressekonferenz an: „Wir sind in Verhandlungen über eine Unterstützung für Opel mit der deutschen Regierung und den Arbeitnehmervertretern.“ Spekulationen über einen etwaigen Kauf von Opel hält der GM-Chef für wenig realistisch, man müsse sich trotzdem alle Optionen anhören. „Aber wir haben im Moment niemanden, der Opel kaufen möchte“, erklärte er.
Auch GM-Konkurrent Chrysler geht es nicht viel besser. Im Zuge seiner Sanierung beabsichtigt das Unternehmen drei Produktreihen einzustellen, um dadurch 3000 Mitarbeiter entlassen zu können. Insgesamt will Chrysler zudem in diesem Jahr 100.000 Autos weniger bauen als ursprünglich geplant. Dadurch werde man 700 Millionen Dollar einsparen, erklärte Chrysler-Chef Bob Nardelli. Doch dies allein reiche nicht, machte er deutlich und forderte statt der erwarteten drei Milliarden Dollar nun fünf Milliarden von seiner Regierung.
Es ist eigentlich ähnlich wie bei der HypoReal Estate. GM ist in jedem Fall ein Fass ohne Boden, bei Chrysler bin ich mir da noch nicht so sicher. Hätte man die Gelder für Umschulungen von Mitarbeitern und entsprechende Umrüstung der Werke auf zukunftsträchtige Technologien verwendet wäre dem amerikanischen Volk und der gesamten Weltwirtschaft wohl besser gedient gewesen. 50.000 Menschen werden entlassen und drücken ebenfalls nochmal auf das Staatsbudget. Bis Ende märz sollen die beiden Autobauer nun zeigen das sie auch alleine überlebensfähig sind – ich bin gespannt!
Banken übernehmen das Ruder bei Schaeffler
Der Finanzchef des hochverschuldeten Autobauers Schaeffler muss einem Pressebericht zufolge auf Druck der Banken gehen. Thomas Hetmann verhandele derzeit über die Details seines Aufhebungsvertrages, berichtete die ‚Financial Times Deutschland‘. Zudem hätten die Kreditgeber ein Krisenteam der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young in das fränkische Familienunternehmen beordert, um ein unabhängiges Bild von der finanziellen Lage zu bekommen. ‚Die Situation ist so zugespitzt, dass die Banken genau wissen wollen, wie sich der Cashflow entwickelt‘, zitierte das Blatt eine ‚beteiligte Person‘. Die Zeitung wertet diese Schritte als Zeichen, dass die Geldinstitute nun die Macht bei Schaeffler übernehmen.
Hetmann hatte zusammen mit Schaeffler-Geschäftsführer Jürgen Geißinger nach Einschätzung der Zeitung den Kauf des Konkurrenten Continental im vergangenen Jahr vorangetrieben. Seitdem plagt das Unternehmen eine Schuldenlast von zwölf Milliarden Euro. Laut ‚FTD‘ hat Bayern Ministerpräsident Horst Seehofer inzwischen seine grundsätzliche Bereitschaft für Staatshilfen signalisiert. Gestern war zu lesen das Schaeffler ohne Staatshilfe die Insolvenz drohen würde. Es geht um 220.000 Arbeitsplätze in Deutschland und dementsprechend ist das Interesse des Staates groß ein Überleben der Schaeffler-Gruppe zu sichern. Die spannende Frage ist – was passiert mit Conti?
Enteignung bei der HypoReal Estate?
Heute soll entschieden werden ob HypoReal Estate Aktionäre enteignet werden können, oder wie es generell mit dem Hypothekenfinanzierer weiter gehen soll. Das könnte ein ganz mieser Tag für die Deutsche Aktienkultur werden wenn denn die Enteignung zur Debatte steht. Das bisschen Vertrauen das bis dato noch in den Aktienmarkt vorhanden ist (zumindest bei einigen wenigen) dürfte schwer erschüttert werden wenn man nun auch noch befürchten muss das die Aktien des Unternehmens das man gekauft hat vielleicht morgen wertlos sein könnten.
Staatliche Willkür oder einfach Hilflosigkeit? Freie Marktwirtschaft oder Sozialismus? Nicht nur ich werden wohl in den letzten Tagen immer mehr an die Lehren von Karl Marx erinnert. Wo wird das ganze Enden, werden alle Unternehmen die in Not geraten sind nun verstaatlicht? Ich kann mir nicht vorstellen das eine Enteignung der Hypo-Aktionäre der richtige Ausweg sein kann. Mal nüchtern betrachtet: Wer bei Kursen zwischen 30 und 40,- Euro eingestiegen ist und noch nicht verkauft hat dürfte die Aktien, bzw. das Geld eh schon abgeschrieben haben, und sollte mal ganz dringend über das Thema Stopp-Loss nachdenken!
Der Rest der noch drin ist sind wohl zu 90 Prozent Zocker die auf einen dicken Reibach gesetzt haben. Hier war die Gier größer als die Angst. Mal gewinnt man, mal verliert man sollte sich der erfahrene Zocker denken und die Position endlich glatt stellen. Mir ist das leider im vergangenen Jahr mit Lehman Brothers auch passiert! Die HypoReal Estate ist auch wenn man nicht enteignet wird auf lange Sicht tot und der Schuldenberg so astronomisch hoch das man als Anleger nur verlieren kann. Wie auch immer das ganze ausgeht liebe Politiker, tut der Welt einen Gefallen und denkt nicht weiter über Enteignungen nach – denn das wäre sicherlich für den Börsenplatz Deutschland eine Katastrophe.
Make my Day – Plunge Protection Team
Es sieht mal wieder übel aus am Aktienmarkt. Das Bild hat sich in den letzten Handelstagen deutlich verdüstert und es ist zu befürchten das der Markt heute nach der Unterzeichnung des Rettungspaketes durch Barack Obama weiter abstürzen könnte. Der gestrige Handelstag dürfte nicht sehr repräsentativ gewesen sein und sollte nicht überbewertet werden. Die Umsätze waren auf Grund des Presidents Day in den USA extrem dünn. Heute Nacht jedoch haben die asiatischen Staaten uns extrem schlechte Vorgaben beschert. Bei den japanischen Indizes kann ich das gut verstehen. Schließlich haben die Japaner neben betrunkenen Finanzministern (auch das kann ich verstehen, das man sich mal einen einkippt bei der weltwirtschaftlichen Situation) noch eine extreme Schrumpfung der Wirtschaft zu beklagen. In China hingegen scheint es wieder aufwärts zu gehen.
Dennoch die Vorgaben ais Asien waren extrem schlecht. Die europäischen Indizes notieren darauf hin ebenfalls deutlich im Minus und die US Futures für heute sehen bis jetzt auch nicht besonders gut aus.. Nicht gut aus charttechnischer Sicht. Sollten die US Börsen so eröffnen und auf diesem Niveau oder sogar tiefer schließen sieht es verdammt düster aus. Dann muss auch im Dax mit deutlich tieferen Kursregionen gerechnet werden.
Und da kommt wieder das Plunge Protection Team ins Spiel. Es wird wiedermal heftig darüber spekuliert ob es diese Einrichtung in den USA gibt und ob diese derzeit regulierend in den Markt eingreift. Schon mehrfach wurde die 800er Marke im S&P 500 getestet, und immer überraschend verteidigt. Doch waren die extrem dynamischen Kursbewegungen die den Absturz letztendlich verhinderten teilweise sehr offensichtlich und auffällig. Ob es diese Organisation wirklich gibt weiß keiner so genau, aber es dürfte durchaus sinnvoll sein so eine Einrichtung für den Notfall zu haben um die irrationalen und meistens extrem emotional getriebenen Auswüchse an der Börse zu kontrollieren. In jeden Falle bin ich gespannt ob der Markt nun „endlich“ abstürzt oder sich urplötzlich wieder erholt…ich tippe mal auf Zweiteres.
Kauft Solarworld nun doch das Opel Werk?
Es ist noch gar nicht so lange her da hat Deutschlands Branchenprimus Solarworld dem angeschlagenen Autobauer General Motors für seine Opel Tochter eine Milliarde Euro geboten und damit den eigenen Aktienkurs auf Talfahrt geschickt. Heute nun die Meldungen das sowohl die Opel Werke in Eisenach als auch andere Standorte in Europa und die Saab Werke geschlossen werden sollen. Im Zuge der weiteren Kostensenkung sieht sich der amerikanische Autobauer gezwungen nun doch diesen Weg einzuschlagen. Im ersten Gespräch wurde der Solarworld Vorschlag schon fast als lächerlich abgetan, vielleicht sehen das heute einige Menschen schon wieder ganz anders…Der Preis für Opel hingegen dürfte in der Zwischenzeit wieder etwas gesunken sein. Es ist nie besonders gut wenn man aus einer Notsituation heraus handeln muss! Ob der Kauf für Solarworld wirklich Sinn machen würde weiß ich ehrlich gesagt nicht. Frank Asbeck scheint jedenfalls davon überzeugt zu sein, und wird schon wissen was er tut.
Securuties Lending
Hier ein Text aus dem heutigen Newsletter von „Investoren Wissen“ den ich für sehr wichtig halte und somit heute hier weitergeben möchte. Der Verfasser ist Alexander Hahn: ..die Erfahrung zeigt leider, dass den wenigsten Kunden von Banken/Brokern bekannt ist, dass sie bei der Unterzeichnung des Depotvertrags oftmals sogenanntes „Securities Lending“ (also das Verleihen von Wertpapieren) im Kleingedruckten untergejubelt bekommen und somit unterschreiben (die wenigsten Anleger lesen die Berge des Kleingedruckten bei der Depoteröffnung; erst Recht nicht bei US Brokern und anderen ausländischen Instituten).
Sie können sich dies wie folgt vorstellen: Sie kaufen Wertpapiere und halten diese in Ihrem Depot. Nun kommt jedoch z.B. ein Hedgefonds und möchte Aktien leer verkaufen. Die Bank leiht ihm diese, ggf. genau Ihre Aktien, und kassiert dafür eine Gebühr (welche Sie oftmals als Anleger nicht weitergereicht bekommen!).
Später muss der Hedgefonds die geliehene Menge an Aktien wieder zurückgeben. Auch kann die Bank Ihre Aktien als Sicherung z.B. für Kredite hinterlegen, da Sie ja letztlich zugestimmt haben, dass Sie mit dem Verleih Ihrer Aktien einverstanden sind (was viele Anleger nicht einmal wissen…).
Sicherlich betreiben diese Praxis bei weitem nicht alle Geldinstitute und Broker, doch es gilt äußerst wachsam zu sein. Gerade im Fall der kollabierten Lehman Brothers erhielten viele Kunden von ihren Banken plötzlich Hinweise, dass ihre Aktien an Lehman Brothers verliehen worden waren und jetzt in der Konkursmasse dort steckten. Natürlich fielen hierbei die meisten Anleger aus allen Wolken, doch hatten sie in ihrem Vertrag mit der Bank Securities Lending meist genehmigt und so keine Handhabe gegen die Praxis. Oft wird Securities Lending damit beworben, dass man damit höhere Erträge aus den Anlagen generieren könnte, doch ich wäre hier extrem vorsichtig.
Wer unsicher ist, sollte bei seiner Bank/Broker schriftlich anfragen, ob solch eine Praxis betrieben wird und wenn ja, diese untersagen, wenn sie nicht ausdrücklich gewollt ist. Gleiches gilt übrigens auch bei Hypotheken (z.B. Ausschluss des Weiterverkaufsrechts), Edelmetallkonten u.ä. Ich würde hier keinesfalls den entsprechenden Banken bzw. Brokern einfach vertrauen…Es sollte also jeder einmal seinen Depotvertrag aus eine solche Klausel überprüfen und entsprechenden Ausschluss verlagen sollte sich diese Klause im vertrag befinden.
Porsche legt sich 10 Millarden auf die hohe Kante!
Sehr misteriöse Nachrichten gab es heute mal wieder von der Porsche AG. Der Spotwagenbauer hat seine Kreditlinie neu und voll ausgeschöpft um damit zusätzliche Erträge zu generieren, war heute auf Reuters zu lesen. Laut einem Porsche Sprecher werde dieses Kapital nun genutzt um Zinserträge zu generieren. Fachleute bezweifeln aber das es sich hierbei um den wahren Grund handelt und sehen bereits eine weitere Austockung der VW Anteile. Eine Zinsanlage dürfte auch nicht wirklich Sinn machen, da man ja in der Regel mehr Zinsen bezahlen muss als man diese an anderer Stelle erhalten könne.
Doch wegen der Kreditkrise könnte sich das Geschäft für Porsche doch lohnen, halten andere Experten dagegen. „Porsche ist ein Profiteur der Subprime-Krise“, sagt etwa LBBW-Analyst Frank Biller. „Im Prinzip ist das Bankgeschäft, macht aber Sinn“, sagte der Branchenexperte. Entwickelt sich Porsche die bereits im vergangenen Jahr den Großteil ihrer Erträge aus Finanzgeschäften generiert haben nun allmählich zu einer Bank? Ich kann es mir nicht vorstellen, auch wenn man bei den Zuffenhauseneren erkannt hat das diese Art von Geschäften in der heutigen Zeit anscheinend zum Handwerkszeug gehören.
Eine gewagte These von meiner Seite ist das Porsche vielleicht den eigenen Aktienkurs derzeit für so günstig halten dürfte als das sich ein Aktienrückkaufprogramm in der genannten Höhe auszahlen könnte. Dies dürfte sich sicherlich langfristig für das Unternehmen deutlich auszahlen, und man hätte für weitere Übernahmen genügend „Zahlungsmittel“. Oder aber man überlegt ob man nicht bei einem angeschlagenen Automobilzulieferer wie Continental, Schaeffler-Conti oder wie auch immer, zu diesen einmalig günstigen Konditionen einsteigen möchte 😉 Alles reine Spekulation, würde aber unter Umständen langfristig extrem Sinn machen!
Premiere und Presidents Day
Heute bleiben die Börsen in den USA auf Grund des Presidents Day geschlossen und der Handel dürfte dem entsprechend heute eher ruhig und unter dünnen Umsätzen stattfinden. Dennoch ist die heutige Nachrichtenlage bisher alles andere als erfreulich. Asien notiert überwiegend im Minus und die europäischen Futures sind ebenfalls mit durchschnittlich einem Prozent im Minus. Die US Futures sind ebenfalls leicht im negativen Bereich. Der Druck auf die US Regierung wächst – die G7 fordern Timothy Geithner auf das marode US-Bankensystem schneller wieder zum Laufen zu bringen.
Japans Wirtschaft schrumpft um über 12,7 Prozent ebenso wie die Englische, die im abgelaufenen Jahr um über 3 Prozent zurückgegangen ist. Das ist heftig und verdeutlicht die Tragweite der aktuellen Krise. Japans Wirtschaftswachstum war zum letzten Mal im Jahr 1974 so niedrig! Von der Unternehmensseite sieht es auch nicht viel besser aus. Die Premiere Zahlen waren schlichtweg eine Katastrophe. Der Verlust wurde verfünffacht und spätestens jetzt sollte jedem klar sein das das Premiere Geschäftsmodell nicht funktioniert! In Zeiten der Rezession dürfte es eher noch deutlich schlechter werden. Diese Ausgaben werden wohl bei den Zuschauern als erste Sparmaßnahme ganz oben auf der Liste stehen.
CO2 Ausstoß weltweit steigt rasant an!
Klimaforscher schlagen Alarm – Der weltweite Emmissionsausstoß hat sich dramatisch beschleunigt und die Folgen sind nicht kalkulierbar. Immer mehr extreme Natuerereignisse könnten nur leichte Vorboten dessen sien was die Welt bald zu erwarten haben. Durch den erhöhten Energieverbrauch in den Schwellenländern seien die CO2-Emissionen durchschnittlich um 3,5 Prozent pro Jahr gestiegen. Das sei dreimal so schnell wie in den Jahren 1990 bis 1999, sagte der US-Forscher Christopher Field von der Universität Stanford und dem Carnegie-Institut auf einer Tagung des Wissenschaftsverbandes AAAS in Chicago.
„Wir haben es in der Zukunft mit einem Klima zu tun, das weit über alles hinausgeht, was wir auf der Grundlage von Simulationen bisher ernsthaft erwogen haben“, warnte Field. Sorge bereitet ihm und seinen Kollegen, dass die vom Menschen ausgelöste Erderwärmung enorme Mengen von CO2 und Methan in der arktischen Tundra freisetzen könnte. Die Permafrostböden hätten organische Pflanzenstoffe aus Tausenden von Jahren gespeichert, die ein Vielfaches des CO2-Wertes ausstoßen würden, mit dem der Mensch die Atmosphäre seit Beginn der industriellen Revolution belastet habe, sagte Field.
Als problematisch hätten sich inzwischen auch die Biotreibstoffe erwiesen, von denen sich manche Klimaschützer einen Ausweg aus der Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen erhofft hatten. Für den Anbau von Getreide für Biosprit seien am Ende weiträumige Rodungen im brasilianischen Regenwald vorgenommen worden. „Bei der Rodung und Verbrennung der Bäume gelangt Kohlenstoff in die Atmosphäre, der lange Zeit im Regenwald gespeichert war“ Hier dürfte wohl das nächste große Problem der Weltbevölkerung lauern – und das ist dann leider nicht durch Drucken von neuem Geld zu beheben!
Obama unterzeichnet das Konjunkturpaket – endlich!
Am Dienstag ist es soweit! Präsident Barack Obama wird das 787 Milliarden Dollar schwere Konjunkturpaket unterzeichnen und damit in einem ersten Schritt umfangreiche Investitionen in die US Infrastruktur, Bildung und Steuererleichterungen für die US Bürger verabschieden. Insgesamt sollen durch die Maßnahme 3.500.000 Arbeitsplätze neu geschaffen bzw. erhalten werden. Auch wenn dieser Schritt für einige nicht weitreichend genug erscheint so ist doch zumindest mit einer Entspannung am Aktienmarkt zu rechnen.
Unternehmen aus den genannten Branchen dürften in den kommenden Monaten stark davon profitieren und auch die alternativen Energien sollten sich nun allmählich von den Tiefständen wieder erholen können. Es ist wohl nicht davon auszugehen das dies nun eine Rally an den Aktienmärkten auslösen wird, aber man wird die Auswirkungen spätestens in ein paar Monaten zu spüren bekommen und der Konsum in den USA sollte daraufhin wieder anspringen.
Die allgemeine Nachrichtenlage bleibt angespannt und immer mehr Untergangs-Propheten treten ins Rampenlicht. Meistens ein gutes Zeichen dafür das das Schlimmste hinter uns liegen könnte. Die Maßnahmen der US Regierung sind noch nicht weitreichend genug, und das weiß auch die Regierung. Barack Obama hat bereits weitere Maßnahmen angekündigt und ich bin mir relativ sicher das diese Pläne nun auch schnell umgesetzte werden.Er bezeichnete dieses erste Paket als „entscheidenden Schritt“ in die richtige Richtung. Am Freitagabend hatte der US-Kongress das größte staatliche Konjunkturprogramm in der Geschichte der USA endgültig verabschiedet.