Banken übernehmen das Ruder bei Schaeffler

Der Finanzchef des hochverschuldeten Autobauers Schaeffler muss einem Pressebericht zufolge auf Druck der Banken gehen. Thomas Hetmann verhandele derzeit über die Details seines Aufhebungsvertrages, berichtete die ‚Financial Times Deutschland‘. Zudem hätten die Kreditgeber ein Krisenteam der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young in das fränkische Familienunternehmen beordert, um ein unabhängiges Bild von der finanziellen Lage zu bekommen. ‚Die Situation ist so zugespitzt, dass die Banken genau wissen wollen, wie sich der Cashflow entwickelt‘, zitierte das Blatt eine ‚beteiligte Person‘. Die Zeitung wertet diese Schritte als Zeichen, dass die Geldinstitute nun die Macht bei Schaeffler übernehmen.

Hetmann hatte zusammen mit Schaeffler-Geschäftsführer Jürgen Geißinger nach Einschätzung der Zeitung den Kauf des Konkurrenten Continental im vergangenen Jahr vorangetrieben. Seitdem plagt das Unternehmen eine Schuldenlast von zwölf Milliarden Euro. Laut ‚FTD‘ hat Bayern Ministerpräsident Horst Seehofer inzwischen seine grundsätzliche Bereitschaft für Staatshilfen signalisiert. Gestern war zu lesen das Schaeffler ohne Staatshilfe die Insolvenz drohen würde. Es geht um 220.000 Arbeitsplätze in Deutschland und dementsprechend ist das Interesse des Staates groß ein Überleben der Schaeffler-Gruppe zu sichern. Die spannende Frage ist – was passiert mit Conti?

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