Author Archives: Lars

Diese Woche sollte die Entscheidung bringen

Bald wird alles wieder gut möchte und das US Handelsministerium glauben machen indem man hier immer besser werdende Zahlen zum Bruttoinlandsprodukt präsentiert. Denn das BIP ist im zweiten Quartal nur um annualisiert 1,0 Prozent gesunken. Das ist weniger als gedacht. Volkswirte hatten im Schnitt mit einem Rückgang von 1,5 Prozent gerechnet. Noch dazu schrumpft die Wirtschaft längst nicht mehr so stark wie noch im ersten Quartal. Das hört sich doch alles schon mal wirklich gut an! Weiter ist die Rede davon das das leider die Zahlen der vergangenen Quartale nach unten revidiert werden müssen. Von minus 5,5 Prozent ist die Wirtschaft im Vorquartal sogar um 6,4 Prozent geschrumpft. Bemerkenswert sind auch die Revisionen der anderen Vorquartale, die zeigen, dass die US-Wirtschaft bereits 2008 deutlich stärker unter der Wirtschaftskrise litt als ursprünglich gemeldet. Gut, dass es dem Handelsministerium jetzt doch noch aufgefallen ist!

Wie weit man den neuen Zahlen also nun trauen sollte sei dahingestellt. Ich rate hier erst einmal weiter zur gesunden Skepsis. Barack Obama hat angesichts der immer noch anhaltenden Konsumverweigerung der US Bürger, und der ebenfalls historisch hohen Erwerbslosenquote von 9,5 Prozent, die damit so hoch ist wie seit 1983 nicht mehr, davor gewarnt das die Rezession noch schlimmer sei als bisher angenommen. Zwar dürfte nun der Tiefpunkt erreicht sein und es langsam wieder aufwärts gehen, aber gerade die lang nachlaufende Anzahl der Erwerbslosen werden noch lange auf dem System lasten und natürlich auch das Konsumverhalten der Amerikaner weiter beeinflussen. Was ja auch eigentlich jedem soweit klar ist, die Frage nach dem tatsächlichen Ausmaß des weiteren Stellenabbaus un den USA bleibt aber offen…

Einen kleinen Lichtblick gab es dann in der vergangenen Handelswoche aber doch noch, und zwar vom US-Einkaufsmanagerindex. Er lag bei 43,4 Punkten, leicht über den Konsensschätzungen von 43,3 und dem Juni-Wert von 39,9. Auch die zuletzt veröffentlichten Daten zum US Häusermarkt haben mich etwas aufhorchen lassen. Schließlich liegt hier die Wurzel allen Übels! Alles in allem bleibt die Lage undurchsichtig und die in den vergangenen Tagen gelieferten Konjunkturdaten sowie der Zahlenreigen der Unternehmen (speziell im Dax) geben erst einmal wenig Anlass zur Hoffnung das die Börsen weiter steigen sollten. Ich rechne immer noch mit einer Korrektur, die nach den vergangenen Gewinntagen auch mehr als gesund für einen weiteren Anstieg wäre. Sollten die Börsen doch weiter steigen wird die dann verspätete Korrektur um so heftiger ausfallen. Diese Woche sollte die Entscheidung bringen…

Georgia Gulf Corporation

Ja was sagt man dazu? Die Börsen haussieren und niemand interessiert sich mehr für Nachrichten. Ist schon manchmal etwas schwer zu glauben was ich hier sehe. Nun setze ich auf das eigentlich von mir Favorisierte Szenario. Der S&P 500 will die 1000 Punkte testen, oder dreht gemeiner Weise kurz davor nach unten. Wir werden sehen was am morgigen Freitag noch möglich ist. Natürlich beziehe ich die Möglichkeit das ich mich irren könnte in meine Überlegungen mit ein. Sollten die Indizes also in der kommenden Woche wider meiner Prognose weiter steigen muss ich wohl oder über die ein oder andere Position etwas teurer wieder zurückkaufen. Dieser liquiditäts getriebene Markt ist nicht zu unterschätzen.

Ebenso wie bei den US Indizes verhält es sich mit dem Dax. Nachdem nun die 5300er Marke genommen wurde ist die 5500 das nächste Ziel. Hier kommt dann spätestens das gestern von Jochen Steffens eindrucksvoll geschilderte langfristige Szenario zum tragen. Den Artikel findet Ihr auch auf www.swing-trading.de Der dort abgebildete Chart spricht eine deutliche Sprache. Hoffen wir mal alle das es nicht so kommt!

Inzwischen vertreibe ich mir die Tage mit ein paar kleineren Zockereien. Für die Hartgesottenen unter Euch hätte ich da heute Georgie Gulf Corporation (GGC) die nach guten Nachrichten bezüglich der weiteren Finanzierung mit über 100 Prozent im Plus liegt. Heute wohlgemerkt! Wer sich den Wochen- und Monats-Chart ansieht weiß was hier möglich ist. 40,- Dollar je Aktie sind drin wenn die 15,- Dollar nachhaltig überwunden werden können.

Wie gesagt ist nur was für Zocker!!! und stellt keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf dar, blabla Ihre kennt das ja. Ich wünsche einen schönen Abend und werde das Teil wohl noch bis 22:00 Uhr beobachten… Kleine Korrektur, inzwischen ist die Aktie bei 19 Dollar, 165% im Plus, Tendenz weiter steigend 🙂

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Mäc Klätschie…253% in sieben Tagen

Offensichtlich ist der überwiegende Teil der Börsianer wiedermal optimistisch was den weiteren Verlauf des Dax angeht. Neue Jahreshochs werden ausgerufen und die Boulevardpresse beschäftigt sich schon wieder mit dem Thema Börse… Headlines wie „Hausse“ und „Rally“ sind zu lesen. Wer meinen Blog schon länger liest weiß was das heißt. Es ist wohl an der Zeit sich erst einmal wieder zu verabschieden. Die Kursmuster der letzten Tage gefallen mir nicht und die Nachrichten noch viel weniger. Heute sind es Siemens, MAN und BASF die deutlich schlechter als erwartet abschneiden. Gerade hierzulande sind also die Quartalszahlen eher enttäuschend ausgefallen, was erstaunlicher Weise in den USA genau anders herum war! Das sollte einem zumindest dem Dax Anleger zu denken geben.

Wie auch immer, ich will ja nicht den Pessimisten hier spielen, aber eine gewisse Portion Vorsicht dürfte in den kommenden Tagen durchaus angebracht sein! Für mich persönlich kommt jetzt erst einmal wieder die Zeit des Tradings. Mit kleineren Einzelpositionen kann man mindestens genau soviel Spaß haben und muss nicht soviel Geld in den Markt schmeißen. Hierbei konzentriere ich mich eher auf kleine US Einzelwerte wie gestern z.B. Ferro Corp. und UAL. Meine heißgeliebten Spielcasino Aktien habe ich erst einmal wieder verkauft und denke das ich demnächst wieder billiger einsteigen kann. Besonders viel Spaß aber hatte ich in den vergangenen Tagen mit Gannet und McClatchy (MNI). Schaut Euch den Chart an! Bis ca 4 Dollar könnte die aktuelle Bewegung noch gehen.

Shanghai verunsichert die Börsen

Es ist schon immer wieder komisch an der Börse. Gerade habe ich mich komfortabel in der aktuelle Situation gefühlt, die Musterdepots aktualisiert und die Stopps etwas enger gezogen, scheint der Markt auch wieder Schwäche zu zeigen. bereits der gestrige Tag hat den Bullen deutlich gezeigt das die Börse keine Einbahnstrasse ist und die Gewinne der letzten 10 Handelstage keinesfalls sicher sind. Die Nachrichten von der Konjunkturfront sind ebenfalls wieder etwas schlechter geworden. Arcelor Mittal verbucht kräftige Umsatzeinbussen, Porsche sieht ebenfalls gar nicht mehr gut aus und allen voran gibt die Börse in Shanghai um 7,7 Prozent in der Spitze nach. Nun tauchen auch schon wieder die Propheten auf die ein Platzen der China Blase prophezeien.

Alles nicht unbedingt beruhigend! Die US Börsen zeichnen ebenfalls seit drei Handelstagen das gleiche Muster. Hier wird abgeladen, und abends dann die Indizes wieder halbwegs hochgezogen. Ich bin mal wieder fast komplett raus und habe die Depots auf die letzten Verkaufkurse aktualisiert. Gleichzeitig habe ich in den meisten der dort aufgeführten Aktien Abstauberlimits gesetzt die eventuell in den kommenden Tagen ausgelöst werden. D.h. ich erwarte keinen Totalabsturz, aber wiedermal eine ordentliche Korrektur der jüngsten Gewinne. Die erste Order bei Porsche wurde heute zu 42,52 bedient, allerdings bin ich mir nach den jüngsten Nachrichten nicht mehr sicher ob das wirklich ein guter Kurs ist… Morgen ist ein neuer spannender Tag und ich denke es geht wieder ein kleines Stückchen weiter runter. In diesem Sinne, ich wünsche allen einen schönen abend

US Häusermarkt und die Deutsche Bank

Die Vorgaben sind weiterhin gut. In den USA konnten die Märkte nach einem langen Seitwärts-Tag dann doch wieder im Plus schließen. Aus konjunktureller Sicht gab es ein paar sehr bemerkenswerte Nachrichten vom US Immobiliensektor. In den USA sind im Juni so viele Häuser gekauft worden wie seit Jahren nicht und die Neubaubeginne haben ebenfalls kräftig angezogen. Sollten wir nun die langersehnte Stabilisierung im US Häusermarkt erreicht haben? Die Chancen dafür stehen gut auch wenn man sicherlich noch nicht von einer echten Erholung reden kann. Die Häuserpreise ziehen ebenfalls wieder leicht an…

Heute dann die wiedermal guten Zahlen der Deutschen Bank. Der Boom an den Anleihemärkten hat der Deutschen Bank auch im zweiten Quartal einen Milliardengewinn beschert. Der Überschuss stieg im Jahresvergleich trotz Sonderbelastungen – etwa zur Beilegung eines Rechtsstreits – um zwei Drittel auf 1,1 Milliarden Euro, wie das Frankfurter Geldhaus mitteilte. Der Nettogewinn lag damit leicht über den durchschnittlichen Analystenprognosen von rund 990 Millionen Euro. Vor Steuern stand ein Gewinn von 1,3 Milliarden Euro – doppelt soviel wie im Vorjahr, aber etwas weniger als erwartet. Im ersten Quartal dieses Jahres lag der Gewinn vor Steuern gar bei 1,8 Milliarden Euro.

In Asien stehen die Börsen ebenfalls weiterhin auf grün. Singapur und Hongkong verzeichnen weitere Kursgewinne und das sollte auch dem europäischen Markt weiteren Auftrieb geben. Heute könnte ein guter Tag sein um die 5300 Punkte im Dax zu knacken…oder eben auch nicht wie ich gerade sehe. Das sieht jetzt zum ersten mal seit Tagen nach Korrektur der vorangegangen Gewinne aus. Die Zahlen der Deutschen Bank kommen am Markt überhaupt nicht gut an. Vielleicht ist es doch besser erst einmal die Karten vom Tisch zu nehmen..

What the F…?

VW übernimmt nun doch Porsche und nicht umgekehrt. Aber wer rettet dann eigentlich VW wenn Porsche sich bei dem Reverse Takover übernommen hat? Diese Frage beschäftigt heute mal wieder intensiv die Medien. Nach den jüngsten Informationen hat Porsche wohl einen noch größeren Schuldenberg angesammelt als befürchtet. Die Rede ist von ca 14 Milliarden Euro. Natürlich wurde diese Summe auch umgehend von einem Porsche Sprecher dementiert! Und das zu Recht, denn ich bin mir langsam relativ sicher das auch bei der Porsche Führung niemand so genau weiß wie viel Schulden, oder eben auch wie wenig Schulden der Konzern tatsächlich hat. So gut der Gedanke mit den VW Optionen damals gewesen sein mag – wenn zum Schluss keiner mehr durchblickt und man zu Spielball der Medien wird ist in jedem Falle was schief gelaufen!

Für Anleger gibt es noch zahlreiche andere Medienberichte zu VW/Porsche zu verarbeiten. So berichtete die „Automobilwoche“, das Emirat Katar dürfe sich nur zu höchstens zehn Prozent an Porsche beteiligen. Das hätten die Familien Porsche und Piech bei ihrer Aufsichtsratssitzung vergangene Woche beschlossen, heißt es in der Branchen- und Wirtschaftszeitung. Den Rest der Kapitalerhöhung über fünf Milliarden Euro, die Porsche so dringend benötigt, brächten die Familien Porsche und Piech und die Vorzugsaktionäre auf. Der frühere Porsche-Chef Wiedeking wollte Katar mit 25 Prozent an Porsche beteiligen, was Porsche-Großaktionär Ferdinand Piech aber abgelehnt hatte. Ein Händler bezeichnete diesen Bericht allerdings als eher unwahrscheinlich, da es vergangene Woche von offizieller Seite hieß, das Emirat bekomme 17 Prozent. Berichte über eine mögliche Kapitalerhöhung bei VW sowie über eine Änderung des Volkswagen-Gesetzes hielt der Börsianer ebenfalls als kaum kursbewegend.

Sollte sich allerdings bewahrheiten das die Schuldenlast von Porsche tatsächlich so hoch ist muss man natürlich auch noch einemal die Frage aufwerfen ob herr Wiedeking wirklich so gut gearbeitet hat wie bislang angenommen, und ob eine Abfindung von 50 Millionen Euro gerechtfertigt ist! Es bleibt also alles weiterhin verwirrend. Dem Kurs der Aktien insbesondere der Porsche Aktie tut dies alles aber mal wieder gar nicht gut. Mit einem satten Minus von zehn Prozent und einer Menge Unsicherheit geht es in die neue Handelswoche. Herr Piech und Konsorten, sowie die unqualifizierten Presseberichte werden es schon noch schaffen den Konzern wirklich kaputt zu machen, und einen dauerhaften Imageschaden zu produzieren. Als ob die Autoindustrie es in der größten Absatzkrise aller Zeiten es nicht schon schwer genug hätte…

Korrektur oder doch lieber steigende Kurse?

Der Freitag hat den Märkten nochmal einen kleinen Schub verliehen und dürfte den ein oder anderen Marktteilnehmer auch kräftig auf dem falschem Fuss erwischt haben. Die von vielen Marktteilnehmern so deutlich erwartete Korrektur will einfach nicht kommen. Während einige Marktteilnehmer hier den Anfang einer neuen Hausse gesehen haben und nun auch endlich, nachdem sie den Großteil der Rally bislang verpasst haben auch auf den fahrenden Zug aufspringen, gibt es durchaus warnende Stimmen die diese Bewegungen nur als Bärenmarktrally oder Zwischenrally auf Grund einer technischen Reaktion der Märkte bezeichnen.

Wer am Ende Recht behalten soll, die Bullen oder die Bären werden wir alle sehen. Die Wahrscheinlichkeit das das Lager der Skeptiker Recht behalten wird wird täglich kleiner. Konjunkturelle Faktoren sprechen weiterhin gegen einen neuen Aufschwung, zumindest jetzt schon. Dennoch muss nun wieder soviel neue Liquidität in den Markt. Fondmanager sind gezwungen die Gelder Ihrer Kunden wieder anzulegen, nach dem sie vielleicht zu lange gewartet hatten, und nun auf gar keinen Fall auch noch den vielleicht bald kommenden Anstieg verpassen könnnen. Im späten Freitagshandel waren die Umsätze in US Aktien verdächtig hoch!

Warnende Stimmen wie z.B. die von Robert Prechter sollten dennoch etwas mehr Beachtung finden.Die spannende Frage ist letztendlich wie schützt man sein Vermögen gegen eine drohende Super-Inflation am besten?

Weiterhin empfiehlt es sich nicht breit und diversifiziert im Markt aktiv zu sein sondern viel mehr nach Aktien Ausschau zu halten die sich in einer Sondersituation befinden und  egal was der Markt tut ihren eigenen Weg beschreiten werden…Wie sollte man sich aufstellen?. Gold, Silber, Platin oder Münzen kaufen? Vielleicht kann es durchaus sinnvoll sein sich auch mal auf der Gegenseite zu positionieren und im Falle eines Trendbruchs short zu gehen. Momentan sieht es aber so aus als ob dieser Zeitpunkt noch nicht gekommen ist und vielleicht sogar die Höchststände noch einmal getestet werden..

gepostet vor ca- einem Monat…

Nun sind wir drüber über die alten Höchsstände und meine Meinung hat sich etwas geändert. Shortpositionen erachte ich derzeit als Hochs gefährlich denn die Parallelen zur Erholung der Börsen im Jahr 2003 nach dem Zusammenbruch des Neuen Marktes sind überdeutlich. Die Volaitilität hat stark abgenommen und dies ist der beste Nährboden für eine neue Hausse…

Könnte Continental bald Schaeffler übernehmen?

Die endlosen Diskussionen über die gescheiterte Porsche – VW Übernahme haben mich veranlasst mal etwas intensiver über das zweite Übernahme-Pärchen Conti Schaeffler nachzudenken. Was wäre wenn? Könnte auch in der Automobil-Zulieferindustrie ein Reverse-Takeover anstehen? Oder wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit für ein solches Szenario? Die Presseberichte der vergangenen Tage sprechen eine deutliche Sprache. Die beiden Parteien sind sich – auch wenn sie gelegentlich versuchen Harmonie zu demonstrieren – alles andere als wohl gesonnen.

Während die Schaeffler Führung offensichtlich immer noch den Ernst der Lage umrissen hat und den Wert des eigenen Unternehmens trotz der enormen Schuldenlast bei mindestens 10 Milliarden Euro zu sehen scheint produziert man bei Conti schon wieder Gewinne und arbeitet intensiv an Strategien die den Weg aus der Misere ebnen sollen. Schaeffler dürfte nach wie vor ein massives Finanzproblem haben und die Zinsen durch die Verbindlichkeiten jeden möglichen Gewinn aufzehren. Die finanzierenden Banken haben wahrscheinlich ein großes Interesse ihr Risiko zu minimieren und eine schnelle Einigung herbei zu führen. Was liegt da näher als dem stärkeren der beiden Unternehmen ein wenig unter die Arme zu greifen?

Continental, die sich zu keinem Zeitpunkt mit dem die Regeln dehnenden Überraschungsangriff von Schaeffler im vergangenen Jahr anfreunden konnte, denkt angeblich daran, selbst eine Kapitalerhöhung vorzunehmen. Gemäß den deutschen Gesetzen kann der Autozulieferer bis zu 58,6 Mill. Aktien begeben, ohne dafür die Zustimmung von Schaeffler einholen zu müssen. Wenn es Continental gelingt, 1,5 Mrd. Euro einzusammeln, wäre das Unternehmen auf einem guten Weg, die erste größere Schuldenhürde – im August 2010 – zu nehmen.

Darüber hinaus würde eine Eigenkapitalemission den Anteil von Schaeffler verwässern, da das Familienunternehmen nicht genug Cash vorzuweisen hat, um sich daran zu beteiligen. Bei einem Abschlag von 30 Prozent gegenüber dem derzeitigen Aktienkurs würde eine Bezugrechtsemission den Anteil der Franken von 89,9 Prozent auf nur noch 60 Prozent verringern. Die Beteiligung, über die Schaeffler effektiv verfügen kann, würde zwar weiterhin bei 49,9 Prozent liegen, aber das Unternehmen hätte dann noch weniger Einfluss, um eine Fusion zu erzwingen.

Sollte es also letzten Endes doch zu einer Übernahme, oder zumindest zu einer Teil-Übernahme, beispielsweise der Automotive Sparte von Schaeffler durch Conti kommen kann man sich leicht ausrechnen was dann mit dem Aktienkurs der Continental Aktie passieren wird. Der dann bezahlte Preis dürfte nur einem Bruchteil dessen entsprechen was man noch vor zwei Jahren dafür bezahlen musste. Conti wäre damit wohl der zweitgrößte Automobil-Zulieferer dieser Welt und hätte nahezu freie Bahn in einem neu erstarkten europäischen Automarkt. Wie das alles gelingen könnte ist derzeit noch etwas wage und unklar, aber man sollte zumindest die Augen und Ohren in den kommenden Wochen diesbezüglich offen halten.

Ich möchte betonen das diese Gedanken wirklich reine Spekulation sind und der Ausgang dieser gescheiterten Übernahme wohl bis zum Schluss in beide Richtungen offen ist, auch wenn ich die geschilderte Variante persönlich für die weitaus sinnvollere und wahrscheinlichere erachte. Nächsten Donnerstag ist wiedermal AR-Sitzung und vielleicht gibts ja da mal was neues über die Zukunft von Conti und Schaeffler zu berichten..

Asien im Aufwind, Microsoft leidet unter Vista

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte legte 2,1 Prozent zu auf 9069 Punkte – seinem höchsten Schlusstand seit acht Monaten. Im Verlauf pendelte er zwischen 8866 und 9096 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 stieg um 2,3 Prozent auf 976 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq schloss den zwölften Tag in Folge mit Gewinnen und kletterte um 2,5 Prozent auf 1973 Punkte – seine längste Gewinnserie seit 1992. Das könnte sich allerdings heute ändern nachdem Microsoft mit den gestern veröffentlichten Zahlen kräftig gepatzt hat.

Der Gewinn bei Microsoft brach im vierten Geschäftsquartal fast um 30 Prozent ein, der Umsatz fiel um mehr als 17 Prozent. Große Hoffnungen setzt Microsoft nun auf sein neues Betriebssystem Windows 7, das am 22. Oktober startet. Schätzungsweise 90 Prozent aller Personalcomputer weltweit laufen mit einem Betriebssystem von Microsoft. Die derzeitige Version Windows Vista hatte enttäuscht. Im gesamten Geschäftsjahr 2008/2009 (30.6.) fiel der Umsatz um drei Prozent auf 58,4 Mrd. Dollar. Der Gewinn sackte um fast 18 Prozent auf 14,6 Mrd Dollar ab. In allen großen Microsoft-Bereichen sanken die Umsätze und Ergebnisse im zweiten Quartal. Die Windows-Sparte traf es mit am härtesten: minus 29 Prozent bei den Erlösen und ein Drittel weniger Gewinn. Allerdings verzerrte der anstehende Start von Windows 7 die Zahlen etwas.

Bei den Unternehmenszahlen stand ebenfalls  3M im Vordergrund. Der Konzern übertraf bei Umsatz und Gewinn die Markterwartungen und hob seine Jahresprognose an. Die 3M-Papiere stiegen um 7,4 Prozent. Der Konzern gilt wegen seiner breiten Produktpalette als Indikator für den Zustand der US-Wirtschaft. Die Anteilsscheine von Ebay kletterten um 10,6 Prozent. Das Internet-Auktionshaus musste im zweiten Quartal zwar einen Umsatz- und Gewinnrückgang hinnehmen. Erstmals konnte aber die Anzahl der umgesetzten Waren wider gesteigert werden. Dennoch halte ich den Optimismus für Ebay nicht für gerechtfertigt.

Alles in allem also eher weiter freundliche Zahlen. Mal sehen was Microsoft heute so bewegt…Die asiatischen Börsen sind weiter freundlich und Australies Börsen feiern einen Rekord nach dem anderen. Besonders Rohstoffwerte laufen wieder gut, allen voran Murchison Metals mit einem satten Zuwachs von 22 Prozent. Das dürfte auch meinen beiden Rohstoffwerten RioTinto und Anglo American heute wieder gut tun. Ebenfalls sehr stark präsentierte sich der Sektor Agrarrohstoffe wegen Übernahme und Fusionsgerüchten. Die Technologieaktien könnten heute etwas unter Microsoft leiden, ansonsten sollte es nach den morgens üblichen Gewinnmitnahmen weiter freundlich bleiben.

Der Beginn einer neuen Hausse?

Ich sitze heute Abend mal wieder mit einem breiten Grinsen vor meinen Monitoren und freue mich über eine in fast allen Punkten aufgegangene Strategie. Ich werde jetzt erst einmal feiern gehen, wollte aber vorher noch ein paar Zeilen schreiben…Der Markt ist nach oben ausgebrochen und hat die alten Hochs aus dem Juni mit Leichtigkeit durchstoßen. Faktisch könnte das nun der Beginn eines neuen Aufwärtstrends werden. Denn der seit 2007 geltende Abwärtstrend wurde nach oben verlassen. Somit ist zumindest eine große Wahrscheinlichkeit im Markt das wir gerade von einer Baisse in eine neue Hausse wechseln.

Ob das nun fundamental gerechtfertigt ist, daran darf erst einmal noch bezweifelt werden. Obwohl sowohl die letzten Konjunkturdaten und insbesondere die Unternehmenszahlen zum zweiten Quartal berechtigten Anlass zur Hoffnung geben. Man sollte sich aber nicht zu sehr in Sicherheit wiegen, denn spätestens mit den Zahlen zum dritten Quartal rechne ich persönlich nochmal mit höchst unruhigen Zeiten. Dennoch die Charttechnik spricht derzeit eine deutliche Sprache, und unabhängig von anderen Faktoren sollte man diese Bewegung entsprechend spielen.

Die Musterdepots haben sich mal wieder sehr erfreulich entwickelt. Leider komme ich heute nicht mehr dazu diese zu aktualisieren, aber in den kommenden Tagen werde ich das nachholen. Versprochen! Was wir derzeit im Markt sehen ist ein kleiner Shortsqueeze nachdem die Bären auf dem falschen Fuss erwischt worden sind. An den alten Höchsständen war das Shortinteresse extrem hoch und dieser Überhang wurde nun erst einmal korrigiert. Wie die Woche am morgigen Freitag zu Ende geht ist somit extrem spannend, und wohl auch für die kommende Woche maßgebend. In diesem Sinne erst einmal Prost!!

Wiedeking und Härter sind raus! Porsche kündigt Kapitalerhöhung an

Porsche Chef Wendelin Wiedeking und Finanzvorstand Holger Härter räumen Ihre Schreibtische! Ich hatte es irgendwie befürchtet das Herr Piech sich mit seiner Variante einer Konzernrettung durchsetzen könnte. Damit dürfte eines der spannendsten Kapitel in der Firmengeschichte beendet sein, und vielleicht auch die eigentlich erfolgreichster Äera der Ferdinand Porsche AG. Wiedeking hat eswärend seiner Amtszeit immerhin geschafft der Sportwagenbauer vom einstigen Pleitekandidaten zum erfolgreichsten Autobauer dieser Welt um zu bauen. Das sollte bei allem was jetzt noch an Berichten über seinen Abgang kommt nicht vergessen werden.

Niemand weiß bis heute genau wie die geheimnisvollen VW Optionen nun wirklich aussehen und wie hoch der Porsche Konzern somit tatsächlich verschuldet ist. Einen Tag vor der eigentlichen Aufsichtsratssitzung wurde neben dem Rausschmiss von Wiedeking und Härter ebenfalls eine Kapitalerhöhung um mindestens 5 Milliarden Euro beschlossen. Durch die Kapitalerhöhung sollen die Voraussetzungen zur Bildung eines integrierten Automobilkonzerns aus Porsche und der Volkswagen AG geschaffen werden, teilte Porsche mit Außerdem gab das Kontrollgremium grünes Licht für Kapitalbeteiligung des Emirats Katar.

Heute dürfte somit wohl auch einer der spannendsten Tage für die Porsche Aktionäre werden. Das mit den dreistelligen Kursen dürfte jetzt wohl erst einmal nichts mehr werden. Für sein Ausscheiden erhält Wiedeking 50 Millionen Euro, von denen die Hälfte an eine soziale Stiftung gehe. Härter erhalte 12,5 Millionen Euro.  Ein wenig dünn ist diese Summe dann schon wenn man bedenkt das Wendelin alleine letztes Jahr über 80 Millionen verdient hat und sein Vertrag eigentlich noch bis 2012 läuft. Wie auch immer ich finde es sehr schade das ein echter Top-Manager  wie Wiedeking geht der die Marke Porsche in den vergangenen zwei Jahrzehnten so geprägt hat..

In jedem Fall traurig ist ebenfalls das lustlose Verhalten der beiden Eignerfamilien Porsche und Piech die offensichtlich immer noch keine Ambitionen haben die Rettung des Konzerns aktiv durch Geldeinlagen mit zu tragen. Ein trauriger Tag für Porsche und die Aktionäre, und auch Wolfsburg wird sich wohl nicht lange an diesem vermeindlichen Sieg erfreuen können. Porsche wird als 10te Marke von VW (wenn es denn so kommen sollte) eben nicht mehr Porsche sein…Aber vielleicht sind ja auch diese Presseberichte einfach mal wieder nur eine Ente und alles kommt ganz anders?

Apple, Starbucks und Yahoo

Apples iPhone ist eine wahre Goldgrube für das Unternehmen. Mit einem Quartalsumsatz von 8,34 Mrd. Dollar, einem Plus von 11,7 Prozent zum Vorjahresquartal, und einem Nettogewinn von 1,23 Mrd. Dollar im dritten Geschäftsjahresquartal (verglichen mit 1,07 Mrd. Dollar) übertraf Apple erneut die Erwartungen der Analysten und die eigenen Schätzungen. Die Aktie des Computer- und Smartphone-Unternehmens stieg nachbörslich deutlich an. Dies sollte auch in Europa den Technologiesektor etwas unterstützen. Das iPhone ist und bleibt also die Cash Cow von Apple und bringt das Unternehmen sicher durch die Krise. Ein Muss für jedes Langfristdepot!!!

Starbucks kann wieder in die Gewinnzone zurückkommen. Im dritten Geschäftsquartal erzielte die US-Kaffeehauskette Starbucks 151,5 Millionen Dollar Gewinn, zwölf Monate zuvor mußte noch ein Verlust von 6,7 Millionen Dollar ausgewiesen werden. Der Gewinn je Aktie beträgt 20 Cents, vor Sonderposten 24 Cents. Analysten hatten vor Sonderposten 19 Cents erwartet. Der Umsatz sank von 2,57 auf 2,40 Milliarden Dollar. Im vierten Quartal soll der Gewinn je Aktie 44 bis 45 Cents, vor Sonderposten 74 bis 75 Cents erreichen.

Im abgelaufenen zweiten Quartal musste Yahoo einen Umsatzeinbruch von 13 Prozent auf 1,6 Milliarden Dollar (1,1 Milliarden Euro) verbuchen. Allerdings gelang es dem Unternehmen, seinen Gewinn erstmals wieder klar steigern zu können. Der Überschuss legte im zweiten Quartal um acht Prozent auf 131 Millionen Dollar zu, und lag damit deutlich über den Erwartungen der Analysten. Für das laufende dritte Quartal erwartet der Konzern einen Umsatz zwischen 1,45 und 1,55 Milliarden Dollar. Analysten reagierten enttäuscht auf den Ausblick, sie hatten mehr erwartet.

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