What the F…?

VW übernimmt nun doch Porsche und nicht umgekehrt. Aber wer rettet dann eigentlich VW wenn Porsche sich bei dem Reverse Takover übernommen hat? Diese Frage beschäftigt heute mal wieder intensiv die Medien. Nach den jüngsten Informationen hat Porsche wohl einen noch größeren Schuldenberg angesammelt als befürchtet. Die Rede ist von ca 14 Milliarden Euro. Natürlich wurde diese Summe auch umgehend von einem Porsche Sprecher dementiert! Und das zu Recht, denn ich bin mir langsam relativ sicher das auch bei der Porsche Führung niemand so genau weiß wie viel Schulden, oder eben auch wie wenig Schulden der Konzern tatsächlich hat. So gut der Gedanke mit den VW Optionen damals gewesen sein mag – wenn zum Schluss keiner mehr durchblickt und man zu Spielball der Medien wird ist in jedem Falle was schief gelaufen!

Für Anleger gibt es noch zahlreiche andere Medienberichte zu VW/Porsche zu verarbeiten. So berichtete die „Automobilwoche“, das Emirat Katar dürfe sich nur zu höchstens zehn Prozent an Porsche beteiligen. Das hätten die Familien Porsche und Piech bei ihrer Aufsichtsratssitzung vergangene Woche beschlossen, heißt es in der Branchen- und Wirtschaftszeitung. Den Rest der Kapitalerhöhung über fünf Milliarden Euro, die Porsche so dringend benötigt, brächten die Familien Porsche und Piech und die Vorzugsaktionäre auf. Der frühere Porsche-Chef Wiedeking wollte Katar mit 25 Prozent an Porsche beteiligen, was Porsche-Großaktionär Ferdinand Piech aber abgelehnt hatte. Ein Händler bezeichnete diesen Bericht allerdings als eher unwahrscheinlich, da es vergangene Woche von offizieller Seite hieß, das Emirat bekomme 17 Prozent. Berichte über eine mögliche Kapitalerhöhung bei VW sowie über eine Änderung des Volkswagen-Gesetzes hielt der Börsianer ebenfalls als kaum kursbewegend.

Sollte sich allerdings bewahrheiten das die Schuldenlast von Porsche tatsächlich so hoch ist muss man natürlich auch noch einemal die Frage aufwerfen ob herr Wiedeking wirklich so gut gearbeitet hat wie bislang angenommen, und ob eine Abfindung von 50 Millionen Euro gerechtfertigt ist! Es bleibt also alles weiterhin verwirrend. Dem Kurs der Aktien insbesondere der Porsche Aktie tut dies alles aber mal wieder gar nicht gut. Mit einem satten Minus von zehn Prozent und einer Menge Unsicherheit geht es in die neue Handelswoche. Herr Piech und Konsorten, sowie die unqualifizierten Presseberichte werden es schon noch schaffen den Konzern wirklich kaputt zu machen, und einen dauerhaften Imageschaden zu produzieren. Als ob die Autoindustrie es in der größten Absatzkrise aller Zeiten es nicht schon schwer genug hätte…

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