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Terminator Schwarzenegger rettet Kalifornien

Nach Angaben der „Los Angeles Times“ vom Montagabend haben sich der Gouverneur von Kalifornien, Arnold Schwarzenegger, und führende Parlamentarier nach wochenlangen Beratungen auf Maßnahmen zur Haushaltssanierung in Höhe von 26,3 Mrd. Dollar geeinigt. Dies solle durch tiefgreifende Einschnitte bei den Ausgaben erfolgen, aber ohne Steuererhöhungen. Am Donnerstag sollten die Abgeordneten über das Maßnahmenpaket abstimmen.

„Wir haben mit dieser Einigung über den Haushalt viel erreicht“, sagte Schwarzenegger. Das Tauziehen um die Sparmaßnahmen sei teilweise wie ein „spannender Film“ abgelaufen. Die geplanten Einschnitte vor allem im sozialen Bereich belaufen sich auf rund 15 Mrd. Dollar. Viele Kalifornier – vor allem aber Ältere und Arme – müssten auf Jahre hinaus mit weniger Dienstleistungen auskommen, berichteten US-Medien.

Zehntausende ältere Menschen und Kinder würde aus der Krankenversicherung fallen, schrieb die „Times“. Die Gemeinden würden Mrd. bei Hilfsleistungen einsparen. Bei einer großen Zahl von Strafgefangenen würde die Haftstrafe reduziert, um Unterbringungs- und Bewachungskosten einzusparen. Angestellte des Bundesstaates würde weiterhin gezwungen werden, unbezahlte freie Tage zu nehmen. Ferner sollen neue Ölbohrungen vor der Küste von Santa Barbara Geld in die Kassen spülen.

Anfang Juli hatte Schwarzenegger den finanziellen Notstand ausgerufen, nachdem kein Haushalt zustande gekommen war. Kalifornien, das für sich genommen die achtgrößte Volkswirtschaft der Welt stellt, hat die Wirtschaftskrise besonders hart getroffen. Die Steuereinnahmen brachen im Zuge der Rezession und der steigenden Arbeitslosigkeit zuletzt erheblich ein. Hasta la Vista, Baby…

Vor den entscheidenden Marken…

Die alten Höchststände aus dem Juni dieses Jahres wurden bereits wieder fast erreicht und man muss sich auf Grund der Dynamic dieser letzten Handelswoche wohl die Frage stellen ob es sinnvoll ist sich jetzt wieder auf der Short-Seite zu positionieren. Die vielgepriesene Schulter-Kopf-Schulter Formation die zugegebener Maßen sehr deutlich in den jeweiligen Charts zu erkennen gewesen ist hat sich dann sehr schnell und sehr deutlich wieder in Wohlgefallen aufgelöst und bereits eine Woche später beschäftigen sich die Untergangspropheten wiedermit ganz anderen Theorien.

Die Frage ist nun wohl eher prallte der Markt wieder mal nach unten ab oder geht es dieses Mal weiter rauf. Nachdem die Indizes in den vergangenen Tagen alle charttechnisch wichtigen Marken ohne jede Mühe durchstoßen haben sollte man sich also wohl eher mit wieder höheren Kursen anfreunden. Nicht vergessen sollte man auch das vorangegangene Korrektur den Großteil der Gewinne in einzelnen Aktien nahezu komplett aufgezehrt hatte und demensprechend hier nun wieder weiteres Potenzial besteht. Herr Fibonacci (Leonardo da Pisa) hätte seine wahre Freude an diesen Bewegungen gehabt…

Die heutige Vorgabe wäre also für alle Bullen und Optimisten das der Dow Jones es schafft die 8868 Punkte deutlich zu nehmen sowie im S&P 500 die Marke von 957 Punkte. Gestern wurden auch die letzten Pivotzonen locker überschritten und damit wohl auch der letzte Dauerbär schwer erschüttert. Ich rechne spätestens ab diesen Marken mit massiven Eindeckungskäufen. Bis jetzt sehen die Futures gut aus und auch Asien spielt mit. Es dürfte also ein weiterer grüner Tag werden und damit ein ganz entscheidender für die nächsten Wochen….Vielleicht prallen wir aber auch wieder ab – wer weiß das schon!

CIT Group vorerst gerettet

Der für die US-Wirtschaft bedeutende Finanzierer CIT hat seine drohende Insolvenz einem Zeitungsbericht zufolge in letzter Minute abwenden können. Der Mittelstandsfinanzierer habe mit wichtigen Gläubigern eine frische Finanzierung von drei Milliarden US-Dollar (2,1 Mrd Euro) ausgehandelt, berichtete das „Wall Street Journal“ am Sonntagabend (Ortszeit) im Internet.

Das Unternehmen solle nun ohne Insolvenzverfahren saniert werden, hieß es. CIT werde den Durchbruch in den zuletzt praktisch rund um die Uhr geführten Verhandlungen an diesem Montag bekanntgeben. CIT versorgt rund eine Million US-Unternehmen mit Krediten. Das Unternehmen hat Milliardenschulden und braucht dringend neues Geld, um seinen Firmenkunden die vereinbarten Kredite gewähren zu können.

Die US-Regierung verweigerte zuletzt neue Hilfen. CIT hatte schon 2,3 Milliarden Dollar aus dem staatlichen Banken-Rettungsprogramms bekommen. Die Krise des Finanzierers ist ein weiterer Härtetest für die US-Konjunktur und eine zusätzliche Belastungsprobe für die Wirtschaftspolitik von Präsident Barack Obama.

Die Aktien von CIT dankten die mögliche Rettung mit einem vorbörslichen Kurssprung von zeitweise mehr als 100 Prozent. CIT habe mit wichtigen Gläubigern eine frische Finanzierung von drei Milliarden US-Dollar (2,1 Mrd. Euro) ausgehandelt, hieß es aus den Kreisen. Ähnliches hatte das „Wall Street Journal“ bereits am Sonntagabend berichtet. „Allerdings ist dies nur der Anfang. Insgesamt muss CIT in den kommenden Monaten rund elf Milliarden Dollar auftreiben“, wandte ein Börsianer ein.

Rufmord und Steuerflucht!

Geht er oder geht er nicht – das ist hier die Frage…Die internationale Fachpresse diskutiert derzeit heftig und extrem kontrovers die möglichen Szenarien die das Ende des VW-Porsche-Streits einläuten könnten. Am Wochenende war überall zu lesen das Porsche Chef Wendelin Wiedeking nun  seinen Hut nehmen muss und die Porsche AG vollständige von Volkswagen übernommen werden wird. Am Donnerstag auf der ausser ordentlich einberufenen Aufsichtsratssitzung soll es dann soweit sein, und das ultimative Ergebnis der Verhandlungen mit Katar sowie der deutschen Politik und anderen Wirtschaftsgrößen bekannt gegeben werden.

Eine neue, aber nicht uninteressante Variante kam heute morgen auf…der Fiskus könnte eine Übernahme des Stuttgarter Autobauers durch VW noch verhindern, denn die mit den Kauf der Porsche AG verbundenen Forderungen des Finanzamtes von ca 3 Milliarden Euro an die Wolfsburger sind kein Pappenstiel. VW versucht dies nun zu umgehen indem man mehrere neue Gesellschaften gründet…Wie auch immer das dann aussehen könnte. Die Tatsache das in einer Phase der allgemeinen Steuerflucht und Mindereinnahmen sowie exorbitanten Staatsdefiziten solche Varianten öffentlich diskutiert werden ist mal wieder sehr bedenklich. Gratulation Herr Wulff – das hilft uns allen wirklich weiter!

Wendelin Wiedeking hingegen bereitet laut den Medien seinen Abgang vor und interessiert sich nur noch für die Höhe seiner Abfindung die im dreistelligen Millionenebereich liegen sollte. Es gibt durchaus skeptische Stimmen was auch diesen Punkt angeht. Warum sollteHerr Wiedeking sein Lebenswerk aufgeben um „lumpige“ 100 Millionen Abfindung zu kassieren wenn er doch jetzt schon jährlich 80 Millionen Euro Gage bekommt, und nach einer geglückten VW Übernahme wohl eher noch etwas mehr. Hier geht es aber auch schon lange nicht mehr um Geld sondern wohl eher nur noch um Macht. Die Demonstration von Herrn Piechs Macht haben wir nun gesehen, und man darf gespannt sein auf Wiedekings Antwort.

Die Belegschaft will auf die Barrikaden gehen um einen Abgang des erfolgreichsten Managers Europas zu verhindern. Verständlich, nicht nur das er den Porsche Konzern damals aus einer drohenden Pleite geführt hatte sondern er hat ihn zum erfolgreichten Autobauer weltweit umgebaut. Dies geschah nicht ohne Bauernopfer, aber die verbleibenden Mitarbeiter und Zulieferbetriebe erfreuen sich seitdem bester finanzieller Gesundheit. Und so kann sich Wiedeking sicher sein das er die Unterstützung des“Volkes“ hat. Die ist ein Faktor der nicht unterschätzt werden sollte. Einen freiwilligen Abgang des Porsche Chefs ist wohl nicht denkbar – man muss ihn wohl schon raustragen. Und soweit ist es noch nicht!

Ich finde es traurig das die Rufmordkampagne an Wendelin Wiedeking – von wem auch immer iniziiert – , offenbar erste Erfolge zeigt und das mit solchen Mitteln gearbeitet wird. Wie auch immer dann das Endergebnis aussehen wird. Der Imageverlust der beiden Konzerne dürfte nicht unerheblich sein und man sollte sich als Anleger nicht wundern wenn in den kommenden Jahren ein Großteil des Gewinns wieder für Werbung und Imagekampagnen ausgegeben werden muss. Unqualifizierte Sprüche von Joachim Poß immerhin SPD-Vizefraktionschef wie „Der Mann hat objektiv versagt und Milliarden in Sand gesetzt“ sind genau so kontraproduktiv wie das Verhalten von Herrn Wulff und dürften auch in der politischen Landschaft Deutschlands ihre Spuren hinterlassen – Hoffentlich!!!

Wiedeking bleibt trotz Piëchs Mobbing Versuchen

Das seit Monaten andauernde zähe Ringen um die Zukunft der Autohersteller Volkswagen  und Porsche ist nach einem Pressebericht so gut wie entschieden. Die Porsche-Eigner hätten sich grundsätzlich auf ein Modell für einen integrierten Konzern geeinigt, schreibt die „Financial Times Deutschland“ ohne Nennung von Quellen. Demnach soll VW rund 49 Prozent am Sportwagen-Bauer erhalten. Ein formaler Beschluss fehle aber noch, schränkte die Zeitung ein.

Würde die Einigung festgezurrt, hätte sich VW-Aufsichtsratschef und Porsche-Mitbesitzer Ferdinand Piëch durchgesetzt. Porsche-Vorstandschef Wendelin Wiedeking wäre dagegen endgültig mit seinem Versuch gescheitert, die Macht bei VW zu übernehmen. Laut der „FTD“ bereitet sich der Manager deshalb auf seinen Rückzug vor. Dazu habe er bereits einen renommierten Arbeitsrechtler verpflichtet, hieß es. Ein Porsche-Sprecher dementierte gegenüber der Zeitung die Verpflichtung. Zur Verständigung der Eignerfamilien sagte er: „Uns ist nicht bekannt, dass es eine grundsätzliche Einigung gibt.“

Gestern beschimpften sich Porsches Betriebsratschef Uwe Hück und Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff (CDU) mit harten Worten. Ein Porsche-Sprecher wies Meldungen um einen Rücktritt von Porsche-Chef Wendelin Wiedeking umgehend als „Mobbing“ und „Medienkrieg“ zurück. Ein Vertrauter von Wiedeking-Kontrahent und VW-Chefaufseher Ferdinand Piëch sieht eine andere Reihenfolge: „Piëch sieht erst zu, dass er gewinnt, dann organisiert er die Siegesfeier.“

Bereits am Mittwoch hatte die „WirtschaftsWoche“ vermeldet, dass Wiedeking das Unternehmen verlasse. Ein Sprecher hatte dies mit den Worten dementiert „Das ist falsch und das ist Mobbing.“ Auch Porsche-Betriebsratschef Uwe Hück hatte die Spekulationen zurückgewiesen. Im Laufe des Donnerstags will Hück die Porsche-Mitarbeiter über den Stand der Verhandlungen mit VW berichten. Heute bekräftigte Hück noch einmal das bestehende Vertragsverhältnis mit Wiedeking bis 2012.

Spätestens seit der (Falsch-)Meldung über den Rücktritt von Porsche-Chef Wendelin Wiedeking ist klar: Im Übernahmekampf um den Sportwagenbauer ist den Protagonisten jedes Mittel recht. Auch wenn über die Quelle nichts verlautete: Es ist anzunehmen, dass sie eher dem Lager des großen Wiedeking-Gegenspielers Ferdinand Piëch zuzuordnen ist. Wer immer sich auch dahinter verbirgt: Dem Unternehmen Porsche ist mit den Querelen nicht geholfen. Der einst exzellente Ruf leidet schon seit Monaten wegen der gescheiterten VW-Übernahme. Nun zerstören die Lagerkämpfe das Vertrauen in die Führung endgültig.

Die Frage ist, wie lange sich der potenzielle Investor Katar das noch mit ansieht. Sieben Milliarden Euro sind viel Geld für einen Hühnerhaufen. Springt das Emirat ab, bliebe nur noch das VW-Angebot, und Piëch hätte seinen Willen. Auf die Auszeichnung für den ehrenwertesten Unternehmer könnte er dann wohl gut verzichten….Selten wurde wohlin den Mdien soviel spekuliert wie im Falle Porsche/VW oder Piech/Wiedeking. Was am Ende wahr ist und auf fundierten Recherchen beruht dürfte nicht allzu viel sein. Aber es liest sich halt gut und verkauft Auflage. Und das ist es doch was die Zeitungen derzeit am nötigsten haben!

CIT Group vom Handel ausgesetzt

Wie schon vor zwei Tagen geschrieben sollte man hier nur mit Geld investiert sein das man abschreiben kann….
Washington. Das US-Finanzministerium sucht nach Worten des Kongressabgeordneten Barney Frank derzeit nach einer Lösung für den angeschlagenen Mittelstandsfinanzierer CIT. Aus Kreisen verlautete, dass die Regierung CIT durch einen staatlichen Überbrückungskredit vor dem Kollaps bewahren wolle. Man hat wohl aus der Lehman Brothers Pleite gelernt und ich rechne immer noch mit einem positiven Ausgang…

Das Ministerium wolle einen verantwortungsvollen Weg finden, um dem New Yorker Finanzierer staatliche Unterstützung zukommen zu lassen, sagte der Demokrat am Mittwoch. „Ich habe mich mit Finanzminister Geithner unterhalten. Aus dem Gespräch habe ich entnommen, dass man hart an einer Lösung arbeitet, um einen Zusammenbruch zu verhindern“, sagte der Vorsitzende des Komitees für Finanzdienstleistungen der Nachrichtenagentur Reuters. Sollte CIT pleite gehen, würde das der gesamten Wirtschaft großen Schaden hinzufügen.

Zusatz heute:

Man hat wohl doch nichts aus der Lehman Pleite gelernt…heute kommen die Meldungen über den Ticker das die Regierung wohl doch keine weiteren Mittel für die CIT Group bereitstellen will. Die Gespräche mit der Regierung zu weiteren Hilfen seien beendet worden, teilte das Unternehmen am Mittwochabend in New York mit. Die Lage des für die US-Wirtschaft sehr wichtigen Finanzierers spitzt sich damit dramatisch zu. Das gut 100 Jahre alte Institut braucht dringend neues Geld zur Refinanzierung. CIT versorgt rund eine Million Firmen mit Krediten, meist kleine und mittelständische Unternehmen. Ein Aus für CIT wäre der grösste Zusammenbruch einer US-Geschäftsbank seit dem Konkurs der Sparkasse Washington Mutual 2008….Ich bin einigermaßen beunruhigt!

War das klug? – Herr Wulff

Die Porsche Aktie befindet sich heute auf dem Rückzug. Nachdem sie in den vergangenen Handelstagen von 42,- Euro auf 50,- Euro gestiegen ist hat sie sich wohl auch eine kleine Verschnaufpause verdient. Dennoch werde ich das komische Gefühl nicht los das hier etwas nicht stimmt. Nachdem noch gestern zu lesen war das neben dem Angebot aus Katar auch die Volkswagen AG ihr Angebot für den Stuttgarter Sportwagenbauer nachgebessert hat konnte man heute in der Fachpresse schon wieder anderes lesen. Angeblich ist nun nur noch Katar im Rennen, und über die Einzelheiten des Angebotes aus dem Scheichtum möchte man seitens Porsche auf der Aufsichtsratssitzung am 23,07 abstimmen.

Viel mehr hört es sich so an als ob VW das Angebot eventuell zurückgezogen hätte, oder vielleicht hat es ein solches sogar nie gegeben. Die Eigentümer-Familien lassen die Öffentlichkeit weiter im Unklaren darüber was hier hinter den Kulissen wirklich abgeht. Klar dürfte wohl nur sein das es sich hier um einen Machtkampf handelt der sowohl doe Zukunft von Porsche als auch die von Volkswagen maßgeblich beeinflussen wird. Klar dürfte auch sein das die neuen Unsicherheiten und die Abhängigkeit eines Konzerns mit tausenden von Mitarbeitern nun vom Wohlwollen er Araber abhängt, und da stellt sich dann die Frage ob das für die Zukunft eine tragfähige Lösung sein kann.

Auf der anderen Seite halte ich das Benehmen von Herrn Wulff, der sich gerade mächtig ins Zeug legt um den Kredit der Araber zu torpedieren ebenfalls für sehr fragwürdig. Die Frage die sich aufdrängt ist ob die Politik durch Eigeninteresse ein an sich profitables deutsches Unternehmen so in Bedrängnis bringen darf. Anfangs durch Verweigerung von staatlicher Unterstützung und dann durch den Versuch die Unterstützung aus dem Ausland zu boykottieren. Und das alles nur wegen eines uralten und der aktuellen Zeit nicht mehr angemessenen VW Gesetzes. Ich halte dieses Verhalten für im höchsten Maße verwerflich…und in jedem Falle geschäftsschädigend. Mal schaun ob Herr Wulff zum Schluss noch über die „Porsche-Affäre“ stolpert…

Sicherlich wäre eine „innerdeutsche“ Lösung langfristig das erfolgreicher Konzept gewesen. Und auch wenn nun der Deal mit Katar zustande kommen sollte, wovon ich noch nicht überzeugt bin, dann werden die Querälen der beiden Familien dadurch wohl nicht weniger. Ganz im Gegenteil steht zu befürchten das nun eine dritte Partei ins Spiel kommt die sich der aktuellen Situation sehr wohl bewusst ist und dies zu ihrem Vorteil nutzen wird. Vielleicht wird bei Porsche bald ein Scheich am Ruder sitzen? Und dann dürften sich im Nachhinein alle die Frage stellen „War das Verhalten aller Beteiligten wirklich klug?“

Und während ich das hier so schreibe fällt die Aktie munter um die gesamten Tagesgewinne der letzten beiden Handelstage. Mein Abstauberlimit hat gegriffen auch wenn ich nicht wirklich davon überzeugt bin das dies schon der beste Kurs gewesen ist. Man munkelt es gäbe bald eine Kapitalerhöhung bei Porsche…Wir werden sehen. In jedem Fall bleibt es extrem spannend was letztendlich dabei rauskommt…und es macht trotz allen Verwirrungen Spaß dabei zu sein!

Intel rockt, CIT schockt!

Dien US Berichtssaison läuft auf vollen Touren. Nach den hervorragenden Zahlen von Goldman Sachs deren Auswirkungen bereits Vorgestern vorweggenommen worden sind konnten sich die US Börsen weiter in Positiven Bereich etablieren. Wichtige Marken im Dow Jones mit 8350 Punkten sowie die 900 Punkte Marke im S&P 500 sind zurückerpbert worden. Der Nasdaq steht ebenfalls knapp unter der 1800er Marke und diese dürfte nach den guten Intel Zahlen heute wohl ebenfalls wieder überwunden werden. Der US-Konzern Intel behauptet sich in der Wirtschaftskrise besser als erwartet und übertrifft im zweiten Quartal die Markterwartungen deutlich.

Letztendlich verdiente Intel nach Abzug von Sonderfaktoren wieder 18 Cent je Aktie und damit mehr als doppelt soviel wie von Analysten angenommen. Besonders Intels Ausblick wurde am Markt positiv aufgenommen. Im dritten Quartal erwartet der Chip-Riese einen Umsatz von 8,1 bis 8,9 Mrd. $. Analysten hatten nur mit 7,8 Mrd. $ gerechnet. Analysten zeigten sich vor allem über Intels Prognose erfreut, im dritten Quartal eine Bruttomarge von rund 53 Prozent anzuvisieren nach 51 Prozent im zweiten Quartal. Diese Vorhersage mache der gesamten Technologiebranche Mut. Sollten nun von den anderen beiden großen, „Big Blue“ IBM und Microsoft ebenfalls gute Zahlen folgen sieht es für den Technologiesektor wieder deutlich besser aus.

Große Sorgen hingegen bereiten derzeit die jüngsten Nachrichten um die CIT Group. Nachdem zuletzt in den USA nur Minibanken Pleite gingen, steht nun mit der Mittelstandsbank CIT ein 75-Milliarden-Koloss vor dem Aus. CIT hatte daher bereits im vergangenen Dezember Regierungshilfen in Höhe von 2,3 Milliarden Dollar aus dem Rettungsprogramm für die Finanzbranche (TARP) erhalten und benötigt nun weitere Mittel um zu überleben. Vertreter der US-Regierung sind beunruhigt, welche unvorhersehbaren Folgen ein Zusammenbruch der CIT haben könnte.

Es wäre die größte Pleite einer Geschäftsbank in den USA seit dem Zusammenbruch von Washington Mutual im vergangenen Jahr. CIT hatte zuletzt eine Bilanzsumme von 75 Milliarden Dollar. Ein Aus für das Finanzunternehmen hätte weitreichende Folgen für Millionen von kleinen und mittelständischen Unternehmen und somit bin ich mir relativ sicher das die US Regierung den Mittelstandsfinanzierer nicht fallen lassen wird. Darauf wurde auch in den vergangenen beiden Handelstagen kräftig spekuliert. Ich bin mit einer kleinen spekulativen Position zu 1,22 Dollar dabei, mir aber sehr wohl darüber bewusst das der Einsatz auch weg sein kann! Ansonsten gibt es aber noch weitere „heiße Kandidaten“die sich in den vergangenen Tagen wieder in mein Depot verirrt haben.

Q-Cells Chef Milner verspielt das letzte Vertrauen

Einmal kann man vielleicht als Anleger verzeihen und als Unwissenheit oder Unerfahrenheit eines Firmenlenkers entschuldigen, beim zweiten Mal aber ist Schluss. Die Rede ist von Q-Cells Firmenchef Anton Milner, der heute bereits zum zweiten Mal seine Anlegerschar aufs Glatteis geführt hat. Noch vor zwei Tagen verkündete er fröhlich das im nächsten Quartal sie Solarwelt wieder rosig aussehen werde und vergaß wohl über seine Euphorie hinaus zu erwähnen das die Zahlen bei Q-Cells für das abgelaufene zweite Quartal alles andere als gut aussehen. Um ehrlich zu sein sind diese schlichtweg eine Katastrophe!

Denn das Unternehmen hat im zweiten Quartal nur noch einem Umsatz von rund 142 Millionen Euro erzielt. Im Vorquartal lag er noch bei 225 Millionen Euro. Das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) lag bei minus 62 Millionen Euro nach zuvor plus 15 Millionen Euro. Eine Prognose für das Gesamtjahr will das TecDax-Mitglied nicht mehr abgeben. Bereits im vergangenen Jahr hatte Herr Milner kurz vor der Veröffentlichung einer Gewinnwarnung sein Unternehmen in den höchsten Tönen gelobt und eine rosige Zukunft versprochen. Entweder glaubt der Q-Cells Chef daran das dies die richtige Informationspolitik ist, oder man muss ihm schlichtweg Unvermögen attestieren. Vielleicht hat der Mann aber auch überhaupt keinen Durchblick im eigenen Unternehmen…was um so bedenklicher wäre!

Ich möchte ja nicht unken, aber so hat es bei Conergy auch angefangen und in erster Linie hat das unfähige Management dazu beigetragen das Conergy heute da steht wo sie steht…Vielleicht sollte man Herrn Milner mal erzählen das Anlegervertrauen für den Aktienkurs eine wichtige Rolle spielt? Da können die Produkte eines Unternehmens noch so gut sein, wenn die Informationspolitik nicht stimmt wird der Kurs nicht steigen. Letztendlich verunsichert man mit solch einem Verhalten nicht nur die gesamte Branche – was man heute an den Kursen aller deutschen Solarwerte zur Eröffnung mal wieder schön sehen kann – sondern bringt einen für die Zukunft dieses Landes wahrscheinlich nicht ganz unerheblichen Berufszweig in Gefahr.

Der Aktie kann jetzt wohl nur noch eines helfen…und das wäre der Abgang Milners…

Die Rezession ist vorbei – und keiner merkt es!

Am Wochenende konnte man folgende Meldung lesen die zumindest theoretische gesehen mal wieder etwas Freude an der Börse verbreiten sollte. ..Die Rezession ist nach ersten Berechnungen aus dem Bundeswirtschaftsministerium beendet. Laut interner Schnellschätzung (das ist ansich schon ein geiler Begriff für die Wichtigkeit des Themas) schrumpfte die deutsche Wirtschaft im zweiten Quartal 2009 nicht weiter, wie das Magazin „Der Spiegel“ berichtet. Wichtige Kennziffern legten demnach sogar unerwartet zu. Den neuen Berechnungen liegen Daten von April und Mai zugrunde, für Juni behelfen sich die Konjunkturexperten von Minister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) mit Annahmen. Eine Ministeriumssprecherin wollte den Bericht am Samstag in Berlin nicht kommentieren.

Im Ministerium rechnet man noch mit Unwägbarkeiten. So kann der erwartete Anstieg der Arbeitslosigkeit gegen Ende des Jahres zum Einbruch des Konsums führen. Guttenberg hatte am Donnerstag von dem „einen oder anderen positiv stimmenden Indikator“ gesprochen und zugleich vor Euphorie gewarnt. Die offiziellen Wachstumszahlen des zweiten Quartals wird das Statistische Bundesamt im August veröffentlichen. Die Entwicklung könnte laut „Spiegel“ dazu führen, dass die Bundesregierung ihre Konjunkturprognose für 2009 – minus sechs Prozent – nach oben korrigiert. Der Auftragseingang der Industrie nahm im Mai gegenüber Vormonat um 4,4 Prozent zu, die Industrieproduktion sogar um 5,1 Prozent. Mit einer kräftigen Erholung rechne das Ministerium aber nicht. Vielmehr werde das Wachstum nur langsam Tritt fassen und sich dann beschleunigen.

Die Wirtschaftsleistung werde bald wieder das Niveau des vergangenen Jahres erreichen, schrieb Wirtschaftsstaatssekretär Walther Otremba in der „WirtschaftsWoche“. Die Krise habe die Wirtschaftsordnung nicht beschädigt, die Marktwirtschaft sei intakt. Otremba warnte davor, eine Insolvenz gefährdeter Betriebe generell zu verhindern. Dies koste mindestens so viele Arbeitsplätze andernorts. Die Umsätze in der deutschen Industrie stiegen im Mai so stark wie noch nie seit der Wiedervereinigung. Die Industrieumsätze kletterten gegenüber dem Vormonat um 4,6 Prozent. Der starke Anstieg basierte auf einem sehr niedrigen Niveau, denn die Industrieumsätze lagen arbeitstäglich- und preisbereinigt noch immer um deutliche 19,0 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Im April hatte das Minus im Jahresvergleich bei 23,3 Prozent gelegen, im Monatsvergleich bei 2,0 Prozent.

Tatsächlich gehe ich auch davon aus das nicht alles so schlimm kommt wie die meisten dies wohl befürchten und die wichtigen Indikatoren noch in diesem Jahr eine neue Richtung einschlagen werden. In einzelnen Branchen wird uns die Rezession noch etwas länger beschäftigen. Aber im Großen und Ganzen glaube ich an eine Stabilisierung der Weltwirtschaft. Der Markt wird es richten, und die wirklichen Folgen für den einzelnen in Form einer dramatischen Infaltionsrate werden erst in zwei bis fünf Jahren auf uns zukommen. Bis dahin sollte man sich eine vernünftige Anti-Inflations-Srategieüberlegt haben…

Alles ausser nicht langweilig…

Nachdem der Aluminiumhersteller Alcoa den Zahlenreigen der neuen Berichtssaison am vergangenen Mittwoch eröffnet hatte, geht es nun Schlag auf Schlag. Befürchtungen, dass die meisten Unternehmen im zweiten Quartal schlechter als erwartet abgeschnitten haben, verunsicherten die Börsianer in den vergangenen Tagen sehr stark und führten an den internationalen Aktienmärkten zu erheblichen Kursrückschlägen. Zusammen mit sich eintrübenden Nachrichten von der Konjunkturfront sind damit die bislang verteilten Vorschusslorbeeren zwar noch nicht völlig aufgebraucht, aber wieder ziemlich aufgezehrt worden.

Während der Dow Jones sein Jahrestief derzeit noch um 25,9 Prozent übertrifft, notieren Indizes wie der DAX und der DJ EURO STOXX 50 sogar um 27,5 bzw. 29,2 Prozent über ihren im März markierten Tiefstständen des Jahres 2009.Vom Tenor der anstehenden Berichtssaison könnte es abhängen, ob die internationalen Aktienmärkte in Richtung neuer Tiefs fallen oder den Versuch eines nachhaltigen Turnarounds starten.

Bekannte Blue Chips wie ConocoPhillips und Philips Electronics werden am Montag vorlegen, einen Tag später folgen dann global Player wie Altera, British Airways, Goldman Sachs, Intel sowie Johnson & Johnson. Zur Wochenmitte folgen dann Abbott, AMR, ASML Holding, London Stock Exchange und Südzucker, bevor am Donnerstag Accor, Biogen-Idec, Carrefour, Electrolux, Google, IBM, JPMorgan Chase, Nokia, Novartis, Rio Tinto und Sony Ericsson das Wochenende einläuten. Am letzten Handelstag der Börsenwoche müssen sich dann noch Firmen wie z.B. Atlas Copco, Bank of America, Citigroup, Colgate Palmolive, Dell, General Electric und Mattel behaupten.

Daneben stehen aber auch zahlreiche Konjunkturdaten zur Veröffentlichung an. Besonders wichtig erscheinen uns in diesem Zusammenhang der für Dienstag angekündigte Produzentenpreisindex und die Einzelhandelsumsätze für den Monat Juni. Einen Tag später folgt dann noch die Veröffentlichung des Konsumentenpreisindex und der Industrieproduktion. Als weiteres Highlight gibt es am Freitag die Wohnungsbaubeginne im Juni. Sollten sowohl die Quartalsberichte als auch die aktuellen Konjunkturdaten in der Summe besser als erwartet ausfallen, kann für die Aktienmärkte erst einmal Entwarnung gegeben werden. Eines dürfte relativ sicher sein: Langeweile dürfte angesichts der zahlreichen Termine kaum aufkommen.

 

Analystenerwartungen zur US Berichtssaison Teil3

Der Pharma- und Medizintechnikkonzern Johnson & Johnson (J&J) steuert stabil durch die Krise: Analysten rechnen für das zweite Quartal mit einem Gewinn von 1,11 $ je Aktie – nach 1,13 im Vorjahreszeitraum. J&J präsentiert die Zahlen am 14. Juli.

Konkurrent Merck könnte das Quartal wie bereits im Vorjahr mit einem Gewinn von 78 Cent abschließen. Im Vergleich zum ersten Quartal wäre das allerdings ein Minus von 5 Cent. Merck legt am 24. Juli Zahlen vor.

Der einzige US-Autobauer, der ohne Staatshilfe auskommt – noch. Im Juni gingen die Absatzzahlen bei Ford um 33 Prozent zurück, Experten rechnen mit einem Quartalsverlust von 718 Mio. $. Immerhin: 2008 beliefen sich die Verluste noch auf schwindelerregende 8,7 Mrd. $. Für das zweite Quartal erwarten Experten ein Minus von 58 Cent je Ford-Aktie. Im Vorjahresquartal büßte der Konzern noch rund das Doppelte ein. Ford dürfte Ende Juli berichten.

Konkurrent General Motors (GM), der mittlerweile der US-Regierung gehört, könnte das Vierteljahr mit einem Verlust von 9,70 $ pro Papier abschließen. Im Vorjahreszeitraum waren es 11,05 $. Am 4. August ist Hauptversammlung.

Das Papier des S&P-500-Schwergewichts Procter & Gamble (P&G) könnte das vierte Quartal mit einem Gewinn von 80 Cent beenden. Vor Jahresfrist hatte der Konsumgüterkonzern nur rund 3 Cent mehr verdient. P&G informiert voraussichtlich am 30. Juli.

Der größte US-Einzelhändler Wal Mart könnte die Aktionäre mit einem Gewinn von 86 Cent je Aktie beglücken. Das wären 9 Cent mehr als im Vorjahreszeitraum. Das zweite Quartal bei Wal Mart endet zum 31. Juli, die Zahlen gibt es am 13. August

Verglichen mit dem Vorjahreszeitraum könnte Amazon 4 Cent mehr pro Anteilsschein verdient haben. Analysten erwarten einen Gewinn von 49 Cent – das wären 11 Cent weniger als im ersten Quartal. Der Versandhändler legt am 23. Juli Termine vor.

Auch McDonald’s könnte zulegen: Experten gehen von einem Gewinn je Aktie von 97 Cent aus, vor Jahresfrist waren es 86. Der Bulettenbrater profitiert von der Wirtschaftskrise, da Kunden vermehrt Restaurants meiden zu Gunsten von Fast-Food-Ketten. McDonald’s berichtet Ende Juli.

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