Alles ausser nicht langweilig…

Nachdem der Aluminiumhersteller Alcoa den Zahlenreigen der neuen Berichtssaison am vergangenen Mittwoch eröffnet hatte, geht es nun Schlag auf Schlag. Befürchtungen, dass die meisten Unternehmen im zweiten Quartal schlechter als erwartet abgeschnitten haben, verunsicherten die Börsianer in den vergangenen Tagen sehr stark und führten an den internationalen Aktienmärkten zu erheblichen Kursrückschlägen. Zusammen mit sich eintrübenden Nachrichten von der Konjunkturfront sind damit die bislang verteilten Vorschusslorbeeren zwar noch nicht völlig aufgebraucht, aber wieder ziemlich aufgezehrt worden.

Während der Dow Jones sein Jahrestief derzeit noch um 25,9 Prozent übertrifft, notieren Indizes wie der DAX und der DJ EURO STOXX 50 sogar um 27,5 bzw. 29,2 Prozent über ihren im März markierten Tiefstständen des Jahres 2009.Vom Tenor der anstehenden Berichtssaison könnte es abhängen, ob die internationalen Aktienmärkte in Richtung neuer Tiefs fallen oder den Versuch eines nachhaltigen Turnarounds starten.

Bekannte Blue Chips wie ConocoPhillips und Philips Electronics werden am Montag vorlegen, einen Tag später folgen dann global Player wie Altera, British Airways, Goldman Sachs, Intel sowie Johnson & Johnson. Zur Wochenmitte folgen dann Abbott, AMR, ASML Holding, London Stock Exchange und Südzucker, bevor am Donnerstag Accor, Biogen-Idec, Carrefour, Electrolux, Google, IBM, JPMorgan Chase, Nokia, Novartis, Rio Tinto und Sony Ericsson das Wochenende einläuten. Am letzten Handelstag der Börsenwoche müssen sich dann noch Firmen wie z.B. Atlas Copco, Bank of America, Citigroup, Colgate Palmolive, Dell, General Electric und Mattel behaupten.

Daneben stehen aber auch zahlreiche Konjunkturdaten zur Veröffentlichung an. Besonders wichtig erscheinen uns in diesem Zusammenhang der für Dienstag angekündigte Produzentenpreisindex und die Einzelhandelsumsätze für den Monat Juni. Einen Tag später folgt dann noch die Veröffentlichung des Konsumentenpreisindex und der Industrieproduktion. Als weiteres Highlight gibt es am Freitag die Wohnungsbaubeginne im Juni. Sollten sowohl die Quartalsberichte als auch die aktuellen Konjunkturdaten in der Summe besser als erwartet ausfallen, kann für die Aktienmärkte erst einmal Entwarnung gegeben werden. Eines dürfte relativ sicher sein: Langeweile dürfte angesichts der zahlreichen Termine kaum aufkommen.

 

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