Author Archives: Lars

Neue Impulse gesucht…

Die Umsätze an den Börsen sind immer noch verhältnismäßig gering, sowohl die Käufer als auch die Verkäufer sind also in Wartestellung auf das was vielleicht in der kommenden Woche passieren wird. Wie bereits geschrieben befinden sich die internationalen Indizes nun an wichtigen charttechnischen Marken die es zu überwinden gilt. Durch die allgemein abwartende Handlungsweise der meisten Anleger kann aber noch überhaupt nicht eingeschätzt werden wie sich die Märkte nun weiter verhalten werden. Die bald wieder fehlenden Impulse von der US Berichtssaison, die sich nun wiedermal Ihrem Ende zuneigt, dürften also nur noch wenig kurstreibende Wirkung in den nächsten Wochen haben.

Dennoch, auf Wochensicht ergab sich damit beim Dow ein Plus von 2,5, beim S&P von 2,3 und bei der Nasdaq von 2,6 Prozent.Nicht so übel für schwache Umsätze! Nun sind wieder gute Konjunkturdaten gefragt um an diese kleine Zwischenrallye anzuschließen. Am Montag legt die US-Regierung vor Börseneröffnung Zahlen zum Einzelhandelsumsatz im Oktober vor. Analysten rechnen mit einem Anstieg von 0,9 Prozent. Wir sind uns nicht so sicher ob diese Erwartungen realistisch sind. Auskünfte über die Entwicklung der Inflation werden vom PPI-Bericht am Mittwoch erwartet. Am selben Tag gibt es die US-Zahlen zum Bau neuer Häuser im Oktober. Experten rechnen gegenüber dem Vormonat mit einem Anstieg um 10.000 Häuser.

Auf eine neue spannende Börsenwoche!

Yingli Green Energy beflügelt chinesische Solarwerte

Chinas zweitgrößter Solarkonzern Yingli Green Energy Holding Co kann im vergangenen dritten Quartal 2009 einen kräftigen Gewinnanstieg melden, nachdem das Unternehmen 80 Prozent mehr Solarmodule als im Vorquartal ausliefern konnte. Mit den vorgelegten Zahlen übertraf Yingli Green die Markterwartungen der Analysten, die im Vorfeld mit Einnahmen von 331 Mio. Dollar sowie mit einem Nettogewinn von 16 US-Cent je Aktie kalkuliert hatten.

Für das vergangene dritte Quartal 2009 meldet Yingli Green einen Nettoumsatz von umgerechnet 326,0 Mio. US-Dollar, ein Zuwachs von 48,5 Prozent gegenüber dem Vorquartal und ein leichtes Plus gegenüber dem Vorjahr. Dabei fuhr Yingli Green einen Gewinn von 17,7 Mio. Dollar oder 12 US-Cent je ADS-Aktie ein, während sich der Nettogewinn ausgenommen etwaiger Sonderbelastungen auf 184,2 Mio. RMB bzw. auf 27,0 Mio. Dollar oder 18 US-Cent je Aktie summierte.

Die Aktien von Suntech, LDK Solar und Trina Solar konnten von diesen Zahlen ebenfalls profitieren und legten im Freitagshandel kräftig zu. Ob diese Nachricht sich auch positiv auf den deutschen Solarmarkt in der kommenden Handelswoche auswirken kann bleibt abzuwarten. Inzwischen sind immer mehr positive Signale aus der Branche erkennbar und das vierte Quartal des Jahres könnte die Trendwende bei den Solarmodulherstellern einleiten. Wie bereits berichtet erwarten auch die hiesigen Solarfirmen ein baldiges Anziehen der Nachfrage.

Die Jahresendrallye ist immer noch möglich! Achten Sie auf den Dollar!

Auch wen das anscheinend niemand so richtig glauben mag so ist eine Jahresendrallye an den Aktienmärkten durchaus noch im Bereich des Möglichen. Die letzten Handelstage haben deutlich gezeigt das die Bullen noch lange nicht am Ende sind und die überschüssige Liquidität durchaus in der Lage ist einen heftigen Rücksetzer, wie in der Woche davor, wieder abzufangen. Die kommende Woche könnte nun extrem spannend werden.Der S&P 500 hat sich gestern wieder deutlich in Richtung der alten Höchstmarken bewegt. Mit 1.093,48 Punkten sehen wir hier eine durchaus komfortable Ausgangslage um die 1.100 Punkte Marke in Angriff zu nehmen. Sollte es den Indizes gelingen diese Marken zu überwinden stehen wir vor einer weiteren starken Woche an den Aktienmärkten!

Das vorangegangene „Abtauchen“ der Indizes war auch charttechnischer Sicht eine mustergültige Zwischenkorrektur. Der Dax hatte zuletzt sein Mindestkorrekturziel von 23,6 Prozent (nach Fibonacci) ebenfalls erreicht. Das Korrekturtief lag bei 5.345 Punkten, seitdem befindet sich der deutsche Leitindex, wie auch alle anderen namhaften Indizes wieder auf dem Weg nach oben. Der seit März gültige Aufwärtstrend wurde wieder aufgenommen. Der kürzliche Ausbruch nach unten hat sich also wiedermal als Fehlsignal entpuppt.

Wie bereits häufiger zuvor könnte dies nun zur Folge haben das Anleger die auf fallende Kurse gesetzt hatten spätestens ab 1.100 Punkten im S&P, sowie 5.750 Punkten im Dax ihre Positionen massiv eindecken müssen und somit den Anstieg wieder beschleunigen. Bei allen Bewegungen in den kommenden Wochen sollte aber immer ein Auge auf dem Dollarkurs liegen. Sollte die US Leitwährung plötzlich deutlich stärker gegenüber den anderen Weltwährungen, insbesondere dem Euro präsentieren, ist dies ein relativ sicheres Zeichen dafür das der Trend wieder bricht.

Die vorläufigen Zahlen zum Verbrauchervertrauen in den USA besagen, dass das Vertrauen in die Wirtschaft der US-Amerikaner zum zweiten Mal in Folge gesunken ist. Aktuell liegt der Index bei 66,0 – im Vormonat waren es noch 70,6 Punkte gewesen. Volkswirte hatten mit einem leichten Anstieg auf 71,0 oder sogar 71,5 gerechnet. Dies scheint den Börsen momentan eher egal zu sein. Nach einem kleinen Intraday Rücksetzer stiegen die US Indizes bereits wieder bis zum Handelsschluss an.Dennoch denken wir das, sollte sich das Verbrauchervertrauen weiterhin negativ entwickeln und auch das so extrem wichtige Weihnachtsgeschäft in den USA belasten, sich dann auch die Börsen ab Januar wieder deutlich schwächer zeigen könnten. Bis dahin ist aber noch ein wenig Luft nach oben…zumindest theoretisch!

Wunschanalyse Nordex AG

Nicht nur die immer wieder aufkeimenden Übernahmephantasien machen die Nordex Aktie so interessant, sondern viel mehr die jüngsten Nachrichten über Großaufträge und die Erweiterung des weltweiten Geschäftes. Vor kurzem machten mal wieder Gerüchte die Runde das Karstadt Erbin Susanne Klatten eventuell Interesse hat ihren derzeitigen Anteil von 22 Prozent an der Nordex AG aufzustocken. Dies wurde von einem Pressesprecher der Klatten-Beteiligungsgesellschaft Skion natürlich dementiert, wäre ja auch unklug wenn nicht. Zumal schon ein Preis für die Übernahme von 15,50 Euro je Aktie genannt wurde. Da ist es doch wesentlich günstiger sich diese Stücke bei den Kursen zwischen 11,- und 12,- Euro je Aktie nun über die Börsen zu besorgen. Auffällig ist in jedem Falle das die Aktie bei 11,- Euro einen sehr stabilen Boden gefunden hat und dort immer wieder größere Stückzahlen auftauchen…

Nordex konnte in den vergangenen Wochen mehrere Großaufträge verkünden. So soll Nordex dem Kraftwerksbetreiber Bilgin Enerji ab Januar kommenden Jahres 36 N90/2500-Turbinen für das Projekt „Soma“liefern. Die insgesamt 90 MW rufe Bilgin nach Plan aus dem 210-MW-Rahmenvertrag vom Frühjahr 2008 ab. Das türkische Unternehmen habe zusätzlich ein Premium-Servicepaket unterzeichnet. Im April diesen Jahres wurde in der Metropole Instanbul eine Niederlassung eröffnet wodurch Nordex direkt am türkischen Markt präsent ist. Die türkische Regierung will die Windkenergie in den kommenden Jahren erheblich ausbauen.

Auch im Wachstumsmarkt China wurde Nordex nun aktiv. Für den Energieversorger Ningxia Electric Power liefert das Unternehmen ab November 22 Großturbinen der 1,5-MW-Klasse für die Windparks „Sunhill II“ und „Hongsipu II“. Unter den Turbinen befinden sich auch die ersten mit einem auf 82 Meter erweiterten Rotordurchmesser. Die Nordex S82/1500 ist eine neue Version der ausgereiften Maschinenplattform 1,5 MW, die speziell für Standorte im Binnenland konzipiert ist. Den Windpark „Sunhill II“ mit einer installierten Leistung von 28,5 MW und das Projekt „Hongsipu II“ (4,5 MW) errichtet Nordex bei Yinchuan in der Provinz Ningxia.

Vor kurzem hat die Nordex AG ebenfalls den ersten Spatenstich für das neue Werk in Arkansas, USA gesetzt. Hier entsteht laut Medienberichten derzeit eines der größten Absatzgebiete für Windturbinen Hersteller. Die amerikanische Regierung plant im mittleren Westen der USA den weltgrößten Windpark zu installieren. Der Absatz der Nordex Gruppe ist alleine in diesem Gebiet im ersten Halbjahr 2009 um 12% gestiegen. Ab dem Jahr 2014 will Nordex in Jonesboro jährlich 300 Großturbinen und Rotorblätter produzieren.

Fazit: Auf dem derzeitigen Kursniveau halte ich die Nordex Aktie für eines der spannendsten Langfrist Investments im Bereich grüne Energie. Natürlich muss der Gesamtmarkt mitspielen. Tut er dies nicht kann man die Nordex Aktie ebenfalls bald günstiger kaufen. Dennoch halte ich Kurse um 11,- Euro derzeit für ein gutes Kaufniveau. Ein Ausbruch über die 12,- Euro Marke sollte aber weiteres Potenzial bis mindestens 14,50 Euro eröffnen.

Wal-Mart mit gutem Ergebnis weckt Konsumhoffnungen

Konzernchef Mike Duke, von Wal-Mart hatte gut lachen. Die gestern gelieferten Zahlen von Wal-Mart waren stark und schüren somit neue Hoffnungen darauf das der private Konsum in den USA doch deutlich besser laufen könnte als bisher angenommen. Das Umfeld bleibe weiter schwierig, so Duke, auf der anderen Seite verzeichnet der Einzelhändler einen „erhöhten Kundenzustrom.“ Im abgelaufenen Quartal konnte das Ergebnis auf ein Rekordniveau von 3,2 Mrd. US-Dollar gesteigert werden. Im Vorjahreszeitraum lag dieser Wert bei 3,1 Mrd. US-Dollar. Der Umsatz stieg um gut 1% auf 98,7 Mrd. US-Dollar.

Auf Basis dieser Zahlen hob Wal-Mart die Prognose für das Gesamtjahr etwas an. Nun wird ein Ergebnis von 3,57 bis 3,61 US-Dollar je Aktie in Aussicht gestellt. Bislang hatte sich der Konzern ein Ergebnis von 3,50 bis 3,60 US-Dollar zugetraut. Der US-Einzelhandel gewinnt zunehmend an Schwung, allzu euphorisch sollte man allerdings nicht werden. Das abgelaufen Quartal ist traditionell stärkste des weltgrößten Einzelhändlers. Dennoch ist dies zumindest ein Zeichen dafür, dass sich die wirtschaftliche Erholung in den USA weiter fortsetzt. Davon dürften andere Konsumwerte wie Best Buy und Costco in den USA heute wohl auch profitieren.

Druckmaschinenhersteller König & Bauer senkt die Prognose

Ebenso wie Branchenkollegen Heidelberger Druck AG vor ein paar Tagen ergeht es heute der König und Bauer AG. Erwartungsgemäß sind die gelieferten zahlen schlecht. In den ersten neun Monaten des Jahres musste das Würzburger Unternehmen im Vergleich zum Vorjahr einen Auftragseinbruch um 32,1 Prozent auf 682,3 Mill. Euro verkraften. Im Branchendurchschnitt sei das Auftragsvolumen aber sogar um fast die Hälfte gesunken, teilte die König & Bauer AG heute mit. Beim Umsatz kam KBA in dem Zeitraum auf 737,3 Mill. Euro nach 1,08 Mrd. Euro im Vorjahreszeitraum. Zugleich verbuchte das Unternehmen Verluste von 39 Mill. Euro. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres schrieb KBA noch einen Gewinn von 7,8 Mill. Euro.

Weiter hieß es von Unternehmensseite das sich der Abbau von 900 der 8000 Arbeitsplätze positiv auf das ergebnis ausgewirkt habe, der Aufwärtstrend und die Einsparungen von bisher 80 Millionen Euro reichten aber möglicherweise nicht aus, um die Verluste aus dem ersten Halbjahr wie geplant bis zum Jahresende wett zu machen. Bis Mitte 2010 soll die Mitarbeiterzahl noch um mehr als 600 sinken. Die König und Bauer AG senkte die Prognose und schloss auch einen Verlust im niedrigen einstelligen Millionenbereich für dieses Jahr nicht aus. Eine nachhaltige Trendwende im Druckmaschinenbau ist bislang noch nicht zu erkennen.

Bauer AG bekräftigt Prognose, Aktie legt zu

Bauer AG – Eine Aktie die bereits seit längerem in unserem Depot schlummert scheint sich heute nach Bekanntgabe der Zahlen nun befreit weiter zu erholen. Beim Bau- und Baumaschinenkonzern belastete vor allem die weiterhin schwache Nachfrage nach Maschinen in den ersten drei Quartalen die Ergebnisse. Der Umsatz ging um 15,9 Prozent auf 782,2 Millionen Euro und die Auftragseingänge um 34,8 Prozent auf 815,9 Millionen Euro zurück. Den Tiefpunkt der Krise sieht der Unternehmenschef Thomas Bauer erreicht und bestätigte den Ausblick für das Gesamtjahr 2009. Er sei verhalten optimistisch für das kommende Jahr, sagte er. Was insofern eine positive Überraschung darstellt als das Firmenchef Bauer erst vor Kurzem den Tiefpunkt erst im Jahr 2010 erwartet hatte.

Händler sahen die Zahlen knapp unter den Erwartungen, hoben aber die bestätigten Ziele positiv hervor. Zwar seien die Zahlen nicht wirklich gut, aber nach der zuletzt unterdurchschnittlichen Entwicklung könnte die Aktie später dennoch zu einer Erholung ansetzen. Besonders im Bereich Equipment habe das Unternehmen auch ein gutes Kostenmanagement bewiesen, so dass die Sparte trotz des 44-prozentigen Umsatzrückgangs profitabel geblieben sei. Der Nettogewinn liege zudem dank eines leicht besseren Finanzergebnisses über den Konsensschätzungen.

Für 2009 bekräftigte Bauer die Prognose, wonach der Konzernumsatz auf 1,3 (Vorjahr: 1,5) Milliarden Euro zurückgehen wird. Beim Nettogewinn wird ein Einbruch um zwei Drittel erwartet; 2008 erzielte Bauer einen Überschuss von 107,5 Millionen Euro. Trotz Krise habe das Bausegment zuletzt für Stabilisierung gesorgt – dank Konjunkturprogrammen in Nordamerika oder Westeuropa. Die Sparte Maschinenbau kämpfte im dritten Quartal weiter mit Absatzproblemen. Zudem habe Bauer Angebote für eine Reihe Großprojekte abgegeben und bringe im nächsten Jahr neue Tiefbohranlagen auf den Markt.

Grundsätzlich sehen wir die Bauer Aktie nicht ganz so neutral bis negativ wie andere. Charttechnisch könnte immer noch ein Ausbruch über 29,- Euro gelingen und damit weitere Kursgewinne in die Bereiche 32,50 und 38,- Euro generieren. das von Goldman Sachs zuletzt ausgerufene Kursziel von 42,- Euro ist als durchaus realistisch anzusehen, sofern der Gesamtmarkt mitspielt. Die Aktie befindet sich aktuell in einem steigenden Dreieck dessen untere Begrenzung bei ca. 26,80 Euro liegt. Solange diese Marke nicht unterschritten wird dürfte die Bauer Aktie weiter nach Norden tendieren.

Die deutsche Wirtschaft springt wieder an

Es gibt durchaus hoffnungsvolle Zeichen die auf eine weitere Erholung der deutschen Wirtschaft hindeuten. Steigende Exporte haben die deutsche Wirtschaft im dritten Quartal so kräftig wachsen lassen wie seit anderthalb Jahren nicht mehr. Nach der aktuellen Prognose der Wirtschaftsweisen sollte die Wirtschaftsleistung im dritten Quartal 2009 um 0,7 Prozent gestiegen sein. Das Bruttoinlandsprodukt fiel damit stärker aus als erwartet. Ebenso wurden die Daten für das zweite Quartal noch einmal nach oben korregiert. Von März bis Juni diesen Jahres erwirtschaften die Deutschen ein BIP von 0,4 Prozent statt wie vorher angenommen 0,3 Prozent. Zu Jahresbeginn hatte es mit minus 3,5 Prozent noch den stärksten Einbruch seit Einführung der Quartalsvergleiche 1970 gegeben. Die Wirtschaft erhole sich weiter, sagten die Statistiker. „Nach dem Einbruch im Winterhalbjahr scheint sich der Aufwärtstrend der Wirtschaft fortzusetzen.

Der Wirtschafts-Sachverständigenrat erwartet nun in seinem neuen Jahresgutachten für das kommende Jahr 2010 ein Wirtschaftswachstum in Deutschland von 1,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Im laufenden Jahr schrumpfe die Wirtschaft um 5,0 Prozent. Die fünf Wirtschaftsweisen werden das Gutachten diesen Freitag an Bundeskanzlerin Angela Merkel übergeben. Die beiden Konjunkturpakete der Bundesregierung geben der Wirtschaft 2009 einen Wachstumsimpuls von 1,6 Prozentpunkten und 2010 von weiteren 0,4 Prozentpunkten, so die Wirtschaftsweisen. Der beginnende Aufschwung werde jedoch durch zwei zentrale Faktoren gedämpft. Da die Zahl der Arbeitslosen auf knapp vier Millionen ansteige, werde der private Konsum gebremst. Zudem hätten die Unternehmen mit einer schwierigen Finanzierungssituation zu kämpfen

Klöckner & Co. auf dem Wege der Besserung

Die Meinungen über die Zahlen von Klöckner & Co. könnten unterschiedlicher nicht sein….Nach drei verlustreichen Quartalen in Folge hat der Stahlhändler Klöckner & Co im dritten Jahresviertel operativ die Rückkehr in die schwarzen Zahlen geschafft, wenn auch nur knapp. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen  lag bei elf Millionen Euro , nach 414 Millionen Euro im Vorjahr. Im Vorquartal hatte das Unternehmen an dieser Stelle aber noch einen Fehlbetrag von 31 Mill. Euro verbucht. Analysten hatten mit einem Ebitda von 22,7 Mill. Euro gerechnet.

Zum positiven Ebitda hätten neben den Kostensenkungsmaßnahmen, vor allem stabilere Absatzpreise und damit zusammenhängend positive Bestandseffekte geführt. Der Umsatz brach im dritten Quartal dennoch auf 934 Mio. (Vorjahr: 1,77 Milliarden) Euro ein. KlöCo blieb mit seinen Zahlen unter den Erwartungen der Analysten. Experten hatten im Mittel mit einem Ebitda von 16,1 Mio. Euro und einem Verlust vor Steuern von elf Mio. Euro gerechnet. Unter dem Strich hatten sie nach Anteilen Dritter einen Verlust von 11,2 Mio. Euro prognostiziert.

„Trotz einer bisher ausbleibenden nachhaltigen Belebung der Nachfrage gehen wir davon aus, dass die Talsohle durchschritten ist und rechnen mit einer graduellen Nachfrageverbesserung für das nächste Jahr“, sagte Gisbert Rühl, Vorstandvorsitzender der Klöckner & Co SE, laut Mitteilung. Morgan Stanley hatte Klöckner&Co vor Bekanntgabe von Zahlen auf „Overweight“ mit einem Kursziel von 19,50 Euro belassen. Der Markt sollte sich eher auf die mittelfristigen Perspektiven konzentrieren als auf die Bedenken um den Gewinn für das Jahr 2009.

Die Deutsche Bank hat die Einstufung für Klöckner&Co nach der kürzlich angekündigten Akquisition auf „Buy“ mit einem Kursziel von 22,00 Euro belassen. Eine Übernahme des Stahl-Service-Unternehmens Becker könnte dem Stahlhandelskonzern 2010 einen Umsatzzuwachs von 10 bis 15 Prozent sowie einen zusätzlichen Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) von 40 bis 50 Millionen Euro bescheren. Ebenso hatte die Commerzbank kürzlich das Kursziel für die Klöckner Aktie auf 22,- Euro festgelegt.

Verlust bei Porsche wächst auf 4,4 Milliarden Euro

Der deutsche Sportwagen-Hersteller Porsche muss wegen der gescheiterten Übernahme von VW einen Milliardenverlust verkraften. Die Dachgesellschaft Porsche Automobil Holding SE fuhr im abgelaufenen Geschäftsjahr 2008/09 einen Vorsteuerverlust von 4,4 Milliarden Euro ein. Das teilte Porsche am Donnerstag nach einer Aufsichtsrats-Sitzung mit. Aus Sicht von Porsche ist das laut „Handelsblatt“ fast schon ein Gewinn. Denn Porsche-Chef Michael Macht hatte vor einigen Monaten noch mit einem Verlust von fünf Milliarden Euro gerechnet. Der Grund für den Verlust sind die hohen Belastungen aufgrund der gescheiterten VW-Übernahme. So musste Porsche seine Optionen auf VW-Aktien bilanziell abwerten, um sie besser verkaufen zu können.

Porsche will dennoch eine kleine Dividende an seine Aktionäre auszahlen. Der Sportwagenbauer will dafür eine Milliarde Euro aus seinen Rücklagen entnehmen und so einen Bilanzgewinn von 8,23 Millionen Euro ausweisen. Diese Summe soll vollständig an die Aktionäre ausgeschüttet werden. Für eine Vorzugsaktie würde das eine Dividende von 0,05 Euro bedeuten, für eine Stammaktie 0,044 Euro. Die Hauptversammlung Ende Januar muss diesem Vorhaben noch zustimmen. Volkswagen hatte nach monatelangem Ringen einen Machtkampf gegen Porsche gewonnen. VW will Porsche bis 2011 schrittweise übernehmen und als zehnte Marke integrieren.

Die weltweite Absatzkrise entließ im vergangenen Geschäftsjahr auch bei Porsche tiefe Spuren. Die Verkaufszahlen schrumpften per Ende Juli um 24 Prozent auf 75.200 Fahrzeuge, hatte Porsche bereits im September mitgeteilt. Der Umsatz gab um zwölf Prozent auf 6,6 Mrd. Euro nach. Die Produktion wurde um 27 Prozent auf 76.700 Fahrzeuge gedrosselt.

Sal Oppenheimer vergibt Salzgitter Kursziel von 45,60 Euro

Die Analysten von Sal. Oppenheim haben die Einstufung für die Salzgitter-Aktie nach den Zahlen auf „Reduce“ mit einem nun deutlich niedrigerem, fairen Wert von 45,60, vorher 62,15 Euro, belassen. Die Drittquartalszahlen des Stahlkonzerns seien hinter den Marktschätzungen zurückgeblieben und hätten auch seine Prognosen verfehlt, schrieb Analyst Peter Metzger in einer Studie vom Donnerstag. Aufgrund der gestiegenen Abhängigkeit von den Kassa-Stahlpreisen sowie von neuen Röhren-Aufträgen behalte er sein Votum bei. Die Aktie dürfte sich im Branchenvergleich weiterhin nur unterdurchschnittlich entwickeln.

Eine der Kernbotschaften bei der Zahlenvorlage sei der weniger optimistische Ausblick für das vierte Quartal, so Metzger weiter. Es sei offensichtlich, dass die Gewinnschätzungen für 2009 nach unten revidiert werden dürften, da der Vorsteuerverlust in den ersten neun Monaten des Jahres mit 261 Mill. Euro noch unter der Markterwartung liege. Besonders der niedrige Auftragseingang im Röhrengeschäft, das im dritten Quartal die einzige größere Sparte mit einem positiven Vorsteuerergebnis gewesen sei, macht dem Experten Sorgen. „Meiner Meinung nach braucht Salzgitter eine neue größere Order für eine Pipeline, um nächstes Jahr die Kapazitäten auszuschöpfen.“

Bei allem Respekt, aber diese Einschätzung scheint mir doch ein wenig drastisch zu sein. Um dieses Kursziel zu rechtfertigen müsste es der Salzgitter AG schon etwas schlechter gehen. Die gelieferten Zahlen waren zwar nicht unbedingt gut, aber in der aktuellen Marktsituation durchaus respektabel. Das DAX-Unternehmen hat im dritten Quartal erneut einen Betriebsverlustvon 61,3 Millionen Euro verbucht. In den beiden Vorquartalen fiel der Betriebverlust mit jeweils knapp 93 Millionen Euro allerdings noch höher aus. Dennoch könnte die Salzgitter Aktie nun vor einer Neubewertung an der Börse stehen. Kurse um 58,- Euro könnten kurzfristig erreicht werden, unter 50,- Euro sollte die Aktie jedoch nicht mehr fallen.

Q-Cells, Phönix Solar, Solarworld und Conergy patzen

Kein guter Tag für Solarwerte! Insgesamt haben heute 6 Unternehmen aus der Branchen Zahlen vorgelegt und die waren durch die Bank nicht prickelnd. Nachdem Q-Cells heute morgen mit erneut schlechten zahlen den Markt negativ überraschte wurden andere Solarzellenhersteller wie Solarworld ebenfalls mit abgestraft. Die SolarWorld AG bestätigte heute mit Vorlage des Konzern-Zwischenberichtes die vorab gemeldeten Zahlen des dritten Quartals und bisherigen Jahresverlaufs 2009. Bei leichten Umsatzrückgängen musste das Bonner Solarunternehmen drastische Gewinnrückgänge verbuchen.

Phönix Solar der Branchenliebling der Anleger musste heute ebenfalls die Prognose deutlich senken und präsentierte ein unerwartet schlechtes Ergebnis. Statt 520 Millionen Euro Umsatz wurden nur noch 430 bis 480 Millionen Euro erreicht. Schuld daran sei auch eine Knappheit bei Solarmodulen. Der Gewinn von Phoenix Solar (- 5,8 Prozent auf 34,76 Euro) brach im dritten Quartal von 13,7 Millionen auf 1 Million Euro ein. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) implodierte von 17,6 auf 3 Millionen Euro. Im Vergleich zur Vorjahresperiode schrumpfte der Umsatz von 149,8 auf 89,7 Millionen Euro.

Ähnlich heftige Kurseinbußen verzeichnet die Aktie von Conergy. Sie fällt um fünf Prozent. Zwar hat das Hamburger Solarunternehmen seinen Verlust deutlich reduziert auf 20 Millionen Euro. Wegen des anhaltenden Preisverfalls und des Margendrucks verschlechterte sich allerdings das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) um neun Prozent auf minus 14,9 Millionen Euro. Der Umsatz schrumpfte drastisch um 40 Prozent auf 140,2 Millionen Euro. Damit schnitt Conergy deutlich schlechter ab als erwartet. Mit Kostensenkungen will der Konzern 2010 wieder die operative Gewinnschwelle erreichen, kündigte Firmenchef Dieter Ammer an.

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