Verlust bei Porsche wächst auf 4,4 Milliarden Euro

Der deutsche Sportwagen-Hersteller Porsche muss wegen der gescheiterten Übernahme von VW einen Milliardenverlust verkraften. Die Dachgesellschaft Porsche Automobil Holding SE fuhr im abgelaufenen Geschäftsjahr 2008/09 einen Vorsteuerverlust von 4,4 Milliarden Euro ein. Das teilte Porsche am Donnerstag nach einer Aufsichtsrats-Sitzung mit. Aus Sicht von Porsche ist das laut „Handelsblatt“ fast schon ein Gewinn. Denn Porsche-Chef Michael Macht hatte vor einigen Monaten noch mit einem Verlust von fünf Milliarden Euro gerechnet. Der Grund für den Verlust sind die hohen Belastungen aufgrund der gescheiterten VW-Übernahme. So musste Porsche seine Optionen auf VW-Aktien bilanziell abwerten, um sie besser verkaufen zu können.

Porsche will dennoch eine kleine Dividende an seine Aktionäre auszahlen. Der Sportwagenbauer will dafür eine Milliarde Euro aus seinen Rücklagen entnehmen und so einen Bilanzgewinn von 8,23 Millionen Euro ausweisen. Diese Summe soll vollständig an die Aktionäre ausgeschüttet werden. Für eine Vorzugsaktie würde das eine Dividende von 0,05 Euro bedeuten, für eine Stammaktie 0,044 Euro. Die Hauptversammlung Ende Januar muss diesem Vorhaben noch zustimmen. Volkswagen hatte nach monatelangem Ringen einen Machtkampf gegen Porsche gewonnen. VW will Porsche bis 2011 schrittweise übernehmen und als zehnte Marke integrieren.

Die weltweite Absatzkrise entließ im vergangenen Geschäftsjahr auch bei Porsche tiefe Spuren. Die Verkaufszahlen schrumpften per Ende Juli um 24 Prozent auf 75.200 Fahrzeuge, hatte Porsche bereits im September mitgeteilt. Der Umsatz gab um zwölf Prozent auf 6,6 Mrd. Euro nach. Die Produktion wurde um 27 Prozent auf 76.700 Fahrzeuge gedrosselt.

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