Author Archives: Lars

Schlechte Nachrichten von Intel, Siemens, Zürich Financial

Gestern war mal wieder so ein Katastrophentag! Die US Börsen wurden gestern ohne nennenswerte Gegenbewegung abverkauft. Ich denke das kann sich Herr Poulsen mal wieder auf die Fahne schreiben.  man bin ich froh wenn erst mal der regierungswechsel in den USA vollzogen worden ist. Auch die Tokioter Börse folgte der Wall Street am Donnerstag in die Tiefe. Der Nikkei-Index der 225 größten japanischen Unternehmen notierte kurz vor Handelsschluss mehr als fünf Prozent tiefer bei rund 8.200 Punkten. Vor allem Exportwerte litten unter den eingetrübten Konjunkturaussichten.

Heute belasten neben den schlechte Nachrichten von Intel, Siemens, und Zürich Financial auch die Tatsache das sich Deutschland nun offiziell in einer Rezession befindet. Ansich ist das ja für viele nichts überraschendes – aber wenn man es dann so schwarz auf weiß sehen kann ist…

Im Schlussquartal des Geschäftsjahrs 2007/2008 rutschte Siemens mit 2,4 Milliarden Euro in die Verlustzone. Verantwortlich dafür waren nach Unternehmensangaben vor allem Kosten für den Konzernumbau. Der Umsatz stieg um sieben Prozent auf 21,7 Millionen Euro. Im Gesamtjahr blieb Siemens allerdings dank des Verkaufs der Tochter VDO mit 5,9 Milliarden Euro in der Gewinnzone, na Prost!

US Autobauer GM, Ford und Chrysler gerettet?

Den US-Autobauern steht das Wasser bis zum Hals. Die Appelle an die Adresse der Regierung von Präsident George W. Bush werden immer drängender. Wenn die Autoindustrie falle, dann werde dies „Auswirkungen auf die ganze Nation“ haben, mahnte am Mittwoch eindringlich die Gouverneurin von Michigan, Jennifer Granholm. Ihr Staat ist das Zentrum der US-Autoindustrie. Die Regierung habe für die Rettung des Finanzsektors 700 Mrd. Dollar bereitgestellt, „wir bitten nur um einen Teil davon“, sagte Granholm im Sender CBS.

Jeder zehnte Arbeitsplatz in den USA hänge von der Autoindustrie ab, erklärte die Gouverneurin. Die insgesamt schwächelnde Wirtschaft und strengere Kreditrichtlinien machen den Autoherstellern zu schaffen. Der Absatz geht zurück.

Granholm ist mit ihren Appellen nicht allein. Der designierte US-Präsident Barack Obama hat der Autoindustrie Hilfen versprochen, kann allerdings derzeit nicht viel tun. Er sprach das Thema aber am Montag beim Treffen mit Bush im Weißen Haus an. Dieser zeigte sich offen für derartige Initiativen.

Obama will der Wirtschaftspolitik zwar absolute Priorität geben, aber er betont immer wieder, die USA hätten nur einen Präsidenten, und das sei Bush. Dabei lasten hohe Erwartungen auf dem künftigen Staatschef. In einer Umfrage des GfK-Instituts für die Nachrichtenagentur AP in Washington äußerten fast zwei Drittel (72 Prozent) die Hoffnung, dass Obama die Wiederbelebung der Wirtschaft gelingt.

Druck machen derweil die demokratischen Führer im US-Kongress, Nancy Pelosi und Harry Reid. Pelosi zeigte sich am Dienstag zuversichtlich, dass auch die Autoindustrie unter den Schirm des 700-Milliarden-Dollar-Rettungsplans kommt. Genau dies hatte sie zusammen mit Reid am Wochenende gefordert. Wenn dies nicht geschehe, drohe einem oder mehreren Autokonzernen die Pleite. „Der Kongress und die Bush-Regierung müssen sofort handeln“, sagte Pelosi.

Kali und Salz – eine echte Perle!

Auf der Suche nach Unternehmen die nur gering von der Finanzkise betroffen sein werden stößt man immer wieder auf Kali + Salz. Die heute vom Unternehmen waren mal wieder Top. Unter Berücksichtigung des Cash Flows. des Eigenkapitalanteils von 50 Prozent und einem Verschuldungsgrad von 20 – 30 Prozent und der Umsatz- und Ertragssteigerung sollte langfristig der eventuell schwächeren Ausblicke des Unternehmens nicht wirklich ins Gewicht fallen. Kali + Salz ist zusammen mit ThyssenKrupp die erste Position in meinem reaktivierten Depot.

Unternehmen mit solchen  Zahlen muss man heutzutage lange suchen und ich bin sicher das die Kali + Salz Aktie im Falle einer Börsenerholung oder gar Jahresendrally ganz vorne mit dabei ist. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern hat sich im dritten Quartal versechsfacht auf 502,2 Millionen Euro. Analysten hatten im Schnitt nur mit 430 Millionen Euro gerechnet. Der Umsatz verdoppelte sich beinah auf 1,44 Milliarden Euro. Zwar werde der Umsatz 2008 kräftig zulegen, aber nur das untere Ende der anvisierten Spanne von 5,3 bis 5,5 (Vorjahr: 3,3) Milliarden Euro erreichen, teilte das Kasseler Unternehmen mit.

Im kommenden Jahr will K+S trotz einer rückläufigen Nachfrage nach Düngemitteln Umsatz und Gewinn weiter nach oben schrauben. Der Umsatz solle weiter zulegen, wozu vor allem Kali- und Magnesiumprodukte sowie eine erwartete Normalisierung des Auftausalzgeschäfts beitragen sollten. „Auch beim operativen Ergebnis sehen wir Chancen einer weiteren Steigerung, die sich auch auf das bereinigte Konzernergebnis nach Steuern positiv auswirken dürften“, erklärte der Vorstand.

Obama macht sich für GM, Ford und Chrysler stark

Die Vorgaben aus Asien heute sind leicht negativ und das ist wohl anhand der gestrigen Berg- und Talfahrt an der Wallstreet auch verständlich. Eine Stunde vor Handelsende in den USA gab es eine Intraday Rally die dann aber bis zum Ende wieder in sich zusammen gebrochen ist. Geschlossen haben die US Indizes dann wieder mal mit einem Minus von ca. zwei Prozent. Grund für die kurze Zwischenralla war einzig und alleine die Nachricht darüber das der künftige US Präsident Barack Obama sich für die Rettung der US Autobauer stark gemacht hatte.

Die Hoffnung das GM, Ford und Chrysler diese Krise doch noch überleben könnten überwog also kurzzeitig. Dennoch hat Obama auch mehrfach betont das es immer nur einen US Präsidenten geben könne und verwies für weitere Handlungen auf seinen Amtsantritt am 20. Januar. So lange werden sich die Anleger wohl noch gedulden müssen. Und selbst dann darf man sich von dem neuen Mann im weißen Haus keine Wunder erwarten, denn zaubern kann der auch nicht…

Goldman Sachs nun auch im Abwärtssog?

Der Fels in der Brandung wackelt mächtig. Die weltweiten Verluste im Zuge der Finanzkrise werden sich nach Einschätzung von Goldman Sachs auf bis zu 1400 Mrd. $ belaufen. Davon seien bislang lediglich 800 Mrd. $ bekannt, sagte der Chefvolkswirt der Bank, Jan Hatzius. Dies bedeute, dass Banken und Volkswirtschaften noch harte Zeiten bevorstünden. Um eine tiefe Rezession zu vermeiden, müssten Regierungen daher dringend weitere Konjunkturprogramme auflegen.

Am Markt wurde zuletzt spekuliert, dass Goldman Sachs selbst stärker von der Finanzkrise betroffen ist als bislang angenommen und bald den ersten Quartalsverlust in seiner Unternehmensgeschichte ausweisen könnte. Dies vermuten zumindest die Analysten des britischen Rivalen Barclays. Die Gerüchte belasteten die Goldman-Sachs-Aktien, die am Montag an der Wall Street fast zehn Prozent an Wert verloren.

GM und Ford belasten weiterhin, ZEW kann nicht wirklich stützen

Der Dax kann sich heute von den schlechten Vorgaben des Vortages nicht erholen. Die drohende Pleite von GM belastete gestern die US Börsen nachdem das Unternehmen ein Viertel des eh schon sehr reduzierten Wertes verloren hatte. Ob der Autobauer pleite gehen wird steht derzeit in den Sternen. Sicher ist wohl das ein Überleben ohne staatliche Hilfe nicht gelingen kann. Das gleiche gilt wohl für For. Dennoch bin ich der Meinung das im Falle einer Pleite die Folgen für die Weltwirtschaft erheblich größer sein werden als bei einer rettung. Diese Erfahrung haben die Amerikaner ja nun schon gemacht nachdem sie das bei Lehman Brothers „ausprobiert“ haben…

Das ZEW-Konjunkturbarometer ist jetzt bei minus 53,5 Zählern. Damit hellen sich die Erwartungen etwas auf: Im Vormonat hatten die Werte noch bei minus 63 Zählern gelegen. Nach den neuen Zahlen aus Mannheim baut der Dax seine Verluste trotzdem aus. Grund für die Verbesserung seien die Rettungspakete, die die Regierungen weltweit geschnürt hätten. Auch die geplanten Konjunkturprogramme und die weltweiten Zinssenkungen würden der Wirtschaft helfen hieß es. Wann das der Fall sein wird und die Kurse wieder steigen weiß aber wohl niemand so genau…

Warren Buffet neuer Finanzminister der USA?

Barack Obama legt schon vor seinem offiziellen Amtsantritt kräftig los. Eine seiner ersten Handlungen ist die Torpedierung von Gesetzentwürfen die George W. Bush nun noch während seiner Amtszeit durchboxen will, und die dem Lande wahrscheinlich weiter schaden könnten. So versucht der designierte US Präsident Obama die geplanten Ölbohrungen in Utah und die Beschränkung der Stammzellenforschung zu verhindern.  Obama unterstützt die Forschung, um damit Fortschritte im Kampf gegen Krankheiten wie Alzheimer zu erzielen.

Weiter gibt es anscheinend schon Pläne das Gefangenenlager in Guantanamo bald aufzulösen. Der Plan sehe vor, einige Häftlinge freizulassen und Dutzende oder sogar Hunderte von Gefangenen vor US-Gerichte zu stellen. Für Fälle, die aus Geheimdienstsicht besonders heikel sind, solle unter Umständen eine neue Form von Gericht geschaffen werden. Zu den strittigen Themen gehören vor allem die Ausweitung der Nato auf osteuropäische Staaten und der Aufbau eines Raketenabwehrsystems der USA in Polen und Tschechien. Russland lehnt dies vehement ab und betrachtet es als Bedrohung der eigenen Sicherheit.

Fast schon ganz nebenbei bestellt Barack Obama sein Kabinett in dem auch Berkshire Hatherway Legende Warren Buffet eine große Rolle spielen könnte. Zu vergeben ist immer noch der immens wichtige Posten des Finanzministers, der die Supernation wieder aus der Krise führen soll. Barack Obama hat sich kürzlich mit Warren Buffet getroffen und sieht den reichsten Mann der Welt als eine hervorragende Besetzung für den Posten an. Die meisten Beobachter stehen einem Umzug Buffets nach Washington eher kritisch gegenüber weil man nicht davon ausgeht das dies im Sinne Buffets ist. Allerdings gebe ich zu bedenken – wenn man alles erreicht hat un der reichste Mann der Welt ist- könnte eine Machterweiterung durchaus attraktiv wirken…

China rettet den Tag

Und wiedermal kommt es anders als gedacht. Der deutsche Aktienmarkt wird heute deutlich stärker erwartet und auch die asiatischen Indizes haben uns heute eine gute Vorlage geliefert. In China wird indessen ein großes Konjunkturpaket geschnürt und das hilft auch dem Markt hierzulande. Schließlich sieht es damit deutlich besser aus auf dem größten Absatzmarkt der Welt. Hier sollen bis 2010 Investitionen in Höhe von vier Billionen Yuan vor allem in Infrastruktur- und Sozialprojekte fließen. Finanziert werden demnach Programme in zehn Hauptbereichen.

Darunter sind der Wohnungsbau für untere Einkommensschichten, die Infrastruktur im ländlichen Raum, Projekte der Wasser- und Elektrizitätswirtschaft, das Transportwesen, im Bereich von Umweltschutz und technische Innovationen. Der chinesische Staatsrat verkündete zudem eine Lockerung der Geldpolitik und signalisierte damit die Bereitschaft zu weiteren Zinssenkungen.

Die Allianz-Aktie startet heute trotz der wirklich schlechten Zahlen und dem schwachen Ausblick stärker. Die Münchener Rück kann ebenfalls von den Vorgaben profitieren. Stark ist nach wie vor die Baubranche unterwegs. Bilfinger Berger toppt die Erwartungen der Analysten und zieht ebenfalls die Hochtief Aktie mit nach oben. Ebenfalls im Fokus stehen heute die Autowerte. Diese Woche legt zudem VW die Zahlen vor und da ist alles möglich. Fundamentales wird hier schon lange nicht mehr gehandelt.

Franklin Bank und Security Pacific Bank zusammengebrochen

Im texanischen Houston traf es zum Wochenende die gut fünf Milliarden Dollar schwere Franklin Bank. Im kalifornischen Los Angeles musste die mit einer Bilanzsumme von rund 560 Millionen Dollar weit kleinere Security Pacific Bank aufgeben. Die Kundengelder sind in beiden Fällen nach Übernahmen durch andere Banken gesichert.

Bei der Franklin Bank werden die Einlagen und ein Teil der Vermögenswerte vom ebenfalls texanischen Wettbewerber Prosperity Bank übernommen, wie die US-Einlagensicherung FDIC mitteilte. Für den Rest muss die FDIC einspringen. Die Kosten liegen bei bis zu 1,6 Milliarden Dollar (1,3 Mrd Euro). Im Fall der Security Pacific Bank gehen die Kundengelder und einige Werte an die auch in Los Angeles sitzende Pacific Western Bank. Auf die FDIC (Federal Deposit Insurance Corp.) kommen hier Lasten von 210 Millionen Dollar zu.

RWE, K+S, Hypo Real Estate, Eon, Siemens, Volkswagen, Premiere, Bilfinger Berger, Hochtief

RWE, K+S, Hypo Real Estate, Eon, Siemens, Volkswagen, Premiere, Bilfinger Berger, Hochtief…das ist eine kleine Auswahl der deutschen Unternehmen die in der kommenden Woche Ihre Zahlen veröffentlichen werden. Und hier dürfte mal wieder die ein oder andere negative Überraschung auf die Anleger lauern. Es verspricht mal wieder eine spannende Woche zu werden..

Besonders die Zahlen von Volkswagen dürften den Markt interessieren. Ich erinnere nochmal daran das die VW Aktie eigentlich schon laut der zuletzt veröffentlichten Zahlen nur ca 50,- Euro wert sein dürfte. Was wird passieren wenn nun die Krise der Autobauer noch voll auf den Umsatz und die Marge durchschlägt?

Aber auch die HypoRealEstate und Premiere die sicherlich weitere Wackelkandidaten? Bei der Hypo ist die Frage wie hoch die Abschreibungen dises mal sein werden, und bei Premiere sicherlich ob das Geschäftsmodell so überhaupt überlebensfähig ist. Lediglich die Übernahmephantasie durch Herrn Murdoch dürfte bislang das Schlimmste verhindert haben. ich bin nach wie vor gespannt wie die Mudochs ein profitables Unternehmen aus dem Bezahlsender machen wollen.

Allianz Ergebnis sinkt um 91,4 Prozent!

Nun hat auch noch die Allianz die sich selber gerne und oft als Feld in der Brandung bezeichnete kräftig gepatzt. Die schon am Freitag veröffentlichten Zahlen dürften eine herbe Enttäuschung für die Anleger sein. erneut war es die Dresdner Bank die den Versicherungsgiganten ins Schwanken gebracht hat. Am schwersten aber dürfte der nicht vorhandene, bzw. eher pessimistische Ausblick auf die kommenden Quartale wieden.

So fielen zum Beispiel im dritten Quartal die Gewinne in den Bereichen Schaden/Unfall um 16 Prozent auf 1,249 Mrd. Euro und bei Leben/Kranken sogar um 75 Prozent auf 218 Mio. Euro. Und auch das Asset Management musste ein Minus von 43,6 Prozent auf 186 Mio. Euro hinnehmen. Summa summarum sackte das operative Ergebnis im dritten Quartal um 39,3 Prozent auf 1,556 Mrd. Euro ab, während sich der Periodenüberschuss von plus 1,921 Mrd. Euro (Q3 2007) in ein Minus von 2,023 Mrd. Euro verwandelt hat.

Dies führte beim verwässerten Ergebnis pro Aktie auf Neunmonatssicht zu einem Absturz von 16,41 auf 1,41 Euro, was einem Rückgang von 91,4 Prozent entspricht. Der morgige Tag dürfte angesichts der desaströsen Gesamtentwicklung ausgesprochen spannend werden. Aber wie schon so oft in den vergangenen Tagen ist es durchaus auch möglich das der Markt auch dieses Mal versöhnlich mit den Zahlen umgeht…wir werden es sehen, die Allianz dürfte den Handel morgen auf jeden Fall beeinflussen.

Rettung naht – oder doch nicht?

 Asien zeigt sich heute mal wieder mit deutlich gemischtem Bild. Das liegt in Japan hauptsächlich daran das die Hälfte aller im Nikkei gelisteten Unternehmen heute ex Dividende gehandelt werden. In Australien notieren die Rohstoffwerte weiterhin mit heftigen Abschlägen. In China hingegen scheinen die Börsen die Krise zunächst einmal überwunden zu haben. Hier gehören die Rohstoffe und die Finanzwerte zu den Gewinnern des heutigen Tages.

der GfK Konsumklimaindex der soeben veröffentlicht worden ist konnte deutlich positiv überraschen und das ist nach dem gestigen ifo- Geschäftsklimaindex doch eher verwunderlich. Die Vorgaben sind also nicht so schlecht für den heutigen Handelstag, und es könnte heute noch einige positive Überraschungen geben. Die Rede von US Präsident George W. Bush dürfte heute auch Wirkung zeigen. der Rettungsplan kann nun nicht mehr allzu fern sein da auch den Amis klar sein dürfte das weitere Verzögerungen jeden Tag Milliarden kosten – siehe AIG gestern!

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