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Was ist ein Schnelltender, und wie funktioniert`s?

Der Schnelltender ist ein seit Jahrzehnten bewährtes Instrument der Offenmarktpolitik, dessen sich die Zentralbanken zur geldpolitischen Feinsteuerung bedienen. Dabei handelt es sich um Kurzfristkredite. Mit einem schnellen Tender (englisch für „Ausschreibung“, „Angebot“) können im Gegensatz zum regelmäßig durchgeführten Haupt- oder Basistender Liquiditätsschwankungen besonders rasch ausgeglichen und dem Markt Geld zugeführt oder überschüssige Liquidität abgeschöpft werden.

Wann wird er eingesetzt?
Immer dann, wenn es zu unerwarteten Liquiditätsschwankungen kommt, beispielsweise in Krisenzeiten, wenn die Banken kein Vertrauen mehr in ihr Gegenüber haben und immense Risikoaufschläge verlangen. Dann schnellen die Zinssätze für Tagesgeld, also sehr kurzfristige Kredite, die oft von großen Konzernen und Banken genutzt werden, in die Höhe. Normalerweise liegen sie knapp über dem jeweils aktuellen Leitzinsniveau. Für viele Investoren und Banken wird es dann schlichtweg zu teuer, sich mit ausreichend Liquidität zu versorgen. So hatte im August 2007 die Angst vor faulen Krediten in überall auf der Welt verteilten Anleihepaketen den Geldmarkt kurzfristig „ausgetrocknet“: Die Zinsen für Tagesgeld waren damals von 4,1 auf 4,6 Prozent geschossen.

Wer bekommt das Geld?
Die Zuteilung bei einem Tenderverfahren ähnelt einer Auktion. Die Zentralbank kann die Vergabe auf eine bestimmte Zahl von Kreditinstituten begrenzen und legt auch die Konditionen fest, zu denen sie die Finanzmärkte mit frischem Geld versorgen oder überschüssige Liquidität abziehen will. Soll Geld abgegeben werden, bietet die EZB Geld zu einem Mindestsatz an, in der Regel in Höhe des Leitzinses. Banken und Sparkassen können dann ihre Gebote dafür abgeben. Nach Ablauf der Angebotsfrist teilt die Zentralbank so lange Geld zu, bis der Gesamtbetrag erreicht ist, den sie als Liquidität in den Markt pumpen will. Dabei kommt diejenige Bank als erstes zum Zuge, die den höchsten Zinssatz bietet.

Wie werden die Gebote abgegeben?
Fast wie bei Ebay. Seit November 2005 nutzt die EZB das „OffenMarkt Tender Operations-System“ (OMTOS) für die Durchführung von Offenmarktgeschäften wie etwa eines Schnelltenders. Die Bieter geben ihre Gebote auf einer Java-basierten Online-Plattform ab, die mit User-ID und Passwort geschützt ist. Im Gegensatz zu Auktionen bei Ebay können sie ihre Gebote jederzeit einsehen, ändern oder löschen – bis zum Ablauf der Gebotsfrist. Dann werden sie umgehend über die Zuteilungsergebnisse informiert.

Wie schnell geht die Geldzuteilung?
Kommt darauf an, wie schnell die Geschäftsbanken das frische Geld bekommen sollen. Je nachdem gibt es eine kürzere oder längere Frist von der Ankündigung eines Tenders bis hin zu dessen Abwicklung: Bei einem Schnelltender sind es in der Regel nur 90 Minuten. Dagegen wird ein Standardtender innerhalb von 24 Stunden durchgeführt.

Wann ist Zahltag?
Doch das ist alles nur geliehen: Genau das Geld, das die Notenbanken zuvor den Geschäftsbanken zu günstigen Bedingungen zur Verfügung gestellt hatten, muss nach Ablauf einer bestimmten Frist wieder zurückgezahlt werden; die Geschäfte werden rückabgewickelt. Bei einem Schnelltender muss auch die Rückzahlung des zugeteilten Geldes sehr schnell erfolgen, oftmals beträgt die Laufzeit für einen solchen Offenmarktkredit der EZB nur einen Tag: Die Papiere valutieren zum Beispiel am Montag und verfallen bereits wieder am Dienstag.

Und wie entzieht die Notenbank dem Markt Geld?
Um überschüssige Liquidität aus dem Markt abzuschöpfen, bedient sich die Notenbank ebenfalls eines Schnelltenders und bietet Zinsen über dem gerade üblichen Niveau an. Geschäftsbanken und Sparkassen geben ihre Gebote ab. Bei der Zuteilung werden die Gebote mit den niedrigsten Zinsen zuerst berücksichtigt.

Quelle: boerseARD

Deutschland dümmste Bank!

Wiedermal ein hervorragendes Beispiel dafür das computergestütztes Handeln schnell eine Katastrophe auslösen kann. Letzte Woche war es der Kurssturz der United Airlines Aktie innerhalb von wenigen Minuten umüber 60 Prozent. Dieses mal hat die KfW voll ins Klo gegriffen. Ich bin mir sicher das auch der Kursverfall bei den US Banken teilweise auf den automatisierten Computerhandel zurückzuführen ist. Das ganze erinnert mich gerade irgendwie ein wenig an den Terminator…und die Weltherrschaft der Computer und Roboter..

Am Mittwoch war bekannt geworden, dass die KfW ausgerechnet am Tag des Insolvenzantrags von Lehman irrtümlich 300 Millionen Euro aus einem Termingeschäft an die zusammengebrochene US-Investmentbank überwiesen hat. Das Bundesfinanzministerium, das die Rechts- und Fachaufsicht über die Förderbank hat, sprach von einem ärgerlichen „technischen“ Fehler, der umgehend aufgeklärt werden müsse.

KfW-Verwaltungsratsmitglied Jürgen Koppelin (FDP) befürchtet einen weit höheren Verlust für die staatliche Förderbank durch die Falschüberweisung an die insolvente US-Bank Lehman Brothers als die angegebenen 300 Millionen Euro. Die Kreditanstalt für Wiederaufbau KfW habe selbst von einem Verlust im dreistelligen mittleren Bereich gesprochen. „Da ahne ich etwa, dass das 500, 600 Millionen sein könnten“, sagte der FDP-Politiker am Donnerstag in der ARD. Die „Bild“-Zeitung lästerte derweil über „Deutschlands dümmste Bank“.

Bin wieder da!

Hallo zusammen, nachdem ich nun wieder frisch und erholt aus meinem wohlverdienten Urlaub zurück bin möchte ich mich erstmal kurz melden bevor ich dann an die Analyse der aktuellen Situation gehe. Ich hatte sehr entspannte und auch sehr aufschlussreiche Tage in Palm Beach und konnte mir vor Ort mal einen Eindruck der gegenwärtigen Situation in den USA verschaffen. Kurz vorab, die Lage ist angespannt aber nicht hoffnungslos.

Natürlich sind auch an mir die Ereignisse der letzten Woche nicht spurlos vorüber gegangen. In der Vorwoche bin ich noch mit einem schönen Gewinn bei allen meinen Depotwerten ausgestoppt worden und war eigentlich sehr zufrieden mit der Performance und vor allem mit der Konsequenz mit der ich meine Strategie umgesetzt habe. Dann aber kam ich auf die blöde Idee noch schnell im Urlaub einen Zock auf Lehman Brothers und AIG zu wagen. Wie der ausgegengen ist könnt Ihr Euch wohl vorstellen…

Aber egal, das buche ich mal wieder unter Lebenserfahrung und denke gar nicht mehr darüber nach denn die aktuelle Situation ist viel zu interessant um sich mit vergangenen Dingen aufzuhalten. Viel spannender ist doch gerade die Frage was wird uns die nahe Zukunft bringen. Der Finanzsektor ist extrem angeschlagen und ich persönlich halte die Entscheidung Lehman pleite gehen zu lassen für einen der größten Fehler der in der Finanzwelt jemals gemacht wurde. Die dadurch ausgelöste Kettenreaktion hat schon jetzt weitaus mehr Kapital vernichtet als eine Rettung des US Investmenhauses benötigt hätte. Und ein Ende ist auch heute noch nicht abzusehen.

Weiterhin hat die FED ein Händchen dafür im genau falschen Augenblick Stärke oder Schwäche zu zeigen. Auch die ausgebliebene Zinssenkung ist sicherlich kritisch zu betrachten. Hätte man hier vorher nicht so gro0ßzügig agiert wäre jetzt der Zeitpunkt für eine deutliche Senkung sicherlich richtig gewesen. Aber dazu später mehr. Ich hoffe Ihr seid alle halbwegs verschont geblieben und die Verluste sind nicht zu groß. Denn ohne Verluste dürfte wohl keiner die letzte Woche überstanden haben…

The State Of the Game

The dealers (the Fed, the Sec, and the Treasury) are getting annoyed that no one is willing to make an „all in“ bet. In fact, all the players are just sitting around the table holding their cards close to their vest not willing to make any bets, let along go all in.

The players all want the dealers to make a bet. But the dealers have insisted they will not have a stake in the outcome. Remember that Lehman itself is the pot.

Side Games Form

It is fitting that side games would start forming given that nothing is happening at the main table for hours. One of the dealers has left the main room and is now dealing a new game in the „Cinderella Pumpkin“ side room.

Here is the main condition governing play in the Cinderella Pumpkin Room.

If LEH files for bankruptcy by midnight tonight any trades (bets) made during this session stand, otherwise they’re all broken.

The above information is from a reputable casino source of mine who states „At least a few of our credit sales traders are in the office today. I just spoke with one — they’re having a special 2-hour trading session today from 2-4pm ET. The deal is if LEH files for bankruptcy by midnight tonight any trades done during this session stand, otherwise they’re all broken. Wild.“

Another casino employee with awareness of the side game informs me that Credit Default Swaps (CDS) on the investment index are up 50 basis points in this special session. Not being at the Casino, I cannot confirm any of this.

The Merrill Lynch Side Game

With Lehman crumbling, attention is now focused on the Merrill Lynch Side Game.

No one is interested in Lehman and the dealers are increasingly desperate for some large bets to be placed. Inquiring minds need to consider Bank of America in Talks to Buy Merrill Lynch.

Bank of America is in advanced talks to buy Merrill Lynch for at least $38.25 billion in stock, people briefed on the negotiations said on Sunday, as a means to preserve that investment bank while Lehman Brothers looks likely to collapse.

The move suggests a desperate effort at triage on Wall Street, as Bank of America works to shore up the likely next victim of the credit crunch. A deal, valued at between $25 a share to $30 a share, could be announced as soon as Sunday night, these people said. Merrill shares closed at $17.05 on Friday.

Bank of America, the nation’s second largest bank by asset size, had been mulling buying Lehman, perhaps in a consortium with other financial players. But with financial aid from the government looking unlikely, Bank of America has moved on to Merrill, these people said.

As Lehman began to totter in recent weeks, investors feared that Merrill would be the next victim of the credit squeeze. Shares in Merrill, which has already reported tens of billions of dollars in losses, have plunged more than 68 percent over the past year.

Why or how Bank of America is in any position to be able to buy Merrill Lynch at an amazing $38.25 billion (Merrill closed at $17 on Friday) when BAC was not in a position to buy Lehman remains a mystery, but that is the amazing story from the Merrill Lynch side room.

by seekingalpha.com

Spruch des Tages von John Maynard Keynes

Auch wenn es heute und vielleicht gar noch an den kommenden Tage zu einem kräftigen Kursschub, zusätzlich verstärkt durch einen Short-Squeeze, kommen dürfte: Diese Rally ist nichts als ein Strohfeuer, geschürt durch die Naivität zahlloser Anleger. Doch diejenigen, die heute einsteigen, werden dieselben sein, die die Rechnung zu begleichen haben, wenn an den Börsen wieder Vernunft einkehrt.

Somit bieten sich an Tagen wie diesem zwar einerseits sensationelle Möglichkeiten, um den Dax oder einzelne Titel zu shorten. Andererseits wusste schon John Maynard Keynes: „Die Märkte können länger irrational bleiben als wir liquide.“

USA Flops der letzten 10 Jahre

Eine vom 15.Juli im Investors Daily erschienene Aufstellung über die größten Verlierer auf 10 Jahressicht bei den US Aktien. Die wäre eine Buy and Hold Strategie wäre hier also keine gute Idee gewesen.
Aktie WKN Veränderung seit 15. Juli 1998
MGIC Investment 882538 -94,27%
National City Corp. 851820 -90,08%
Washington Mutual 893906 -89,77%
Tellabs Inc. 867899 -87,35%
General Motors 850000 -84,66%
Federal Home Loan Mortgage 876872 -84,37%
Unisys Corp. 850546 -84,37%
Fannie Mae 856099 -83,87%
Ford Motor 502391 -83,69%
Wachovia Corp. 868326 -83,67%
Eastman Kodak 850937 -81,54%
New York Times A 857534 -81,24%
Qwest Communications 907671 -80,61%
Tenet Healthcare 858003 -79,75%
KeyCorp 869353 -79,30%
Dillards 861569 -78,24%
Xerox Corp. 853906 -76,68%
Goodyear 851204 -76,61%
Gannett Co. Inc. 854136 -76,18%
Sprint Nextel Corp 857165 -71,96%
Office Depot 877247 -71,66%
CMS Energy Corp. 850795 -69,86%
Comerica 864861 -69,26%
Micron Technology 869020 -65,23%
Newell Rubbermaid 860036 -64,92%
Suntrust Banks 871788 -64,81%
Motorola 853936 -63,69%
Advanced Micro Devices 863186 -63,28%
Compuware Corp. 885187 -62,31%
Penney J.C. 851991 -60,58%
Coca-Cola Enterprises 871964 -59,46%
Sun Microsystems Inc. A0M7N9 -58,38%
Hercules 853217 -58,28%
International Paper 851413 -57,56%
Bristol-Myers Squibb 850501 -57,53%
Sara Lee Corp. 850788 -57,45%
LSI Logic 867761 -55,70%
E TRADE Financial Corp. 902447 -54,63%
Mattel Inc. 851704 -54,55%
Jones Apparel Group 881784 -53,96%
Citigroup 871904 -52,99%
American Intern. Group 859520 -52,28%
Allied Waste Industries 887014 -52,25%
Masco Corp. 856632 -51,69%
RadioShack Corp. 852618 -51,52%
Liz Claiborne 867665 -50,08%
Teradyne 859892 -50,02%
Altria Group 200417 -47,74%
Centerpoint Energy 854566 -47,53%
Du Pont Nemours & Co. 852046 -47,29%
Schering Plough Corp. 850469 -47,05%
Bank of America Corp. 858388 -46,79%
El Paso Corp. 915925 -46,26%
Pfizer Inc. 852009 -45,72%
Novell 873019 -45,50%
Merrill Lynch & Co. 852935 -45,34%
Electronic Data Systems 901244 -43,53%
Sealed Air Corp. 913368 -42,51%
Meredith Corp. 855421 -40,68%
R.R. Donnelley & Sons 859377 -40,42%
Lehman Brothers Holding 891041 -38,49%
Merck & Co 851719 -38,35%
Big Lots 869884 -36,91%
Centex Corp. 859712 -36,84%
AES Corp. 882177 -36,24%
BB&T Corp. 884233 -35,43%
Starwood Hotels & Rest. A0JKQB -35,08%
Coca-Cola 850663 -33,55%
Pitney-Bowes 852025 -32,78%
JP Morgan Chase & Co. 850628 -32,13%
Xcel Energy 855009 -30,54%
Waste Management 893579 -30,41%
Campbell Soup 850561 -30,20%
ConAgra 861259 -29,08%
Safeway 878922 -26,66%
GAP Inc. 863533 -26,13%
Teco Energy 857240 -26,03%
Eli Lilly & Co 858560 -25,85%
Stanley Works 855293 -25,29%
Clear Channel Com. 873046 -25,20%
Watson Pharmaceuticals 885798 -25,08%
Verizon Communications 868402 -24,43%
Walt Disney 855686 -23,03%
Avery Dennison Corp. 850354 -22,87%
Morgan Stanley 885836 -22,56%
BMC Software 875716 -20,31%
Cintas Corp. 880205 -19,97%
PNC Bank 867679 -19,77%
American Electric Power 850222 -18,29%
Whirlpool Corp. 856331 -18,14%
Carnival Corp. Paired Ctf 120100 -16,75%
AT & T Inc. A0HL9Z -16,53%

USA Tops der letzten 10 Jahre

Die Auswahl folgender Aktien vor 10 Jahren hätte sich für den Langfristanleger deutlich gelohnt. Sicherlich lässt das wenig Schlüsse auf die Zukunft zu, aber ich finde die Liste trotzdem durchaus aufschlussreich..

Aktie WKN Schluss 15.07.2008 (USD) Performance seit 15.07.1998
Apple Inc. 865985 169,64 1870,41%
Qualcomm 883121 46,9 1202,21%
Apache Corp. 857530 117,94 812,06%
Adobe Systems 871981 39,83 714,73%
Qlogic Corp. 890222 15,94 551,78%
Occidental Petroleum Corp. 851921 80,2 527,48%
Genzyme Corp. 871137 79,38 521,11%
Stryker Corp. 864952 67,1 513,49%
Exelon Corp. 852011 87,39 503,99%
Nucor Corp. 851918 63,87 466,95%
Cummins Engine 853121 63,47 416,75%
Noble Corp. 570767 57,24 408,80%
United States Steel Corp. 529498 155,05 400,16%
St. Jude Medical 864096 43,96 395,32%
Entergy Corp. 889290 118,28 358,09%
Oracle Corp. 871460 20,25 348,98%
Paccar 861114 40,30 348,80%
Bard Inc. CR 856332 89,30 347,90%
PPL Corp. 895250 50,14 333,64%
BJ Services Co. 879472 28,89 332,00%
Yum! Brands 909190 35,46 317,94%
Allergan 877437 51,16 313,66%
Praxair Inc. 884364 91,25 307,82%
Anadarko Petroleum Corp. 871766 66,35 299,82%
Forest Laboratories 856886 35,35 298,98%
Intern. Game Technology 867131 23,76 296,66%
Ball Corp. 860408 44,3 290,48%
Autodesk 869964 34,1 267,10%
General Dynamics 851143 81,54 264,91%
amazon.com 906866 67,03 257,53%
Best Buy Co. 873629 37,22 246,16%
Danaher Corp. 866197 74,43 242,84%
Sigma-Aldrich Corp. 863120 56,57 229,18%
Electronic Arts 878372 44,56 228,55%
Union Pacific Corp. 858144 69,69 224,59%
Tiffany & Co. 872811 37,3 223,15%
Verisign 911090 34,15 222,32%
Apollo Group A 898968 55,19 220,94%
AutoZone 881531 115,14 219,30%
AFLAC Inc. 853081 57,97 212,82%
Johnson Controls 857069 28,45 211,46%
Loews Corp. 851615 43,77 207,19%
National Semiconductor 857469 20,68 202,12%
Amgen Inc. 867900 52,66 197,18%
Parker Hannifin 855950 66,76 196,70%
FirstEnergy Corp. 910509 81,96 191,36%
UnitedHealth Group 869561 22,33 190,47%
KLA Tencor Corp. 865884 38,5 185,19%
Burlington N. Santa Fe 897261 92,3 181,32%
Anheuser-Busch 865178 66,6 181,19%

Lehman Brothers legt Zahlen doch frueher vor!

Die US-Investmentbank Lehman Brothers erwägt einem Medienbericht zufolge, die Veröffentlichung der Drittquartalszahlen vorzuziehen. Nun sei eine mögliche Bekanntgabe am Dienstag im Gespräch, berichtet der Fernsehsender CNBC. Damit soll versucht werden, den Aktienkurs zu stabilisieren. Ursprünglich hatte die Bank mit Sitz in New York als Termin Donnerstag, den 18. September nach US-Börsenschluss angegeben.

Am Dienstag ist der Aktienkurs von Lehman Brothers zweitweise um 40% eingebrochen. Die Ratingagentur S&P prüft wegen des drastischen Kursrutsches das Kreditrating („A“) der Bank auf eine mögliche Herabstufung. Das Rating könnte dabei um mehr als eine Stufe reduziert werden, teilte die Agentur mit. Analysten führten den Einbruch auf zunehmende Sorgen zurück, die Bank könnte die dringend benötigte Kapitalspritze nicht bekommen.

Die südkoreanischen Korea Development Bank (KDB) hatte am Dienstag mitgeteilt, die Gespräche über einen Einstieg der KDB bei Lehman Brothers seien zu Ende. Die Verhandlungen seien abgeschlossen worden, sagte Jun Kwang-woo, Chairman der südkoreanischen Finanzaufsichtsbehörde. Allerdings machte Kwang-woo keine Aussagen darüber, ob beide Parteien eine Einigung erzielten oder nicht….

US Immobilienkrise setzt sich fort

Ich war die letzten Tage an der Ostküste in Florida unterwegs und habe mir selber mal ein Bild von den Immobilienmärkten hier verschaffen können. Auch meine langen abendlichen Gespräche mit einem sehr wohlhabenden Immobilieninvestor und seiner Lebensgefährtin die sich erfolgreich als Immobilienmaklerin betätigt waren durchaus sehr aufschlussreich.

Die Immobilienkrise in Florida setzt immer noch ungebremst fort und ein wirkliches Ende scheint auch so schnell nicht in Sicht. Das Angebot ist deutlich größer als die Nachfrage und somit purzeln die Preise weiter. In ausgewählten Regionen wie den Nobelvierteln von Palm Beach oder bleiben die Preise weiterstgehend stabil auch wenn hier findige Investoren auch schon 2 Millionen Dollar Grundstücke in den letzten Wochen für etwa 500.000 Dollar weniger kaufen konnten.

Das krasseste Beispiel war eine Penthouse Wohnung in Miami die vor einem Jahr für 1.3 Millionen Dollar gekauft wurde und in dieser Woche für etwa 400.000 Dollar den Besitzer gewechselt hat. Wie weit es noch runter gehen wird weiß wohl niemand so genau, aber eins ist sicher, mit dem nötigen Fingespitzengefühl kann man sich hier auf Sicht der kommenden 5 bis 10 Jahre ein nettes Immobilienvermögen zusammenkaufen.

Einen Haken gibt es natürlich auch hier denn die Steuern auf Immobilienbesitz sind hier mit ca. 2 Prozent auf den Kaufpreis pro Jahr sehr hoch, sodass es schon mal sein kann das man 25.000 Dollar pro Jahr Steuern zahlen muss und sich eine „Vermietmodell“ nicht wirklich lohnt bzw. gerade so eben diese Kosten abdeckt.

US Verzweiflungstat kostet 300 Millarden USD

Offenbar scheint das Gros der Anleger tatsächlich zu glauben, die Probleme am US-Immobilienmarkt seien nun vorbei, die Amerikaner hätten plötzlich wieder Geld zum Konsumieren und der US-Wirtschaft stünden nunmehr glorreiche Quartale oder gar Jahre mit satten Wachstumsraten bevor. Anders lassen sich die Kurszuwächse von über drei Prozent in Asien und Europa kaum deuten.

Auch wenn das kurzfristige Denken ein altes Anlegerleiden ist: Diesmal scheinen die meisten Investoren noch nicht einmal eine Sekunde darauf verwendet zu haben zu überlegen, was eine Verstaatlichung der beiden US-Hypothekenfinanzierer wirklich bedeutet: eine Hiobsbotschaft.

Denn diese Holterdiepolter-Aktion der US-Regierung zeigt: Die Probleme am US-Immobilienmarkt sind anscheinend noch viel schlimmer, als bislang befürchtet. Schließlich hatte die Regierung noch vor wenigen Wochen erklärt, dass eine Übernahme der beiden halbstaatlichen Baufinanzierer wohl nicht notwendig sei.

Doch offenbar hatte das erst im Juli verabschiedete Gesetzespaket, das Milliardenkredite für die Hypothekenbanken und die in Finanzierungsnöte geratenen Hausbesitzer vorsah, nicht die erwünschte Wirkung erzielt. Die plötzliche Kehrtwende der US-Regierung ist somit eine schiere Verzweiflungstat.

Die staatliche Rettungsaktion für die beiden Pleite-Geschwister Fannie und Freddie zeigt somit auch: Die Liebe zur freien Marktwirtschaft und Deregulierung ist in der vermeintlichen Hochburg des Kapitalismus nichts als ein Lippenbekenntnis. Wenn es drauf ankommt, dann zücken die USA die vermeintliche Allzweckwaffe Staatseingriffe schneller als Russland oder China.

Die Verstaatlichung der beiden Hypothekenfinanzierer wird den US-Haushalt offiziell zunächst mit maximal 200 Milliarden Dollar belasten, laut Kritiker und Ex-Fed-Mitglied Bill Poole dürften sich die Belastungen gar auf 300 Milliarden Dollar belaufen.

Fannie und Freddie haben Bilanzen manipuliert

US-Rettungsaktion offenbart Skandal: Bilanzen manipuliert. Banken hatten Kapitalbasis aufgeblasen und geschönt. Sofortiger Eingriff nötig da sonst sofortiger Bankrott drohte.

Die Rettungsaktion von Fannie Mae und Freddie Mac wird immer mehr zum Skandal. Eine Prüfungskommission spricht davon, dass die größten Hypothekenbanken der USA ihre Bilanzen „geschönt“ hätten – ein vornehmer Ausdruck für „manipuliert“.

Der Skandal erschüttert Amerika, weil die beiden Hypothekenbanken ihre Bilanzmanipulationen praktisch unter den Augen der Aufsichtsbehörden vornahmen. Diese haben jedoch nicht eingegriffen und gewartet, bis es zu spät war.

«Wir mussten soeben die zwei grössten Finanzinstitute der Welt verstaatlichen, weil unsere Politiker nichts unternehmen», sagte ein Finanzanalyst der New York Times. Seit 2003 wisse man um die Buchhaltungsprobleme der beiden Firmen, und kein Politiker habe etwas unternommen.

Die US-Regierung musste heute deshalb so schnell eingreifen, weil die Baufinanzierer ihre Kapitalbasis aufgeblasen haben – und das nicht zum ersten Mal.

Das sagten Angestellte der US-Finanzverwaltung, die die Bücher von Fannie Mae und Freddie Mac studiert haben, der New York Times. Seit Wochen hatten Experten den obersten Finanzverwalter Henry Paulson gedrängt, bei Fannie und Freddie schnell einzugreifen.

Letzte Woche dann entdeckten Berater die dunklen Flecken in Freddie Macs Buchhaltung: Das Institut war noch schlimmer dran als gedacht, weil es seine Kapitalbasis in den Büchern grösser angegeben hatte, als sie tatsächlich war. Paulson musste sofort handeln.

Die manipulierte Bilanz bedeutet noch nicht, dass Freddie gegen rechtliche Bilanzvorschriften verstossen hat. Vielleicht wurden diese lediglich ausgereizt.

Ein Beispiel: Statt Hypotheken als verloren abzuschreiben, wenn der Schuldner 3 Monate nicht bezahlt hat, wie das Jahrzehnte lang Tradition gewesen sei, hätten Fannie und Freddie seit einiger Zeit damit bis zu 2 Jahre zugewartet und so die Bilanzen voller wertloser Guthaben gehabt, so die New York Times.

Die Zeitung zitiert ausserdem einen Insider aus der Bank, der zugibt, man habe Verluste in der Buchhaltung so lange wie möglich hinausgeschoben. Ohne Kontrolle wären sie erst im Frühjahr 2009 zum Vorschein gekommen, dann, wenn Freddie seine Abschlussrechnung für 2008 präsentiert hätte. Fannie Mae hätte genau die gleichen Methoden angewandt, so die New York Times, allerdings in einem geringeren Ausmass.

Ungebremst in die Tiefe. Ölkorrektur geht weiter

Praktisch ungebremst sind die US Indizes gestern nach den eher katastrophalen Daten vom US Arbeitsmarkt in die tiefe gerauscht. Mit einem satten Minus von 3 Prozent beendeten die US Börsen Ihren Tag und das dürfte auch für den Wochenausklang nicht viel Gutes verheißen. Vielleicht können wir morgen aber doch zumindest eine kleine technische Reaktion erwarten. Ansonsten ist es wie beim letzten Mal. Die Unterstützungsmarken scheinen nach wie vor Gültigkeit zu haben und auch dieses mal wird der Markt dann hoffentlich hier wieder nach oben drehen.

Besonders getroffen hat es heute mal wieder die Finanzwerte

Die Vorzeichen waren eigentlich gut. Der Ölpreis gab gestern zwischenzeitlich um über 10 Dollar am Stück nach und auch heute ist die schwäche des schwarzen Goldes weiterhin deutlich erkennbar. Dies sollte letztendlich die Indizes wieder stärken können und auch die Kojunktur entsprechend ankurbeln. Ich denke wenn der Ölpreis erstmal wieder unter der 100 Dollar Marke notiert sollte sich dies auch bei den Konjunkturdaten deutlich positiv niederschlagen. das zweite Kursziel beim Öl ist nun definintiv erreicht indem die 110er Marke unterschritten wurde. Im Sinne einer klassischen ABC Korrektur erwarte ich nun die Welle C die auf jeden Fall unter 100 vielleicht sogar bis 90 Dollar je barre Rohöl führen sollte.

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