Author Archives: Lars

Und wieder 6.250 Punkte

Heute geht es mal wieder kräftig in den Keller. Meine Solarwerte sind schon am Montag ausgestoppt worden und ich warte nun erstmal wieder ab in welche Richtung sich der Markt in den kommenden Tagen entwickeln wird. Das ist nun das vierte Mal das die Unterstützung des Dax bei 6250 Punkten getestet wird.

Der Handel wurde heute von schlechten US Arbeitsmarktdaten belastet. Vor Markteröffnung hatte das US-Arbeitsministerium unerwartet von einem Anstieg bei der Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in der vergangenen Woche berichtet. Zudem bauten die US-Firmen laut einem Bericht der privaten Arbeitsagentur ADP im August 33.000 Stellen ab – mehr als von Analysten erwartet. Unbeeindruckt waren Anleger hingegen vom Produktivitätswachstum, das im zweiten Quartal mit 4,3 % deutlich stärker gestiegen ist als zuvor angenommen.

Luxus geht immer!

Die Luxusgüterindustrie ist verhältnismäßig gut durch die Krise gekommen, sogar sehr gut mit durchschnittlichen Gewinnzuwächsen von 20 Prozent sind Firmen wie LVMH, Bulgari, Christian Dior und Richmond weiter auf der Überholspur. Dennoch wurden auch dies Unternehmen im Zugen der Kreditkrise abgestraft – teilweise zu Unrecht.

Nicht nur die reichen Russen treiben das Geschäft sondern immer mehr die neue Wohlstandsgesellschaft in China, Indien und anderen Emergin Markets. Das Geld sitzt teilweise sehr locker und der Trend seinen Reichtum zur Schau zu stellen dürfte auch in den rezessiven Tagen der Weltwirtschaft anhalten, denn es gibt immer mehr Menschen die sich diesen Wohlstand auch leisten können.

Ebenso wie der Goldpreis der sich im kommenden Jahr deutlich erholen dürfte sind die Luxusgüterhersteller beim Kauf für ein längerfristiges Depot sicherlich einen näheren Blick Wert. Besonders die KGV Hits wie Sotherby`s, Christian Dior und Swatch stehen hier ins Auge, Ebenso interessant dürften Unternehmen wie Hermes, Tiffany und sogar eine eher defizitäre Escada Aktie sein. Escada ist auf dem derzeitigen Kursnieveau sicherlich nicht zu teuer und wenn der Turnaraound gelingt eine Sünde Wert!

Nischenplayer im großen Ölgeschäft

Neben den großen Ölgesellschaften dieser Welt wie Exxon oder Mobil gibt es sicherlich auch noch wietere interessante Unternhemen in der Ölbranche. Teilweise sind die Gewinnaussichten sogar deutlich besser da die Abhängigkeit zum aktuellen Preis des Erdöls nicht so stark gegeben ist uns auch bei fallenden Notierungen immer noch ordentlich Geld verdient wird. Jahrzehnte lang wurde die Entdeckung und Förderung neuer Ölquellen vernachlässigt und nun da das kostbare Gut knapp zu werden droht werden die Versäumnisse aus der Vergangenheit nachgeholt.

Mit dem Spezialgebiet Tiefseeregionen trifft die Firma Acergy genau den Nerv der Ölkonzerne die verzweifelt auf der Suche nach neuen Einnahmequellen sind. Das britische Unternhemen bietet Service rund um Öl und Gasplattformen die sich weit draussen im offenen Meer befinden. Den Großteil der Umsätze macht Acergy im raum Afrika und im Mittelmeer. Das Umsatzwachstum liegt bei 40 Prozent und das KGV unter 14 was für die Branche verhältnissmäßig günstig ist.

Ebenso haben Pipeline Hersteller wie Wellstream derzeit Hochkonjunktur. das kostbare Gt muss immer schneller und kostengünstiger an die Märkte transportiert werden. Erst im April 2007 ist der Röhrenhersteller Wellstream an die Börse gegengen und der Kurs hat sich seitdem verdreifacht. Die Umsatzsteigerung lag im letzten Jahr bei über 80 Prozent! Nach berechnung der Credit Suisse wird sich der Vorsteuergewinn des Unternehmens bis zum Jahre 2010 knapp vervierfachen.

Petrofac beschäftigt sich mit der Entwicklung , dem Bau und dem Betrieb von Anlagen für die Öl und Gasindustrie. Größtenteils hat das Unternehmen seine Kunden im mittleren Osten. Das Betriebsergebniss konnte man im vergangenen Jahr um 47 Prozent verbessern und die Wachstumsraten sollen auf Sicht der nächsten Jahre in dieser Größenordnung bleiben. Alle drei Unternehmen sind hochinteressant, und dabei spielt die Entwicklung des Ölpreises nur eine untergeordnete Rolle.

Gustav lässt den Ölpreis purzeln!

Der Tropensturm hat die Ölanlagen im Golf von Mexiko nicht so stark beeinträchtigt wie befürchtet. Der Preis für US-Leichtöl bricht zeitweise um 10 $ ein – das gab es seit dem Golfkrieg 1991 nicht mehr. Die Börse jubelt – und der Euro rutscht unter 1,45 $.

Ein Barrel (159 Liter) der US-Leichtölsorte WTI kostete am Dienstag zeitweise 105,46 $. Später erhöhte sich der Preis wieder etwas und notiert am frühen Nachmittag bei knapp über 108 $. Der Verfall von zeitweise 10 $ war der zweitgrößte Preisrutsch aller Zeiten binnen eines Tages. Am 17. Januar 1991 war der Ölpreis um 10,90 $ auf 21,10 $ abgerutscht. An dem Tag hatten die USA ihren Angriff auf Saddam Husseins Irak begonnen, nachdem er zuvor Kuwait besetzt hatte.

Aktueller Anlass für den drastischen Preissturz war der Tropensturm „Gustav“. Er war mit Hurrikan-Stärke zwei und Windgeschwindigkeiten von knapp 180 Kilometern in der Stunde schwächer als befürchtet westlich von New Orleans auf das Festland geprallt.

Der Energiekonzern Shell rechnet damit, dass die Wiederaufnahme der wegen „Gustav“ unterbrochenen Ölförderung im Golf von Mexiko drei bis fünf Tage dauern wird. Falls es die Wetterbedingungen zuließen, wolle das niederländisch-britische Unternehmen am Dienstag die ersten Arbeiter in einige evakuierte Produktionsanlagen zurückbringen, teilte das Unternehmen am Montag mit. Zudem würden die Bohrinseln aus der Luft auf Schäden geprüft.

Die USA rechneten indes damit, dass Shell und der US-Wettbewerber Exxon Mobil wegen der Produktionsausfälle Bestände aus der strategischen Ölreserve der Vereinigten Staaten anfragen werden.

Tesco – Gegessen wird immer!

Tesco ist mit einem Umsatz von 60 Milliarden Euro einer der größten Supermarktketten dieser Welt. Die Rezession in England hat natürlich auch dem Aktienkurs von Tesco gut zugesetzt und so ist die Notierung seit dem Hoch im Jahr 2007 bei knapp 7 Euro auf inzwischen 4,50 Euro zurückgekommen. Sollte die Konjunktur bald wieder anziehen wird dies sicherlich auch positiv in der Bilanz der Lebensmittelkette zu spüren sein.

Besonders der Komfort, die Qualität und das Kauferlebnis werden bei Tesco immer im Vergleich zu anderen europäischen Supermärkten hervorgehoben und genau hier liegt der Vorteil. Die Expansion in andere europäische Länder wird stark vorangetrieben und dürfte wohl auch gelingen. Wer schon einmal bei Tesco eingekauft hat weiß wovon ich Rede. Die Aussichten bleiben gut und ähnlich wie Wallmart ist Tesco einer der wirklichen Bigplayer im Markt und Langläufer im Depot.

Wachstumswerte made in Germany

Alle Jahre wieder kommt die von Börse Online rausgebrachte liste der wahren Wachstumswerte in Deutschland. Bewertet werden die Unternehmen aus Dax, MDax, TecDax und SDax nach Solidität, Profitabilität, Kontinuität und Exclusivität. Vereinfacht gesprochen….Geschäftsmodell, regelmäßig steigende Gewinne und langfristige Aussichten. Dieses jahr sieht die Reihenfolge wie folgt aus:

1. Platz P&I, Personalsoftware

2.Platz Stratec, Medizintechnik

3. Platz Vivacon, Wohnimmobilien

4. Platz Sartorius, Waagenbau

5. Platz Puma, Sportartikel

6. Platz H&R Wasag, Spezialchemie

7. Platz PC Ware, Software

8. Platz DVB Bank, Bank

9. Platz Porsche, Automobile

10. Platz Bechtle, IT Systemhaus

von den genannten Unternehmen wurden allerdings nur 3 zum Kauf empfohlen. Dies waren Vivacon, H&R Wasag und Porsche. An dieser Stelle ein herzliches Kompliment an die Redaktion, denn die drei Unternehmen stehnen auch auf meiner Liste ganz oben und die Reihenfolge stimmt auch.

Die USA rühren die Werbetrommel

Es kommt einem schon fast etwas komisch vor das sich die guten Nachrichten von der Konjunkturfront in den USA in den letzten Tagen so häufen. Heute wurden neben dem Einkaufsmanager Index auch noch das US Verbrauchervertrauen im August veröffentlicht das ebenfalls wesentlich besser ausfiel als vom Markt erwartet. Dazu noch gestern die Meldungen über das deutlich höhere US BIP, und fertig ist die Hoffnungssuppe!

Der an der Universität Michigan im Auftrag der Nachrichtenagentur Reuters berechnete Index für die Verbraucherstimmung in den USA ist im August nach den Ergebnissen der zweiten Umfrage auf 63,0 gestiegen, wie am Freitag berichtet wurde. Von Dow Jones Newswires befragte Ökonomen hatten den Indexstand bei 62,0 erwartet. Nach der ersten Befragung hatte sich ein Stand von 61,7 ergeben, im Juli hatte der Index bei 61,2 Punkten notiert.

Die Frage ist nun ob diese Daten durchaus ernst zu nehmen sind und das eventuell den Tiefpunkt der Krise markieren soll, oder ob es sich hierbei um eine vorübergehende Erscheinung handelt die bei den nächsten Veröffentlichungen wieder ad absurdum geführt wird. Vielleicht ist es sogar nur Propaganda, man weiß es nicht. Während ich das hier so schreibe läuft mal wieder ein Shortangriff oder Gewinnmitnahmen bei Freddie und Fannie. Der Amerikaner geht halt einfach nicht gerne mit dicken Gewinnen ins verlängerte Wochenende…

Einkausmanager Index Chicago über den Erwartungen

Der Verband der Einkaufsmanager in Chicago hat am Freitag einen überraschend starken Anstieg des Index der Geschäftstätigkeit im August auf saisonbereinigt 57,9 Punkte gemeldet. Von Dow Jones Newswires befragte Ökonomen hatten im Vorfeld einen leichten Rückgang auf 49,5 prognostiziert. Im Juli hatte der Wert 50,8 betragen. Werte über 50 Punkte deuten auf eine Expansion, Zahlen darunter auf eine Kontraktion im verarbeitenden Gewerbe der Region.

Wie der Verband weiter mitteilte, belief sich der Index für die Produktion auf 63,4 (Vormonat: 49,2), der Index für den Auftragseingang wurde mit 60,2 (53,5) angegeben. Für den Beschäftigungsindex wurde ein Wert von 39,2 (45,9) gemeldet. Der Index für die bezahlten Preise fiel den Angaben zufolge auf 80,6 (90,7).

US BIP bei 3,3 Prozent – Ist die Krise vorbei?

Kräftige Aufschläge in Asien sehen wir heute. Nebenbei bemerkt die größten Zuwächse seit Wochen getragen durch die Exportwerte die die Indizes wieder nach oben ziehen. Auch Finanztitel scheinen zumindest teilweise wieder gesucht zu sein. Grund dürften auch die gestern aus den USA gelieferten Daten zum US BIP gewesen sein die auf den ersten Blick deutlich besser ausgefallen sind als erwartet. Mit einem Wachstum von 3,3 Prozent glänzte die USA gestern wieder gegenüber den ursprünglich prognostitierten 1,7 Prozent.

Der Markt stieg also wahrscheinlich, weil diese Zahlen vordergründig belegen, dass die US-Wirtschaft doch stärker ist als allgemein angenommen. Auf den zweiten Blick ist dieses Wirtschaftswachstum lediglich durch den sehr schwachen Dollar zustande gekommen. Ein Umstand der die Wettbewerbsfähigkeit amerikanischer Güter auf dem Weltmarkt entscheidend verbessert hatte. Ob der Markt doch noch auf die Idee kommt, dass der Dollar zwischenzeitlich stark zugelegt hat und damit diese Zahlen nichts weiter als Makulatur sind? Ich bin sehr gespannt!

In der Karibik tobt immer noch Wirbelsturm Gustav und dies könnte den Ölpreis weiter ansteigen lassen und damit den Börsen wieder das Leben etwas schwerer machen. Irgend einer steht halt immer auf der Bremse..Von einem Ende der Krise kann wohl noch keine Rede sein und die Probleme der Finanzbranche wiegen weiter schwer. Jedoch gibt es auch bei den Banken und Versicherern durchaus wieder einige Aktien die einen Blick wert sind. Die UBS zum Beispiel scheint einen Boden bei 13,- Euro gefunden zu haben und läuft seitdem sehr konstant und gut nach oben..

Zentralbanken machen Banken wieder liquide!

Nach Informationen aus Finanzkreisen wollen die EZB, die Fed und weitere große Zentralbanken den Zugang zu Liquidität in Notfallzeiten deutlich erleichtern. Demnach sollen europäische Banken zum Beispiel auch dann Geld von der US-Fed erhalten, wenn sie dafür Wertpapiere hinterlegen, die auf Euro lauten. Bislang akzeptieren die Notenbanken nur Sicherheiten in der eigenen Währung.

Die Zentralbanken ziehen mit ihren Plänen weitreichende Konsequenzen aus der aktuellen Finanzkrise. Das Financial Stability Forum (FSF), in dem unter anderem Aufseher und Notenbanker vertreten sind, hatte schon im April angeregt, dass die Notenbanken Sicherheiten in Fremdwährungen annehmen sollen. Dass sie das bislang unterlassen, gilt als wichtiger Grund für die seit Monaten angespannte Lage an Teilen des Geldmarkts. Am Geldmarkt versorgen sich die Banken mit Liquidität. Seit Ausbruch der Finanzkrise vor gut einem Jahr drohte der Markt mehrmals auszutrocknen, da die Banken sich kaum mehr vertrauten und untereinander weniger Geld liehen.

Um die Probleme in den Griff zu bekommen, hatten die Notenbanken dem Geldmarkt seit dem letzten Herbst wiederholt milliardenschwere Liquiditätsspritzen gesetzt. Die Währungshüter wollten damit Bankpleiten verhindern. Zudem wollten die Zentralbanken sicherstellen, dass die Kreditvergabe an Unternehmen und Verbraucher nicht versiegt.

Der Ausschuss für Zahlungs- und Abrechnungssysteme (CPSS), in dem Vertreter der führenden Notenbanken sitzen, arbeitet derzeit an den Details der Vereinbarungen, die im Oktober bekannt gemacht werden dürften. Eine Vorentscheidung soll das Zahlungskomitee des Euro-Systems PSSC bei seiner Sitzung am 23. September treffen. Neben der Fed und der EZB wollen sich die Bundesbank und auch die Bank of England beteiligen. Ob die Schweizer Nationalbank teilnimmt, ist noch unklar. Vorgesehen ist, dass die neuen Regeln nur dann greifen, wenn die Notenbanken gemeinsam feststellen, dass eine Finanzkrise vorliegt.

Quelle: FTD

Rebound bei den Hypothekenfinanzierern!

Fannie Mae und Freddie Mac konnten beide gestern mal wieder ordentlich zulegen und sogar auf Tageshoch aus dem Handel gehen. Die Mehrheit der Marktteilnehmer glaubt nun wohl das die beiden Unternehmen auch ohne einen staatlichen Eingriff überleben können und kaufen wieder kräftig Aktien der beiden Hypothekenfinanzierer. Dabeibeleiben und immer schön die Stopps nachziehen ist hier die Devise! In der nächsten Reihe dürften ebenfalls Aktien wie Ambac und Washington Mutual oder auch MBIA wieder interessant werden wenn sich die Lage nun etwas stabilisiert.

Heute hält Barack Obama seine Rede vor dem Kongress der Demokraten und wurde  nun offiziell zum Präsidentschaftskadidaten  der Demokraten ernannt. Hillary Clinton befürwortet und unterstütz den Senator aus Illinois nach Leibeskräften und nun beginnt wohl die heiße Phase im US Wahlkampf. Erschreckender Weise liegt derzeit McCain leicht vorne und ich frage mich immer noch wo denn die Schmerzgrente des gemeinen Amerikaners ist an dem er feststellen könnte das die bisherige Politik villeicht nicht ganz so gut war für das Land..

Weitere Bankenpleiten sind sehr wahrscheinlich

Die Zahl der Banken die sich in Schieflage befinden steigt weiterhin täglich an. Nach Angaben des staatlichen Einlagensicherungsfonds der USA ist die Zahl von 90 im ersten Quartal 2008 auf nun 117 Banken im zweiten Quartal angestiegen. Die Gewinne der insgesamt 8500 Banken sollen gleichzeitig zum ersten Quartal um 86 Prozent auf 5 Mrd. Dollar gesunken sein!

Das ist umso kritischer, als das auf die US-Banken die teuerste Refinanzierungswelle ihrer Geschichte zukommt. Sie müssen bis Ende 2009 Anleihen im Volumen von über 800 Mrd. Dollar zurückzahlen, während sich der Renditeaufschlag zu den US-Staatsanleihen auf über 4 % ausgeweitet hat. Es ist also durchaus möglich das gerade durch diese Tatsache zum Ende des nächsten Jahres nochmal mit einer ganzen Reihe an schlechten Nachrichten aus dem Bankensektor gerechnet werden muss.

Das Gröbste sollte aber schon bis Ende des laufenden Jahres hinter uns liegen. Und das ist eventuell ein ganz entscheidender Faktor für Eure Anlagestrategie, denn Börsen nehmen Entwicklungen vorweg – irgendwann in den kommenden Wochen werden diese anfangen darauf zu spekulieren, dass das Gröbste der Finanzkrise hinter uns liegt. das heißt es ist umso wichtiger hier täglich die Augen offen zu halten und zu gegebener Zeit dann das Depot neu aufzubauen.

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