Author Archives: Lars

Bankentitel müssen raus – mal wieder!

Die Nachrichtenlage ist heute extrem widersprüchlich. In den USA sind mal wieder drei kleinere Banken pleite gegangen wovon nur eine gerettet werden konnte. Die Planung der neuen US Regierung um Barack Obama bezüglich einer Bad Bank gerät offensichtlich immer mehr ins stocken und schickt somit heute die Finanzwerte wiedermal auf Talfahrt. Weiterhin sehr groß sind die Unsicherheiten auch bei der Bank of America. Zu den bereits im Oktober zugesagten 25 Milliarden US-Dollar an Hilfszahlungen für Merrill und BoA sollen nun weitere 20 Milliarden US-Dollar hinzukommen.

Die Aktie von BoA befindet sich unterdessen seit Tagen im freien Fall und hat sich in den letzten zehn Handelstagen fast gedrittelt. Ein Einstieg drängt sich hier wohl nach wie vor nicht auf. Ebenso steht es um die Citigroup Aktie die sich dem allgemeinen Trend auch nicht entziehen kann. Hier sehe ich allerdings langsam eine Bodenbildung begleitet von einer sich aufhellenden Nachrichtenlage und entsprechenden Analystenkommentaren. Es dürfte aber heute auch bei der Citigroup Aktie nochmal runter gehen.

Völlig im Raum stehen dagen die Aussagen der Finacial Times über den sogenannten Urknall des Obama Teams. US-Präsident Barack Obama will der Wirtschaftskrise mit einer neuen Strategie entgegentreten, die vermutlich in der kommenden Woche vorgestellt wird. Wer also immer noch auf die Errichtung einer Bad Bank setzten möchte sollte sich bei verschiedenen Finanzwerten langsam umschauen, aber nur einen sehr geringen Teil seines Kapitals hier investieren. Die Aussgen sind alle noch sehr wage und ungenau, erstmal geht der Bad Bank Blues weiter und wir werden sehen ob hier wirklich etwas kommt..

Obama plant den Urknall!

Die kommende Woche verspricht interessant zu werden. Nach den neuesten Meldungen aus den USA soll etwas ganz großes geplant sein und sollte dies auch so kommen ist mit extremen Kursturbulenzen an den Aktienmärkten zu rechnen. Obama-Team arbeitet am großen Wurf. Die Hiobsbotschaften sollen ein Ende haben: US-Präsident Obama arbeitet mit seinen Topberatern an einer neuen Strategie gegen die Finanzkrise – mit Initiativen zur Bankenrettung und Hilfen für Hauseigentümer. Die Regierung verspricht sich davon einen Urknall für die US-Wirtschaft.

Bislang gibt es nur vielsagende Andeutungen und das Versprechen auf den großen Wurf: US-Präsident Barack Obama will der Wirtschaftskrise mit einer neuen Strategie entgegentreten, die vermutlich in der kommenden Woche vorgestellt wird. In einem Bericht der „Financial Times“ ist von einer umwälzenden Neuerung, einem „Big Bang“, einem Urknall, die Rede. Es soll also der große Wurf sein, den die US-Regierung in petto hat. Wie aus Obamas Umfeld verlautete, sind für die neue Strategie Maßnahmen im Gespräch, die mehr als die bislang für den Rettungsfonds bewilligten 700 Milliarden Dollar erfordern könnten…

Neue Bankenpleiten in den USA

Mit gleich drei US-Bankenpleiten auf einen Schlag geht die Serie von Zusammenbrüchen auch im neuen Jahr ungebremst weiter. Zum Wochenende mussten infolge der Finanzkrise drei kleinere Institute in Maryland, Florida und Utah schließen. Die Zahl der Bankenpleiten in den USA stieg damit seit Jahresbeginn auf sechs. Im Jahr 2008 gab es insgesamt 25 Zusammenbrüche von Geschäftsbanken.

Die drei Banken hatten insgesamt eine Bilanzsumme von rund 880 Mio. $ und Kundengelder von rund 800 Mio. $. Diese seien grundsätzlich abgesichert, teilte die staatliche Einlagensicherung FDIC mit.

Für die Suburban Federal Savings Bank in Crofton (Maryland) und die Ocala National Bank in Ocala (Florida) fand die FDIC wie in den meisten bisherigen Fällen jeweils eine andere Bank als Käufer. Die Suburban Federal Savings Bank hatte eine Bilanzsumme von rund 360 Mio. $, die Ocala National Bank von 224 Mio. $.

Für die ebenfalls gescheiterte Magnet Bank in Salt Lake City (Utah) mit einer Bilanzsumme von knapp 293 Mio. $ habe sich dagegen kein Käufer gefunden. Die FDIC geht aber davon aus, dass über sie die Einlagen aller Kunden ebenfalls abgesichert sind. Mit der Auszahlung der Gelder werde bereits an diesem Montag begonnen.

Jetzt kommen die Jumbos

Jumbo Kredite sind das neue Angst Wort der Walls Street. Die Angst vor weiteren Abschreibungen geht um, denn von Fachleuten wird nun als nächstes das Platzen eben dieser Jumbos befürchtet. Als „Jumbo“-Hypotheken werden die Kredite bezeichnet, deren Hypothekensumme über den festgesetzten Obergrenzen der staatlichen Immobilienfinanzierer Fannie Mae und Freddie Mac liegt. Im Durchschnitt haben sie ein Volumen von 750.000 USD und können 5 Mio USD erreichen.

Nach Angaben des Fachblatts „Inside Mortgage Finance“ haben US-Banken von 2002 bis 2006 jährlich ein Volumen von durchschnittlich 557 Mrd USD an Jumbo-Hypotheken gewährt. In den ersten neun Monaten des Jahres 2008 entfiel knapp die Hälfte des US-Marktes auf drei Hypothekengeber. Chase Home Finance und Washington Mutual, die beide zu J.P. Morgan Chase & Co gehören, vergaben über 25% der Großhypotheken. Bank of America Corp und Wells Fargo & Co. brachten es jeweils auf einen Anteil von 11%.

Die hohe Arbeitslosigkeit und der weitere Preisverfall bei Häusern und sonstigen Immobilien bringt Analysten nun zu dem Schluss das dies die nächste Welle sein könnte die die Finanzmärkte heimsuchen könnte. Dann würde auch die Aktie von JP Morgan Chase, die sich bislang eigentlich noch relativ gut  in diesem Gesamtmarkt halten konnte wohl nochmal kräftig unter die Räder kommen. Andere Banken wie die Bank of Amerika oder auch die Citigroup dürften damit dann auch neue Tiefsstände testen.

Postbank – Deutschlands zweitdümmste Bank!

Gäbe es einen Preis für die dümmste Bank Deutschlands, wäre nicht nur die KfW mit ihrer Millionenüberweisung an die Pleitebank Lehman Brothers ein würdiger Aspirant. Auch die Postbank reiht sich in die Bewerberliste ein.

Die Postbank hat versehentlich einen mit 170.000 Euro gefüllten Tresor verschrotten lassen. Arbeiter im Elektrostahlwerk Hennigsdorf bei Berlin trauten ihren Augen nicht: Beim Entladen eines Schrotttransporters seien ihnen plötzlich Geldscheine entgegengeflattert, berichtete der „Hennigsdorfer Generalanzeiger“ am Freitag. Der unglaubliche Fund datiere bereits vom 14. Januar.

Die Bankangestellten hatten zunächst einen Diebstahl vermutet und sie alarmierten die Kriminalpolizei. Diese habe festgestellt, dass keine Straftat vorliege, sagte ein Polizeisprecher dem Blatt. Wie es zu dem Versehen kommen konnte, erklärte die Postbank mit der Unachtsamkeit eines Mitarbeiters beim Umzug einer Filiale. Der Tresor sei vor der Übergabe an die Entsorgungsfirma nicht vollständig geleert worden.

Porsche Anleger sind verunsichert..

Die Presse ist sich mal wieder einig und pickt gezielt die negativen Nachrichten der Porsche Hauptversammlung heraus. Der Absatz des erfolgsverwöhnten Stuttgarter Konzerns brach in den Monaten August bis Januar um 27 Prozent auf rund 34.000 Fahrzeuge ein. Der Umsatz hingegen brach etwas weniger ein als erwartet, das operative Ergebnis musste auch deutlich Federn lassen. Bereinigt um Sondereffekte aus der VW Spekulation konnte der Autobauer hingegen deutlich überzeugen. Dieser soll deutlich höher ausfallen als die 1,55 Milliarden Euro aus dem vergangenen Jahr.

Angesichts des massiven Absatzeinbruchs kündigte der Stuttgarter Autobauer ein mehr als einhundert Millionen Euro schweres Sparprogramm sowie eine massive Drosselung der Produktion an. So sollen im Stammwerk Stuttgart-Zuffenhausen die Bänder bis zum Beginn der Sommerpause an weiteren 19 Tagen stillstehen.

Dennoch wurde größtenteils verschwiegen das es durchaus auch positive Signale von Wendelin Wiedeking gegeben hat. So hat sich der Konzern gegen negative Währungseinflusse langfristig gut abgesichert. Auch wenn hier keine konkrete Prognose für das kommende Geschäftsjahr gegeben wurde dürfte die Aussage das man in der Lage ist seine Investitionen aus Eigenmitteln zu bestreiten doch in diesen Zeiten einen besonderen Stellenwert haben.

Am heftigsten wies Wenedelin Wiedeking aber daruf hin das der derzeitige Aktienkurs in keinster Weise den Wert seines Unternehmens wiederspiegele, und da sind wir wohl einer Meinung. Dennoch kann auch dieser Kurs noch etwas wanken bis es wieder aufwärts geht.Sicherlich wird die nächste Zeit auch für Porsche sehr schwierig, wenn allerdings ein Autobauer gute Chancen auf ein Überleben hat oder gar der große Profiteur dieser Krise sein wird, dann dürfte das wohl die Porsche AG sein.

Das Gazprom Problem

Gazprom – Eigentlich ein gutes Unternehmen in einem guten Markt mit einer hervorragenden Positionierung. Aber Gazprom hat vielschichtige und in erster Linie politische Probleme die den Plan einmal das größte Unternehmen dieser Welt zu werden wohl noch eine ganze Zeit lang vereiteln werden. Der größte Gasförderer dieser Erde mit knapp einem Viertel Marktanteil begibt sich meistens durch die unnachgiebige Politik der russischen Regierung immer wieder in schwere Fahrwasser.

Gazprom drehte nach dem Scheitern der Gaspreisverhandlungen mit dem Kiewer Versorger Naftogaz Ukrainy dem Nachbarland zum zweiten Mal nach 2006 den Gashahn runter. Kurz darauf stellte Gazprom die Transitlieferungen ganz ein mit der Behauptung, die Ukraine stehle das Gas. Im Ergebnis bekamen vor allem osteuropäische Kunden wie Bulgarien, Serbien und die Slowakei tagelang kein russisches Erdgas mehr.

Dies drückt deutlich auf die Gewinne des Unternehmens, und nicht nur das. Immer mehr europäische Staaten sehen sich derzeit nach alternativen Bezugsquellen um um die Abhängigkeit von diesem politisch instabilen Partner zu minimieren. Dies kann langfristig auch deutliche Folgen auf die künftigen Absatzmärktevon Gazprom haben was wiederum noch zusätzlich auf die Margen drücken dürfte. Den Großteil seiner Gewinne erwirtschaftet das Unternehmen im Ausland, da die Preise für Gas bei inländischen Lieferungen deutlich unter dem westlichen Niveau liegen.

Zudem wäre ist die Wahrscheinlichkeit das Schadensersatzklagen wegen Nichteinhaltung der Liefervereinbarungen nun auf Gazprom zukommen werden. Gazprom, das laut Experten-Berechnungen durch die Lieferkrise selbst 1,5 bis 1,8 Mrd. Dollar Umsatz eingebüßt hat, dürfte schon bald die volle Wucht dieser Entwicklungen zu spüren bekommen.  Versorgungssicherheit und Zuverlässigkeit sind bislang die höchsten Güter des mit 55 Mrd. Dollar am höchsten verschuldeten russischen Unternehmens. Doch jetzt ist die Refinanzierung von in diesem Jahr auslaufenden Krediten angesichts der globalen Finanzmarktkrise selbst für einen jahrelang so solventen Schuldner wie Gazprom nicht unproblematisch.

Auch wenn ich das Unternehmen grundsätzlich und langfristig für sehr interessant halte scheint sich also bis zur Klärung der Auswirkungen und politischen Stabilisierung erstmal kein Kauf aufzudrängen.

HypoReal Estate, Porsche, Klöckner & Co.

Die asiatischen Märkte notieren heute mit kräftigen Abschlägen. Japan steckt in der tiefsten Rezession seit dem 2. Weltkrieg, die Arbeitslosigkeit ist hoch wie nie, und auch die Autobauer Honda und Toyota können wenig erfreuen. Bei beiden Unternehmen ist die Absatzflaute deutlicher zu spüren als dies vom Markt befürchtet worden war.

Es wird in jedem Falle ein spannender Tag, denn es stehen einige Nachrichten auf dem Programm die die Kurse heute bewegen werden. Die Soffin will heute über die staatliche Übernahme der HypoReal Estate entscheiden, und ich befürchte das dies zu keinem guten Ergebnis für die Steuerzahler führen könnte.

Heute ist dann auch noch die langerwartete Porsche Hauptversammlung auf der die Aktionäre heute durchaus auch einmal kritische Fragen stellen dürften. Spannend dürfte auch der tatsächliche Ausgang und Gewinn durch die VW Spekulationen sein. Hat Porsche bei acht Milliarden Euro Umsatz wirklich elf Milliarden Gewinn generiert.

Klöckner & Co hat Zahlen vorgelegt die über den Erwartungen gelegen haben, musste aber im vierten Quartal ebenfalls einen Verlust ausweisen und  konnte keinen Ausblick auf das kommende Geschäftsjahr geben. Das schmeckte den Aktionären nicht und vorbörslich geht die Klöckner Aktie bereits fast 10 Prozent in die Knie.

Der Wind-Horst, letztes Kapitel!

Lars Windhorst ist mit seiner Beteiligungsgesellschaft Vatas nun doch erwartungsgemäß pleite gegangen. Wie heute bekannt wurde hatte die Nord LB den einstigen Vorzeige Jungunternehmer nun doch endgültig zu Fall gebracht. Auf Rückzahlung der insgesamt 150 Millionen Euro hatte die Norddeutsche Landesbank die Gesellschaft von Lars Windhorst nun verklagt. Durch windige Geschäfte und zugegebener Maßen etwas zu viel Vertrauensseeligkeit der Bank war der Schaden in dieser astronomischen Höhe entstanden.

Laut NordLB hatte Windhorst die Bank mit dem Ankauf von 15,5 Prozent an dem Handy-Hersteller Balda beauftragt, die Aktien später aber nicht abgenommen. Die Bank hatte daraufhin 132 Millionen Euro Wertberichtigungen vornehmen müssen. Der „Affäre Windhorst“ war sogar der für den Handel zuständige Vorstand der NordLB zum Opfer gefallen. Die Börsenaufsicht BaFin hatte eine Sonderprüfung der Bank vorgenommen.

Der Geschäftsführer der Vatas Beteiligungsgesellschaft hat Insolvenzantrag gestellt. Und wiedermal dürfte der Steuerzahler für die großspurigen Geschäfte eines Einzelnen aufkommen müssen. Maßgebliche Beteiligungen hält die Vatas derzeit an Balda, Freenet und Air Berlin. Ich bin mal gespannt wie sich die Aktienkurse demnächst „entwickeln“.

Das Kost-Nix-Depot

Und da ist er der Bad Bank Blues! Ich hatte ja gestern vor allzu viel Euphorie gewarnt und das dürfte sich heute bestätigt haben. Besonders die englischen Bankentitel die gestern so kräftig zulegen konnten wie Barclays, RBS, Bank of Ireland und die Allied Irish Bank werden heute erwartungsgemäß durchgerüttelt. Natürlich habe ich mir das gestern auch nicht entgehen lassen und jeweils eine kleine Position gekauft.

Diese habe ich allerdings gestern Abend, bzw. heute morgen wieder glatt gestellt und lediglich die gewonnenen Stücke behalten. Aktie für umsonst ist die Devise! Sollten diese Unternehmen jetzt doch noch pleite gehen ist mir das relativ egal, denn die Aktien haben mich faktisch nichts gekostet. Bei weiteren Rücksetzern in den Titeln werde ich das ganze nochmal probieren! Ebenso spannend könnte eine Spekulation auf die Bad Bank bei den amerikanischen Banken Aktien werden.

Sollten aber nur ein oder zwei dieser Unternehmen, oder vielleicht sogar alle überleben betrachte ich das als sinnvollen Beitrag zu meiner Rente. Hierfür habe ich mir ein Extra Depot eingerichtet in das ich diese Stücke sowie auch die kommenden Umsonst-Stücke regelmäßig übertragen werde. Aber, und das ist ganz wichtig, ich werde die nächsten fünf bis zehn Jahre nicht in dieses Depot reinschauen, um nicht doch in Versuchung zu kommen etwas daraus zu verkaufen…

Immobilienkonzern Level One ist pleite

Der Immobilienkonzern Level One mit 20.000 Wohnungen vor allem in Ostdeutschland ist pleite. Wie Insolvenzverwalter Rolf Rattunde am Mittwoch in Berlin mitteilte, hat das Unternehmen in Folge der Immobilienkrise rund 1,5 Milliarden Euro Schulden angesammelt. In den vergangenen Wochen seien beim Amtsgericht Berlin-Charlottenburg bereits 38 Insolvenzverfahren über Gesellschaften des Konzerns eröffnet worden.

Betroffen seien neben den rund 20.000 Wohnungen auch 500 Gewerbeobjekte, vor allem in Berlin und Ostdeutschland. Rattunde sprach von einer der größten Immobilienpleiten in Deutschland. In Absprache mit den Banken sei die Versorgung der Mietobjekte mit Strom und Wasser vorerst sichergestellt.

Zu den Gläubigern von Level One gehören unter anderem die Credit Suisse International, JPMorgan sowie die Royal Bank of Scotland (RBS) . Die genaue Höhe der Schäden kann laut Rattunde erst nach der Verwertung der Immobilien festgestellt werden. In den kommenden Wochen sei mit der Eröffnung weiterer Insolvenzverfahren zu rechnen.

Was sind Jumbo Hypotheken?

Zunehmende Zahlungsausfälle bei großvolumigen Immobilienkrediten lassen in den USA weitere Belastungen für Banken und Investoren befürchten. Bei den so genannten „Jumbo“-Hypotheken waren im Dezember 6,9% der Kredite 90 Tagen und mehr in Zahlungsverzug, wie das „Wall Street Journal“ (WSJ – Mittwochausgabe) unter Verweis auf einen Bericht des Research-Unternehmens LPS Applied Analytics berichtet. Im Vorjahr hatte die Quote erst 2,6% betragen.

Als „Jumbo“-Hypotheken werden die Kredite bezeichnet, deren Hypothekensumme über den festgesetzten Obergrenzen der staatlichen Immobilienfinanzier Fannie Mae und Freddie Mac liegt. Im Durchschnitt haben sie ein Volumen von 750.000 USD und können 5 Mio USD erreichen.

Die deutlich steigende Arbeitslosigkeit in den USA in allen Branchen und auf allen Gehaltsebenen wird noch eine Zunahme der Zahlungsausfälle nach sich ziehen. Im Dezember war die Arbeitslosenquote in allen 50 US-Staaten angestiegen, mit den stärksten Zuwächse in Kalifornien und Florida, wo Hausbauer die meisten Jumbo-Hypotheken aufgenommen haben. Die Ausfälle treffen Hypothekengeber heftig, weil die als Sicherheit dienenden Häuser des gehobenen Preissegments in der aktuellen Marktlage außerordentlich schwierig zu verkaufen sind.

Top