Was sind Jumbo Hypotheken?

Zunehmende Zahlungsausfälle bei großvolumigen Immobilienkrediten lassen in den USA weitere Belastungen für Banken und Investoren befürchten. Bei den so genannten „Jumbo“-Hypotheken waren im Dezember 6,9% der Kredite 90 Tagen und mehr in Zahlungsverzug, wie das „Wall Street Journal“ (WSJ – Mittwochausgabe) unter Verweis auf einen Bericht des Research-Unternehmens LPS Applied Analytics berichtet. Im Vorjahr hatte die Quote erst 2,6% betragen.

Als „Jumbo“-Hypotheken werden die Kredite bezeichnet, deren Hypothekensumme über den festgesetzten Obergrenzen der staatlichen Immobilienfinanzier Fannie Mae und Freddie Mac liegt. Im Durchschnitt haben sie ein Volumen von 750.000 USD und können 5 Mio USD erreichen.

Die deutlich steigende Arbeitslosigkeit in den USA in allen Branchen und auf allen Gehaltsebenen wird noch eine Zunahme der Zahlungsausfälle nach sich ziehen. Im Dezember war die Arbeitslosenquote in allen 50 US-Staaten angestiegen, mit den stärksten Zuwächse in Kalifornien und Florida, wo Hausbauer die meisten Jumbo-Hypotheken aufgenommen haben. Die Ausfälle treffen Hypothekengeber heftig, weil die als Sicherheit dienenden Häuser des gehobenen Preissegments in der aktuellen Marktlage außerordentlich schwierig zu verkaufen sind.

2 Comments

  1. Pingback: Jetzt kommen die Jumbos | investors inside

  2. Pingback: Blick Log » Presseschau: Die Blicke in die Wirtschaft am 29. Januar 2009

Kommentar verfassen

Top