Author Archives: Lars

Anna Brinkmann kauft weiter

Zu den auffälligsten Insiderkäufen gehören wohl in den vergangenen Wochen die von Anna Brinkmann. Frau Brinkmann ist Geschäftsführendes Organ wie es so schön heißt der Firma C.A.T. Oil AG und kauft fast täglich eine nennenswerte Position des eigenen Unternehmens. Ich bin mir ziemlich sicher das dies nicht ohne Grund passiert und nach wie vor investiert. Unter normalen Bewertungskriterien ist die CatOil AG offensichtlich soweiso ein Schnäppchen, ausser das die Umsätze verhältnismäßig gering sind. Von Anna Brinkmann wird hier alles was am Markt verfügbar ist anscheinend unter 2,- Euro eingesammelt, und ist somit inzwischen der größte Einzelaktionär der Gesellschaft. Der Buchwert je Aktie dürfte mindestens bei dem Doppelten liegen, eher wohl bei ca 5,- Euro.

Schwarzbuch Börse

Alle Jahre wieder veröffentlicht die Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger SdK in Ihrem Scwarzbuch die großen Börsen-Skandale, und so auch dieses mal für das Jahr 2008. Ein besonderes Kapitel widmet die SdK hierbei den Analysten und ihren oftmals extrem unqualifizierten Analysemethoden und -ergebnissen. Ebenso verhielt es sich mit den fachkundigen Kommentaren zum Dax-Kursziel, dem Ölpreis, dem Gold oder diversen Einzelaktien. Unter den 40 schwarzen Schafen befinden sich so illustre Namen wie Infineon, Arcandor, Freenet, Conergy, Hypo Real Estate, ProSiebenSat.1 und Premiere.

Der Leser erfährt zum Beispiel, wie die als „Heuschrecken“ titulierten Großaktionäre Permira und KKR ProSiebenSat.1 ausquetschten. Erst zwangen sie ProSiebenSat.1, ihnen die Senderkette SBS für 3,3 Milliarden Euro abzukaufen. Und dann setzten sie auch noch eine Dividendenausschüttung von 270 Millionen Euro durch – trotz gestiegener Verschuldung. Bei Balda führte das Fehlmanagement dazu, dass der Kurs um 95 Prozent einbrach. Am dreisteten trieb es die Firma Paketeria. Auf der Aufsichtsratssitzung legte das Unternehmen einen Geschäftsbericht ohne Zahlen vor. Und der Aufsichtsratsvorsitzende weigerte sich zudem noch, die Sitzung zu leiten.

Mit Infineon und Hypo Real Estate tauchen eine aktuelle und eine frühere Dax-Firma auf der Liste der Geldvernichter aus. Infineon gebührt die traurige Ehre, erster Pennystock in der Dax-Geschichte zu sein. Die Aktie hat 2008 rund 90 Prozent eingebrochen. Noch schlimmer traf es, wie wir ja alle wissen, die Aktionäre der Hypo Real Estate mit einem Minus von 95 Prozent. Nur durch mehrere Milliarden-Geldspritzen des Staates konnte das Unternehmen vor dem Zusammenbruch gerettet werden. Ein Ende des Kursverfalls sehen die Aktionärsschützer noch nicht. Durch eine Teilverstaatlichung drohen weitere Verluste. Die SdK rät den geschädigten HRE-Anlegern, ihr Engagement konsequent zu beenden und auf eine Sammelklage zu setzen.

www.boerseARD.de

Sektorenwechsel und totale Verwirrung

Gestern war ein merkwürdiger Tag an den US Börsen. Die altbekannten, Bank of America, Citigroup, AIG, Goldman Sachs, JP Morgan und auch Autowerte wie GM und Good Year verloren kräftig an Wert und markierten teilweise sogar neue Tiefststände. Dennoch gelang es den US Indizes im Plus zu schließen und das ist bemerkenswert. Andere Sektoren übernehmen nun die Führung und stabilisieren die Märkte. Technologie, Pharma und Infrastruktur-Werte hielten die Fahne oben und verhinderten damit ein weiteres Abrutschen der Wall Street unter die charttechnisch wichtigen Marken.

Irgend etwas stimmt nicht, denke ich mir gerade. Der Abverkauf bei den Bankenwerten ging gestern mal wieder ohne Punkt und Komma in einer fließenden Bewegung und unter hohen Stückzahlen vor sich. Hier dürfte irgend etwas im Busch sein. Auch wenn ich ansonsten kein großer Freund von Verschwörungstheorien bin ziehe ich zumindest die Möglichkeit in Betracht das hier etwas im Gange ist das ich noch nicht greifen kann vor dem ich mich aber hüten sollte.

Auffällig war auch speziell der Verlauf des AIG Kurses. Noch einmal minus 15 Prozent und auf dem besten Wege zum Pennystock. Der ehemals größte Versicherungskonzern dieser Welt verschwindet langsam in der Belanglosigkeit. Vielleicht ist das Geld schon wieder alle und ähnlich wie hier zu Lande bei der HypoReal Estate, überlegt man sich in der Obama Regierung ob man den Konzern in dieser Form noch erhalten sollte und kann. Ein Haufen Spekulationen rauschen durch meinen Kopf und ich werde versuchen das heute mal etwas zu sortieren..

Porsches US Absatz bricht dramatisch ein

Bad News vom Premium Sportwagen Hersteller Porsche. Der Einbruch der Absatzzahlen ist doch dramatischer als gedacht. Der deutsche Sportwagenhersteller Porsche Automobil Holding SE gab am Dienstag die US-Absatzzahlen für den Monat Januar 2009 bekannt. Demnach hat der Stuttgarter Konzern im Januar auf dem wichtigen US-Markt deutlich weniger Autos abgesetzt als noch vor einem Jahr. Die Verkäufe gingen um 36,1 Prozent auf 1.658 Einheiten zurück, nachdem man im Vorjahreszeitraum noch 2.595 Modelle abgesetzt hatte.

Dabei brach der Absatz der Modelle Boxster und Cayman um 64,9 Prozent auf nur noch 266 Einheiten ein, nachdem man im Vorjahreszeitraum noch 758 Modelle verkauft hatte. Beim 911er ging der Absatz von 829 auf 445 Einheiten zurück, was einem Rückgang um 46,3 Prozent entspricht. Beim Modell Cayenne gingen die Verkäufe von 1.008 Einheiten im Vorjahr nur um 6,1 Prozent auf nun 947 Fahrzeuge zurück. Nicht das mich das jetzt irgendwie überraschen würde, aber in der Deutlichkeit ist es schon etwas bedenklich.

Der Rubel rollt!

…aber leider in die falsche Richtung! Die russische Leitwährung gerät immer mehr unter Druck und ist inzwischen an dem letzten Stützungsniveau durch die Russische Regierung angelangt. Insgesamt hat die russische Währung nun in den vergangenen Wochen ca 25 Prozent gegenüber dem Euro und ca 30% gegenüber dem Dollar verloren.

Für einen Euro erhält man nun fast 50 Rubel. Es scheint kein Halten mehr zu geben und der Währungsverfall geht immer weiter. Dies bedroht in erster Linie Unternehmen die sich in Fremdwährungen Kapital aufgenommen haben und nun zu diesen Kursen den Währungsverlust mit einpreisen müssen. Dadurch werden die Bilanzen der durch die Kreditkrise eh schon stark belasteten Unternehmen zusätzlich noch einmal deutlich verschlechtert.

Hoch verschuldete russische Unternehmen dürften also in Ihren nächsten Quartalsberichten deutliche Abschreibungen aus Finanzierungen bekannt geben müssen und somit auch, oder gerade eine Gazprom AG. Grundsätzlich glaube ich immer noch das ein Investment in Gazprom sich unter langfristigen Gesichtspunkten deutlich auszahlen sollte. Allerdings dürfte der Boden hier noch nicht erreicht sein. Um die 8,- Euro dürfte aber ein gutes Einstiegsniveau liegen.

Kfz Neuzulassungen im Januar

Dia aktuellen Verkaufszahlen der Neuwagen in Deutschland geben immer noch Grund zur sorge. Die Abwrackprämie konnte hier allerdings auch noch nicht wirklich zum Tragen kommen. Auffällig sind sicherlich die Audi zahlen trotz der eher negativen Aussagen des Vorstandes. Ford dürfte wohl bei der Steigerung auf Grund der prekären Situation die besten Angebote für einen Neuwagenkauf gemacht haben. Seat und Peugeot halten sich ebenfalls noch sehr gut. Auch hier lässt sich wohl der Trend zu kleineren und spritsparenden Autos langsam bemerkbar machen.

Audi                14.731         7,8              -1,1
BMW, Mini      16.387         8,7             -16,8
Citroen            6.427         3,4             -10,4
Fiat                   5.275         2,8             -15,4
Ford                14.839         7,8           +25,9
Mercedes       17.495         9,2             -30,0
Opel                13.523         7,1             -22,7
Peugeot           6.344         3,3              -2,8
Porsche           1.238         0,7             -24,4
Renault           8.471         4,5             -24,6
Seat                 3.886         2,1              +7,3
Skoda              5.495         2,9             -30,7
Smart              2.264         1,2             -10,1
Toyota            6.822         3,6              -2,8
VW                  38.113        20,1           -14,7

DE Gesamt  189.385 Pkw (-14,2%)

Porsche muss Scania nicht übernehmen

Der Aufsichtsrat des schwedischen Nutzfahrzeug-Herstellers Scania hat sich erwartungsgemäß gegen ein Pflicht-Übernahmeangebot des Sportwagenbauers Porsche ausgesprochen. Nach einer Sitzung am Dienstag in Södertälje empfahl das Gremium die Ablehnung, weil das Angebot nicht den ´langfristigen Marktwert´ von Scania widerspiegele.

Porsche war nach der Mehrheitsübernahme bei Volkswagen zu dem Angebot verpflichtete, weil der Wolfsburger Konzern seinerseits Mehrheitseigner bei Scania ist. Mit 31,6 Milliarden Kronen oder umgerechnet rund 2,8 Milliarden Euro hatte der Porsche lediglich ein Mindestangebot abgegeben und ausdrücklich erklärt, an einem strategischen Einstieg nicht interessiert zu sein. ´Wir freuen uns, wenn uns nichts angeboten wird´, hatte ein Sprecher Anfang Januar gesagt.

Scania veröffentlichte am Dienstag seine Jahresbilanz mit einem Reingewinn von 8,9 Milliarden Kronen im vergangenen Jahr. Wegen der gleichzeitigen Halbierung des Auftragseinganges will das Unternehmen in diesem Jahr die Beschäftigtenzahl von 12.000 auf 10.000 senken

Deutsche Börse AG – Spiegelbild der Stimmung.

Die Deutsche Börse AG hat heute die zahlen für den Vormonat vorgelegt und damit die allgemeine Börsenmüdigkeit der Anleger belegt. Im Januar gingen die Umsätze an der elektronischen Börse Xetra um fast drei Viertel zurück. Auch die Orderzahl schrumpfte deutlich. Grund für den Rückgang des Orderbuchvolumens sind zum einen die stark gesunkenen Aktienkurse im Vergleich zum Vorjahr. Zum anderen hätten sich private und institutionelle Investoren wegen der allgemeinen Marktunsicherheit zurückgehalten.

Diese Entwicklung dürfte noch eine ganze Weile anhalten und dem entsprechend auch die kommenden Ergebnisse der Deutschen Börse AG belasten. Zwar ist der Marktanteil des Branchenprimus immer noch unverändert hoch und bleibt bei ca 97 Prozent, dennoch droht auch von dieser Seite bald Ungemach wie man in den vergangenen Wochen der Presse entnehmen konnte. Die Aktie der Deutschen Börse AG dürfte sich nun erstmal auf die nächste Unterstützung bei 35,- Euro zu bewegen und vielleicht auch noch die Marke von 33,- Euro testen.

CFDs werden sicherer!

Mit CFDs wetten Anleger mit Hebel auf Kursveränderungen von Aktien, Indizes oder Rohstoffen. Die Produkte sind keine Wertpapiere, sondern der Kunde schließt mit dem Anbieter einen bilateralen Vertrag ab. Während der Markt für Fonds und Zertifikate schrumpft, wächst das CFD-Geschäft rasant – wenn auch von niedrigem Niveau aus. Deutschlands Marktführer CMC Markets meldete für das vergangene Jahr 7,2 Millionen Transaktionen, 50 Prozent mehr als im Vorjahr.

Die Börse Hamburg-Hannover steigt in das Geschäft mit Differenzkontrakten (Contracts for Difference, CFDs) ein. Sie stellt die Handelsüberwachung für ein CFD-Angebot, das die Hamburger Wertpapierhandelsbank MWB Fairtrade mit dem britischen Broker City Index aufgebaut hat. Das Handelsüberwachungspersonal der Börse gleicht die Kurse, die City Index stellt, mit den Daten aus seinen eigenen Systemen ab. So soll eine Übervorteilung der Anleger ausgeschlossen werden

Als erstes Institut werde eine große deutsche Direktbank die Technologie nutzen, sagte MWB-Fairtrade-Vorstand Christian Kalischer der FTD. Details sollen in den kommenden Wochen folgen. Außerdem wird die Plattform „CFD-Börse Deutschland“ starten, die Onlinebrokern und Banken einen einfachen Zugang zu den relativ neuen Finanzprodukten bieten soll.

Bankenaktien in Japan und Australien erholt.

Japanische Bankenaktien sind heute gefragt und beflügeln den Nikkei, der  In den übrigen asiatischen Staaten ist ebenfalls heute mal wieder freundliche Stimmung und auch die Technologiewerte können stark profitieren. Die Speicherchippreise sind wieder deutlich gestiegen und entspannen die Lage für Computerwerte wieder etwas. In Australien wurden erneut die Leitzinsen gesenkt und somit ist der Zinssatz in Australien nun auf einem 45-Jahres-Tief. Die Commonwealth Bank und die National Australia Bank können beide darauf hin deutlich zulegen wie auch andere Finanztitel.

Nachdem die US Indizes gestern gegen Handelsende nochmal deutlich zulegen konnten sollte sich auch in  Europa die Lage heute wieder etwas entspannen. Zwar konnte die 8000Punkte Marke im Dow Jones nicht gehalten werden, sollte aber heute bei nicht allzu schlechten Nachrichten wieder darüber schließen können. Wesentlich wichtiger ist die erneute Verteidigung des S&P 500 der 800er Marke. Dies lag wohl auch zum Teil daran das der ISM-Einkaufsmanagerindex veröffentlicht wurde und etwas besser ausfiel als erwartet. Allerdings sind die Konsum- und Bauausgaben, schwächer als erwartet ausgefallen.

Finanztitel sollten also heute wieder etwas stärker notieren und sich von den Vortagsesverluste erholen. Allerdings rate ich immer noch dazu hier deutlich zu selektieren und nicht blind auf jeden Zug aufzuspringen. Denn auch ein Branchenführer kann nicht immer unbedingt die beste Wahl sein..

CortalConsors und Sharewise starten neue Community

Die Direktbank Cortal Consors startet in Kooperation mit dem Münchener Unternehmen Sharewise ab sofort eine Online-Community mit einem völlig neuen Konzept. Das Prinzip ist einfach, aber effizient: Jedes registrierte Mitglied  kann zu rund 9.000 an der Börse Frankfurt gehandelten Aktien eine Empfehlung abgeben. Diese werden automatisch und fortlaufend mit der tatsächlichen Wertentwicklung verglichen.

Aktientipps der Community Mitglieder können über die neue Plattform nun auf Ihre Vorhersagequaltität überprüft werden. Die Berechnung eines Zuverlässigkeitsindex und der durchschnittlichen Rendite jedes Nutzers sorgt für maximale Transparenz. Das ganze Angebot ist natürlich kostenlos und auf jeden Fall einen Blick wert. Ihr könnt Euch hier unverbindlich anmelden.

Ein weitere entscheidender Vorteil ist auch der schnellere Informationsaustausch von Informationen der Mitglieder untereinander. Für unterwegs steht den Nutzern zum Beispiel ein twitterbasierter Nachrichtenservice zur Verfügung, der via Handy oder Blackberry über wichtige globale Marktentwicklungen informiert. Darüber hinaus bietet der sogenannte Sharewise-Alert für alle Mitglieder eine individuelle Informationsversorgung. Diese benachrichtigt auf Wunsch den interessierten Anleger über neue Meldungen zu einer Aktie auf der Watchlist per Email…

Superbowl-Rally?

An der Börse gibt es die komischten Indikatoren oder Ereignisse an denen man sich orientieren kann. Angefangen von Mondphasen oder dem meistens müde belächelten Big-Mac-Index gibt es auch eine Theorie die besagt das die Performance des Börsenjahrs am Tage des Superbowl Endspiels entschieden wird. Je nach dem wer hier gewinnt wird das Börsenjahr positiv oder negativ! Der Super Bowl ist das Finale der US-amerikanischen American-Football-Profiliga National Football League (NFL). Der Super Bowl, das Endspiel im American Football, ist mit rund 100 Millionen Zuschauern in den USA das größte Einzelsportereignis.

In einem der spannendsten Finals der NFL-Geschichte triumphierte der neue Rekordchampion. Es war laut, es war emotional, es war bunt und es war spektakulär. Vor der Partie sorgte Sängerin Jennifer Hudson mit der Nationalhymne für den nötigen Schmalz, in der Pause lärmte Bruce Springsteen und am Ende fehlten dem Außenseiter aus Arizona 35 Sekunden zur Sensation. Sie blieb aus und so jubelten bereits zum sechsten Mal in ihrer Geschichte die Pittsburgh Steelers. Damit gewann auch eine der altgedienten Mannschaften aus der NFL und somit ist dieses Börsenjahr 2009 dazu verdammt ein richtig gutes zu werden!

Noch eine Randnotiz vom Werbemarkt zu diesem Ereignis: Der Super Bowl trotzt der Weltwirtschaftskrise. Der US-Sender NBC, der das Endspiel in den USA live überträgt, hat nach eigenen Angaben die letzten beiden Plätze für Fernsehwerbespots beim Super Bowl verkauft und damit für die insgesamt 67 Sendeplätze die Rekordsumme von 206 Millionen Dollar erzielt. Es scheint also doch nicht so schlecht bestellt zu sein um den weltweiten Werbemarkt, wennimmer noch solche Summen für nur ein einzigen Fottball Match ausgegeben werden können…

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