Superbowl-Rally?

An der Börse gibt es die komischten Indikatoren oder Ereignisse an denen man sich orientieren kann. Angefangen von Mondphasen oder dem meistens müde belächelten Big-Mac-Index gibt es auch eine Theorie die besagt das die Performance des Börsenjahrs am Tage des Superbowl Endspiels entschieden wird. Je nach dem wer hier gewinnt wird das Börsenjahr positiv oder negativ! Der Super Bowl ist das Finale der US-amerikanischen American-Football-Profiliga National Football League (NFL). Der Super Bowl, das Endspiel im American Football, ist mit rund 100 Millionen Zuschauern in den USA das größte Einzelsportereignis.

In einem der spannendsten Finals der NFL-Geschichte triumphierte der neue Rekordchampion. Es war laut, es war emotional, es war bunt und es war spektakulär. Vor der Partie sorgte Sängerin Jennifer Hudson mit der Nationalhymne für den nötigen Schmalz, in der Pause lärmte Bruce Springsteen und am Ende fehlten dem Außenseiter aus Arizona 35 Sekunden zur Sensation. Sie blieb aus und so jubelten bereits zum sechsten Mal in ihrer Geschichte die Pittsburgh Steelers. Damit gewann auch eine der altgedienten Mannschaften aus der NFL und somit ist dieses Börsenjahr 2009 dazu verdammt ein richtig gutes zu werden!

Noch eine Randnotiz vom Werbemarkt zu diesem Ereignis: Der Super Bowl trotzt der Weltwirtschaftskrise. Der US-Sender NBC, der das Endspiel in den USA live überträgt, hat nach eigenen Angaben die letzten beiden Plätze für Fernsehwerbespots beim Super Bowl verkauft und damit für die insgesamt 67 Sendeplätze die Rekordsumme von 206 Millionen Dollar erzielt. Es scheint also doch nicht so schlecht bestellt zu sein um den weltweiten Werbemarkt, wennimmer noch solche Summen für nur ein einzigen Fottball Match ausgegeben werden können…

2 Comments

  1. Lars said:

    Sicherlich ist der Superbowl ein Ausnahme-Ereignis und nicht mit den normalen Maßstäben zu messen. Der Werbemarkt ist im Keller und das werden die Anbieter auch bis weit ins Jahr 2010 hinein noch zu spüren bekommen. Mein Beitrag entbehrt somit auch nicht einer gewissen Ironie 🙂

  2. Saviano said:

    Ja, hier kann man schon eher von Aberglaube sprechen als von einem Indikator (he-he).

    Ich wollte noch einmal auf den Werbemarkt eingehen:

    Nach allem, was man hört und liest, geht es dem Werbemarkt gar nicht gut (vor allem in den USA). Sehr deutlich wird dies bei den Kürzungen und Gewinnwarnungen der Medienunternehmen, die sich größtenteils durch Werbung finanzieren. Preisverfall und Pleiten sind bereits an der Tagesordnung. Die Lage ist ernst. (Übrigens: Auch in Deutschland reagiert der Markt sehr konjunktursensibel und schnell).

    Die Zahlen vom Superbowl sind — vermutlich — etwas irreführend. Denn (a) ein einmaliges Ereignis mit unter anderem großem Prestige-Wert für die Werbungtreibenden und (b) die Slots werden viele Monate im voraus gebucht…

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