Author Archives: Lars

Timmothy Geithner bringt Licht ins Dunkel..

Wie genau das Rettungspaket der US Regierung das Überleben der amerikanischen Hochfinanz sicher soll war bislang unklar. In der kommenden Woche soll Timmothy Geitner, der zuletzt wegen der umstrittenen Bonuszahlungen bei der AIG extrem unter Druck geraten ist seine  Pläne veröffentlichen. Sogar Rücktrittsgerüchte machten bereits die Runde. Barack Obama hat sich hingegen schon öffentlich positioniert. Sollte Timmothy Geithner seinen Rücktritt einreichen, werder er diesen nicht annehmen. Obama verschaffte damit dem smarten Finanzminister Rückendeckung. Es dürfte jedoch klar sein das die Öffentlichkeit nun um so mehr Taten fordert.

Geither soll nach Presseberichten in den nächsten Tagen einen Drei-Säulen Plan vorstellen und somit endlich Licht in die dunklen Tage verunsicherter Anleger bringen. Er hatte im Februar nur magere Informationen zu seinen Plänen herausgegeben, dass die Aktien von US-Banken einbrachen und Sorgen laut wurden, einige US-Banken müssten möglicherweise verstaatlicht werden. Die US-Notenbank hatte erst in der vergangenen Woche erklärt, mehr als eine Billion Dollar in den Aufkauf von aktuell faulen Wertpapieren zu investieren. Die Summe kommt zusätzlich zu den knapp 800 Mrd. Dollar, die die Regierung als Konjunkturhilfen ohnehin schon abgesegnet hat.

Erste Säule dieses Plans dürfte sein, das die Regierung die US-Einlagensicherung FIDC mit einbindet. Die FIDC biete dabei zinsgünstige Kredite an solche private Interessenten an, die damit derzeit faule Anlagen von Banken kaufen wollen. Dabei handelt es sich überwiegend um Papiere, die mit Hypotheken verbunden sind und deutlich an Wert verloren haben.

Zweite Säule des Vorhabens sei, dass das Finanzministerium Investment-Manager anheuern werde, die öffentlich-private Fonds führen sollen, die in solche Hypothekenpapiere investieren, die Aussicht auf möglichen Profit haben. Das Geld dafür solle sowohl aus staatlichen als auch aus privaten Quellen kommen.

Dritte Säule sei, dass die US-Notenbank ihren jüngstes Kreditprogramm im Volumen von einer Billion Dollar ausweitet, damit aus diesem Programm auch „Altlasten“-Papiere (legacy assets) aufgekauft werden können. Dabei handelt es sich um ältere Wertpapiere, die überwiegend mit Hypothekenpapieren verbunden sind. Diese haben stark an Wert verloren, nachdem die Häuserpreise eingebrochen sind und haben massive Löcher im Bankensystem hinterlassen.

Man darf also gespannt sein ob diese Nachricht dann auch wirklich so kommen wird, und welchen Effekt dies auf die Börsen haben kann. Ich würde mal tippen, wenn Geithner den Plan veröffentlich ist ein weitere positiver Aspekt gegeben. Denn nichts brauchen die Anleger derzeit mehr als neues Vertrauen in die Finanzsysteme und die Regierungen. Frei nach dem Motto „Die tun was“ sollten also die Märkte weiter von solchen Nachrichten profitieren können. Die Presse hingegen ist nach wie vor teilweise extrem kontraproduktiv und es bleibt zu hoffen das die Sensationsmacherei bald ein Ende hat. Denn das hilft nach wie vor niemandem. Mir ist aufgefallen das ich derzeit besonders viele Emails in meinem Spam Postfach finde die den Weltuntergang heraufbeschwören und natürlich die passende Lösung zur Sicherung „Ihres“ Geldes parat haben.. Das Konzept ist denkbar einfach zahlen Sie es an diese Börsenbrief-Betreiber dann hat der Autor „Ihr“ Geld schon mal gesichert…;-)

Goldman Sachs belässt Manz Automationen auf „Kaufen“

Jason Channell, Analyst von Goldman Sachs, stuft die Aktie von Manz Automation unverändert mit „buy“ ein. Im Rahmen einer Branchenstudie zum Sektor der Erneuerbaren Energien sei aber das Kursziel von 57 auf 40 EUR zurückgesetzt worden. Die Perspektiven für alternative Energien hätten sich wie erwartet und in manchen Bereichen noch deutlich stärker als bislang angenommen eingetrübt. Die Frage nach einem Gleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage werde wohl das wichtigste Thema im laufenden Jahr bleiben. Die Gewinnschätzungen seien daher nach unten angepasst worden. Die Bewertungs-Multiplikatoren seien angepasst worden. Die Bewertung von Manz Automation sehe noch immer attraktiv aus. Vor diesem Hintergrund empfehlen die Analysten von Goldman Sachs die Aktie von Manz Automation weiterhin zum Kauf.

Immerhin sind das noch gute 20% Luft nach oben bis zur Erreichnung des GS Kursziel. Weiterhin glaube ich allerdings das hier noch lange nicht Schluss ein wird. Bei einer Stabilisierung des Solarmarktes dürfte Manz überproportional von der neuen Nachfrage profitieren können. Das Unternehmen hat eine komfortable Finanzsituation, und gerade dieserUmstand könnte Manz Automationen schneller aus der Krise befördern als manchem Mitbewerber recht sein wird. Die ergänzende Kooperation mit Roth und Raus sollte langfristig die Marktführerschaft der beiden Unternehmen sichern..

Kauf Century Aluminium

Gestern kurz vor US Handelsschluss habe ich mir noch einen weiteren US Titel in das Tradingdepot gelegt. Century Aluminium. Die Aktie konnte am Donnerstag 35 Prozent zulegen nachdem auch der Aluminium Primus Alcoa fast 17% gestiegen war. Gestern dann musste in dem eher schwachen Umfeld ein Großteil des Vortagsgewinns wieder abgegeben werden. Die Umsätze ziehen seit ein paar Tagen wieder an und wenn man sich den Chart ansieht bekommt man feuchte Augen.

Ich möchte betonen das dies eine reine Reboundspekulation ist die auch zu einem Totelverlust führen kann. Ich rechne hier mit einem möglichen Verlust von maximal 50% und einer Gewinnchance von mehreren tausend Prozent. Wie auch andere Unternehmen hängt Century Aluminium unter anderem am Tropf der Automobilindustrie. Sollte der Ausbruch in den kommenden Wochen nach oben gelingen sind hier zunächst einmal Kurse um die 6 bis 8 Dollar drin, danach könnten bei einer breiten Erholung auch weitaus höhere Notierungen wieder möglich sein.

War ja alles halb so schlimm…

Die wirklich großen Bewegungen sind gestern am Verfallstag oder auch Hexensabbat ausgeblieben.Lediglich Bankentitel mussten wieder etwas abgeben, aber das waren meistens auch die die vorher stark zugelegt hatten. AIG litt am stärksten und musste fast ein Drittel wieder einbüßen. dennoch gab es auch positive Signale wie z.B. die beiden runtergeprügelten irishen Banken, Bank of Ireland und Allied Irish Banks die sich seit einigen tgen in meinem Tradingdepot befinden. Hier ist der Anstieg der letzten Tage wirklich überzeugend und dürfte noch etwas anhalten.

Der Dow-Jones-Index ging um 1,7 % leichter aus dem Handel bei 7278 Punkten. Der marktbreite S&P-500 verlor 2 %
der Index der Technologiebörse Nasdaq tendierte ebenfalls tiefer und verlor 1,8 %. Finanzwerte belasteten zum Wochenende die Wall Street. Die Notenbank Fed hat ein Programm (TALF) aufgelegt, mit dem sie direkt die Kreditbedingungen für kleine und mittlere Firmen, Studenten und Autofahrer verbessern will. TALF ist 1 Bio. $
teuer. Die Nachfrage danach war bislang jedoch schwach. Das drückte vor allem die Aktien großer US-Banken ins Minus. Die Aktie von JPMorgan fiel um 7,2 %, das Papier der Bank of America brach um 10,7 % ein. Die Aktien der Citigroup schlossen dagegen um 0,7 % im Plus, nachdem ein Personalwechsel im Top-Management schon zu Handelsbeginn für Euphorie gesorgt hatte.

Die durch Berichte über einen geplanten Kauf von Sun Microsystems durch IBM angeregten Übernahmephantasien konnten die Talfahrt der Aktien nicht stoppen. Für Volatilität am Markt sorgte der sogenannte Hexensabbat, der Liquidationstag für einige Aktienoptionen und Terminkontrakte. Kursverluste verzeichneten auch einige Industriewerte: Das Papier von 3M fiel um 3,4 %, General Electric gab um 5,8 % nach. Die Umsätze des Druckerherstellers Xerox leiden unter zögerlichen Ausgaben für Technologie. Das Unternehmen schraubte seine Gewinnprognose zurück und wurde an der Wall Street abgestraft: Die Papiere verloren satte 18,7 %.  Der Preis für US-Rohöl hielt sich nach seinem jüngsten Anstieg über 50 $ je Barrel.

Harte Zeiten für ThyssenKrupp…

Bisher hatte ThyssenKrupp wie viele andere Konzerne versucht, den Absatzeinbruch mit Hilfe von Kurzarbeit und vorübergehenden Werksschließungen zu überbrücken. Doch die weltweite Rezession, die die konjunktursensiblen Stahlkonzerne stets als Erste spüren, erweist sich als hartnäckiger als gedacht – was den Konzern dazu zwingt, die Kosten in größerem Umfang und auch rascher zu senken. ThyssenKrupp wäre damit der erste große deutsche Industriekonzern, der wegen der Krise einen massiven Stellenabbau vornehmen muss.

Nach Informationen der Financial Times sind von dem Stellenabbau mehr als 3000 Jobs betroffen, etwa 1,5 Prozent der Gesamtbelegschaft von knapp 200.000 Mitarbeitern. Gestern hatte der Konzern noch vom Abbau einiger Hundert Stellen gesprochen. Besonders betroffen ist die Stahlsparte, in der 2000 Stellen wegfallen sollen. Bei den Werften sollen es 1000 und im Autozulieferergeschäft könnten es mehrere Hindert sein, schreibt das Blatt.

Zudem meldet das Handelsblatt, dass der Konzern beim geplanten Verkauf der Tochter Industrial Services auf Schwierigkeiten stößt. Zwar gebe es eine Reihe von Interessenten, allerdings müsse sich ThyssenKrupp bei seinen Preisvorstellungen wohl Abstriche machen. Statt des erhofften Erlöses von einer Milliarde Euro dürften es nur rund 750 Millionen werden, mutmaßt das Blatt. Bereits gestern hatte der Konzern zudem einen radikalen Umbau angekündigt. Statt bislang in fünf Sparten soll ThyssenKrupp künftig in nur noch zwei Sparten eingeteilt werden. Insgesamt erhofft sich das Unternehmen dadurch Einsparungen von 500 Millionen Euro jährlich.

Schiffsbeteiligungen sind mega „out“

Die Frachtraten der Containerschiffahrt sind seit Monaten extrem rückläufig und so haben mache Schiffsfond-Anlager derzeit wirklich nicht viel zu lachen. Ich selber habe bis vor einem Jahr eine solche Beteiligung besessen, sie aber in weiser Voraussicht auf dem freien Markt zum Kauf angeboten und dafür auch noch ein schönes Angebot erhalten. Seitdem ist der Markt extrem gefallen und viele Schiffe schippern nun halbleer oder halbvoll (je nachdem ob man Pessimist oder Optimist ist..) über die Weltmeere. Das das nicht kostendeckend passieren kann ist wohl jedem klar. Dazu sind die laufenden Kosten die ein solches Containerschiff verursacht sowie die eigentlichen Baukosten einfach viel zu hoch.

In den Boomphasen in denen man nur für Chinesische Ex- und Importe am liebsten 500 Meter lange Schiffe gebaut hätte war dies ein lohnendes Geschäft, ebenso wie die Be- und Entladung sowie weitere logistische Verteilung der Güter. Aber auch diese Branchen leiden schwer unter dem Zusammenbruch des Exportes im eigenen Lande. Firmen wie die Hamburger Hafen Logistik, die ich im Übrigen grundsätzlich für hoch interessant halte müssen sich wohl ebenso für die kommenden Monate auf schlechtere Zeiten einstellen. Was bei den oftmals beeindruckenden Investitionen der vergangenen Jahre durchaus schwierig sein könnte.

Die Branche die aber wohl am meisten gebeutelt werden dürfte sind die Reeder und Schiffonds-Emissionshäuser die im großen Stil die Schiffe in Auftrag gegeben haben. Bei Bauzeiten von teilweise mehreren Jahren laufen also die zu erwartenden Kosten lange nach. Wenn nun auch noch zu wenig Investoren gefunden werden und die Aufträge bei den Schiffsbauern nicht mehr storniert werden können, wird es eng. Man schätz das rund ein Viertel der bestellten Schiffe gar nicht erst auf den Markt kommen werden weil der Kaufpreis nicht bezahlt werden kann oder Werften insolvent werden. Die Finanzierung solcher Vorhaben dürfte sich in Zukunft auch wesentlich schwieriger gestalten und wahrscheinlich teurer werden. Das zehrt zusätzlich an der Rendite. Also Finger weg von Schiffsfonds..

Der Hexentanz kann beginnen…

So, jetzt ist es soweit heute ist Hexensabbat und man sollte sich noch einmal auf teilweise heftige Kursbewegungen einstellen. Auch wenn die Märkt zumindest gestern nicht das gemacht haben was ich erwartet hatte ist der Ausgang dieser Woche noch völlig offen. Der Dax war gestern etwas schwächer und hat leider nicht das Minimalziel von 4060 Punkten erreicht, besser wären 4200 Punkte gewesen. Vielleicht kommt das ja heute noch. Allerdings sind die Vorgaben heute eher etwas mau und wie schon so oft gehts wohl erst ab 14:30 Uhr richtig rund wenn die amerikanischen Börsen aufmachen.

Es gibt weiterhin positive Signale un dich bin mir immer noch nicht sicher ob es sich hier um eine typische Bärenmarkt Rally handelt, oder ob das nachhaltig sein wird und wir den Boden der Krise bereits gesehen haben. Die US Konjunkturdaten fangen an sich in fast allen Bereichen wieder zu verbessern. Die Banken vermelden wieder operative Gewinne, wobei man hier erst einmal sehen muss wie die Quartalsberichte dann wirklich ausfallen werden.

Eine weitere sehr positive Nachricht gestern war die Stützung der Zulieferindustrie für die Automobilbranche mit insgesamt 5 Milliarden Dollar. In der Konsequenz heißt das wohl das kein US Autobauer pleite geht und die Automobilzulieferer somit auch langfristig überleben können. Die Zulieferer sollen Garantien dafür erhalten, dass ausgelieferte Produkte auch bezahlt werden Für ihre Teilnahme an dem Programm müssen sie eine geringe Gebühr bezahlen.

Wie auch immer wir haben eine gute Chance auf weiter steigende Kurse, wenn es heute nicht zu einem Absturz oder einer heftigen Gegenbewegung kommen sollte. Selbst eine leichte Korrektur sollte den grundsätzlichen Trend erst einmal nicht gefährden. Ich bin aber eher der Meinung das wir nach der leichten Korrektur gestern heute eher wieder steigende Kurse sehen werden…

Centrosolar mit erneutem Rekordergebnis in 2008

Mit Höchstwerten bei Umsatz und Ergebnis hat die CENTROSOLAR Group AG das Geschäftsjahr 2008 abgeschlossen. Der Konzernumsatz stieg im Jahr 2008 überplanmäßig um 51 % auf einen neuen Firmenrekord von 332,6 Mio. EUR (2007: 220,3 Mio. EUR). Das EBITDA erhöhte sich mit 43 % auf 21,4 Mio. EUR. Das EBIT erhöhte sich um 152 % auf 12
Mio. EUR (2007: 4,8 Mio. EUR). Der Gewinn pro Aktie konnte von 0,10 EUR auf nunmehr 0,31 EUR erhöht werden.

Aufgrund ihrer guten Positionierung im Bereich der stärker geförderten Dachanlagen geht die CENTROSOLAR von einer weiteren Mengensteigerung in 2009 aus, die allerdings aufgrund der aktuellen Entwicklung der Wafer-, Zell- und Modulpreise zu einem wertmäßigen Umsatzniveau in der Größenordnung des Vorjahres führen dürfte.

Das gestartete Optimierungsprogramm, der Produktionsanlauf von Itarion und insbesondere der Abbau von Lagerbeständen im ersten Quartal werden zu Sonderbelastungen bei den Kosten führen. Daher wird übergangsweise das operative Ergebnis positiv, aber unterhalb des Vorjahreswertes prognostiziert. Aufgrund der Finanz- und Wirtschaftskrise unterliegt die Prognose hinsichtlich der Ertrags- und Finanzlage einer untypisch hohen Unsicherheit.

US Autozulieferer Lear Corp. legt 100 Prozent zu!

Die US-Regierung greift den angeschlagenen Autozulieferern mit einem Hilfsprogramm im Volumen von 5 Mrd. $ unter die Arme. Das Finanzministerium teilte am Donnerstag mit, die Firmen sollen Garantien dafür erhalten, dass ausgelieferte Produkte auch bezahlt werden Für ihre Teilnahme an dem Programm müssen sie eine geringe Gebühr bezahlen, hieß es weiter.

Nach der Ankündigung schnellten die Aktien von Zuliefererfirmen an der New Yorker Börse in die Höhe. Lear-Titel etwa legten zeitweise um mehr als 100 Prozent zu, die Aktien von American Axle erhöhten sich um mehr als 80 Prozent. Schon am Vortag hatten sich die Papiere deutlich verteuert.

Lear Corp. hatte am Dienstag in einer Pflichtmitteilung an die amerikanische Börsenaufsicht SEC mitgeteilt, eine Pleite nicht mehr ausschließen zu können. Der Hersteller von Fahrzeugelektronik leidet unter dem Produktionseinbruch bei den taumelnden Autobauern General Motors (GM) und Ford.

Citigroup plant einen Reverse Spilt von bis zu 1:30

Die Citigroup plant einen so genannten „Reverse Split“, dabei werden mehrere alte Aktien zu einer neuen zusammengelegt. Genaue Angaben zum Zusammenlegungsverhältnis machte die am Tropf der US-Regierung hängende Bank allerdings nicht. In einer Mitteilung an die US-Börsenaufsicht SEC sprach die Citigroup von insgesamt sieben möglichen Ratios, die von 1:2 bis 1:30 reichten. Bei einem solch umgekehrten Aktien-Split würde die Zahl der Aktien verringert, der Aktienkurs dagegen erhöht.

Derzeit gibt es 5,5 Milliarden ausstehende Citigroup-Stammaktien. Die im Zuge der höheren Staatsbeteiligung an der Citigroup noch ausstehende Umwandlung von stimmrechtslosen Vorzugsaktien der US-Regierung in stimmberechtigte Stammaktien hätte diese Zahl bis auf 21 Milliarden erhöht. Das hätte wiederum die Anteile der bestehenden Stammaktionäre um nahezu 75 Prozent verwässert. Mit dem Reverse Split arbeitet die Citigroup also diesem Verwässerungseffekt entgegen. Die Citigroup teilte Donnerstag mit, dass vor diesem Hintergrund alle privaten Inhaber von Vorzugsaktien der Wandlung zugestimmt hätten.

Grundsätzlich stehe ich solchen Kapitalmaßnahmen eher skeptisch gegenüber und die Geschichte zeigt das bei einem Reverse Splitt der Kurs meistens darunter leidet.Auch das künstliche optische aufpeppen eines Aktienkurses scheint gerade bei der Citigroup Aktie nicht angebracht zu sein. Den Aktionären soll somit ein gewisser Wert des Unternehmens suggeriert werden, der mitziemlicher Sicherheit derzeit nicht vorhanden ist.

Roland Berger soll Opel retten

Der Unternehmensberater Roland Berger hat von der deutschen Bundesregierung nun den Auftrag zur Rettung des angeschlagenen Automobilherstellers Opel bekommen. Vorranging soll Herr Berger die Verhandlungen mit dem Mutterkonzern General Motors führen und koordinieren. Eine weitere Hauptaufgabe von Berger soll es sein internationale Investoren für eine Übernahme des Opel-Konzerns zu gewinnen. Bei allen notwendigen Schritten wird der 71 jährige Roland Berger eng mit der Bundesregierung zusammenarbeiten und die notwenidigen Schritte abstimmen. Der Unternehmensberater zählt zu den renommiertesten Beratern der Bundesrepublik und gilt als excellent politisch vernetzt.

Bundeswirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) hatte bereits am Dienstag nach einem Treffen mit dem GM-Management in Washington angekündigt, eine Mittelsperson einzusetzen, die ständigen Kontakt zur Bundesregierung und zu GM halten solle. Sie solle auch an der Klärung noch offener Fragen mitarbeiten. Einen Namen hatte Guttenberg aber zunächst nicht genannt. Der Zugriff auf die bei der Opel-Muttergesellschaft angesiedelten Patente sei nicht so problematisch, wie es Guttenberg nach seiner US-Reise dargestellt hat. Die Patente seien zwar teilweise an die US-Regierung verpfändet worden, aber nicht „sicherheitsübereignet“, so dass ein Zugriff möglich sei, schreibt das Blatt ohne Nennung von Quellen. Dies ist eine wichtige Voraussetzung für eine größere Eigenständigkeit von Opel.

Und Ben tut es doch…Quantative Easing

Ben Bernanke hat gestern angekündigt das man seitens der Fed nun US Staatsanleihen aufkaufen werde. Zunächst wird dafür ein Budget von 300 Milliarden US-Dollar zur Verfügung gestellt. Ausserdem werde man forderungsbesicherte Wertpapiere in Höhe von 750 Milliarden US-Dollar in die Bilanz aufgenommen hieß es in Bernakes Rede weiter. Hierunter würden speziell mit Hypotheken oder Studentenkrediten hinterlegte Papiere fallen. Angesichts eines Leitzinses in den USA nahe der null Prozent Marke spielt die Fed somit die letzte große Karte aus die Ihr zur Verfügung steht. Das sollte auc heute für weiter steigende Kurse sorgen.

Die US-Aktienmärkte reagierten mit merklichen Aufschlägen auf die Ankündigung: Alle US Indizes drehten nach schwachem Start deutlich ins Plus und konnten die Gewinne auch nachbörslich teilweise noch weiter ausbauen. Der Dollar verlor hingegen erwartungsgemäß nach der Ankündigung Bernankes deutlich an Wert. Der Ölpreis profitierte ebenfalls wieder deutlich von dieser Entwicklung und zog auf fast 50,- Dollar je Barrel. Es ist also mal wieder ordentlich Bewegung in die Märkte gekommen und angesichts des Verfallstages am Freitag dürfte der ein oder andere Börsenpessimist jetzt wohl etwas verstimmt sein.

Die spannende Frage ist nach wie vor wie es der kommenden Woche weiter gehen wird. Diese Woche dürfte also ganz den Bullen gehören. Man wird wohl schon Freitag ab Mittag sehen können in welche Richtung es gehen kann. Der Dax sollte heute erst einmal einen ordentlichen Satz in Richtung der 4200er Marke machen. Kann dann die 4060 Punkte Marke verteidigt werden sieht es weiterhin gut aus. Was aber langfristig die Folgen der gestrigen Maßnahmen der Federal Reserve Bank sein werden weiß wohl niemand so genau. Auf gut deutsch hat die USA nun endgültig die Geldpresse an geschmissen und flutet den Markt mit Geld…

Top