Harte Zeiten für ThyssenKrupp…

Bisher hatte ThyssenKrupp wie viele andere Konzerne versucht, den Absatzeinbruch mit Hilfe von Kurzarbeit und vorübergehenden Werksschließungen zu überbrücken. Doch die weltweite Rezession, die die konjunktursensiblen Stahlkonzerne stets als Erste spüren, erweist sich als hartnäckiger als gedacht – was den Konzern dazu zwingt, die Kosten in größerem Umfang und auch rascher zu senken. ThyssenKrupp wäre damit der erste große deutsche Industriekonzern, der wegen der Krise einen massiven Stellenabbau vornehmen muss.

Nach Informationen der Financial Times sind von dem Stellenabbau mehr als 3000 Jobs betroffen, etwa 1,5 Prozent der Gesamtbelegschaft von knapp 200.000 Mitarbeitern. Gestern hatte der Konzern noch vom Abbau einiger Hundert Stellen gesprochen. Besonders betroffen ist die Stahlsparte, in der 2000 Stellen wegfallen sollen. Bei den Werften sollen es 1000 und im Autozulieferergeschäft könnten es mehrere Hindert sein, schreibt das Blatt.

Zudem meldet das Handelsblatt, dass der Konzern beim geplanten Verkauf der Tochter Industrial Services auf Schwierigkeiten stößt. Zwar gebe es eine Reihe von Interessenten, allerdings müsse sich ThyssenKrupp bei seinen Preisvorstellungen wohl Abstriche machen. Statt des erhofften Erlöses von einer Milliarde Euro dürften es nur rund 750 Millionen werden, mutmaßt das Blatt. Bereits gestern hatte der Konzern zudem einen radikalen Umbau angekündigt. Statt bislang in fünf Sparten soll ThyssenKrupp künftig in nur noch zwei Sparten eingeteilt werden. Insgesamt erhofft sich das Unternehmen dadurch Einsparungen von 500 Millionen Euro jährlich.

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