Author Archives: Lars

Euroraum leidet weiter unter der ausbleibenden Nachfrage

Einen so starken Rückgang habe es bislang noch nicht gegeben. Von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Analysten hatten lediglich mit einem Minus von 28,7 Prozent gerechnet. Deutschland verzeichnete mit 37,7 Prozent den stärksten Einbruch. Die Nachfrage sei in allen Bereichen geschrumpft, besonders aber bei Fahrzeugen und anderen Investitionsgütern, hieß es.Experten erwarten frühestens ab Jahresmitte eine Stabilisierung bei den Industrieaufträgen.

„Die Aussichten bleiben vorerst schlecht“, sagte Giada Giani von der Citigroup. Die Wirtschaft der 16 Euro-Länder sei im zu Ende gehenden ersten Quartal voraussichtlich noch stärker geschrumpft als Ende 2008, als es ein Minus von 1,5 Prozent gab, sagte Howard Archer von IHS Global Insight.Das werde die Europäische Zentralbank (EZB) dazu bewegen, den Leitzins im April von 1,5 auf 1,0 Prozent zu senken. Bis Jahresmitte werde sie ihn auf 0,5 Prozent zurücknehmen. Mit billigem Geld kann die EZB die Nachfrage stützen. Handelsblatt

Nasdaq 100 – Das große Bild

Der Nasdaq 100 Index ist gestern aus charttechnischen Gesichtspunkten in einen extrem interessanten Bereich vorgestoßen und die kommenden Tage dürften für die Technologie-Aktien von gant entscheidender Bedeutung sein. Der Schlusskurs gestern war bei 1281, 30 Punkten und damit steht der Nasdaq 100 mal wieder muss man sagen knapp unterhalb der so wichtigen Marke von 1286 Punkten die bereits zwei mal getestet wurde. In den ersten beiden Versuchen musste sich der Markt dann aber letztendlich wieder geschlagen geben und der Index lief wieder gen Süden. Dieses Mal könnte es anders sein!

Ein nachhaltiges Überwinden der 1286 Punkte würde zum einen einen neuen Aufwärtstrend bis zur Marke von 1382 Punkten generieren. Damit wäre dann auch ein Trippelboden gebildet und die Marke von 1286 Punkten würde eine starke Unterstützung bieten. Auch, oder gerade wenn dann diese Unterstützungslinie noch einmal in ein paar tagen oder Wochen getestet werden würde könnte ab hier dann auch der endgültige Anstieg der kommenden Hausse starten. Ich hoffe das dies einigermaßen verständlich war :-).

Lange Rede kurzer Sinn..Die Charts in allen US Indizes stehen immer noch auf kaufen, Ganz besonders ist das wohl beim Nasdaq der Fall sollten die 1286 Punkte nachhaltig überwunden werden. Spätestens dann, und wenn der Dow Jones wieder die 8000 Punkte überschreitet könnte es wieder zu einer echten Kaufpanik kommen.Wohlgemerkt könnte!!! Nichts ist schlimmer für einen ambitionierten Anleger oder Trader als die Aufwärtsbewegung nach einer Baisse zu verpassen! Oder noch übler ist wenn man auf der falschen Seite steht! Und das könnte einigen bald vielleicht schon klar werden…

Randnotiz: Leerverkäufe sind im März auf ein Rekordniveau gestiegen. Die neue Hausse beruht daher nicht in erster Linie auf Eindeckungen von existierenden Leerpositionen sondern spiegelt tatsächliches Kaufinteresse wider. Die Wenigsten hatten mit einer so explosiven Rallye gerechnet. Skeptiker haben in diesen Börsenaufschwung Aktien verkauft, die sie nicht hatten (sogenannte Leerverkäufe). Je größer die Leerverkäufe, umso höher ist das Kurspotential. Bei Citigroup macht die Leerposition beispielsweise 20% aller ausstehenden Aktien aus. Die Druck auf diese Leerverkäufer steigt mit jedem Tag.

Banken weltweit kaufen Anleihen zurück..

Die britische Royal Bank of Scotland hat ein Angebot für den Rückkauf eigener Nachranganleihen im Volumen von 17 Mrd. Euro bekannt gegeben. Diesen Weg zur Erhöhung der Kernkapitalquote hatten zuvor andere Banken beschritten. Es ist das bisher mit Abstand größte Rückkaufprogramm, nachdem binnen nur zwei Tagen mit der britischen Lloyds, der Banco Popolare sowie der Banco Sabadell drei weitere Banken den Ankauf eigener Nachrangpapiere im Volumen von insgesamt knapp 10 Mrd. Euro angekündigt hatten. Mit den Maßnahmen können die Banken hohe Buchgewinne realisieren und ihre Kernkapitalquoten verbessern, da sie die aufgrund der Finanzkrise stark unter Druck geratenen und meist illiquiden Papiere weit unter Nominalwert zurückkaufen können.

Die Institute folgen dem Vorbild der schweizerischen UBS, die den Rückkauf eigener Nachranganleihen am Donnerstag mit Erfolg abgeschlossen hatte. Insgesamt erwarb sie binnen einer Woche eigene nachrangige Anleihen im Nominalwert von umgerechnet 552 Mio. Euro von offenbar klammen Haltern, die hohe Abschläge auf den Nennwert akzeptierten. Für den Aufkauf musste die UBS daher nur 352 Mio. Euro bezahlen. Sie verbuchte so einen Gewinn von 200 Mio. Euro und verbesserte so nach eigenen Angaben die für Banken wichtige Kernkapitalquote um 0,1 Prozentpunkte.

Da die Banken die Papiere zum Nennwert ausgegeben, aber zum stark gefallenen Zeitwert bilanziert haben, können sie die Differenz beim erfolgreichen Rückkauf als Gewinn einstreichen und dem Kernkapital zuschlagen. „Es ist eine Win-win-Situation für Banken und verkaufswillige Halter der Papiere“, erklärte ein Anleihenhändler gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters.  Nach Ansicht der Analysten von RBC Capital dürften bald weitere Banken dem Beispiel der UBS folgen. Sie nennen Santander, Barclays sowie die ING Bank als Kandidaten für den Rückkauf eigener Nachranganleihen.

LDK, Suntech, Trina, Yingli, Solarfun, JaSolar

Gestern war Solartag! Alle chinesischen Solartitel konnten sich gestern kräftig von Ihren Tiefs erholen. Sowohl LDK Solar, Suntech Power, Trina Solar, Yingli Green Energy, Solarfun und auch JaSolar konnten den Tag mit einem Kursplus von mindestens 40 Prozent beenden. Zwischenzeitlich waren es bei einzelnen Titeln gar bis zu 55 Prozent gewesen. Das dürfte sicherlich der Tag gewesen sein auf den so viele frustrierte Solaraktien-Fans gewartet haben – wohl dem der durchgehalten hat. Allerdings waren die Verluste vorher auch entsprechend groß, und bei dem ein oder anderen dürften die gestrigen Kursgewinne nur ein Tropfen auf den heißen Stein gewesen sein.

Auch der deutsche Solarmarkt läuft wieder, oder besser gesagt die grünen Aktien die dem TecDax, der auch als SolarDax bezeichnet wird, gestern ein schönes Plus bescherten, Q-Cells, Solarworld, Roth und Rau, Solon, Centrotherm und Manz Automationen konnten ebenfalls zweistellig zulegen. Da ich die meisten schon im Depot habe ist diese Woche bis jetzt eine sehr erfolgreiche für mich gewesen. Bei den chinesischen Solarwerten wurden gestern durch das Überschreiten gewisser Marken ebenfalls Kauforders ausgelöst, und so befinden sich TSL, STP, YGE und LDK wieder im Tradingdepot. Das heißt aber auch das meine Depots inzwischen nun etwas zu Solarlastig sind…

Ausgelöst wurde die aktuelle Bweggung bei den Solarwerten wohl durch den Plan Timmothy Geithners nun das Shortselling künftig in dem bisher gewohnten Umfang zu verbieten,  und hier speziell den Hedgefonds etwas genauer auf die Finger zu sehen. Zumindest bei den chinesischen Solarwerten war die Shortquote im vergangenen Jahr extrem hoch und eine“normale“ Entwicklung der Aktie gar nicht mehr möglich. Deswegen waren diese Aktien auch „nur“ auf meiner Watchlist bislang. Die Dynamik der gestrigen Bewegung dürfte also die ersten Shortsqueeze Eindeckungen ausgelöst haben..

Das „Aus“ für die Heuschrecken..

Geithner und Notenbankchef Ben Bernanke hatten bereits zuvor deutlich gemacht, dass die Regierung als Konsequenz aus dem Debakel um den Versicherer American International Group (AIG) deutlich größere Vollmachten im Umgang mit angeschlagenen Finanzriesen sowie schärfere Kontrollen anstrebt. Timothy Geithner will Hedgefonds, Versicherer und den Handel mit Finanzderivaten künftig scharf kontrollieren. Für alle großen Finanzinstitutionen sollen künftig erstmals die selben Regeln gelten, berichtete die „Washington Post“. Geithner wollte im Laufe des Tages vor einem Kongressausschuss seine Pläne vorstellen.

Werden sie Wirklichkeit, würden die Maßnahmen „eine erhebliche Beschränkung“ für die Risikofreude und den Umfang der Aktivitäten der Wall-Street-Firmen bedeuten, schreibt die Zeitung. Finanzinstrumente wie Credit Default Swaps – eine Art Kreditversicherung – sollen den Angaben zufolge erstmals reguliert werden.
Zudem sollen sich unter anderem Risikokapital-Gesellschaften, Private-Equity-Firmen und Hedgefonds von einer bestimmten Größe an bei der US-Börsenaufsicht SEC registrieren lassen. Bislang gelten in den USA lediglich für Geschäftsbanken strenge Regeln.

US BIP sinkt um 6,3 Prozent, Arbeitsmarktdaten belasten..

Die Wirtschaftsleistung in den USA ist im vierten Quartal etwas weniger stark als von Volkswirten erwartet geschrumpft. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) sei annualisiert um 6,3 Prozent gesunken, teilte das US-Handelsministerium am Donnerstag in Washington in einer dritten Schätzung mit. In der Zweitschätzung hatte das Ministerium noch einen Rückgang von 6,2 Prozent ermittelt. Volkswirte hatten eine Korrektur auf minus 6,5 Prozent erwartet. Im dritten Quartal war die US-Wirtschaft um 0,5 Prozent geschrumpft.

Verglichen mit den anderen beiden großen Industriestaaten Japan und Deutschland stehen die USA damit aber fast noch gut da. In Japan schrumpfte das Bruttoinlandsprodukt Ende 2008 aufs Jahr hochgerechnet um rund zwölf Prozent, in Deutschland annualisiert um rund acht Prozent. Ob mich das nun wirklich erleichtern soll weiß ich ehrlich gesagt nicht. sagen wir es mal so es ist katastrophal aber nicht der Supergau.

Nach wie vor sehr bedenklich sind auch die Arbeitsmarktdaten aus den USA. So stieg die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe um 8.000 auf 652.000, während Volkswirte im Vorfeld lediglich eine Zunahme auf 650.000 prognostiziert hatten. Für die Vorwoche wurde der zunächst ermittelte Wert von 646.000 auf 644.000 nach unten revidiert. ine Zahl von etwa 400.000 Erstanträgen gilt allgemein als Signal für einen stagnierenden Arbeitsmarkt. Ab einem Wert von unter 350.000 erwarten Experten einen Rückgang der Arbeitslosenzahl.

DryShips Inc. – ab ins Depot!

Der Große Grieche – ein Film der mich schon immer schwer beeindruckt hat. Passend zur folgenden Meldung nun die Auflösung des Rätsels was ich gestern gekauft habe. DryShips heißt die Firma und notiert an den US Börsen.Das Marktumfeld für den Transport von Gütern über die Meere könnte derzeit schlechter nicht sein, und so konnte sich auch DryShips diesem Einfluss zuletzt nicht entziehen. Man musste sogar im vierten Quartal des letzten Jahres einen heftigen Verlust in Milliardenhöhe ausweisen.

Auch in Deutschland beschäftigt die Fachleute derzeit die Frage nach der Zukunft der Containerschiffahrt. Der Vorsitzende des Verbandes Deutscher Reeder (VDR), Michael Behrendt, sieht auch in der gegenwärtigen Situation mittel- bis langfristig eine positive Entwicklung für die Branche. Denn es handele sich nicht um eine grundlegende Strukturkrise, sondern um eine konjunkturelle Krise. Und es gebe keine ernsthaften Zweifel daran, dass sich Globalisierung und weltweiter Warenaustausch fortsetzen werden.

Sieht man sich hingegen der Chart der Aktie von DryShips INc. an so kann mann schnell das mögliche Potenzial erkennden das diese Aktie bietet. Wenn man also davon ausgeht das der Welthandel nicht komplett zusammenbrechen wird und auch nach wie vor noch Güter auf dem Seeweg expotiert und importiert werden, kann es durchaus sein das man mit dieser Aktie zu den Gewinnern gehören wird. Betonen möchte ich das auch DryShips eher ein sehr spekulativer Zock als eine langfristigen Anlage ist und nur mit kleinem Geld gespielt wird. Sollte sich allerdings der Kurs so entwickeln wie ich mir das vorstelle werde ich die Aktie noch lange behalten.

Bank of Amerika will einen Teil der Staatskredite nach Stress-Test zurückzahlen!

Der CEO der Bank of America Corp. Kenneth D. Lewis, hat in einem Zeitungsinterview signalisiert, dass das Kreditinstitut einen Großteil der staatlichen Finanzhilfen schon bald zurückzahlen wolle. In einem Interview mit der „Los Angeles Times“ erklärte der Vorstandschef, dass man bereits im kommenden Monat mit der Rückzahlung der vom Staat erhaltenen Finanzhilfen in Höhe von 45 Mrd. Dollar beginnen werde. Zuvor wolle man jedoch noch den „Stress-Test“ der US-Finanzbehörden abwarten, bei dem die Belastbarkeit des Kreditinstituts bei extremen Marktbedingungen simuliert werden soll.

In dem Zeitungsinterview verteidigte Lewis außerdem die bei vielen Investoren heftig umstrittenen Übernahmen von Countrywide Financial Corp. und Merrill Lynch & Co. als „langfristig strategische sinnvoll“. In Zusammenhang mit der weiter schwelenden Finanzkrise zeigte sich der Manager indessen optimistisch, dass man mittlerweile das Schlimmste überstanden habe. Darauf deuteten die zuletzt wieder leicht erholten US-Häuserpreise, die jüngste Aufwärtsbewegung an den Aktienmärkten sowie eine Verbesserung einiger Kennzahlen zum US-Verbraucherverhalten hin, erklärte Lewis.

Britische Klatsche!

Großbritaniens Probleme sind extrem. Hier kommt die Krise mit voller Wucht an und das nicht ganz zu Unrecht, denn sitzen doch hier auch die Mitverursacher des ganzen Schlamassels. Nun hat die britische Regierung erstmals seit sieben Jahren nicht genügend Interessenten für ihre Staatsanleihen gefunden. Am Bondmarkt steigt die Furcht über die hohe Schuldenaufnahme des Königreich. Auf gut britisch bezweifelt also wohl eine große zahl der Anleger die Überlebensfähigkeit des Staates.

In seiner ersten Auktion zehnjähriger Staatsanleihen seit fast vier Jahren hat Irland hingegen bei großem Interesse von Investoren eine Milliarde Euro eingenommen. Bei der Aufstockung zweier Papiere gingen am Dienstag Gebote über rund drei Mrd. Euro ein. Mit 5,8 Prozent musste Irland den Anlegern jedoch eine etwas höhere Rendite bieten als vergleichbare Papiere derzeit am Sekundärmarkt erbringen.

Als Kontinentaleuropäer kann man derzeit entspannt die Angelsachsen dabei beobachten wie sie ihre eigene Medizin nicht mehr goutieren. Während die Amerikaner mittlerweile nicht mehr wissen, ob ihnen die mögliche Nationalisierung der Banken oder die weitere Sozialisierung der Verluste auch unter dem vermeintlichen Bürgerpräsidenten Obama mehr Angst machen soll, dürfen die Briten mitansehen, wie ihr Premier in einer Woche gleich drei Ohrfeigen bekommt.

Da weigern sich zum einen die Anleger, ihm seine Staatsanleihen abzunehmen, von denen dieses und nächstes Jahr mehr als je zuvor angeboten werden sollen. Dann fährt ihm sein Schatzmeister noch mit der Warnung in seine Die-Krise-wegkonsumieren-Parade, ein weiteres Konjunkturpaket sei nicht finanzierbar. Und zuletzt weigert sich sogar noch die Inflation zurückzugehen.

Das liegt zum einen daran, dass die autark nicht mehr lebensfähige Insel sich die Inflation über das billige Pfund importiert. Und vielleicht auch daran, dass die von vielen Volkswirten unterstellte Korrelation zwischen Wirtschaftswachstum und Inflation nur bedingt existiert. Im Superinflationsland Simbabwe etwa schrumpfte die Wirtschaft in den Jahren 1997 bis 2007 im Schnitt um fast fünf Prozent pro Jahr. Stagflation – hatten wir in den 70ern hier auch schon mal.

US Börsen mit Happy End

Gestern konnte einem zwischenzeitlich schon etwas mulmig werden. Ab ca. 17:00Uhr zeigten alle drei US Indizes deutliche Schwäche und gerieten in einen Abwärtssog der wohl viele Anleger an die Kursverluste der letzten Monate erinnert hat. Man hätte also gut und geren denken können das es das nun gewesen ist mit der Aufwärtsbewegung. Auch ich war mir da nicht so sicher, bin aber dennoch erst erstmal in meinen Positionen geblieben und habe sogar noch einen Wert gekauft. Die Chancen stehen nach wie vor gut das das nun der Abschluss der Bodenbildung ist und das die Börsen ab hier eine neue Hausse erleben werden. Diese wird natürlich – wenn ich recht habe – zunächste weiterhin sehr volatil verlaufen, wie auch gestern wieder zu sehen war.

Charttechnisch sah das ganze dann so aus. Der Dax hat sein Gap nicht wirklich geschlossen, vielleicht versuchte er das ja heute nochmal.  Die US Indizes haben alle drei mustergültig die letzte Unterstützung noch einmal getestet und sind danach erneut stark angestiegen. Auch das werte ich nach wie vor als bullishes Signal. Der S&P500 ist dann im weiteren Verlauf wieder an die Unterstützungslinie bei 814 Punkten heran gelaufen, nachdem also vorher die 796 Punkte getestet wurden.Gerade aktuell stehen wir schon wieder bei ca 820 Punkten und das ist auch nach wie vor die Marke die es in den kommenden Tagen zu überwinden gilt. Ab 826 Punkten ist dann auch wieder richtig Luft nach oben.

Unterstützung gab es gestern auch von der FED. Erstmals trat die US-Notenbank am Mittwoch als Käuferin von Staatsanleihen auf den Plan. Nach der überraschenden Ankündigung des Ankaufsprogrammes im Volumen von bis zu 300 Milliarden Dollar kaufte sie nun die ersten Papiere im Volumen von 7,5 Milliarden Dollar. Den nächsten Kauf soll es am Freitag geben. Mit dem Aufkauf will die Fed die langfristigen Zinsen unter Druck bringen und zusätzliches Geld in den Wirtschaftskreislauf pumpen. Diese Maßnahmen sollten also ebenfalls weiter stützen können.

Die US Konjunktur erholt sich langsam

Es läuft! Nach der anfänglichen Schwäche im Dax sieht es nun schon wieder viel besser aus. Die US Indizes legen auch heute wieder eine starke Eröffnung hin und es sieht so aus als ob die nächsten Hürden in Angriff genommen werden sollen. Im S&P 500 wäre das das Überwinden der 820 Punkte, besser noch 826 Punkte und der Dow Jones will wohl die 8000 nochmal sehen. Wie immer bleibt dann bei Erreichen dieser Marken die Frage nach dem weiteren Verlauf..Unterstützung bieten im S&P 500 nun die Marken von 814, 809 und 804 Punkten.

Die Konjunkturdaten aus den USA werden weiterhin besser. Die Auftragseingänge für langlebige Wirtschaftsgüter in den USA sind im Februar unerwartet gestiegen. Wie das US-Handelsministerium am Mittwoch mitteilte, erhöhten sich die Orders gegenüber dem Vormonat um 3,4%. Von Dow Jones Newswires befragte Ökonomen hatten hingegen mit einem Minus von 2,0% gerechnet. Die Nachfrage nach Produkten wie Maschinen, Anlagen und Fahrzeugen aller Art scheint also in den USA wieder anzuziehen.

Der Dax hat mit etwas Wohlwollen auch das gestrige Gap geschlossen und dürfte den US Indizes weiter folgen. Am Freitag gehts dann weiter..Anleger warten nun mit Spannung auf weitere Signalen aus der US-Wirtschaft: Freitag werden sowohl das US-Verbrauchervertrauen der Uni Michigan als auch endgültige Zahlen um Bruttoinlandsprodukt in den USA im vierten Quartal 2008 veröffentlicht. Aber jetzt schaun wir esrtmal wie es heute läuft. Man soll ja bekanntlich den Tag nicht vor dem Abend loben..

Morgan Stanley stuft chinesische Solaraktien ab

Sowohl die Aktie von LDK Solar, als auch Suntech, Trina Solar und Yingli werden von Analysten Sunil Gupta, Morgan Stanley derzeit eher kritisch gesehen. Heute morgen kamen nun die neuesten Einschätzungen der Investmentbank zu den Titeln. Suntech Power kam mit eaqual-weight noch em besten weg, dennoch wurde auch hier das Kursziel auf 7 Dollar reduziert. Bei LDK Solar bleibt ebenfalls das Rating equal-weight mit Kursziel 5,10 Dollar und Trina Solar erhält ein underweight mit einem prognostizierten Kursziel von 7,30 Dollar. Ebenfalls auf underweight setzten die US-Analysten die Aktien von Yingli Green Energy und reduzierten das Kursziel auf 3,10 Dollar.

Das ist schon etwas heftig, spiegelt aber jeweils ungefähr das aktuelle Kursniveau wieder auf dem sich die Aktien sowieso gerade befinden, und somit kein wirkliches Hexenwerk! Viel interessanter finde ich die Frage warum diese Abstufungen nun erst zu dieser Zeit kommen..Die Umsätze sollten in  den kommenden Tagen genau beobachtet werden! Dergesamte Solarsektor weltweit läuft derzeit wirklich nicht gerade rund und ich habe bislang noch keine Veranlassung gesehen hier wirklich zu investieren, aber ich bin mir sicher das wird sich in diesem Jahr noch ändern – villeicht schon bald…

Die Solarbranche leidet derzeit unter dem Nachfrageeinbruch und dem rapiden Preisverfall, insbesondere bei Modulen. Das macht Solarstrom zwar wettbewerbsfähiger und könnte laut Solarworld-Chef Frank Asbeck schon 2012 in Deutschland zur Netzparität führen – dem Verkauf von Solarstrom zu Marktpreisen. Andererseits setzt der Preiseinbruch Produzenten wie Solarworld unter Druck, bessere Module billiger herzustellen. Hinzu kommen die sinkenden Subventionen durch garantierte Vergütung des eingespeisten Stroms. Die Branche steht deshalb vor einem Konsolidierungsprozess. Solarworld-Chef Asbeck glaubt, dass nur „zehn bis zwölf Anbieter“ überleben. Darunter würden zwei bis drei deutsche Firmen sein – so auch Solarworld.

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