Author Archives: Lars

Vivacon tief in den roten Zahlen

Man muss auch mal Glück haben! Nachdem ich ja vorgestern bei Vivacon ausgestoppt wurde, heute nun diese Meldung die sicherlich eine herbe Enttäuschung für alle Vivacon Fans sein dürfte.. Die Vivacon AG hat es im vergangenen Jahr heftig erwischt. Das im SDax notierte Immobilienunternehmen rechnet für 2008 mit einem Rekordverlust. Das Minus soll zwischen 160 und 170 Millionen Euro liegen, teilte die Firma am Dienstagabend nach dem Ende des Frankfurter Parketthandels mit. Vivacon begründete das schlechte Ergebnis im Wesentlichen mit Abwertungen auf die Wohnimmobilienportfolios und die Marktbewertung von Zinssicherungsinstrumenten.

Das schwierige Marktumfeld habe ferner dazu geführt, dass Portfoliotransaktionen rückabgewickelt werden mussten. Grund seien unter Anderem zurückgezogene Finanzierungen auf Seite der Transaktionspartner. Durch diese und weitere Sondereffekte sei das Jahresergebnis mit rund mit 140 Millionen Euro belastet worden. Die Dividende für 2008 fällt aus. Die Veröffentlichung der endgültigen Jahresergebnisse wird verschoben. „Die genauen Termine einschließlich des Datums der Hauptversammlung werden zeitnah bekannt gegeben“, teilte das Unternehmen mit.

Noch mehr Ungewissheit „Diese Mitteilung klingt nicht gerade vertrauenserweckend und sollte für noch mehr Unsicherheit über das Unternehmen sorgen“, kommentierte ein Händler. „Der Ausfall der Dividende kommt nicht unerwartet, aber der Markt hatte mit einem leicht positiven Ergebnis gerechnet.“

Die Vivacon-Aktie brach im vorbörslichen Handel im Vergleich zum Xetra-Schlusskurs um bis zu 17 Prozent auf 1,75 Euro ein. Noch vor einem Jahr notierte das Papier bei rund 13 Euro. Ursprünglich hatte das Unternehmen noch einen Gesamtjahresgewinn von 60 Millionen Euro anvisiert, die Prognose aber später einkassiert. Vivacon vermarktet überwiegend denkmalgeschützte Objekte. Nach der Sanierung und Modernisierung wird meistens nur der Wohnraum weiterveräußert. Die Grundstücke bleiben im Eigentum von Vivacon und werden in Erbpacht an die Eigentümer der Wohnungen „vermietet“.

In „Wartestellung“

Heute notieren die Börsen in Asien etwas leichter. Die Verluste halten sich dabei aber in Grenzen, sodass man einen eher ruhigen Börsentag erwarten kann. Die US Futures sind leider gestern abend dann doch wieder etwas abgesackt, nachdem im Tagesverlauf die Gewinne weiter ausgebaut werden konnten. In der letzten halben Stunde ging es dann im S&P Future doch wieder unter die 800er Marke. Allerdings blieb ein breiter Ausverkauf auch dieses Mal wieder aus.Bankentitel waren mal wieder die Haupttreiber bei den Kursgewinnen, Autotitel die bei den Verlierern.

Die Bewegungen der letzten Tage sind nach wie vor sehr auffällig. Bankentitel wie Citigroup, General Motors und Bank of America treiben die US Indizes in die ein oder andere Richtung, richtig bewegt werden aber derzeit die Futures. Diese massiven Abverkäufe in den letzten Handelsminuten, oder aber die massiven Käufe vorher geben nach wie vor kein klares Bild. Fast schon scheint es so als ob die Indizes erst noch eine Weile in „Warteposition“ gehalten werden sollen. Wofür weiß ich nicht, aber vielleicht hat es etwas mit dem G-20 Treffen zu tun…

Die jetzigen Kurse von ca 780 Punkten im S&P Future halte ich allerdings für reichlich übertrieben und das dürfte auch wieder schnell abgebaut werden. Nach wie vor ist die Marke von 800 Punkten hier sehr interessant und konnte gestern bereits wieder bis 807 Punkte überwunden werden bevor der Abverkauf erneut losging. Der knappe Schlusskurs darunter bei 798 Punkten könnte heute eine gute Ausgangslage sein um wieder nachhaltig über die 800 Punkte zu kommen und da dann auch mal zu schließen.

In Japan konnte sich der Nikkei nach einem sehr schwachen Wochenstart nun auch wieder von dem Abwärtstrend lösen. Erstaunlicher Weise gehörten gerade die Automobiltitel heute zu den großen Gewinnern. In freudiger Erwartung auf eine baldige Entscheidung bezüglich GM und Chrysler in den USA positionieren sich die Anleger also schon jetzt bei den asiatischen Mitbewerbern..Der Dax dürfte also heute ebenfalls mit leichten Abschlägen starten, wie es zum Handelsende dann aussieht ist noch unklar. Einzelne Branchen könnten sich aber auch heute wieder deutlich besser entwickeln als der Rest.

Centrotherm Photovolaltics AG verdoppelt Gewinn

Neben Porsche kann auch die Aktie von Centrotherm heute mit hervorragenden Zahlen glänzen. In einem sehr schwachen Marktumfeld ist es gelungen den Gewinn zu verdoppeln. Der Umsatz des Technologie- und Dienstleistungsanbieters für die Herstellung von Solarsilizium und Solarzellen stieg von 166,2 Mio. Euro auf 374,7 Mio. Euro. Auch das operative Ergebnis (EBIT) wurde mehr als verdoppelt und belief sich – ohne Berücksichtigung der Kaufpreiseffekte aus den Akquisitionen – auf 55,7 Mio. Euro.

Unter Berücksichtigung dieser Effekte betrug das EBIT 43,5 Mio. Euro (Vorjahr: 21,1 Mio. Euro). Das EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen auf Sachanlagen und Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte) stieg auf 57,5 Mio. Euro (Vorjahr: 21,5 Mio. Euro) und die EBITDA-Marge* auf 15,3 Prozent (Vorjahr: 12,9 Prozent). Die EBIT-Marge* ohne Effekte aus den Akquisitionen (Kaufpreisallokationen) liegt bei 14,9 Prozent (Vorjahr: 12,7 Prozent) und bei 11,6 Prozent inklusive dieser Effekte.

Porsche verdreifacht Gewinn!

Die Porsche Aktie kann vorbörslich bereits kräftig zulegen, und ich denke mal das war nun der Startschuss für dauerhafte Kurse über 40.- Euro. Der Sportwagenbauer Porsche hat im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2008/09 das Nettoergebnis mehr als vervierfacht und dabei einen höheren Gewinn als Umsatz erzielt. Der Überschuss stieg von 1,260 Milliarden auf 5,553 Milliarden Euro, wie das Stuttgarter Unternehmen am Dienstag mitteilte. Profitiert hat Porsche dabei erneut durch die Geschäfte mit VW-Aktien. Dieser Ergebnisbeitrag wuchs von 850 Millionen auf 6,840 Milliarden Euro. Porsche hatte Anfang Januar die Beteiligung an Volkswagen auf fast 51 Prozent aufgestockt und will in diesem Jahr noch auf 75 Prozent erhöhen.

Das Ergebnis vor Finanzergebnis stieg im Zeitraum von August 2008 bis Januar 2009 von 1,226 Milliarden auf 7,180 Milliarden Euro. Vor Steuern verdiente Porsche 7,342 Milliarden Euro, nach 1,658 Milliarden in der Vorjahresperiode. Gleichzeitig sanken der Umsatz und Absatz des Sportwagenbauers. Die Verkäufe schrumpften wie bereits mitgeteilt um fast 27 Prozent auf rund 34.300 Einheiten. Der Umsatz ging um 12,8 Prozent auf 3,043 Milliarden Euro zurück. Für das Gesamtjahr wollte das Unternehmen keine Prognose wagen. Aufgrund der Unsicherheit auf den Märkten seien verlässliche Aussagen derzeit nicht möglich. Allerdings stehe außer Frage, dass Umsatz und Absatz unter den Vorjahreswerten liegen werden./dct/tw

Erholung und Stühlerücken bei Klöckner & Co.

Nach dem Kursrutsch um mehr als fünf Prozent im Dax zum Wochenstart werden die deutschen Aktienindizes am Dienstag etwas fester erwartet. Finspreads taxierte den deutschen Leitindex am Morgen 0,65 Prozent höher bei 4 015 Zählern. Ein Händler sprach von „Window Dressing“ zum Quartalsende, das den Markt stützen könnte.
Positiv wirke auch die Erholung im Dow-Future, wobei die Lage für den Gesamtmarkt nach dem scharfen Vortagesminus aber aus technischer Sicht wieder kritischer sei. Der Future auf den US-Leitindex Dow Jones gewann seit dem Xetra-Schluss 17.35 Uhr 1,10 Prozent. Laut Händlern könnten einige Einzelwerte vor allem aus der zweiten Reihe von Aussagen auf Bilanzpressekonferenzen bewegt werden. Im Verlauf könnten der Chicago Einkaufsmanagerindex und das Verbrauchervertrauen aus den USA neue Impulse bringen.

Der Stahlhändler steigerte 2008 trotz der bereits einsetzenden Krise den Umsatz um rund acht Prozent und den operativen Gewinn um 62 Prozent, schließt aber wegen der anhaltenden Wirtschaftskrise weitere Sparmaßnahmen nicht aus. Das Absatzniveau werde 2009 voraussichtlich „deutlich“ unter dem des Vorjahres liegen. Zudem gibt der Vorstandsvorsitzende Thomas Ludwig zum Jahresende seinen Posten auf und wird von Finanzvorstand Gisbert Rühl abgelöst. Händler bewerteten die Aussagen zur Bilanzvorlage leicht negativ, da der Ausblick noch etwas vorsichtiger sei als bisher. Der Führungswechsel komme überraschend und dürfte die Aktie belasten.

Welches Szenario erwartet und jetzt?

Die Woche beginnt nicht gut. Nach einem heftigen Rücksetzter auf über minus vier Prozent kann sich der Dax zwar wieder etwas hochrappeln, dennoch waren die Vorgaben aus Asien schwer zu verdauen. Auf der Verkaufsliste stehen mal wider die guten alten Bekannten wie Bankentitel und Autobauer. Ob das gerechtfertigt ist wird sich in den nächsten Stunden, nach der US Handelseröffnung zeigen. Sicherlich wird die GM Aktie erst einemal deutlich schwächer tendieren, und eventuell auch die Bankentitel weiter abgeben. An den Supergau will ich aber nicht glauben, dafür war die Erholungtendenz am Freitag eigentlich zu überzeugend.

Momentan deutet aber alles auf das zweite von mir skizzierte Szenario von letzter Woche hin. Der Dax ist bei 4200 Punkten erst einmal wieder nach unten abgeprallt. Technische Reaktion oder neuer Trend? Das ist wohl mal wieder die Frage die derzeit niemand beantworten kann. Man sollte also aufpassen das man nicht auf dem falschen Fuß erwischt wird. So oder so! Die extreme Schwäche des Euros ist schon etwas beunruhigend. Gold und Öl fallen ebenfalls wieder.

Auffällig ist auch die Stärke der Technologieaktien und hier im Speziellen die der Solarwerte im TecDax. Getrieben von den guten Vorgaben in diesem Sektor könne sich diese Aktien sogar gegen den Trend stemmen und ordentliche Gewinne verbuchen. Es scheint derzeit ein Sektorenwechsel im Gange zu sein und man sollte dies genau beobachten. Vielleicht ist dies aber auch nur die Vorfreude auf die Beschlüsse des G-20 Gipfels bezüglich des Klimawandels. Sollte es also wirklich mal ein paar handfeste und gemeinsam getragene Beschlüsse geben sieht es für die alternativen Energien wohl wieder deutlich besser aus.

Deutsche Bahn Chef Mehdorn tritt ab!

Bahn-Chef Hartmut Mehdorn hat die Konsequenzen aus der Datenaffäre seines Konzerns gezogen. „Ich habe dem Aufsichtsratsvorsitzenden die Auflösung meines Arbeitsvertrages angeboten“, sagte Mehdorn am Montag bei der Bilanzpressekonferenz des Staatsunternehmens in Berlin. Er übernehme als Vorstandschef die Verantwortung für die Datenaffäre.

Doch eine persönliche Schuld sieht er nicht: „Es handelt sich hier nicht um einen Datenskandal“. Die „zerstörerischen Debatten“ schadeten dem Unternehmen und dem Standort Deutschland, sagte Mehdorn. Niemand von der Bahn habe etwas Rechtswidriges getan. „Das alles wird letztlich die Untersuchung der Sondermittler auch bestätigen.“

Mehdorn steht wegen des Datenskandals bei dem Staatskonzern in der Kritik. Am vergangenen Freitag wurden neue Massenkontrollen von Mitarbeitern und Behinderungen der Lokführergewerkschaft GDL bekannt. Die vom Aufsichtsrat der Bahn eingesetzten Sonderermittler berichteten dem Gremium, der Konzern habe zwischen März 2005 und Oktober 2008 gezielt in sämtlichen E-Mail-Konten des Unternehmens nach Kontakten zu Journalisten und externen Bahn-Kritikern gefahndet. Die Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat forderten daraufhin den Rücktritt Mehdorns.

GM und Peugeot Citroen bekommen einen neuen Chef

Die Vorgaben aus Amerika haben heute doch deutlicher auf die Stimmung in Asien gedrückt als ich das erwartet hätte. Die Umsätze waren zwar relativ gering, dennoch notiert bespielsweise der Hang Seng Index mit 3 Prozent im Minus. Händler tendierten eher dazu das es sich hierbei um Gewinnmitnahmen handelt nachdem der HSI nun seit Anfang März um 20% zugelegt hatte. Der Nikkei verlor ebenfalls 3 Prozent, alles asiatischen Börsen notieren deutlich schwächer. Der S&P Future ist gerade wieder an der 800er Marke angekommen, was ich allerdings zu dieser tageszeit noch nicht überbewerten würde.

Die neu aufkeimenden Sorgen um die schwer angeschlagenen Autobauer drücken mal wieder auf die Kurse. Die von US-Präsident Barack Obama eingesetzte Auto-Taskforce lehnte die Sanierungspläne von GM und Chrysler ab und forderte weitreichendere Maßnahmen. Ansonsten werde der Geldhahn binnen weniger Wochen zugedreht. Das würde dann den unmittelbaren Bankrott der beiden Firmen zur folge haben. Papiere von Autobauern und Banken gehörten somit heute auch wieder zu den Hauptverlierern, aber auch Rohstofftitel wurden verkauft.Von der Bank of America war am Freitag noch zu hören das die Geschäfte im März wieder „schwieriger“ gelaufen sein als in den ersten beiden Monaten des Jahres.

Von Unternehmensseite gab es gleich zwei Nachrichten ebenfalls aus der Automobilbranche. Rick Wagoner, der GM Chef muss nun seinen Hut nehmen, nachdem es ihm nicht gelungen ist ein überzeugendes Konzept für ein dauerhaftes Überleben des Konzerns vorzulegen. Das wurde wahrscheinlich auch höchste Zeit..Der französische Autobauer PSA Peugeot Citroen trennt sich ebenfalls mit sofortiger Wirkung von seinem Vorstandschef Christian Streiff. Das teilte am Sonntagabend der Aufsichtsrat des Unternehmens in Paris mit. Es kommt also auch hier deutlich Bewegung in die verkrusteten Strukturen…

Was bringt die neue Woche?

Wohl eine der spannendsten Wochen liegt vor und Börsianern! Nicht nur das wiedermal Konjunkturdaten anstehen die kursbestimmend sein könnten, wie zum Beispiel am Montag das Konsumklima und Wirtschaftsvertrauen für den Monat März, sowie Hypothekenzusagen in Großbritanien und die Industrieproduktion Japans. Sondern insbesondere der Dallas Fed Index für das verarbeitende Gewerbe und die Rede von EZB Präsident Jean Claude Trichet. Am Dienstag geht es dann mit den für mich persönlich mit großer Spannung erwarteten Halbjahreszahlen von Porsche weiter. Hier erwarte ich mir etwas Aufklärung für die Mittelverwendung der Kreditlinie in Höhe von 10 Milliarden Euro sowie einen zarten Ausblick auf das laufende Geschäftsjahr.

Alle Welt schaut aber sicherlich in dieser Woche auf die ersten Diskussionen zum G-20 Treffen. Inzwischen dürfte den Damen und Herren klar geworden sein das nun wirklich etwas passieren muss und sowohl in den Finanzwelt als auch in punkto Klimawandel drastische Maßnahmen erforderlich sind um eine weiteres Miteinander für die jetzigen und künftigen Generationen aktiv zu gestalten. Präsident Obama macht schon mal den Anfang und versichert seine Kooperation in Sachen Klimaschutz – was ja von den Amerikanern durchaus neue Töne sind. Wenn nun noch Japan ein wenig einlekt kann es durchaus einen Schritt in die richtige Richtung gehen. Wunder sollte man sich aber auch hier vielleicht erstmal nicht erwarten…

Die vergangene Börsenwoche war extrem interessant und ich sehe es gar nicht mal so negativ wie manche Vertreter der Presse das die Märkte in den letzten beiden Handeltagen etwas schwächer tendiert haben. Zum einen ist eine solche Korrektur nach dem vorherigen Anstieg durchaus gesund und zum anderen war die Beobachtung einzelner Aktien um so interessanter. Denn trotz des schwachen Handels am Freitag sind die Titel die im Tagesverlauf abgeben mussten abends dann doch noch wieder in Plus gedreht, oder haben zumindest einen Teil dieser Verluste wieder wett gemacht. Im Einzelnen sieht dann auch diese Wochenbilanz gar nicht mal so schlecht aus. Wie im vorangegangenen Artikel von Bernd Niquet beschrieben ist hier derzeit alles möglich, sogar das Unglaubliche…In diesem Sinne wünsche ich allen hier eine erfolgreiche Woche!

Bernd Niquet..Die größte Hausse aller Zeiten

Börsianer sind wie Saisongemüse. Jede Jahreszeit wird durch eine eigene Spezies dominiert. Dann reckt die junge Pflanze ihr hirnloses Haupt in die Sonne und lässt sich leiten, gedeiht prächtig, doch nur so lange, bis die Erntemaschine kommt und sie mitsamt ihrer Wurzeln aus der Erde reißt. Sagt die Lauchzwiebel ade, ist der Meerrettich schon auf dem Weg. Und ganz genauso funktioniert auch die Börse.

An der Börse wechseln die Argumente wie Saisongemüse. Gibt es keine echten Sorgen, werden unechte zu echten gemacht. Gibt es hingegen echte Sorgen, verschwinden selbst positive Dinge aus dem Blickfeld. In der Hausse hat man an jedem Tag von Neuem lesen können, wieviel Geld in unseren Volkswirtschaften vorhanden wäre, welches früher oder später an die Märkte fließen würde. Heute jedoch, wo dieses Geld beinahe astronomische Größen erreicht hat, spricht niemand mehr davon.

Von Zahlen zu reden ist heutzutage ja fast unmöglich. Als wir noch in Millionen gedacht haben, ging das noch einigermaßen. Auch Milliarden waren beinahe noch vorstellbar. Doch seitdem wir den Sprung ins Billionen-Zeitalter absolviert haben, ist es mit jeglichem Verständnis vorbei.

Wie groß ist die Schreckenszahl der Abschreibungen, die auf „toxische“ Assets geleistet werden müssen? In den USA sollen es 1,6 Billionen Dollar sein. Was für eine schreckliche Zahl. Vom Untergangs Apologeten Roubini kursierte sogar die Zahl von 3,6 Billionen Gesamtverlusten des US-Finanzsektors.

Niemandem jedoch scheint die Summe des Gesamtstimulus der US-Notenbank, des US-Finanzministeriums sowie der US-Einlagensicherung zu schauen. Diese Summe liegt bei unfassbaren 11 Billionen Dollar. Doch das Saisongemüse ist gegenwärtig völlig auf die Kartoffeln konzentriert, schaut nach unten, wühlt in der Erde. Und währenddessen drohen die Zuckerschoten in der Sonne zu verdorren.

11 Billionen Dollar Konjunkturhilfe und Geldmengensteigerungen, das ist weit mehr als das US-BIP in einem Jahr. Die US-Volkswirtschaft wird vielleicht um 5 % sinken, doch diesen 5 % stehen 110 % Direkteinschuss entgegen.

Eigentlich müssten wir in den Jahren 2009 bis 2011 die größte Hausse aller Zeiten erleben. Eine Asset-Inflation gigantischen Ausmaßes, die aus zwei verschiedenen Ansatzpunkten her historisch völlig einmalige Dimensionen annehmen müsste. Erstens: So einen heftigen Stimulus wie gegenwärtig haben Volkswirtschaften noch niemals zuvor in der Geschichte erlebt. Und zweitens: Ein Überspringen der Asset-Inflation auf die Gütermärkte ist durch die enormen Angebotsüberschüsse dort nahezu ausgeschlossen. Ein Idealszenario also. Es müsste eine regelrechte Explosion der Assetpreise geben.

Ich schreibe hier bewusst stets „müsste“. Denn das, was ich schreibe, sind rein logisch-theoretische Überlegungen. Vorstellen kann man sich ein derartiges Szenario gegenwärtig ebenso wenig wie eine fünfte oder sechste Dimension, die ein Mathematiker jedoch problemlos beschreiben kann. Aber so ist es ja immer an der Börse: Wir sind eben alle nicht mehr als Saisongemüse.

Börsianer sind wie Saisongemüse. Jede Jahreszeit wird durch eine eigene Spezies dominiert. Dann reckt die junge Pflanze ihr hirnloses Haupt in die Sonne und lässt sich leiten, gedeiht prächtig, doch nur so lange, bis die Erntemaschine kommt und sie mitsamt ihrer Wurzeln aus der Erde reißt. Sagt die Lauchzwiebel ade, ist der Meerrettich schon auf dem Weg. Und ganz genauso funktioniert auch die Börse.

An der Börse wechseln die Argumente wie Saisongemüse. Gibt es keine echten Sorgen, werden unechte zu echten gemacht. Gibt es hingegen echte Sorgen, verschwinden selbst positive Dinge aus dem Blickfeld. In der Hausse hat man an jedem Tag von Neuem lesen können, wieviel Geld in unseren Volkswirtschaften vorhanden wäre, welches früher oder später an die Märkte fließen würde. Heute jedoch, wo dieses Geld beinahe astronomische Größen erreicht hat, spricht niemand mehr davon.

Von Zahlen zu reden ist heutzutage ja fast unmöglich. Als wir noch in Millionen gedacht haben, ging das noch einigermaßen. Auch Milliarden waren beinahe noch vorstellbar. Doch seitdem wir den Sprung ins Billionen-Zeitalter absolviert haben, ist es mit jeglichem Verständnis vorbei.

Wie groß ist die Schreckenszahl der Abschreibungen, die auf „toxische“ Assets geleistet werden müssen? In den USA sollen es 1,6 Billionen Dollar sein. Was für eine schreckliche Zahl. Vom Untergangs Apologeten Roubini kursierte sogar die Zahl von 3,6 Billionen Gesamtverlusten des US-Finanzsektors.

Niemandem jedoch scheint die Summe des Gesamtstimulus der US-Notenbank, des US-Finanzministeriums sowie der US-Einlagensicherung zu schauen. Diese Summe liegt bei unfassbaren 11 Billionen Dollar. Doch das Saisongemüse ist gegenwärtig völlig auf die Kartoffeln konzentriert, schaut nach unten, wühlt in der Erde. Und währenddessen drohen die Zuckerschoten in der Sonne zu verdorren.

11 Billionen Dollar Konjunkturhilfe und Geldmengensteigerungen, das ist weit mehr als das US-BIP in einem Jahr. Die US-Volkswirtschaft wird vielleicht um 5 % sinken, doch diesen 5 % stehen 110 % Direkteinschuss entgegen.

Eigentlich müssten wir in den Jahren 2009 bis 2011 die größte Hausse aller Zeiten erleben. Eine Asset-Inflation gigantischen Ausmaßes, die aus zwei verschiedenen Ansatzpunkten her historisch völlig einmalige Dimensionen annehmen müsste. Erstens: So einen heftigen Stimulus wie gegenwärtig haben Volkswirtschaften noch niemals zuvor in der Geschichte erlebt. Und zweitens: Ein Überspringen der Asset-Inflation auf die Gütermärkte ist durch die enormen Angebotsüberschüsse dort nahezu ausgeschlossen. Ein Idealszenario also. Es müsste eine regelrechte Explosion der Assetpreise geben.

Ich schreibe hier bewusst stets „müsste“. Denn das, was ich schreibe, sind rein logisch-theoretische Überlegungen. Vorstellen kann man sich ein derartiges Szenario gegenwärtig ebenso wenig wie eine fünfte oder sechste Dimension, die ein Mathematiker jedoch problemlos beschreiben kann. Aber so ist es ja immer an der Börse: Wir sind eben alle nicht mehr als Saisongemüse. Bernd Niquet

 


20 Millionen neue Arbeitsplätze

Die G20 Staaten wollen bei Ihrem nächsten Treffen auch umfangreiche Maßnahmen zur Schaffung neuer Stellen beschließen. Insgesamt sollen knapp 20 Millionen neu geschaffene Arbeitsplätze die Welt aus der Krise führen. So zitierte der „Spiegel“ aus dem Entwurf des Abschlusskommuniqués der britischen Regierung. Der Impuls erhöhe das Wachstum um zwei Prozentpunkte und die Beschäftigung um 19 Mio. Arbeitsplätze.

Den Entwurf versandte die britische Regierung vergangene Woche nach Angaben des Magazins in die Hauptstädte der Teilnehmerländer. Das Bundespresseamt in Berlin erklärte am Samstag, zu Entwürfen auf Arbeitsebene werde keine Stellung genommen.

Nach Angaben des „Spiegels“ will Großbritannien auch ein konkretes Wachstumsziel für die Weltwirtschaft am Jahresende 2010 in der Abschlusserklärung verankern. Eine Zahl soll bei den Abschlussverhandlungen eingesetzt werden. Mit Blick auf die Finanzmärkte solle die Regulierung ausgedehnt werden auf alle Finanzmärkte, Instrumente und Institutionen, einschließlich Hedgefonds. Auch wollten die G20-Staaten bis Ende des Jahres Richtlinien für die Entlohnung von Finanzmanagern auf den Weg bringen.

Steueroasen und Länder, die sich bei der Umsetzung der Vorgaben nicht kooperativ zeigen, sollten zudem mit Sanktionen belegt werden. „Wir sind entschlossen, Wachstum wieder herzustellen, Protektionismus zu widerstehen und unsere Märkte und Institutionen für die Zukunft zu reformieren“, zitierte das Magazin aus dem Londoner Entwurf. Der G20- Finanzgipfel der 20 führenden Industrie- und Schwellenländer findet am kommenden Donnerstag in London statt.

Porsche – kommt jetzt der Ausbruch?

Die Porsche Aktie gefällt mir heute mal wieder sehr gut, nachdem ja die Performance der letzten Tage eher etwas mau war. Heute nun ist die Aktie des Sportwagenbauers wiedermal über die 40,- Euro Marke gegangen und behält diese Richtung dieses Mal wohl auch bei. Am kommenden Dienstag gibt es die langersehnten Halbjahreszahlen der Stuttgarter. Man erwartet sich hiervon wohl auch die Aufklärung weiterhin offener Fragen. Die Kreditlinie in Höhe von 10 Milliarden wurde nun von einem Bankenkonsortium von insgesamt 15 Banken erteilt. Die große Frage ist wofür will Wendelin Wiedeking das Geld ausgeben.

Wohl am nahe liegendsten ist die Aufstockung des Anteils an VW in Form von Volkswagen Stammaktien. Manchmal ist das nahe liegendste nicht unbedingt das richtige, und ich bin weiterhin gespannt was nun wirklich für strategische Ziele mit dem zur Verfügung stehenden Kapital verfolgt werden sollen. Mögliche Varianten sind neben der eben genannten auch der Kauf von VW Vorzugsaktien sowie eventuell der Ankauf eigener Aktien, oder gar eine Beteiligung bei einem angeschlagenen Automobilzulieferer.

Wie immer wird die Porsche Führung mit Ihrer Halbjahresbilanz auch noch ein paar weiter Informationen dazu geben und den Geschäftsverlauf, von dem man sich dieses Mal nicht allzu viel Gutes erwarten sollte präsentieren. In gewohnter Manier denke ich aber das Gesamtergebnis wird wie immer passen. Und es wird sicherlich auch noch einmal über die dramatische Unterbewertung der Porsche Aktie eingegangen werden…Noch kurz zur Aktie..das Ziel bleibt das Überwinden der 43,50 Euro und damit wäre der Weg dann schnell frei in Richtung 50,- oder 60,- Euro!

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