Vivacon tief in den roten Zahlen

Man muss auch mal Glück haben! Nachdem ich ja vorgestern bei Vivacon ausgestoppt wurde, heute nun diese Meldung die sicherlich eine herbe Enttäuschung für alle Vivacon Fans sein dürfte.. Die Vivacon AG hat es im vergangenen Jahr heftig erwischt. Das im SDax notierte Immobilienunternehmen rechnet für 2008 mit einem Rekordverlust. Das Minus soll zwischen 160 und 170 Millionen Euro liegen, teilte die Firma am Dienstagabend nach dem Ende des Frankfurter Parketthandels mit. Vivacon begründete das schlechte Ergebnis im Wesentlichen mit Abwertungen auf die Wohnimmobilienportfolios und die Marktbewertung von Zinssicherungsinstrumenten.

Das schwierige Marktumfeld habe ferner dazu geführt, dass Portfoliotransaktionen rückabgewickelt werden mussten. Grund seien unter Anderem zurückgezogene Finanzierungen auf Seite der Transaktionspartner. Durch diese und weitere Sondereffekte sei das Jahresergebnis mit rund mit 140 Millionen Euro belastet worden. Die Dividende für 2008 fällt aus. Die Veröffentlichung der endgültigen Jahresergebnisse wird verschoben. „Die genauen Termine einschließlich des Datums der Hauptversammlung werden zeitnah bekannt gegeben“, teilte das Unternehmen mit.

Noch mehr Ungewissheit „Diese Mitteilung klingt nicht gerade vertrauenserweckend und sollte für noch mehr Unsicherheit über das Unternehmen sorgen“, kommentierte ein Händler. „Der Ausfall der Dividende kommt nicht unerwartet, aber der Markt hatte mit einem leicht positiven Ergebnis gerechnet.“

Die Vivacon-Aktie brach im vorbörslichen Handel im Vergleich zum Xetra-Schlusskurs um bis zu 17 Prozent auf 1,75 Euro ein. Noch vor einem Jahr notierte das Papier bei rund 13 Euro. Ursprünglich hatte das Unternehmen noch einen Gesamtjahresgewinn von 60 Millionen Euro anvisiert, die Prognose aber später einkassiert. Vivacon vermarktet überwiegend denkmalgeschützte Objekte. Nach der Sanierung und Modernisierung wird meistens nur der Wohnraum weiterveräußert. Die Grundstücke bleiben im Eigentum von Vivacon und werden in Erbpacht an die Eigentümer der Wohnungen „vermietet“.

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