Author Archives: Lars

Asien weiter freundlich, US Futures im Plus

Trotz des eher schwachen Handelsverlaufs in den USA gestern sind die Vorgaben aus Asien einen weiteren Tag positiv. Die Börse in Hongkong setzt am Dienstag ihre nunmehr sechstägige Aufwärtsphase fort und legt nach Ende der ersten Sitzungshälfte 0,6% auf 13.051 Punkte zu. Die US-Futures befinden sich am Dienstagmorgen im Plus, ebenfalls die asiatischen Indizes sowie der australische SPI konnten zulegen und notieren deutlich im grünen Bereich.

Der Dow Jones kletterte im asiatischen Handel nach einem heftigen Anstieg bis auf das Hoch bei 7.284. Die runde 7.300er-Marke wurde bisher nicht überschritten und dient somit nach wie vor als Widerstandslinie. Aufgrund der starken Vorgaben aus den USA und Asien dürfte der Dax ebenfalls leicht im Plus starten. Hier ist immer noch dei Marke von 4200 Punkten das minimale Wochenziel an dem sich dann der weitere Weg des deutschen Leitindex entscheiden wird.

Die gestern auf wenige Werte bezogene Rally könnte sich heute also verlangsamt fortsetzen und die Banken- und Finanztitel weiter steigen lassen. Der japanische Leitindex legt heute erneut um 2,58 Prozent auf 7.902 Punkte zu. Gefragt sind erneut die Bankentitel. Sumitomo Mitsui Financial Group steigt um 7,3 Prozent, Tokio Marine um 6,8 Prozent, Mitsubishi UFJ Financial um 6,1 Prozent und die Mizuho Financial kann um 5,8 Prozent zulegen. 

Gastbeitrag: Die Schweiz öffnet die „Büchse der Pandorra“

Wenn Währungen in einer Woche Kursbewegungen von vier bis fünf Prozent hinlegen, muss etwas Besonderes passiert sein. Dies ruft nach Erklärungen. Oder Erklärungsversuchen. Bekanntlich hat die Schweizerische Nationalbank (SNB) am letzten Donnerstag den Zweihänder hervor genommen. Neben der erwarteten Senkung des Leitzinssatzes auf 0.25% überraschte vor allem die Ankündigung, mittels Interventionen am Devisenmarkt den Aufwärtstrend im CHF bekämpfen zu wollen. In den letzten sechs Monaten hatte der CHF gegenüber dem EUR um 7.6% aufgewertet.

Die Devisenmärkte haben heftigstens auf diese Meldung reagiert. Noch am Donnerstag verlor der CHF rund 3% gegenüber dem EUR. Die Woche beendete der CHF mit einer Tieferbewertung von 4.6%. Noch nie hat der CHF in einer Woche soviel gegenüber dem EUR verloren!

 

EUR/CHF (Quelle: www.netdania.com)

Mit dieser Ankündigung hat die Schweiz quasi die “Büchse der Pandora” geöffnet. Das Stichwort: “Competitive Currency Devaluation”. Worum geht’s? Wie drastisch die Massnahmen der SNB sind, macht der Beschrieb in John Mauldin’s wöchtenlichem Newsletter Thoughts from the Frontline deutlich: “This is tectonic. It is a game changer!” Unter Competitive Currency Devaluation versteht man die bewusste, gezielte Schwächung der eigenen Heimwährung, um den exportorientierten Unternehmen im eigenen Land das wirtschaftliche Umfeld zu verbessern, sie konkurrenzfähiger zu machen, die Exporte an zu kurbeln.

Dass die Schweiz diesen Schritt, diese Ankündigung im Alleingang vor nimmt, ist bemerkenswert. Seit 1992 (!) war dies die erste Solo-Intervention der SNB an den Devisenmärkten. Noch nie seit der Einführung des EUR hat die SNB eine solche Massnahme getroffen. Weiter: die letzte Währungsintervention eines G-10-Landes geschah 2003. Damals versuchte Japan, den JPY zu schwächen (ein Jahr später lag der JPY rund 6% höher…).

Und nun?
Tja, die Büchse der Pandora ist nun geöffnet. Welche Argumente sind noch gültig, um anderen Ländern die gleichen Massnahmen aus zu reden? Andere Länder werden nun die Schweiz als Begründung für eigene Währungsinterventionen benützen. Das Argument gegenüber China, den Yuan nicht mehr an den USD zu binden, verliert an Kraft. Und wieso sollten sich andere exportstarke Nationen (Japan, Korea, Taiwan) nun zurück halten? Wieso sollte irgendein Land seine Währung nicht schwächen dürfen, wenn’s die Schweiz tut?

Greg Weldon hat vor ungefähr fünf Jahren die Competitive Devaluation mit einem NASCAR-Autorennen verglichen. Ein Land (Rennwagen) reiht sich hinter das andere ein und versucht, vom anderen etwas Windschatten ab zu bekommen. Und immer schneller drehen sie im Oval… “Alle” Länder wollen ihre Währung gegen dieselbe Währung schwächer sehen. Gegen den USD! Weil die USA die grösste Volkswirtschaft der Welt sind, mit enormen Importen und einem privaten Konsum, der rund 70% des BIP ausmacht. Auch in angeschlagenem Zustand ist die US-Wirtschaft immer noch “a huge spending machine.” (John Mauldin)

Selbstverständlich hat auch der USD auf die Ankündigung der SNB reagiert.

 

USD/CHF (Quelle: www.netdania.com)

Der USD ist fundamental angeschlagen. Budget- und Handelsbilanzdefizit sprechen für eine schwache Währung. Seit letzten Sommer ist er aber (charttechnisch) in einem kurz-, mittel- und langfristigen Aufwärtstrend. Wie lange dieser dauert? So lange, bis er gebrochen wird…

Der USD ist die schwächste Währung… ausser allen anderen! Wir sollten uns darauf einstellen, dass der USD noch längere Zeit (bis weit ins 2010) aufwärts tendieren wird. Der Trend zeigt aufwärts, die neueste Entwicklung mit den Interventionen der SNB unterstützen diesen Trend. Ich hab’s hier schon mehrfach geschrieben: Überraschungen an den Finanzmärkten finden in der Regel in die selbe Richtung wie der Trend statt. Aber vorsicht, auch hier gilt: Risikomanagement betreiben, Stop Loss-Limite niederschreiben.

Politische Hintergründe?
Persönlich finde ich spanndend, dass die SNB diese Massnahmen just im Zeitpunkt ergreift, an dem zahlreiche Länder auf die Schweiz “einprügeln”. Vielleicht waren wirklich rein wirtschaftliche Überlegungen (Rezession, Deflation) massgebend. Vielleicht war dieser “Streich” aber auch politisch koordiniert. Aber die Beantwortung dieser Frage überlasse ich einem Polit-Blogger…

Quelle: von www.financeblog.ch

Inflation oder Deflation?

Glaubt man den Volkswirten der Europäischen Zentralbank, gibt es derzeit keinen Grund für ein rasches Wiederanziehen der Preise. Chefökonom Jürgen Stark hält sogar einige Monate mit negativen Inflationsraten für möglich. Die Gefahr einer Deflation hält er aber für überzogen – im Gegensatz zu dem Wirtschaftsweisen und Würzburger Universitätsprofessor Peter Bofinger. In seinen Augen ist das Risiko einer Deflation in Deutschland fünf mal höher als das einer Inflation.

Thomas Straubhaar, Chef des Hamburger Weltwirtschaftsinstitut HWWI, sieht das ganz anders. Er verweist darauf, dass die Staaten und Zentralbanken noch nie so viele Milliarden locker gemacht haben wie in den vergangenen Monaten. Allein die USA pumpten 789 Milliarden Dollar in ihre Wirtschaft, Europa 255 Milliarden und China 587 Milliarden, sagt er. Straubhaar erwartet deshalb für die Zeit nach 2010 eine Inflation von fünf bis zehn Prozent pro Jahr. Schon dieses Jahr würden die Energiepreise wieder anziehen, glaubt er. Eine Verdoppelung des Ölpreises auf bis zu 80 Dollar pro Fass sei wahrscheinlich. Auch Dienstleistungen wie Handwerksrechnungen sowie Immobilien dürften schon bald wieder teurer werden, warnt er.

Straubhaar steht mit seiner Meinung nicht allein. Besonders in den USA steigt die Zahl derer, die vor den Nebenwirkungen der staatlichen Konjunkturhilfen für die Preisstabilität warnen. So erklärte kürzlich der Milliardär Warren Buffet, dass die Konjunkturhilfen das Potenzial zu einer gewaltigen Inflation enthalten, die selbst die kräftigen Preissteigerungen in den 1970er Jahren übersteigt.

Im März 1980 war die Teuerungsrate in den USA auf den höchsten Wert seit den 1940er Jahren geklettert. Der Verbraucherpreisindex des US-Arbeitsministeriums zeigte einen Anstieg um 14,8 Prozent. Auch Marc Faber, Fondsmanager und Herausgeber eines viel beachteten Börsenbriefs meint, die USA legten den Grundstein für steigende Preise. „Es wird massiv Geld gedruckt“, sagte er. „Die enormen Defizite, die wir jetzt haben, werden die Lage schwierig machen, wenn der Preisdruck die Federal Reserve zwingt, die Zinsen wieder anzuheben.“

Auch die Manager des weltgrößten Anleihenfonds Pimco Total Return erwarten eine wieder anziehende Teuerungsrate. Schon ab 2010 könnten die Preise für Waren und Dienstleistungen in den USA spürbar steigen, heißt es in einer Analyse der Allianz-Fondstochter. Grund sei, dass das US-Hilfspaket aus Steuersenkungen und Ausgabensteigerungen im amerikanischen Staatshaushalt zu einem Rekorddefizit von 1,75 Billionen Dollar führe.

Zum anderen dürften auch die Rohstoffpreise nach Ansicht von Pimco wieder anziehen, sobald die Weltkonjunktur in Gang komme. Bereits jetzt hätten Bergbaukonzerne begonnen, neue Förderprojekte hinauszuzögern und die Produktion zu drosseln, was das Rohstoffangebot einschränken dürfte. „Deshalb wird die Inflation deutlich steigen“, schreiben die Fondsmanager. Pimco-Chef Bill Gross der den 138 Mrd. Dollar umfassenden Total Return Fund verwaltet, hat wegen drohender Inflationsgefahren bereits die Treasury-Hausse des vergangenen Jahres verschmäht. Die Kurse amerikanischer Bonds zogen 2008 zwar so stark an wie seit 14 Jahren nicht mehr, doch Gross bezeichnete die Renditen als zu niedrig, um das Risiko einer angesichts des steigenden Haushaltsdefizits anziehenden Teuerung aufzuwiegen.

www.boerseARD.de

Rally bei Pennystocks

Ben Bernanke ist es gelungen die Märkte aus einer tiefen Lethargie zu reißen. Mit seiner Aussage das die Krise das Schlimmste in diesem Jahr gesehen haben dürfte und es spätestens im Jahr 2010 wieder aufwärts geht hat es speziell die Pennystocks wie Fannie Mae, Freddie Mac, Ambac und AIG beflügelt. Aber auch die beiden Bankenschwergewichte Bank of America und Citigroup können in diesem Umfeld weiter kräftig zulegen. Bankentitel weltweit profitieren stark von dieser Entwicklung. Ich denke aber das man noch einmal günstiger einsteigen kann wenn die erste Euphorie verflogen ist.

Die kritischen Passagen der Bernanke Rede werden dabei mal wieder etwas ausgeblendet und man kann deutlich sehen wie stark die Sehnsucht der Anleger nach endlich wieder steigenden Kursen ist. Ob diese Wertsteigerungen fundamental untermauert werden können kratzt heute erst einmal niemanden. Da ist sie wieder die panische Angst der Anleger etwas verpassen zu können. im Gegensatz zu den vorherigen Versuchen des Marktes sich wieder zu berappeln sieht dieser aber bis jetzt auch wirklich überzeugend aus. Alle oben genannten Werte sind allerdings nur für Zocker geeignet..

Ben Bernanke versprüht Optimismus

US-Notenbankchef Ben Bernanke hat seine Einschätzung bekräftigt, dass ein Ende der schweren Rezession in den USA bereits in diesem Jahr möglich ist. „Nächstes Jahr werden wir dann eine Erholung erleben“, sagte der Zentralbankchef in einem am Sonntagabend (Ortszeit) ausgestrahlten Interview des US-Fernsehsenders CBS. Die Gesundung der Wirtschaft hänge jedoch von einer Stabilisierung des Finanzsystems ab, betonte er. Als größtes Risiko für die Erholung der Wirtschaft und der Finanzbranche nannte er mangelnden politischen Willen, die Probleme anzugehen.

„Eine Erholung wird sich nicht einstellen, solange sich Finanzmärkte und Banken nicht stabilisieren“, sagte Bernanke in dem laut CBS ersten Fernsehinterview eines amtierenden US-Notenbankchefs seit 20 Jahren. Dank der Maßnahmen der Federal Reserve gebe es aber in einigen Märkten bereits „grüne Sprösslinge“ der Erholung. „Wir werden nicht zur Vollbeschäftigung zurückkehren“, sagte er. „Aber wir werden, so hoffe ich, das Ende dieses Abschwungs erleben, der über die vergangenen Quartale so kräftig gewesen ist.“

Klagewelle bei Porsche? Die armen Hedgefonds…

Hedgefonds die sich mit Volkswagen Aktien verzockt haben planen nun laut einem Bericht in der Financial Times gegen den Hauptaktionär Porsche gerichtlich vor zu gehen. In Zusammenhang mit den extremen Kursaauschlägen der Porsche Stammaktien im vergangenen Herbst hatten die hedgefonds und private Großinvestoren herbe Verluste einstecken müssen. Der tragischte Fall war wohl der Milliardär Adolf Merckle, der Firmenlenker von Ratiopharm und Heidelbereger Zement, der sich nach der fehlspekulation das Leben genommen hatte.

Nach Informationen der Wirtschaftszeitung, werfen die Hedge Fonds dem Sportwagenhersteller vor, Kursausschläge bei der VW-Aktie provoziert zu haben, durch die die Fonds vergangenes Jahr hohe Milliardenbeträge verloren. Porsche hatte im Oktober überraschend bekannt gegeben, rund 75 Prozent der VW-Anteile zu kontrollieren. Die Stuttgarter hatten sich den Zugriff auf die Aktien durch umstrittene Optionsgeschäfte gesichert – und damit die üblichen Meldepflichten umgangen. Viele Hedge-Fonds wurden durch die Nachricht aus Zuffenhausen kalt erwischt.

Die Hedgefonds hatten in der Hoffnung auf fallende Kurse in großem Stil geliehene VW-Aktien verkauft – und mussten nun bei dramatisch steigenden Kursen Anteile kaufen, um die Leihgeschäfte zu begleichen. Die Volkswagen-Aktie war im Herbst binnen wenigen Tagen um mehr als 400 Prozent in die Höhe geschnellt. Zwischenzeitlich notierte das Papier bei mehr als 1.000 Euro. Durch diese Bewegungen ist den Fonds ein Milliardenschaden entstanden. Die Einzigen die hier wohl mal wieder richtig auf Ihre Kosten kommen werden die Rechtsanwälte sein. Porsche weist jegliche Schuld von sich und habe sich vor jeder Transaktion rechtlich informiert und abgesichert.

Ich persönlich verstehe die ganze Aufregung nicht und kann mir auch nicht vorstellen das hier irgend etwas negatives für Porsche raus kommt. Man hat sich halt klassisch verzockt und da hilft es auch nichts zu jammern und zu klagen. Das jede Spekulation mit einem Risiko behaftet ist sollte auch einem Hedgefond Manager klar sein. Mir zahlt auch keiner mein Geld zurück wenn ich mich verzockt habe…Ich würde eher mal in Frage stellen in wie weit das Geschäftsmodel Hedgefond jährlich hundertausende von Anlegern Geld kostet weil Qualitätsaktien in die gewünschte Richtung geprügelt werden..

Dax Future 4015 Punkte…weiter gehts!

Mit einem satten Plus dürften auch heute die europäischen Indizes eröffnen. Der Dax Future notiert gerade 1,4 Prozent höher bei 4015 Punkten und es sieht gut aus das der deutsche Leitindex in dieser Woche die 4000er Marke wieder hinter sich lassen kann. Die Kursgewinne in der vergangenen Woche waren ordentlich, der DowJones konnte um fast 10 Prozent zulegen und die Bankentitel starteten eine kräftige Erholungsrally. Die asiatischen Indizes zeigen sich heute ebenfalls weiterhin freundlich und können nach anfänglichen Gewinnmitnahmen allesamt wieder im positiven Bereich schließen.

Auch wenn ich nicht davon überzeugt bin das die Bewegung bei den Banktitel nachhaltig sein wird, rechne ich weiter steigenden Notierungen in diesem Sektor. Die Aussage der Citigroup und Bank of America in den ersten zwei Monaten des Jahres 2009 profitabel gearbeitet zu haben ist mir persönlich etwas zu dünn, und kann auch einem zweiten, etwas genauern Blick in die Zahlen nicht unbedingt stand halten. Die Veröffentlichung der Zahlen zum ersten Quartal werden dann wohl die ganze Wahrheit offenbaren, und man darf schon heute gespannt sein..

Spannend dürfte auch die Reaktion der Börse auf die Nachrichten vom Wochenende bezüglich des schwer angeschlagenen Versicherungsgiganten America Internationa Group sein. Der Versicherungskonzern AIG plant angeblich die Auszahlung von Boni in Höhe von rund 100 Millionen US-Dollar. Das schreibt die New York Times auf ihrer Internetseite. Andere Medien berichten von bis zu 165 Millionen US-Dollar. Sollte sich diese Nachricht bewahrheiten muss man das wohl nicht großartig kommentieren, und der Markt dürfte die Aktie die am Freitag kräftig zugelegt hatte heute wohl entsprechend abstrafen.

Es verspricht eine extrem spannende Woche zu werden die bis zum Verfallstag am Freitag entsprechend volatil bleiben könnte. Die Bilanzsaison neigt sich dem Ende zu und war allgemein besser als erwartet. Jahrespressekonferenzen gibt es in dieser Woche bei der Allianz und BMW, Altana, Bilfinger Berger und Heidelberg Cement. Bei dem Reise- und Einzelhandelskonzern Arcandor, ehemals KarstadtQuelle, wird der neue Vorstandschef Karl-Gerhard Eick sich erstmals den bohrenden Fragen zur Konzernstrategie und den aktuellen Geldproblemen äußern müssen. In den USA geben noch Post-Konkurrent FedEx, SAP-Gegenspieler Oracle und der Sportartikelhersteller Nike Auskunft über ihre jüngsten Geschäfte. In den kommenden Wochen könnte dann wieder etwas ruhiger werden…

Inflation, Deflation, Währungsreform..

Die mit am häufigsten geführte Diskussion unter besorgten Kapitalanlegern ist wohl die der drohenden Währungsreform. Der Sparer hat Angst um sein Geld und das ist mehr als verständlich. Aber die Panikmache die von diversen Börsenbriefen und auch sogenannten Fachzeitschriften derzeit verbreitet wird ist mehr als beängstigend und teilweise auch verantwortungslos. Ich hatte bereits letzte Woche darüber geschrieben das ich mir etwas mehr Mitverantwortung von Wirtschaftsredaktionen und Politikern wünschen würde….

Die Folgen einer solchen Propaganda sind nicht abzuschätzen und vergrößern das eigentliche Problem zusehends. Anleger lösen hektisch Kapitalanlagen wie Lebensversicherungen und private Rentenversicherungen auf, verkaufen sogar Immobilien um möglichst viel Cash zu halten oder ihre Bankschulden zu reduzieren. Das mündet in einer Art selbsterfüllenden Prophezeiung und wird somit das eigentliche Problem noch beschleunigt. Die Kapitalflucht bringt die Fondbranche und Banken weiter in Bedrängnis.

Auch in meinem Umfeld gibt es Menschen die bereits anfangen sogenannte Hamsterkäufe für schlechte Zeiten zu tätigen und dafür die eine Hälfte Ihrer Doppelgarage reserviert haben. Und ich muss mich manchmal schon sehr wundern wie weit die Angst und die Panik schon gediehen ist. Eines der Hauptprobleme dieser Berichterstattung ist wohl aber das die meisten Menschen nicht wirklich etwas mit den Begriffen Inflation, Deflation und Währungsreform anfangen können und somit die Reaktionen auf Grund einer Halbbildung oder dem Hörensagen falsch interpretiert werden. Ganz wichtig ist es vorab wohl zu wissen in welcher Phase des wirtschaftlichen Zyklus wir uns gerade befinden, oder sagen wir besser befinden könnten!

Es ist sicherlich richtig soweit dies möglich ist den persönlichen Schuldenstand bei den Banken zu reduzieren. Uneinig sind sich die Fachleute allerdings über die beste Art der Investition in den kommenden Jahren. Ob Gold, Aktien, Anleihen, Immobilien, Rohstoffe, Währungen, Fonds oder Bundesschatzpapiere, jede Anlage birgt ihre Chance und ihr Risiko, und jede Anlageform hat ihre ganz spezielle Zeit. Jim Rogers, der Rohstoffguru hat einmal gesagt, „in Zukunft werden die Bauern die Lamborghinis fahren und nicht die Banker.“ Dieser Ausspruch ist nicht von der Hand zu weisen und man sollte sich die Mühe machen einmal in Ruhe darüber nachzudenken…Ich werde in den nächsten Tagen etwas intensiver auf dieses Thema eingehen..

Hedgefonds werden künftig staatlich reguliert!

Hedge-Fonds werden künftig direkt reguliert. Darauf haben sich die Finanzminister der weltweit zwanzig wichtigsten Länder (G20) am Samstag im britischen Horsham südlich von London verständigt. Sie bereiteten dort den G20-Finanzgipfel Anfang April vor. Demnach wird es für Hedge-Fonds nicht nur eine Registrierungspflicht geben. Die Fonds müssen künftig auch über ihre Aktivitäten informieren.

Die USA hatten sich bislang gegen eine direkte Regulierung von Hedge-Fonds gesperrt. Allenfalls indirekte Vorgaben über die Banken, mit denen sie Geschäfte machen, hatten im Raum gestanden.

Über die Regulierung des sogenannten Schattenbankensystems wird schon lange debattiert. Neben Hedge-Fonds zählt man dazu unter anderem Beteiligungsgesellschaften, Geldmarktfonds und Unternehmen, die ohne Banklizenz Hypothekenkredite vergeben. Sie sind – im Gegensatz zu „echten“ Banken – kaum bis gar nicht reguliert und gelten vielen Kritikern als ein Auslöser der Krise. Daher fordern viele bindende Vorgaben gerade für Hedge-Fonds, die in den vergangenen Jahren enorm an Einfluss auf Unternehmen gewonnen haben und oft mit einem großen Risiko agieren.

Citibank mit Bestnoten

Testsieger Citibank: Beste Sparbank und bestes Girokonto. Gleich zwei Auszeichnungen erhält die Citibank in diesem Monat und überzeugt mit erfolgreichen Produkten: Beim Focus-Money-Spar-Test punktete die Citibank als „Beste Sparbank“ mit CitiBest, dem klassischen Sparbuch sowie dem Doppelzins-Sparbuch. Gemeinsam mit dem Münchner Institut für Vermögensaufbau (IVA) verglich Focus Money Konditionen für Tagesgeld, Festgeld, Sparbrief und Sparbuch, jeweils für online und in der Filiale abschließbare Produkte.

Den ersten Platz für die attraktivsten Angebote über alle untersuchten Kategorien hinweg sicherte sich die Citibank – die zudem eine von zwei Banken ist, die alle Produktkategorien sowohl online als auch in Filialen anbietet. CitiBest ist Testsieger im Girokontentest von n-tv. Über das ganze Jahr 2008 nahm der Nachrichtensender mit der FMH-Finanzberatung Konditionen verschiedener Banken unter die Lupe und ermittelte die besten Anbieter. Dabei erreichte die Citibank in der Kategorie „Filialbanken“ den Spitzenplatz.

Die Steuerparadiese sind tot…oder doch nicht?

Der Druck für die Steuerparadiese dieser Welt wird immer größer und es wird sie wohl in der gekannten Form bald auch nicht mehr geben. Nachdem die UBS die ersten Daten von Kunden herausgegeben hatte war das Schweizer Bankgeheimnis eh schon nur noch eine Farce. Bislang hat man bei der Großbank die Herausgabe weiterer Kundendaten verweigert, die Frage ist wie lange noch. Die US Regierung geht nun extrem gegen Steuerflüchtlinge vor und andere europäische Regierungen folgen diesem Beispiel. Die französische Regierung droht den Steuerparadiesen sogar mit Sanktionen. Kein Wunder denn die Geldknappheit ist allgegenwärtig und man muss heutzutage als Regierung schon zusammenraffen was man kriegen kann.

Nach internationalem Druck hat nun auch die Schweiz offiziell ihr striktes Bankgeheimnis gelockert. Die Regierung sei bereit, unter gewissen Bedingungen auch bei Steuerhinterziehung Amtshilfe zu leisten. Auch Österreich kündigte an, sein Bankgeheimnis zur Erleichterung von Ermittlungen wegen Steuerhinterziehung etwas abzuschwächen. Bei „begründetem Verdacht“ einer ausländischen Behörde könnten künftig Kontodaten auch dann weitergegeben werden, wenn noch kein Strafverfahren wegen Steuerflucht eingeleitet worden sei. Luxemburg ist künftig zum Informationsaustausch mit anderen Ländern nicht nur bei Verdacht des Steuerbetrugs, sondern auch bei einem konkreten Verdacht auf Steuerhinterziehung bereit.

Alles keine guten Nachrichten für Steuersünder und ich schätze mal da fangen jetzt ein paar (auch prominente) Leute das Schwitzen an.. Man kann sich wohl sicher sein dassich dirch die aktuell Krise auch hier die Welt nachhaltig verändern wird, zumindest was Europa anbelangt. Ob man letztendlich der Lage wirklich Herr werden kann bleibt fraglich. Der internationale Druck wird sich sicherlich weiter erhöhen und es wird schwieriger den Fiskus zu umgehen, aber die richtig wohlhabenden Menschen dieser Erde haben findige Berater an der Hand die das Vermögen dann halt auf die Cayman Islands, nach Singapur oder sonstwo transferieren…

Viva Las Vegas! Rebound bei MGM und LVS?

In etwa auf ein Hundertstel des Höchstkurses haben sich die beiden Spielcasino-Betreiber Aktien von MGM Mirage und Las Vegas Sands kürzlich atomisiert. Für mich ein guter Grund jeweils mit einer Zockerposition vor ein paar Tagen einzusteigen. Denn nirgendwo sonst war wohl der Pessimismus so groß wie bei den Casinoaktien weltweit. Sogar die bankentitel sehen dagegen noch ganz gut aus. Die Befürchtungen das in dem angeschlagenen Amerika nun nicht mehr gezockt wird sind groß. Ich halte das aus mehreren Gründen für maßlos übertreiben.

Erstens gehört es in den USA schon fast zum Pflichtprogramm mindestens einmal im Jahr so richtig die Sau rauszulassen und nach Vegas zu pilgern. Das wird sich der Amerikaner auch jetzt nicht nehmen lassen und auch bald wieder verstärkt tun sobald die Krise ansatzweise auf dem Wege der Besserung ist.

Zweitens verhält es sich mit den Zockern ähnlich wie mit den Steuerzahlern. Ein kleiner und sehr vermögender Teil der Casinobesucher lässt dort eine Menge Geld weil er es sich leisten kann und auch weiter leisten können will. Der Großteil der Casinoeinnahmen stammt also von den Reichen und nicht von den „normalen“ Menschen. Anders sieht es da natürlich bei den Hotel- und sonstigen Einnahmen aus. Auch das gehört zum amerikanischen Traum – zu zeigen wer man ist und was man hat. Wo geht das besser als an einem Spieltisch?

Drittens haben die großen Spielkonzerne rechtzeitig die Weichen gestellt um an der nochmals deutlich größeren Spielsucht der Asiatan teilhaben zu können. Dependancen in Macao und Singapur wurden errichtet und sollten langfristig einen ordentlichen Beitrag zum Gesamtergebnis beitragen können. Hier liegt allerdings auch das Problem. Die Finanzierung dieser neuen Casinos hat MGM Mirage und Las Vegas Sands etwas in Bedrängnis gebracht..Wer also ein wenig mitzocken will beim großen Roulette der sollte sich die beiden Unternehmen mal anschaun…

Ach, eh ichs vergesse bitte nur mit Spielgeld  hier agieren, denn MGM Mirage steht auch auf der Todesliste von Moodys..

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