Author Archives: Lars

Locker bleiben!

Nach den Mails die ich heute bekommen habe ist die Verunsicherung groß, und viele sind schon wieder auf dem Absprung. Gewinne laufen lassen ist nach wie vor eine der wichtigsten Regeln an der Börse! Der Grund warum viele Aktien sich gerade wieder von Ihren Tageshochs entfernen liegt lediglich darin begründet das einige Werte heute morgen bei der allgemein vorherrschenden Euphorie mit einem Gap geöffnet haben das nun in vielen Fällen wieder geschlossen werden muss, bevor es weiter nach oben gehen kann. Diese Entwicklung kann noch bis in die Mittagsstunden anhalten sollte sich aber am Nachmittag wieder auflösen. Also, no worries, die Richtung stimmt!

Talanx steigt bei Swiss Life ein

Der Talanx-Konzern, der früher HDI hieß, will durch die Kooperation mit Swiss Life die Vertriebskraft seiner Lebensversicherer stärken. Die Kooperation verschafft Talanx nicht nur leichteren Zugang zu MLP – sondern auch zur Swiss-Life-Tochter AWD. Der AWD-Konzern zählt ebenso wie MLP zu den größten deutschen Vertrieben von Finanzverträgen.

Mit Prämien von 19 Mrd. Euro ist Talanx die drittgrößte deutsche Versicherungsgruppe hinter Allianz und Münchener Rück. Zum Konzern gehören unter anderem HDI-Gerling, Aspecta, Ampega-Gerling und der Rückversicherer Hannover Rück. Letzterer zieht mit einem Wert von rund 3 Mrd. Euro in Kürze in den Dax ein. Die Mutter hält gut 50 Prozent der Aktien.

Talanx selbst plant seit einem Jahrzehnt den Börsengang. Um für Investoren interessant zu sein, müsste der Konzern aber den Umsatz außerhalb der Rückversicherung stärken. Auch deshalb sucht Talanx-Chef Herbert Haas nach Übernahmen – oder Kooperationen wie der mit Swiss Life. Als Teil des Geschäfts überträgt der Schweizer Lebensversicherer den Niedersachsen knapp zehn Prozent seiner Aktien am Finanzvertrieb MLP.

Nächste Woche Shorties grillen?

Heute dürfte der deutsche Leitindex also die 4000er Marke zurückerobern, und obwohl Freitag der 13te ist sieht alles nach einem weiteren guten Börsentag aus. Der gestrige US Handel lässt hoffen das die Bullen langsam wieder an das Parkett stürmen. Besonders die Art und Weise dieses Aufstieges waren überzeugend. Jeder Angriff der Bären auf die Kurse wurde von den Bullen sofort beantwortet und der S&P 500 noch ein Stückchen höher gezogen. Bis zum Handelsende gab es also keine wirklichen Anzeichen einer leichten Schwäche. Was ich von den möglichen Ursachen für diese Bewegung halte habe ich gestern ja bereits geschrieben. Wir bewegen uns auf dünnem Eis – trifft es wohl am besten! Aber egal wie kann es heute weiter gehen?

In Asien setzten sich die Kursgewinne fort. Vor allem in Japan, wo sich der Nikkei in den vergangenen Tagen schwer getan hatte, gute Vorgaben umzusetzen, entschieden sich die Anleger für eine Tagesrally: Der Nikkei legte 5,2 Prozent zu. Wie auch die letzten Tage beziehe ich michmit der „Vorhersage“ auf den S&P 500, denn hier spielt die Musik! Das der DAX die 4000 heute nimmt ist wohl relativ sicher, die Frage ist nur ob er das Niveau auch mit ins Wochenende nehmen kann. Vielleicht wird es heute erstmal nur ein Test..es ist Freitag (der 13te) und noch eine Woche bis zum Verfallstag!

Im S&P 500 wurden also wie erwartet gestern die 750 Punkte genommen, damit rutscht die Unterstützung nun auch ein wenig nach und sollte aktuell bei 725 Pukten liegen. Ziel für heute sollte das Erreichen der nächsten Pivotzone bei 763 Punkten sein. Das ist kein großer Sprung aber für einen Freitag nicht schlecht. Sollte dies Marke überschritten werden sieht es für die kommende Woche sehr gut aus. Dann steppt der Bulle und die Shorties werden wohl gegrillt…wie es im Volksmund so schön heißt! Bevor aber nun zu viel Euphorie aufkommt sollten wir den heutigen Handesltag erst einmal abwarten…

Bank of America ist ebenfalls wieder profitabel!

Heile Welt! Die Bank of America Corp hat in den ersten zwei Monaten 2009 profitabel gearbeitet. Das sagte der CEO der Bank, Ken Lewis, am Donnerstag und hat sich damit in den Reigen der US-Bankenchefs eingereiht, die gute Stimmung zu verbreiten versuchen. Und auch im Gesamtjahr werde das Institut aus Charlotte einen Gewinn ausweisen, stellte er in Aussicht. Vor Steuern und Rückstellungen dürfte das Ergebnis nahe bei 50 Mrd USD liegen. Bei einem Treffen in Boston sagte der Manager weiter, seine Bank benötige wahrscheinlich keine weiteren Staatsgelder.

Na wenn das mal nix ist..die Bankenwelt funktioniert alos offensichtlich wieder. Ob man diesen Meldungen allerdings trauen darf werden wir spätestens beim nächsten Quartalsbericht sehen können. Es ist schon etwas merkwürdig und wirkt wie eine verabredete Aktiion, aber mir solls erstmal recht sein. Dennoch trotz oder gerade wegen aller möglichen Verschwörungstheorien würde ich dem ganzen nicht allzu viel Bedeutung beimessen. ich freu mich – wie alle anderen auch über erstmal kräftig steigende Kurse. Schönen Abend!

Moodys „Todesliste“

Es ist mal wieder soweit, wie auch in den vergangenen Krisen tauchen nun sogenannte Todeslisten auf. Das ist eine Liste die von irgendeinem Analystenhaus oder einer Ratingagentur entworfen wird und auf der mögliche oder wahrscheinliche Pleitekandidaten zu finden sind. Nicht nur das ich das Veröffentlichen solcher Listen für moralisch nicht vertretbar und höchst unseriös halte sondern auch in höchstem Maße kontraproduktiv. Hier wird zusätzlich Angst geschürt und das bischen vertrauen das mancher Anleger noch übrig hat aufs stärkste beansprucht.

Wir haben allem voran derzeit eine Vertrauenskrise und ein bisschen Finanzkrise, Kreditklemme oder wie man es auch immer bezeichen möchte. Aber eins ist ganz wichtig und das sollten sich auch die Medien ab und zu mal verinnerlichen. Es bringt zwar eventuell kurzfristig Einschaltquoten und Absatzsteigerung, aber langfristig schadet es der Börse, den Ländern und wohl auch Ihrer Firma selbst so etwas zu veröffentlichen… der Vollständigkeit halber werde ich aber die Liste hier veröffentlichen. Und bitte denkt daran, gerade Analysten und Ratingagenturen waren der Hauptverursacher dieser Krise weil sie kläglich versagt haben. Warum sollten sie dieses Mal recht behalten? Ich nehme diese Liste eher als Kontraindikator hier auf!

155 East Tropicana
Accellent Inc
Accuride Corporation
ACIH Inc.
Advanced Micro Devices Inc
Advanstar Communications Inc
Affinity Group Holding Inc
AGS LLC
AirTran Holdings Inc.
Alion Science and Technology Corp.
Allbritton Communications Company
Allison Transmission Inc
Alon USA Energy Inc
American Achievement Group Holding Corp.
American Axle & Manufacturing Holdings Inc.
American Media Operations Inc.
Ames True Temper Inc.
AMH Holdings Inc.
AMR Corporation
Arby’s Restaurant Group Inc.
Arinc Incorporated
Atlantic Express Transportation Corp.
Autocam Corporation
Aventine Renewable Energy Holdings Inc.
Baker & Tayler Acquisitions Corp.
Barneys New York Inc
Barrington Broadcast Group LLC
BCBG Max Azria Group Inc.
Beverages & More Inc
Blockbuster Inc.
Bluegreen Corporation
Bonten Media Group Inc.
Bon-Ton Stores Inc.
Bowater Incorporated
Brigham Exploration Company
Broder Bros. Co.
Brookstone Company Inc.
Buffalo Thunder Development Authority
Builders FirstSource Inc.
Building Materials Corporation of America
Building Materials Holding Corporation
Burlington Coat Factor Warehouse Corp.
Cambium Learning Inc.
Canon Communications LLC
Caraustar Industries Inc.
Carmike Cinemas Inc.
CavTel Holdings LLC
CCM Merger Inc.
CCS Medical Inc.
Centaur LLC
Center Cut Hospitality Inc
Champion Enterprises Inc.
Chaparral Energy Inc.
Charter Communications Inc.
Chem Rx Corporation
Chemtura Corporation
Chiquita Brands International Inc.
Chrysler LLC
Circus and Eldorado Join Venture
Citadel Broadcasting Corporation
Claire’s Stores Inc.
Clearwire Communications LLC
Cleveland Unlimited Inc.
CMP Susquehanna Corp.
Coach America Holdings Inc.
Coinmach Service Corp.
Commercial Vehicle Group inc.
Conexant Systems Inc.
Continental Alloys & Services Inc.
Cooper Standard Automotive Inc.
Culligan International Company
Cumulus Media Inc.
DAE Aviation Holdings Inc.
Dana Holding Corporation
Dayton Superior Corporation
DeCrane Aerospace inc.
DEI Holdings Inc.
Delta Petroleum Corporation
Destination Maternity Corporation
Diagnostic Imaging Group LLC
Dole Food Company Inc.
Dollar Thrifty Automotive Group Inc.
Downstream Development Authority
Duane Reade Inc.
Dune Energy Inc.
Eastman Kodak Company
Easton-Bell Sports Inc.
Eddie Bauer Inc.
El Pollo Loco Inc.
Electrical Components International Inc.
Emmis Communications Corporation
Endurance Business Media Inc.
Energy Partners Ltd.
Energy XXI Gulf Coast Inc.
EnviroSolutions Holdings Inc.
Euramax International Inc.
Eurofresh Inc.
Evergreen International Aviation Inc.
Evergreen Tank Solutions Inc.
Finlay Fine Jewelry Corporation
Fleetwood Enterprises Inc.
Fontainebleau Las Vegas Holdings LLC
Ford Motor Company
FoxCO Acquisition Sub LLC
Freedom Communications Inc.
Freescame Semiconductor Inc.
French Lick Resorts & Casino LLC
Frontier Drilling
Gastar Exploration USA Inc.
GateHouse Media Operating Inc.
GenCorp Inc.
General Motors Corporation
Georgia Gulf Corporation
Global Crossing Ltd.
Gold Toe Moretz Holdings Corp.
Golden Nugget Inc.
Grande Communications Holdings Inc.
Gray Television Inc.
Green Valley Ranch Gaming LLC
Guitar Center Holdings Inc.
Haights Cross Communications Inc.
Hanely Wood LLC
Harrah’s Entertainment Inc.
Harry & David
Hawker Beechcraft Acquisition Company LLC
Hilite International Inc.
HLI Operating Company Inc.
Hollywood Theaters inc.
Hovnanian Enterprises Inc.
Human Touch LLC
Idearc Inc.
Indalex Holding Corp.
Indianapolis Downs LLC
Inn of the Mountain Gods Resort and Casino
Instant Web Inc.
Intcomex Inc.
Integra Telecom Inc.
Intelsat Ltd.
InterDent Service Corporation
International Coal Group Inc.
IPS Corporation
Jacuzzi Brands Corp.
James River Coal Company
JetBlue Airways Corp.
JHCI Acquisitions Inc.
Jobson Medical Information LLC
Keystone Automotive Operations Inc.
Krispy Kreme Doughnut Corporation
Landmark FBO LLC
Lazy Days‘ RV Center Inc.
Lear Corporation
Level 3 Communications Inc.
Libbey Glass inc.
LifeCare Holdings inc.
Little Traverse Bay Bands of Odawa Indians
Local TV Finance LLC
Lodgenet Interactive Corporation
MACTEC Inc.
MAPCO Express Inc.
Mark IV Industries Inc.
Mattress Holdings Corp.
MediaNews Group inc.
Metaldyne Corporation
MetoKote Corporation
MGM MIRAGE
Michaels Stores Inc.
Milacron Inc.
Millenium New Jersey Holdco LLC
Morris Publishing Group LLC
Motorsport Aftermarket Group Inc.
MSX International Inc.
MXenergy Holdings Inc.
NBC Acquisition Corp.
Neenah Foundry Company
Neff Corp.
NES Rentals Holdings Inc.
Newark Group Inc.
Newport Television Holdings Inc.
Nexstar Finance Holdings Inc.
NextMedia Operating Inc.
Novamerican Steel Finco Inc.
November 2005 Land Investors LLC
NTK Holdings Inc.
Open Solutions Inc.
Orbitz Worldwide Inc.
Oriental Trading Company Inc.
OSI Restaurant Partners Inc.
Palm Inc.
Panavision Inc.
Panolam Industries International Inc.
Parallel Petroleum Corp.
Pegasus Solutions Inc.
Penhall Holding Company
Penton Business Media Holdings Inc.
Perkins & Marie Callender’s Inc.
Ply-Gem Industries Inc.
Primus Telecommunications Group Incorporated
Quality Distribution LLC
Quality Home Brands Holdings LLC
Quantum Corporation
Questex Media Group Inc.
Quiksilver Inc.
R.H. Donnelly Corporation
Radio One Inc.
Rafaella Apparel Group Inc.
Rare Restaurant Group LLC
RathGibson Inc.
Reader’s Digest Association Inc.
Real Mex Restaurants inc.
Realogy Corporation
Regent Broadcasting LLC
Renfro Corporation
Revere Industries LLC
Rhodes Companies LLC
Rite Aid Corporation
Riviera Holdings Corporation
Rotech Healthcare Inc.
Roundy’s Supermarkets Inc.
Sagittarius Restaurants LLC
Salem Communications Holding Corporation
Sbarro Inc.
Securus Technologies inc.
Sirius XM Radio Inc.
Sitel LLC
Six Flags Inc.
Shoqualmie Entertainment Authority
Source Interlink Companies Inc.
Spanish Broadcashing System Inc.
St. John Knits International Incorporated
Standard Motor Products Inc.
Standard Steel LLC
Stanley-Martin Communities LLC
Station Casinos Inc.
Sterigenics International Inc.
Stillwater Mining Company
Sunstate Equipment Co. LLC
Swift Transportation Co. Inc.
Synagro Technologies Inc.
Synchronous Aerospace Group
Targus Group International Inc.
TCO Funding Corporation
Telgrant Corporation
Telcordia Technologies Inc.
Tenneco Inc.
Thermadyne Holdings Corporation
Trailer Bridge Inc.
True Temper Sprots Inc.
Truvo Subsidiary Group
TSA Stores Inc.
UAL Corporation
United Site Services Inc.
United Subcontractors Inc.
Univision Communications nic.
US Airways Group Inc.
US Xpress Enterprises Inc.
USEC Inc.
Value Creation Partners – Best Brands
Veyance Technologies Inc.
Viskase Companies Inc.
Visteon Corporation
WasteQuip Inc.
Waterford Gaming LLC
Western Refining Inc.
White Birch Paper Company
WII Components Inc.
William Lyon Homes
Wilton Products Inc.
Wise Metals Group LLC
Wm. Bolthouse Farms Inc.
Wolverine Tube inc.
Workflow Management Inc.
WP Evenflo Holdings Inc.
Xerium Technologies Inc.
X-Rite Incorproated
YRC Worldwide Inc.

China hortet Rohstoffe für schlechte Zeiten

China ordert wieder im großen Umfang Rohstoff. Speziell die Importrate ür Kupfer und Eisenerze kletterte im vergangenen Monat auf neue Rekordwerte. Wahrscheinlich ist diese Entwicklung durch das neue Konjunkturpaket der chinesischen Regierung sowie die stark gesunkenen Rohstoffpreise nun deutlich begünstigt worden und dürfte auch noch eine Weile anhalten.Die Importe von Eisenerz nach China sind im Februar gegenüber dem Vormonat um 22 Prozent auf den Rekordwert von 46,7 Millionen Tonnen gestiegen. Darin drückt sich die wieder zunehmende Stahlproduktion aus. Auch die Kupferimporte kletterten im Februar nach Angaben des chinesischen Zolls  zum Vormonat um 42 Prozent auf 329.000 Tonnen. Das ist nach Berechnungen der Nachrichtenagentur Bloomberg das höchste Niveau seit 2003.

In China wird also schon wieder für den Aufschwung flott gemacht und die Lagerbestände kräftig aufgefüllt. Das kann man durchaus als eines der ersten guten Zeichen mit Nachhaltigkeit bezeichnen, dürfte aber auf der anderen Seite auch die teilweise vorhandenen Wettbewerbsvorteile der Chinesen noch etwas ausbauen.Der großteil dieser Rohstoffvorräte wird wohl im eigenen Land verbraucht werden, da auch in China der Exportdeutlich nachgegeben hat. Aber in einzelnen Branchen, wie zum Beispiel der Stahlproduktion könnte dies weiterhin deutlich auf die Margen der europäischen Stahlproduzenten drücken.

„Mit den jüngst wieder stark gestiegenen Rohstoffimporten von Kohle, Erz und Öl will China nicht nur seine Produktion sichern“, sagt Robert Halver von der Baader Bank. Die Volksrepublik, die dank ihrer hohen Reserven in Dollar und amerikanischen Staatsanleihen der größte Gläubiger der USA ist, könne sich mit einer Investition in reale Werte auch für das kaum denkbare Szenario einer Währungsreform in den USA rüsten. Noch halten wir dieses Szenario ja zu recht alle für undenkbar, aber wer weiß das in dieser Krise schon so genau…

Märkte in der Findungsphase

Hin und her oder wie gewonnen so zerronnen werden sich viel Anleger in diesen Tagen denken. Gestern war mal wieder ein Nullsummen-Spiel und nach der Nachricht von Freddie Mac wurden auch die letzten zarten Gewinne wieder pulverisiert. Wie geht es heute an den US Börsen weiter? Meine These von gestern hat immer noch Gültigkeit. Hier spielen die Marken von 700, 714, und 725 im S&P 500 eine entscheidende Rolle. Sollte der Markt die 700er Marke nochmal testen wollen, bzw. unter 695 Punkten schließen war das mal wieder alles nix und man muss ich wohl neu ausrichten. 714 Punkte sollten nach Möglichkeit halten um etwas „Luft“ in die charttechnische Situation zu bringen. Ein Schlusskurs über 725 Punkten wäre als deutlich positiv zu werten und sollte einen weiteren Anstieg auf 750 bzw. 764 Punte möglich machen.

Wie auch immer das ist alles graue Theorie wenn die Nachrichtenlage nicht mitspielt. Und die dürfte heute erst einmal durch die Zahlen des Hypothekenfinanzierers belastet werden. Vielleicht wurde dies ja auch vom Markt halbwegs so erwartet und alles ist halb so schlimm. Nachdem schon schlimmere Nachrichten von den Börsen in der Vergangenheit einfach ignoriert wurden besteht zumindest die Hoffnung darauf. Obwohl Hoffnung ja bekanntlich an der Börse nichts verloren hat…

Kali und Salz mit Zahlen

Kali und Salz gehörte in den vergangenen Jahren zu den Highflyern am deutschen Aktienmarkt, aber auch hier hält die Krise nun Einzug. Das aussergewöhnlich hohe Niveau konnte unter den Rahmenbedingungen auch nicht dauerhaft gehalten werden…Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat K+S dank des exorbitant hohen Preisanstiegs für Kali- und Stickstoffdüngemittel auf den Weltmärkten den Umsatz trotz der Schwäche im vierten Quartal noch um 43,4 % auf 4,794 Mrd EUR gesteigert. Das operative Ergebnis EBIT I übertraf den Vorjahreswert mit 1,343 Mrd EUR um 370%. Das um den Effekt von Marktwertveränderungen bereinigte Konzernergebnis überstieg mit 979,3 Mio EUR den Vorjahreswert um 804 Mio EUR. Ursache sei neben dem stark gestiegenen operativen Ergebnis auch das verbesserte Finanzergebnis gewesen, erläuterte der Konzern.

Im Zuge der Finanzkrise hätten stark rückläufige Getreidepreise in der Landwirtschaft zu Verunsicherung über die künftige Ertragssituation geführt, erläuterte K+S. Das Ordervolumen der Landwirtschaft sei im vierten Quartal insbesondere in Europa daher sehr zurückhaltend ausgefallen. Auch eine restriktive Kreditvergabe an Landwirte habe sich vor allem in Südamerika dämpfend auf die Nachfrage nach Düngemitteln ausgewirkt. Zudem habe sich der Handel in den ersten neun Monaten 2008 vor dem Hintergrund steigender Düngemittelpreise stark bevorratet. K+S habe darauf bereits mit einer Drosselung der Produktion von Kalidüngemitteln reagiert. An allen deutschen Kalistandorten sind im vierten Quartal insgesamt 400.000 Tonnen Kaliumchlorid weniger produziert worden als ursprünglich geplant.

Schaeffler sichert sich Zwischenfinanzierung bis 2010

Offenbar sind die fünf finanzierenden Banken rund um die Royal Bank of Scotland und die Commerzbank bereit, Schaeffler weiter zahlungsfähig zu halten, um sich in Ruhe auf ein neues Finanzierungspaket zu einigen. „Man lässt ein solches Unternehmen nicht mal eben illiquide werden“, sagt ein Eingeweihter. Allerdings war es im Bankenkonsortium dem Vernehmen nach bis zuletzt heftig umstritten, ob man Schaeffler den zusätzlichen Spielraum einräumen sollte. Unklar ist, welche Zugeständnisse und Sicherheiten die Banken im Gegenzug von Schaeffler erhalten.

Die Kreditinstitute sichern der angeschlagenen Schaeffler-Gruppe weitere Kapitalhilfen zu. Nun sei die Liquidität des fränkischen Unternehmens bis Anfang 2010 sicher gestellt, sagten Insider WELT online. Weder das Unternehmen noch die beteiligten Banken wollten die Informationen kommentieren. Die Verhandlungen um die finale Finanzierung dürften sich allerdings noch einige Wochen oder gar Monate hinziehen. Vorab war schon einmal zu hören das die Schaefflers wohl nicht ihr gesamtes Vermögen verlieren werden, und ihnen eine Minderheitsbeteiligung an dem Unternehmen bleiben werde.

Unterdessen arbeitet man bei Conti weiter daran die Kosten zu senken und das Unternehmen für die schlechten Zeiten zu verschlanken. Der Autozulieferer Continental reagiert auf massive Einbrüche im Reifengeschäft und schließt zwei Werke. Die Lkw-Reifenproduktion im Stammwerk Hannover mit 780 Beschäftigten werde zum Jahresende eingestellt. Zudem soll im französischen Werk Clairoix im März 2010 die Herstellung von Pkw-Reifen beendet werden, teilte Conti gestern mit. Dort sind 1120 Mitarbeiter betroffen. Zudem wird die Reifenproduktion in der Slowakei um 20 Prozent zurückgefahren.

Freddie Mac braucht nochmal 30,8 Milliarden Dollar

Nach wie vor sind die beiden Hypothekenfinanzierer Freddy Mac und Fannie Mae nach der AIG die größten Kapitalvernichter in den USA. Nun verzehnfachte Freddy Mac seinen Quartalsverlust gegenüber dem ersten Quartal in 2008 und das dürfte auch heute mal wieder auf die Stimmung drücken. Ähnlich wie hierzulande die HypoReal Estate erweisen sich die beiden Hypothekengiganten Freddie Mac und Fannie Mae, bei denen im Zuge der Finanzkrise der Staat das Steuer übernommen hat, und die etwa für die Hälfte der Immobilienkredite in den USA verantwortlich sind als Fässer ohne Boden..

Im vierten Quartal sei der Fehlbetrag um fast das Zehnfache des Vorjahreszeitraums auf 23,9 Mrd. $ gestiegen, teilte das Unternehmen am Mittwochabend mit, das bei den Regierungsplänen zur Stabilisierung des Immobilienmarktes eine zentrale Rolle spielt. Zum Überleben brauche der Konzern nun weitere 30,8 Mrd. $ vom Finanzministerium. Im vergangenen Jahr hatte der Staat bereits 14 Mrd. $ in Freddie Mac gepumpt. Bereits im dritten Quartal hatte das Unternehmen mit 25,3 Mrd. $ tiefrote Zahlen geschrieben.

Barack Obama hatte den beiden US Unternehmen erst kürzlich bestätigt die Kapitalzusage auf jeweils 200 Milliarden Dollar zu verdoppeln. Diese Summen sollten eigentlich reichen um das Problem zu lösen möchte man meinen. aber wer weiß das schon in den heutigen Zeiten wo eine Milliarde anscheinend nicht mehr viel wert ist und jeder damit um sich schmeißen kann….

Der Bulle wurde kastriert!

Kein gutes Zeichen für steigende Kurse! Da muss man sich auch nicht wundern wenn es mit den Kursen nur noch begab geht. In einem Kommentar auf investorsinside habe ich folgenden Text gefunden: Die Skulptur “Bulle und Bär” vor der Frankfurter Börse, ein Symbol für starke, testestoronstrotzende, Aktienmärkte, wurde in einer Kunstaktion symbolisch entmannt.

Am 20. Februar wurde der Frankfurter Bulle, eine bronzene Tierskulptur (“Bulle und Bär”) vor der Deutschen Börse, symbolisch kastriert. In einer performativen Aktion formte der Hamburger Künstlers Baldur Burwitz die Hoden des Stiers ab. Die Entmannungs-Aktion war als ironischer Kommentar auf die internationale Finanzkrise gedacht. Schon nach fünf Minuten wurde die Aktion vom Sicherheitsdienst der Börse abgebrochen, die beteiligten Künstler wurden vorübergehend festgenommen, nach längerer Diskussion dann aber laufen gelassen. Den Gipsabdruck der Bullenhoden durften sie mitnehmen. (siehe Protokoll Argus-Sicherheitsdienst vom 20.2.2009).

Die symbolische Entmannung, so Burwitz, soll auf drastische Weise deutlich machen, wie schnell die einst einflussreichen Finanzmärkte zu impotenten Zahlungsempfängern degenerieren. Von dem Gipsabdruck formte der Künstler inzwischen eine bronzefarbene Plastik, die in einer Glasvitrine präsentiert wird. Die Börsenbullen-Skulptur mit dem Titel “Peanuts” wird zur Zeit in der Hamburger Galerie “White Trash Contemporary” im Rahmen der Ausstellung CASH FLOW gezeigt. Um den öffentlichen Charakter der Aktion zu unterstreichen, wird die Skulptur ab 4.März 2009 auf der Online-Auktionsplattform eBay versteigert. Na Servus…

Hannover Rück – besser als erwartet

Die Zahlen der Hannover Rück waren kein Wunderwerk, aber durch die Bank besser als vom Markt erwartet. Dies sollte auch für die anderen Rückversicherer ein Hinweis darauf sein das es gar nicht mal sooo schlecht aussieht. Ganz besonders gilt dies wohl derzeit für die Aktie der Schweizer Rück. Nach wie vor einer meiner Favoriten bei den Rückversicherern.. Aber nun zur Hannover Rück:

Wie Hannover Rück heute mitteilte, verbuchte der Konzern aufgrund massiver Verluste aus Aktienverkäufen einen Fehlbetrag von 127 Millionen Euro. Im Vorjahr hatte noch ein Gewinn von 722 Millionen in den Büchern gestanden. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern brach auf 148 Millionen von zuvor 928 Millionen ein. Das Kapitalanlageergebnis schmolz drastisch zusammen auf 278,5 Millionen von 1,12 Milliarden Euro. Bei den gebuchten Bruttoprämien hielt sich der Versicherer fast auf Vorjahreshöhe. Die Prämien gingen um 1,7 Prozent zurück auf 8,12 Milliarden Euro.

Nach dem „verlorenen“ Jahr will Hannover Rück in diesem Jahr wieder zur alten Ertragsstärke gelangen. Der Konzern erwartet positive Impulse aus der Krise: durch einen verstärkten Rückversicherungsbedarf infolge der instabilen Lage an den Finanzmärkten. „Für uns ist die Finanzmarktkrise Fluch und Segen zugleich“ das sehe ich ähnlich. Diese Branche könnte also zu den ganz großen Gewinnern inden kommenden Jahren gehören..

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