Kali und Salz mit Zahlen

Kali und Salz gehörte in den vergangenen Jahren zu den Highflyern am deutschen Aktienmarkt, aber auch hier hält die Krise nun Einzug. Das aussergewöhnlich hohe Niveau konnte unter den Rahmenbedingungen auch nicht dauerhaft gehalten werden…Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat K+S dank des exorbitant hohen Preisanstiegs für Kali- und Stickstoffdüngemittel auf den Weltmärkten den Umsatz trotz der Schwäche im vierten Quartal noch um 43,4 % auf 4,794 Mrd EUR gesteigert. Das operative Ergebnis EBIT I übertraf den Vorjahreswert mit 1,343 Mrd EUR um 370%. Das um den Effekt von Marktwertveränderungen bereinigte Konzernergebnis überstieg mit 979,3 Mio EUR den Vorjahreswert um 804 Mio EUR. Ursache sei neben dem stark gestiegenen operativen Ergebnis auch das verbesserte Finanzergebnis gewesen, erläuterte der Konzern.

Im Zuge der Finanzkrise hätten stark rückläufige Getreidepreise in der Landwirtschaft zu Verunsicherung über die künftige Ertragssituation geführt, erläuterte K+S. Das Ordervolumen der Landwirtschaft sei im vierten Quartal insbesondere in Europa daher sehr zurückhaltend ausgefallen. Auch eine restriktive Kreditvergabe an Landwirte habe sich vor allem in Südamerika dämpfend auf die Nachfrage nach Düngemitteln ausgewirkt. Zudem habe sich der Handel in den ersten neun Monaten 2008 vor dem Hintergrund steigender Düngemittelpreise stark bevorratet. K+S habe darauf bereits mit einer Drosselung der Produktion von Kalidüngemitteln reagiert. An allen deutschen Kalistandorten sind im vierten Quartal insgesamt 400.000 Tonnen Kaliumchlorid weniger produziert worden als ursprünglich geplant.

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