China hortet Rohstoffe für schlechte Zeiten

China ordert wieder im großen Umfang Rohstoff. Speziell die Importrate ür Kupfer und Eisenerze kletterte im vergangenen Monat auf neue Rekordwerte. Wahrscheinlich ist diese Entwicklung durch das neue Konjunkturpaket der chinesischen Regierung sowie die stark gesunkenen Rohstoffpreise nun deutlich begünstigt worden und dürfte auch noch eine Weile anhalten.Die Importe von Eisenerz nach China sind im Februar gegenüber dem Vormonat um 22 Prozent auf den Rekordwert von 46,7 Millionen Tonnen gestiegen. Darin drückt sich die wieder zunehmende Stahlproduktion aus. Auch die Kupferimporte kletterten im Februar nach Angaben des chinesischen Zolls  zum Vormonat um 42 Prozent auf 329.000 Tonnen. Das ist nach Berechnungen der Nachrichtenagentur Bloomberg das höchste Niveau seit 2003.

In China wird also schon wieder für den Aufschwung flott gemacht und die Lagerbestände kräftig aufgefüllt. Das kann man durchaus als eines der ersten guten Zeichen mit Nachhaltigkeit bezeichnen, dürfte aber auf der anderen Seite auch die teilweise vorhandenen Wettbewerbsvorteile der Chinesen noch etwas ausbauen.Der großteil dieser Rohstoffvorräte wird wohl im eigenen Land verbraucht werden, da auch in China der Exportdeutlich nachgegeben hat. Aber in einzelnen Branchen, wie zum Beispiel der Stahlproduktion könnte dies weiterhin deutlich auf die Margen der europäischen Stahlproduzenten drücken.

„Mit den jüngst wieder stark gestiegenen Rohstoffimporten von Kohle, Erz und Öl will China nicht nur seine Produktion sichern“, sagt Robert Halver von der Baader Bank. Die Volksrepublik, die dank ihrer hohen Reserven in Dollar und amerikanischen Staatsanleihen der größte Gläubiger der USA ist, könne sich mit einer Investition in reale Werte auch für das kaum denkbare Szenario einer Währungsreform in den USA rüsten. Noch halten wir dieses Szenario ja zu recht alle für undenkbar, aber wer weiß das in dieser Krise schon so genau…

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