Inflation, Deflation, Währungsreform..

Die mit am häufigsten geführte Diskussion unter besorgten Kapitalanlegern ist wohl die der drohenden Währungsreform. Der Sparer hat Angst um sein Geld und das ist mehr als verständlich. Aber die Panikmache die von diversen Börsenbriefen und auch sogenannten Fachzeitschriften derzeit verbreitet wird ist mehr als beängstigend und teilweise auch verantwortungslos. Ich hatte bereits letzte Woche darüber geschrieben das ich mir etwas mehr Mitverantwortung von Wirtschaftsredaktionen und Politikern wünschen würde….

Die Folgen einer solchen Propaganda sind nicht abzuschätzen und vergrößern das eigentliche Problem zusehends. Anleger lösen hektisch Kapitalanlagen wie Lebensversicherungen und private Rentenversicherungen auf, verkaufen sogar Immobilien um möglichst viel Cash zu halten oder ihre Bankschulden zu reduzieren. Das mündet in einer Art selbsterfüllenden Prophezeiung und wird somit das eigentliche Problem noch beschleunigt. Die Kapitalflucht bringt die Fondbranche und Banken weiter in Bedrängnis.

Auch in meinem Umfeld gibt es Menschen die bereits anfangen sogenannte Hamsterkäufe für schlechte Zeiten zu tätigen und dafür die eine Hälfte Ihrer Doppelgarage reserviert haben. Und ich muss mich manchmal schon sehr wundern wie weit die Angst und die Panik schon gediehen ist. Eines der Hauptprobleme dieser Berichterstattung ist wohl aber das die meisten Menschen nicht wirklich etwas mit den Begriffen Inflation, Deflation und Währungsreform anfangen können und somit die Reaktionen auf Grund einer Halbbildung oder dem Hörensagen falsch interpretiert werden. Ganz wichtig ist es vorab wohl zu wissen in welcher Phase des wirtschaftlichen Zyklus wir uns gerade befinden, oder sagen wir besser befinden könnten!

Es ist sicherlich richtig soweit dies möglich ist den persönlichen Schuldenstand bei den Banken zu reduzieren. Uneinig sind sich die Fachleute allerdings über die beste Art der Investition in den kommenden Jahren. Ob Gold, Aktien, Anleihen, Immobilien, Rohstoffe, Währungen, Fonds oder Bundesschatzpapiere, jede Anlage birgt ihre Chance und ihr Risiko, und jede Anlageform hat ihre ganz spezielle Zeit. Jim Rogers, der Rohstoffguru hat einmal gesagt, „in Zukunft werden die Bauern die Lamborghinis fahren und nicht die Banker.“ Dieser Ausspruch ist nicht von der Hand zu weisen und man sollte sich die Mühe machen einmal in Ruhe darüber nachzudenken…Ich werde in den nächsten Tagen etwas intensiver auf dieses Thema eingehen..

2 Comments

  1. Danieloff said:

    Führt Verschuldung zu Inflation?

    Die Verschuldungsdynamik hat diejenige des Jahres 1932 erreicht. 1932 war das Jahr, in dem die US-Inflationsrate einen wichtigen Tiefpunkt markierte – übrigens auch die US-Aktienmärkte. Hinzu kommt, dass eine Geldmengenausweitung wie aktuell üblicherweise kaum Deflation zulässt.

    Verschuldung hat historisch betrachtet einen positiven Einfluss auf die Inflationsrate.

    Hier hab ich noch mehr dazu gefunden:

    http://www.sharewise.com/news_articles/4178-Staatsverschuldung-Geldmenge-Inflation

  2. Pingback: Blick Log » Presseschau: Die Blicke in die Wirtschaft am 16. März 2009

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