Author Archives: Lars

Mein Wunsch für die kommende Woche…

Die Indizes sind weiterhin im Korrekturmodus wie zu erwarten war. Nun stellt sich die Frage wie weit diese technische Korrektur nun gehen wird. Nachdem ich anfänglich von noch einmal stärkeren Abschlägen ausgegangen bin bin ich nun etwas vorsichtiger geworden, obwohl die Richtung zunächst stimmt. Die Hoffnung auf Besserung treibt immer noch die Kurse, allerdings dürfte das erneute Scheitern des Dax an der 5000 Punkte Marke ebenso wie die Tatsache das der Dow Jones die 8600 Punkte und der S&P die 950 Punkte nicht überwinden konnten den ein oder anderen Anleger nun etwas nachdenklicher gemacht haben.

Bedingt durch den morgigen Memorial Day in den USA düften positive Impulse von dieser Seite ebenfalls ausbleiben und der Handel zum Beginn der Börsenwoche erst einmal noch sehr ruhig verlaufen. Dennoch bin ich mir relativ sicher das das nächste ziel im Dow Jones das Testen der 8000 Punkte Marke von oben sein wird ebenso wie beim S&P 500 vielleicht sogar noch einmal ein Indexstand um die 830 Punkte. Dies sollte aber nur das Minimalziel für die technische Korrektur sein. Dreht der Markt hier wieder nach oben werde ich wohl auch wieder etwas bullisher.

Also kurzum, meine Wunschvorstellung für die kommende Woche ist noch etwas runter und dann weiter rauf. Wenn dies nicht eintreten sollte bin ich aber auch nicht wirklich traurig, da ich ja wie ihr wisst nur minimal investiert bin und mich dann demnächst über noch bessere Kurse freuen kann. man sollte derzeit verstärkt nach Aktien Ausschau halten die von der Korrektur der letzten Tage nahezu verschont geblieben sind, denn die werden wohl dann auch als erstes weiter steigen wenn der Trend wieder nach oben dreht.

„Reverse Takeover“ käme Banken teuer zu stehen

Die Spekulationen um die gescheiterte Conti Übernahme treibt immer neue Blüten. Auch die Variante das nun die Schaeffler Gruppe letztendlich von Conti übernommen werden könnte birgt Risiken und ist keinesfalls klar so wie das einige Anleger derzeit glauben wollen. Die Banken kontrollieren faktisch die mit zwölf Milliarden Euro hoch verschuldete Schaeffler-Gruppe, die wiederum knapp 90 Prozent an Continental hält. Bei einem Vollzug des derzeit diskutierten „Grobplans“ wären erstmals seit Jahren Banken in Deutschland wieder wichtigster Aktionär eines Großkonzerns.

„Reverse Takeover“ käme Banken teuer zu stehen. Diese neue Wende setzt die im MDax notierte Continental-Aktie zu Handelsauftakt etwas unter Druck, sie verliert bis zu 3,8 Prozent, dreht dann aber ins Plus. Die Titel hatten in den vergangenen Tagen von Übernahmefantasien profitiert. Am Markt war auf einen „Reverse Takeover“ spekuliert worden, also auf eine Übernahme von Schaeffler durch Conti. Doch für die Gläubigerbanken würde ein „Reverse Takeover“ neue Abschreibungen bedeuten. Diese dürften die krisengeschüttelten Institute – allen voran die Commerzbank und die LBBW – laut Experten aber nur schwer verkraften.

Dass aber eine Integration der beiden Unternehmen – egal, wer letztlich am Ruder sitzt – prinzipiell Sinn macht, ist wiederum Konsens unter Experten, Banken und Managern. Selbst über die Integrationsrichtung, Schaeffler in Conti einzubringen, herrscht kein Dissens mehr. Die Probleme von Schaeffler dürften auch einen möglichen fusionierten Konzern belasten. Der von Schaeffler angehäufte Schuldenberg in zweistelliger Milliardenhöhe wird sich nicht einfach in Luft auflösen, nur weil plötzlich Conti das Sagen hat – oder die Banken. Dieser fundamentale Belastungsfaktor dürfte den Conti-Titeln somit auch künftig erhalten bleiben.

Die derzeitige Berwertung der Conti Aktie düfte somit etwas zu ambitioniert sein dafür das der Ausgang der Übernahmeschlacht keinesfalls klar ist und der Schuldenberg der beiden Unternehmen weiterhin existenzbedrohend. Einen Rücksetzter auf 16,- bis 18,- halte ich noch einmal für sehr wahrscheinlich, auch wenn ich langfristig von einem positiven Ausgang für Continental überzeugt bin.

Familien Porsche und Piëch verschaffen sich etwas Luft

Die jeweiligen Familienoberhäupter, Wolfgang Porsche und Ferdinand Piëch, haben sich geeinigt einen Investor ins Boot zu holen. Über eine Fusion wird weiter verhandelt. man stehe nun geschlossen hinter einem möglichen Einstieg eines Investors ließen die Familien heute über die Presse verlauten. Wer dieser Investor sein könnte bleibt geheim und lässt natürlich wieder mal diverse Spekulationen zu. Klar dürfte sein das der finanzkräftige Retter aus dem Emirat Abu Dhabi oder dem Scheichtum Katar kommen dürfte. Dieser könnte sich über eine Porsche-Kapitalerhöhung direkt an dem Unternehmen beteiligen. Er könnte dem Sportwagenbauer auch VW-Aktien beziehungsweise VW-Optionen abnehmen und Porsche neues Kapital verschaffen.

Unabhängig davon verhandeln Porsche-Vorstandschef Wendelin Wiedeking und sein Finanzchef Holger Härter gemeinsam mit VW-Boss Martin Winterkorn und Finanzvorstand Hans Dieter Pötsch in dieser Woche weiter über einen Zusammenschluss der beiden Autokonzerne. Die Vorstände von Porsche und Volkswagen wollen ihren Streit über die Fusion der beiden Autobauer bei einem Gipfeltreffen beilegen. Ein Porsche-Sprecher sagte am Mittwoch in Stuttgart, die Vorgehensweise werde kurzfristig auf Vorstandsebene geklärt, damit alle Beteiligten konstruktiv und zielgerichtet arbeiten könnten.

Von Porsche sollen offenbar Vorstandschef Wendelin Wiedeking sowie Finanzvorstand Holger Härter an dem Treffen teilnehmen, ferner Volkswagen-Chef Martin Winterkorn sowie der Finanzvorstand von Europas größtem Autobauer, Hans Dieter Pötsch. Beide Seiten wollen sich nicht unter Druck setzen lassen und rückten von der eigenen Vorgabe ab, die Gespräche bis Anfang Juni unter Dach und Fach zu bringen. Da die Arbeiten an den Inhalten sehr umfangreich seien, sei eine terminliche Fixierung nicht möglich, sagte der Porsche-Sprecher.

Japans Wirtschaft schrumpft weiter

Neue Rekorde im negativen Sinne gibt es von allen Seiten an der Konjunkturfront. Zwar konnte der ZEW Index zuletzt positiv überraschen, die Zahlen aus der Realwirtschaft sind aber immer noch erschreckend. Besonders schwer wogen die gestrigen Zahlen zu den US-Baubeginne und Baugenehmigungen im April. Die Zahl der Baubeginne sank zum Vormonat um 12,8 Prozent auf eine auf das Jahr hochgerechnete Zahl von 458.000. Volkswirte hatten dagegen einen Anstieg auf 520.000 erwartet. Ebenso fielen die Baugenehmigungen um weitere 3,3 Prozent.

Ich hatte ja bereits gestern aus eigener Erfahrung während meines Urlaubes berichtet das die US Immobilienkrise offensichtlich Ihren Höhepunkt noch nicht gesehen hat und das haben die Zahlen der Baubeginne gestern einmal mehr untermauert. Die Krise ist noch nicht vorüber solange die Ursache für die Krise nicht bereinigt wurde! Hinzu kommen immer mehr Arbeitslose die die nationalen Systeme noch zusätzlich belasten werden. Ich bin sicherlich kein Schwarzseher, aber diese Überlegungen sollten in eine längerfristige Anlageentscheidung mit einbezogen werden..

Die japanische Wirtschaft ist im ersten Quartal dieses Jahres so stark geschrumpft wie seit mehr als 50 Jahren nicht. Wie die Regierung in Tokio mitteilte, brach das Bruttoinlandsprodukt um vier Prozent im Vergleich zum Vorquartal ein. Auf Jahressicht sank die Wirtschaftsleistung damit sogar um 15,2 Prozent. Zum ersten Mal seit 1945 schrumpfte die Wirtschaft der zweitgrößten Wirtschaftsmacht dieser Welt darüber hinaus in vier aufeinander folgenden Quartalen. Japan steckt damit so tief in der Rezession wie die USA!

Die Charttechnik der nächsten Handelstage wird die Richtung für die kommenden Wochen weisen. Ich gehe nach wie vor von einer Korrektur aus und werde mich nicht mehr allzu weit aus dem Fenster lehnen. Sämtliche Positionen sind eng abgesichert. Aber auch Gewinnmitnahmen der letzten Trades gehören zu meinen derzeitigen Überlegungen…

Porsche hat noch lange nicht fertig..

Eine der spannendsten Storys dieses Jahres dürfte wohl neben Conti/Schaeffler die verpatzte Übernahme von VW durch Porsche bleiben. Hier ist noch gar nichts entschieden und der Ausgang weiter offen seit letzter Woche bin ich wieder zu Kursen um die 37,-. Euro dabei! Die baden-württembergische Landesregierung hat dem hochverschuldeten Sportwagenbauer Porsche nun Hilfe zugesagt. ‚Wir werden alles tun, was uns rechtlich und wirtschaftlich möglich ist, um eine starke Entwicklung von Porsche in Baden-Württemberg zu erreichen‘, sagte Ministerpräsident Günther Oettinger. Zusammen mit Porsche prüfe die Landesregierung, wie diese stabile Entwicklung ‚in den nächsten ein, zwei Jahren erreicht werden kann‘.

An Spekulationen über eine Landesbürgschaft wolle er sich nicht beteiligen, sagte Oettinger. Bislang habe Porsche keine Bürgschaft des Landes erhalten. Der Ministerpräsident äußerte sich nach einer gemeinsamen Kabinettssitzung der Landesregierungen von Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg in Düsseldorf. Laut ‚Stuttgarter Zeitung‘ hat Oettinger der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) bereits Kredite von zwei Milliarden Euro für Porsche abgerungen. ‚Wir sind bis an die Grenze dessen gegangen, was nach dem Kreditwesengesetz möglich ist‘, zitiert die Zeitung aus Regierungskreisen. Jetzt gehe es darum, Porsche mit Bürgschaften zu versorgen, die weitere Kreditlinien bei anderen Banken absichern. Insgesamt ist Porsche durch die Übernahme der VW-Mehrheit mit neun Milliarden Euro verschuldet

Die 5000 Punkte im Blick…aber nicht erreicht!

Die Charttechnik im Dax sieht verdächtig nach einem erneuten Testen mit anschließendem Abprall nach unten aus. Bereits mehrere Male haben die Bullen nun erfolglos versucht die 5000 Punkte im Dax wieder zu überschreiten, dies aber nicht ansatzweise geschafft. Je mehr Anläufe nun nötig sein werden um dies vielleicht doch noch zu bewerkstelligen desto mehr werden sich die Bullen dabei aufreiben und an Stärke verlieren. Die Bären hingegen halten Ihr Pulver noch trocken und versuchen den Markt nahe dieser Marke weiter zu deckeln. Nach dem starken Anstieg der letzten Wochen ist also eine Bewegung im Sinne der Bären eher wahrscheinlich und könnte sich dann durch die zu erwartenden Gewinnmitnahmen noch beschleunigen.

Ebenso angespannt könnte bald sie Situation im Dow Jones werden. Der US Leitindex bewegt sich in der Range zwischen 8000 und 8600 Punkten und könnte zunächst um die Mittellinie dieses Trends bei 8300 Punkten weiter pendeln bevor sich dann entweder beim nachhaltigen Überwinden der 8600er Marke oder aber mit dem Unterschreiten der 8000 Punkte ein neuer Trend ergibt. Allerdings wäre auch bei einem positiven Ausgang dieses Szenarios dann wohl spätestens bei 9000 Punkten erst einmal Schluss für die Bullen. Nach unten ist die Luft dagegen deutlich größer…Im Bereich 7300 bis 7150 Punkte sollte aber auch diese Bewegung dann spätestens ihr Ende finden.

Wie auch immer sich die Indizes also in Kürze verhalten werden. Die Wahrscheinlichkeit für eine Korrektur wird immer größer. Trotz der jüngsten Konjunkturdaten, die zugegebener Maßen Anlass zu Hoffnung geben, sollte man die Augen vor der Realität also nicht verschließen. Das beste Rezept dagegen ist es nach wie vor sich Aktien zu suchen die sich von der allgemeinen Marktlage in der Vergangenheit immer abkoppeln konnten und dies wahrscheinlich auch in Zukunft tun werden. Oder aber man sucht sich Aktien die krass unterbewerte sind oder sich in einer sonstigen Sondersituation befinden. Nach wie vor gibt es gute Unternehmen am Markt die 85 bis 90 Prozent unter Ihrem Höchstwert aus dem letzten Jahr notieren…manche zu Recht und manche eben nicht!

Back in Town!

So, liebe Börsensüchtige ich bin wieder da! Frisch erholt und gerade zurück aus dem immer wieder schönen Florida, wo ich mir vor Ort mal wieder ein Bild von den Geschehnissen in den USA machen konnte. Sowohl aus Konsumentensicht als auch aus der Sicht eines Anlegers/Traders war dies einer der interessantesten Trips in die USA. Vorab nur soviel es tut sich einiges in den verschiedensten Branchen und in den meisten Bereichen der US Wirtschaft sieht es nicht so schlecht aus wie manche dies prognostizieren. In anderen Bereichen dagegen scheint es noch viel schlimmer zu sein als befürchtet!

Besonders hart trifft es immer noch die Immobilienbesitzer, und hier allen voran diejenigen die sich in der Vergangenheit zu überhöhten Preisen ein Ferienhaus auf den Florida Keys oder Sanibel Island zugelegt haben. Überschlagsmäßig würde ich mal sagen das jedes zweite Haus in irgendeiner Form hier zum Verkauf steht. Besonders bemerkenswert ist dabei das viele Häuser mitten in einer Bau und Renovierungsphase zum Kauf angeboten werden weil dem Besitzer das Geld ausgegenagen ist. Nicht zuletzt der Häusermarkt sowie ein Investment in Sachwerte aller Art wie Autos, Boote und Luxusgüter aller Art könnte sich langfristig hier nun auszahlen.

Die Verhandlungsspielräume sind zum Beispiel bei Schmuck derzeit enorm groß und verglichen mit hiesigen Preisen für Gold, Platin Diamanten oder Hugo Boss Uhren sind echte Schnäppchen möglich. Autos und Boote liegen nach wie vor auf Halde und ich habe mal ausprobiert was hier möglich ist. Ein Rabatt von 40 Prozent auf ein neues Boot ist keine Utopie! Ebenso verhält es sich mit den Immobilien. Bei einem ausgewiesenem Kaufpreis von Beispielsweise 500.000 Dollar sollte man nicht mehr als 350.000 oder sogar 300.000,- Dollar bezahlen müssen. Hart für den Verkäufer aber so ist das halt in einem Käufermarkt!

Noch kurz zum Aktienmarkt, nach wie vor bin ich der Meinung das hier ein wenig zu viel Euphorie im Spiel ist und man sehr vorsichtig sein muss. Natürlich habe ich auch während meines Urlaubes die Börsen verfolgt und den Rücksetzer in der vergangenen Woche mit gewisser Genugtuung beobachtet. Die ersten Käufe für die Depots wurden schon wieder getätigt und knapp nach unten abgesichert. In dieser Woche scheint es nun schon wieder aufwärts zu gehe, und auch wenn ich nicht von der Nachhaltigkeit dieser Bewegung überzeugt bin möchte ich doch zumindest mal wieder mitspielen.

Ich freue mich sehr darüber das ich so viele Besucher auch während meiner schreibfaulen Phase in den vergangenen zwei Wochen auf meinem Blog verzeichnen konnte. An dieser Stelle noch ein ganz herzliches Dankeschön an Euch alle und das Versprechen das ich nun wieder regelmäßig für Euch im Einsatz bin. Wie schon vor meinem Urlaub angekündigt habe ich ein paar sehr interessante Kandidaten für mehrere hundert Prozent „ausgegraben“

Kostolanis zweite Welle…

Die Euphorie kennt keine Grenzen und es ist herrscht schon fast Kaufpanik am Parkett. Die Angst die grosse Rally zu verpassen treibt die Boersen in immer neue Hoehen, schon fast als waere niemals etwas gewesen…Krise, welche Krise? Wie schon manch ein Mitleser hier bemerkt hat bin ich sehr skeptisch und derzeit eher negativ eingestellt, denn der Anstieg ging viel zu schnell und die Rahgmenbedingungen sind alles andere als gut.

Eine Erholung in dieser Geschwindigkeit und Staerke erachte ich als nicht natuerlich, und frueher oder spaeter duerfte sich kopfloses investieren in so einer Boerse raechen. Kann sein das es noch ein paar Tage oder gar Wochen so weiter laeuft, aber genau so gut kann bald eine scharfe Korrektur folgen. Und dieses Szenario halte ich nach wie vor fuer wahrscheinlicher.

Und…ja natuerlich aergere ich mich etwas bei der ein oder anderen Aktie zu frueh ausgestiegen zu sein und einen schoenen Teil der Gewinne verpasst zu haben, allerdings war ich auch einer der Ersten die wieder investiert waren und habe somit schon schoene Gewinne eingefahren. Natuerlich macht mich die ganze Geschichte nervoes und ich frage mich taeglich ob ich richtig liege, aber ich habe eine klare Strategie und die werde ich auch bis auf Weiteres ganz konsequent verfolgen.

Tja, und dann war da noch die Theorie von Kostolani erst mit der zweiten Welle zu investieren. Und genau hier stellt sich mir die Frage wo oder wann war oder kommt die zweite Welle. Sind wir schon drin oder haben wirs schon verpasst? Vielleicht kommt die zweite Welle erst noch und das ist genau das was ich derzeit sehe. Die zweite Welle kommt dann wenn alle die jetzt noch hektisch investiert haben mit Verlusten wieder ausgestiegen sind.

Nach wie vor habe ich bei diversen Aktien Abstauberlimits im Markt. Insgesamt 46 Orders um genau zu sein. Die ersten 4 Orders wurden am Freitag schon wieder ausgefuert und ich denke weitere werden folgen. Und waerend ich das hier so schreibe liege ich mal wieder in Florida am Pool und warte geduldig auf die zweite Welle…bis bald!

Stresstest – Ergebnisse verschoben!

US-Regierung unterzieht derzeit neben der Citigroup 18 weitere Großbanken einem Stresstest. Dabei wird faktisch geprüft, wie deren Bilanzen aussehen würden, falls sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen nochmals verschlechtern. Die Veröffentlichung der Ergebnisse wird offenbar verschoben. Kreisen zufolge sollen die Institute am Dienstag über die Ergebnisse informiert werden, die Öffentlichkeit zwei Tage später. Ursprünglich war die Bekanntgabe für Montag geplant. Das ist erst einmal kein besonders gutes Zeichen und man sollte sich eventuell auf negative Überraschungen einstellen.

Die krisengeschüttelte US-Bank Citigroup könnte einem Zeitungsbericht zufolge im Zuge des „Stress-Tests“ der Regierung bis zu zehn Mrd. Dollar frisches Geld benötigen. Die Summe sei eventuell erforderlich, um die Anforderungen der staatlichen Tests zu erfüllen, berichtete das „Wall Street Journal“ am Wochenende unter Berufung auf Kreise. Mit der Sache vertraute Personen sagten Reuters, die Citigroup könnte ein solches Volumen stemmen, falls die Bank denn überhaupt frisches Geld brauche.

Die Citigroup führt – wie andere Finanzinstitute auch – derzeit Gespräche mit der US-Notenbank Fed über einen möglichen weiteren Kapitalbedarf. Sollten die US-Behörden den Argumenten der Bank über ihre Finanzstärke folgen, brauche das Geldhaus eventuell weniger Kapital als die genannten zehn Milliarden Dollar, hieß es im „Wall Street Journal“. Im besten Fall könnte die Citigroup sogar 500 Mio. Dollar über den Anforderungen liegen. Hier ist also in der kommenden Woche einiges möglich…

Porsche ist in der Zwickmühle!

Es zeichnet sich immer mehr ab das Porsche durch die versuchte Übernahme von Volkswagen sich in eine unangenehme Situation manövriert hat. Die neuesten Pressemeldungen sollten einen zumindest aufhorchen lassen. Offensichtlich hat man sich bei Porsche doch, ähnlich wie Schaeffler bei der Continental Übernahme schwer verhoben. Und eventuell dürfte auch hier das Ergebnis dann das gleiche sein, nicht David schluckt Goliath sondern eben den Naturgesetzen entsprechend doch der Stärkere den Schwächeren.

Die Familien Porsche und Piech wollen einem Magazinbericht zufolge am Mittwoch über einen Verkauf der Porsche AG an Volkswagen entscheiden. Die fünf wichtigsten Vertreter der Familien hätten sich bereits am vergangenen Mittwoch getroffen, berichtete das Magazin „Focus“ am Samstag vorab. Sie hätten sich aber nicht auf eine Lösung der Finanzprobleme bei Porsche einigen können und die Entscheidung um eine Woche vertagt. Der Porsche-Betriebsratschef Uwe Hück habe massiven Widerstand gegen einen Verkauf angekündigt. hieß es heute…

Was kann dies nun konkret heißen und in welche Richtung werden sich die Kurse der beiden Aktien demnächst höchstwahrscheinlich bewegen? Die Antwort kann ich Euch auch nicht liefern, aber die Wahrscheinlichkeit das, wenn dieses Szenario eintreffen sollte, sich beide Aktienkurse nach unten bewegen werden ist zumindest vorhanden. Genau genommen dürfte es sogar auch die VW Vorzüge dabei noch etwas beuteln, die zuletzt sehr stark, und wohl auch in erster Linie auf Grund von Spekulationen zugelegt hatten.

Die  VW Stammaktien sollten eigentlich die längst schon überfällige Überbewertung abbauen und sich eventuell sogar dem fairen Wert von 50 – 70 Euro nähern, da die Phantasie der Übernahme dann komplett raus wäre und eventuell sogar größere Aktienpakete von Porsche über die Börse wieder abgegeben werden könnten. Dies ist in meinen Augen soger mehr als wahrscheinlich, da die Porsche Führung um Wendelin Wiedeking wohl erst einmal alle Ihnen zur Verfügung stehenden Mittel nutzen dürften bevor es wirklich eng wird. Ganz nebenbei gesagt macht das auch Sinn!

Die Porsche Aktie dürfte ebenfalls kräftig nachgeben und das wohl auch im Falle einer Übernahme, es sei den der Übernahmepreis ist unerwartet hoch. Wie immer bestimmt aber der Markt den Preis und der dürfte in diesem Umfeld deutlich geringer sein als noch vor einigen Monaten. Abschließend bleibt noch zu sagen das diese Entwicklung wirklich sehr schade ist, und die Vision des weltgrößten Autobauers unter Porsche Führung mir bislang immer sehr vielversprechend erschien. Nun muss man das ganze Thema wohl noch einmal komplett neu überdenken…am Mittwoch wissen wir wahrscheinlich schon mehr.

Und Kostolani hatte doch Recht!

Ich bin wirklich einigermaßen amüsiert wenn ich mir die Börsen so anschaue. Man freut sich über ein eingebrochenes US BIP von über 6 Prozent, eine Insolvenz des drittgrößten Autobauers und über „nur 614000“ neu verloren gegangene Arbeitsplätze. Ist schon verrückt was hier gerade abgeht. Genau wie zuvor wo der Weltuntergang prophezeit worden ist findet nun eine Übertreibung in die andere Richtung statt. Ich mach mich da auch gar nicht nervös, denn fundamental werden diese Kursgewinne bald schon wieder abgebaut. Charttechnisch dürften aber vorher noch einige Marken ein oder zweimal getestet werden.

Es wird die Zeit kommen in der alle wieder etwas zur Vernunft kommen und sich die Börse den Umstände entsprechend wieder auf einem gewissen Niveau einpendelt. Natürlich ist es nicht leicht den steigenden Kursen zuzusehen und nicht investiert zu sein. Und es erfordert eine ganze Menge Disziplin und Geduld auf die richtige Gelegenheit warten zu können. Wie schon gestern geschrieben hat die Dynamik bei den meisten Aktien schon deutlich nachgelassen und ein Rücksetzter um 10, 20 oder 30 Prozent wird immer wahrscheinlicher. Ich kann warten und werde dann wenn es wieder Sinn macht zu investieren zur Stelle sein.

Grundsätzlich glaube ich auch immer noch an eine überzeugende Rally die uns wieder aus dieser Krise führen wird, aber derzeit ist etwas zuviel Euphorie im Markt und die muss erst einmal wieder raus. Das passiert meistens kurz nachdem sich die Spätentschlossenen wieder entschieden haben in den Markt einzusteigen. Menschen die mit Börse eigentlich nicht mehr viel zu tun haben wollten weil sie eine Menge Geld verloren haben. Und dann kommt wieder die Gier und die Angst etwas zu verpassen, gemischt mit dem dringenden Wunsch das verlorene Geld doch wieder haben zu wollen. Und genau dann wenn man sich endlich wieder durch gerungen hat und Aktien kauft fallen die Kurse erneut. Dieses Szenario ist so alt wie die Börse selbst!

Kostolani: „Die Börse ist wie ein Hund, mal läuft er voraus und mal hinterher, aber letztendlich kommt er immer wieder zu seinem Herrchen zurück.“

Chrysler geht in die Insolvenz

Nun ist es amtlich: Der schwer angeschlagene US-Autobauer Chrysler ist insolvent. Das teilte das Weiße Haus am Donnerstag in Washington mit. Zuvor waren offenbar Verhandlungen mit den Gläubigern des Unternehmens über einen Schuldenerlass geplatzt. Damit sind aber noch längst nicht alle Fragen geklärt, auch im Hinblick auf Fiat. Chrysler geht in die Insolvenz. Das gab das Weiße Haus am Donnerstag laut US-Medien bekannt. Es werde ein Verfahren mit Gläubigerschutz nach Kapitel elf des US-Insolvenzrechts eröffnet, wurde ein Mitarbeiter des Weißen Hauses zitiert.

Einige Gläubiger hätten nach Angaben der Regierung eine Einigung zum Schuldenverzicht abgelehnt, berichtete die Wirtschaftsagentur Bloomberg. Das Insolvenzverfahren soll nach bisherigen Plänen den Weg für einen rettenden Einstieg des italienischen Autobauers Fiat ebnen. Zugleich gab es aus Italien widersprüchliche Angaben darüber, ob Fiat bereits eine Vereinbarung mit Chrysler unterzeichnet hat oder noch nicht. Die Regierung dürfte nun versuchen, Chrysler schnell durch die Insolvenz zu bringen und vom italienischen Fiat-Konzern übernehmen zu lassen. Die Gespräche über eine Rettung ohne Insolvenzverfahren seien daran gescheitert, dass Gläubiger nicht in dem Maße auf ihre Ansprüche verzichten wollten wie es Washington verlangte.

Die Regierung in Washington hat die Überweisung von weiteren sechs Mrd. Dollar in Aussicht gestellt für den Fall, dass Chrysler bis zum heutigen Abend einen tragfähigen Sanierungsplan vorlegt und den geplanten Einstieg von Fiat unter Dach und Fach bringt. Ohne frisches Kapital droht dem drittgrößten US-Hersteller, der derzeit wie der Rivale General Motors nur über staatliche Notkredite am Leben gehalten wird, womöglich die Liquidation. „Ich würde nichts ausschließen“, sagte ein Sprecher des Weißen Hauses. Handelsblatt

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