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Chrysler vor Insolvent, GM schließt 13 Werke

Heute dürfte es erst einmal weiter runter gehen. Die Vorgaben aus den USA waren ziemlich dünn und da hilft auch nicht die fast schon normale Gegenbewegung in der letzten Handelsstunde.Nacvh wie vor spricht die Charttechnik der letzten Handesltage erst einmal für weiter konsolidierende Kurse oder zumindest eine Seitwärtsbewegung. Die US-Futures befinden sich am Freitagmorgen im Minus, ebenfalls der australische SPI und der asiatische Hang Seng gerieten unter Druck und notieren aktuell im Minus. Der Dow Jones büßte im asiatischen Handel, nach einem heftigen Anstieg am Vortag über die runde 7.900er-Marke, fast 40 Punkte ein und fiel bis auf das Tief bei 7.860 zurück.

Der Dax sollte heute also ebenfalls wieder etwas leichter starten. Beim Tagesverlauf bin ich mir da nicht ganz so sicher wie die Handelswoche zu Ende gehen wird.

Neues aus USA: American Express konnte gestern im positiven Sinne Überraschen da der Verlust kleiner war als angenommen, dafür sit der Umsatz eingebrochen. Der Überschuss von Amex brach im ersten Quartal zum Vorjahr um 63 Prozent auf 361 Mio. Dollar ein. Dennoch wurde die Aktie nachbörslich gefeiert. Das muss man nicht verstehen ist aber so…Die beiden US Autobauer machen weiter Schlagzeilen. Bei GM werden ab heute 13 Werke für bis zu zwei Monate komplett stillgelegt!

Bei Chrysler ist die Lage noch dramatischer! Bereits in der kommenden Woche könnte der Autobauer durch das Drängen der US Regierung in eine schnelle Insolvenz nach Chapter 11 getrieben werden. US-Präsident Barack Obama hatte Chrysler für einen endgültigen Sanierungsplan ein Ultimatum bis Ende April gestellt. Eigentlich sollte der Autobauer bis dahin auch den geplanten Einstieg des italienischen Fiat-Konzerns unter Dach und Fach bringen. Dieser würde nun im Insolvenzverfahren zu Ende verhandelt, so die Zeitung. Allein ist Chrysler nach Ansicht der Regierung nicht überlebensfähig.

Wird VW nun Porsche übernehmen?

Bei Porsche und Volkswagen ist gerade mal wieder richtig Bewegung drin. Laut einem Pressebericht der Financial Times Deutschland will sich die Führungsriege der Volkswagen AG nun mit einem Gegenanriff gegen die geplante Übernahme durch Porsche wehren. Man wolle sich die aktuelle Schwäche von Porsche und die angespannte Kapitalsituation zunutze machen und den Sportwagenbauer selber nun übernehmen hieß es weiter. Zuletzt wurde der Porsche Kurs durch neue Gerüchte belastet das die Zuffenhausener in ernsthaften finanziellen Schwierigkeiten stecken und sich vielleicht bei der geplanten Übernahme von VW, ähnlich wie Schaeffler mit Conti, überhoben haben könnten. Diese Gerüchte wurden von Porsche umgehend als „völlig abstrus“ dementiert.

Was ist nun dran an der ganzen Geschichte die Familienfehde zwischen Porsche und Piech dauert schon einige Jahre und dürfte letztendlich wohl auch erst dann beendet sein wenn der eine den anderen geschluckt hat. Auch die Stühle von Wendelin Wiedeking und Holger Härter scheinen derzeit mächtig zu wackeln. Man sei enttäuscht von der Leistung der beiden hieß es bei der Familie Porsche. Die Strategie zur Übernahme sei fehlerhaft: Schon jetzt drücken die Stuttgarter 9 Mrd. Euro Nettoschulden. Die Zinszahlungen zehren den operativen Gewinn weitgehend auf. Eine Aufstockung würde den Konzern weitere Milliarden kosten, ohne dass er für Zinszahlungen und Tilgung Zugang zu Volkswagens Barreserven bekäme.

Nun plant die Volkswagen AG offenbar den Spieß umzudrehen und spielt Ihrerseits eine Übernahme des Großaktionärs Porsche Automobil Holding SE durch. Parallel dazu versucht nun das Porsche-Management um Vorstandschef Wendelin Wiedeking und Finanzchef Holger Härter nach Angaben der Wirtschaftszeitung, den alten Plan zu retten und frisches Geld für die Aufstockung der Anteile und die Entschuldung des Sportwagenbauers zu organisieren. Porsche hofft dabei, dass die EU das Vetorecht Niedersachsens mittelfristig kippt…. Es dürfte also spannend bleiben in den kommenden Wochen. Unabhängig davon, das ich Porsche immer noch für eines der besten Unternehmen dieser Welt halte und Herr Wiedeking seit Jahren ein Ausnahmemanager ist, der sein Gehalt wirklich verdient hat, ist auch eine letztendlich ganz andere Variante des VW-Porsche Konzerns denkbar….

Auf der heutigen Hauptversammlung der VW AG gab es schon wieder ganz andere Töne: Volkswagen hat die Vorteile der Allianz mit Haupteigner Porsche unterstrichen. „Auf dem Weg des Zusammenwachsens sind wir in den letzten Monaten ein gutes Stück vorangekommen. Und ich bin mir sicher, dass wir unsere Partnerschaft im laufenden schwierigen Autojahr 2009 vorantreiben können und werden“, sagte VW-Chef Martin Winterkorn am Donnerstag vor den Aktionären in Hamburg. Gemeinsam hätten Porsche und VW „das Zeug, das Kraftzentrum der internationalen Automobilindustrie zu bilden“. Und das dürfte wohl auch der Punkt sein! Diese Krise bietet gerade einer gemeinsamen Strategie der beiden Unternehmen ungeahnte Möglichkeiten um als klarer Gewinner aus der Krise hervor zu gehen. Das dürfte man in Zuffenhausen und auch in Wolfsburg wissen…Fortsetzung folgt!

Continental soll nun Schaeffler führen

Der Automobilzulieferer Continental AG soll einem Pressebericht zufolge die operative Führung bei der Schaeffler-Gruppe übernehmen. Nach Informationen der „Hannoversche Allgemeine Zeitung“ werde diese Lösung derzeit von Banken und Politik favorisiert. Mittelfristig könnte der Konzern mit einem Umsatz von rund 33 Mrd. Euro und mehr als 200.000 Beschäftigten an die Börse gebracht werden und die Familie Schaeffler als Ankeraktionär mit bis zu einem Viertel der Anteile engagiert bleiben. Auf welchem Weg man zu diesem Ziel kommen könne, werde derzeit ausgelotet. Beide Konzerne sind zusammen mit mehr als 20 Mrd. Euro verschuldet, wobei die Gläubiger inzwischen eingesehen hätten, dass eine Rettung ohne Abschreibungen auf ihre Forderungen nicht funktionieren werde.

Die Politik hatte sich bereits festgelegt, nur Bürgschaften zu gewähren. Der Vorteil dieser Lösung wäre, dass von den Hilfen nicht die Familie Schaeffler, sondern ein neuer Großkonzern Conti/Schaeffler profitieren würde, hieß es. Nach Angaben der Tageszeitung dürfte es auf der heutigen Hauptversammlung bei Continental zu Protesten gegen die Werksschließungen in Hannover und im französischen Clairoix kommen. Insgesamt würden mehr als 1.300 Demonstranten erwartet.

Blogger schickte Märkte auf Talfahrt

Die Vorgaben aus Asien sind heute mal wieder sehr gut, fast alle Indizes notieren im Plus und besonders die Technologiewerte sowie Autowerte sind weiter auf der Gewinner-Seite. Banken und Finanztitel hingegen sind wiedermal schwach und dürften weiter abgeben. Auftrieb gaben insbesondere Berichte, wonach der Autobauer Honda einen Einstieg in den seit Jahren Verluste schreibenden Elektronikkonzern Pioneer erwägt. Daneben beflügelten die wiedermal und fast schon erwartungsgemäß besseren Zahlen von Apple die gestern nachbörslich noch die Anleger erfreuten.

Dennoch war die Kursbewegung der drei großen US Indizes gestern in der letzten Handelsstunde mal wieder nichts für schwachen Nerven. Die gesamten Tagesgewinne wurden wieder abgegeben und  Dow Jones sowie S&P schlossen dann doch noch im Minus. Zur Charttechnischen Situation habe ich ja bereits gestern schon etwas geschrieben. Eine leichte Korrektur der vorangegangenen Kursgewinne wäre also nun durchaus gesund und sollte den Weg somit für einen weiteren und vor allem stabilen Anstieg der Kurse ebnen.

Ich bleibe dabei, ich rechne mit einer solchen Korrektur, egal ob diese durch die Chrysler oder GM Pleite ausgelöst wird oder durch neuen Konjunkturdaten oder ähnliches…sie ist einfach fällig! Beunruhigend fand ich gestern die Nachricht über einen Blogger-Kollegen der durch irgend welche Kanäle an die Auswertung des US Stresstests für Banken gekommen ist. Erstens das er da überhaupt rangekommen ist, zweitens über das Ergebnis, und drittens das alles was derzeit seitens der Regierungen an positivem erzählt wird viielleicht doch nur Propaganda ist!

Das war auch der Grund für den Kurssturz in dem ich auch die letzten Aktien meiner Depots verkauft habe! Faktisch sind laut dem Bericht 16 der 19 US Großbanken pleite! Da kann einem schon mal etwas mulmig werden. Dennoch habe ich damals dringend nach der Nachricht gesucht die zu dem Kurssturz geführt hat und keine gefunden. Heute bin ich etwas schlauer und wiederum erschrocken darüber wie viele Milliarden weltweit ein kleiner Blogger mit der richtigen Meldung zur falschen Zeit bewegen kann..

Rauf oder Runter?

Jetzt wird es ziemlich spannend. Die letzten beiden Handelstage waren eher schwach, Der S&P 500 hat gerade zum zweiten mal getestet ob er nicht wieder über die 856 Punkte Marke kommen kann und ist auch dieses mal daran gescheitert. Noch ist der tag natürlich nicht zu Ende und auch ein deutlich höherer Schlusskurs ist noch möglich. Allerdings sieht man auch das die Intraday-Gewinne der Aktien viel schneller wieder abgegeben werden. Die Nervosität kehrt allmählich wieder zurück und das ist wohl auch angesichts der drohenden  GE und Chrysler Insolvenz nicht weiter verwunderlich. Die Nachrichtenlage aus anderen Unternehmen bleibt ebenfalls weiter angespannt und so richtig positive Überraschungen blieben in den vergangenen beiden Tagen aus.

Wichtig für den weiteren Verlauf im S&P 500 dürfte auch weiter die Marke von 842 Punkten sein die sich die letzten Male immer mal als kleine Unterstützung oder auch Hindernis erwiesen hat. Sollte es also auf Tagesschluss- Basis wieder darunter gehen könnte auch die nächste Marke in den kommenden Tagen noch einmal getestet werden. Hier bleibt dann noch abzuwarten welche Nachrichten uns von den US Autobauern in den nächsten Tagen erwarten. Ich fühle mich auf der Long Seite derzeit nicht mehr so wohl und mache ausser ein paar kleineren Daytrades erst einmal gar nichts großartiges. Aber wie schon gesagt ich kann mir bei der ein oder anderen Aktie sogar mal eine kleine Short Position vorstellen.

Keine Angst ich bin jetzt nicht zum Bären mutiert. Ich bin und bleibe Bulle allerdings ist das ganze Spiel wesentlich effektiver wenn man beide Richtungen spielen kann. Und wie immer kommt es auch hier auf das richtige Timing ganz entscheidend an.  Eventuell bei Shorts noch etwas mehr weil runter geht es meistens deutlich schneller als rauf! Vielleicht kommt auch alles ganz anders und ich gehe wieder long in ein paar Tagen. Ehrlich gesagt weiß ich es derzeit nicht, und es ist besser nicht investiert zu sein wenn man keine klare Strategie verfolgt. Sollte sich etwas Entscheidendes ergeben werdet Ihr es hier natürlich zuerst und zeitnah lesen..

Fondbranche – Fidelity hat massive Probleme

Die US-Investmentgesellschaft Fidelity kämpft auf dem deutschen Markt mit schweren Problemen. „Wir hatten ein sehr schlechtes viertes Quartal“, räumt Deutschlandchef Christian Wrede ein. Weil die Gesellschaft stark auf Aktienprodukte ausgerichtet ist, hat sich das Fondskapital mehr als halbiert. Die Fonds schneiden bei der Wertentwicklung immer schlechter ab, Fidelity fällt in Hitlisten und Ratings deutlich zurück.

Weltweit zählt Fidelity mit einem Kapital von rund einer Bill. Euro zu den größten Verwaltern. Deutschland dagegen ist von den großen heimischen Anbietern wie DWS und Allianz dominiert. Hier ist Fidelity mit rund sieben Mrd. Euro klein – vor drei Jahren waren es noch 16 Mrd. Euro Fondskapital. Auch andere ausländische und sehr aktienlastige Adressen wie Franklin Templeton wurden von der Baisse erwischt und litten unter massiven Kapitalrückgängen.

Fidelity rutscht aber in der relativen Rangfolge der Investmentgesellschaften deutlich ab. In der Hitliste der Anbieter war Fidelity früher an der Spitze zu finden. Über die Finanzkrise hinweg sei das Haus aber „vom ersten auf den zehnten Platz gerutscht“, sagt Feri-Analyst André Härtel (siehe „Die besten großen Fondshäuser“). „Mit Fidelity ist es in diesem Ranking wie beim früheren Spitzenreiter Hoffenheim in der Fußball-Bundesliga, der jetzt durchgereicht wird“, sagt ein Firmeninsider.

Die quartalsweise von Feri Eurorating erstellte Hitliste legt zudem das Problem der Branche offen, dass die Performance kräftig sinkt. Nur noch 35,7 Prozent der in Deutschland angebotenen Produkte haben ein gutes Rating. Handelsblatt

Der Zahlenreigen geht weiter..

Die Märkte konnten sich gestern wieder deutlich von dem schwachen Montag erholen und den Großteil der Verluste wieder aufholen. Auch wenn mich das Gefühl beschleicht das ich eventuell doch ein paar Tage zu früh ausgestiegen sein könnte bleibt die Nachrichtenlage aus den Unternehmen angespannt und dürfte jederzeit für eine Korrektur gut sein. Heute stehen noch die Zahlen von Apple, At&T, Boeing, eBay, GlaxoSmithKline, Iberola, Mc Donalds, Peugeot, Praktiker und Morgan Stanley sowie Wells Frago auf der Agenda. Ausserdem die mit Spannung erwarteten Hypothekenanträge in den USA sowie die Handelsbilanz für Japan im März – die im Übrigen deutlich besser ausgefallen ist als vom Markt befürchtet.

Gestern mussten SanDisk, Norfolk Southern, Altera allesamt einen deutlich schwächeren Umsatz und Gewinn ausweisen und lagen teilweise noch deutlich unter den Schätzungen. Es bleibt also weiter extrem spannend wie die nächsten Tage verlaufen werden. Der Umfang der anstehenden Unternehmens- und Konjunkturdaten ist enorm. Weiter belasten natürlich auch andere Faktoren wie diedrohende Pleite von Chrysler und General Motors die ja beide ein Ultimatum bis Ende April haben. Sprich noch ca eine Woche! DieMeldungen das auch Chrysler nun in eine beschleunigte Insolvenz getrieben werden darf man nicht Mißachten.

Selbst wenn die Börsen dieses Szenario schon eingepreist haben dürften, wovon ich nicht ausgehe, dürften die Folgen für die amerikanische Volkswirtschaft in den kommenden Monaten und Jahren dadurch unüberschaubar werden. Die Zahl der Arbeitsplätze die nicht nur in den beiden Unternehmen verloren gehen sondern in der gesamten Zulieferer- und Logistikkette lässt sich heute nur grob schätzen. Aber es werden viele sein, sehr viele, und die fehlen den Amerikanern dann noch zusätzlich als brave Konsumenten um die Wirtschaft wieder anzukurbeln! Ein Happy End ist unwahrscheinlich und man sollte sich vorsichtshalber mal auf schlechte Nachrichten spätestens in der übernächsten Woche einstellen.

Conergy – so wie es kommen musste!

Die allgemeine Euphorie der letzten Tage bezüglich der Conergy Aktie konnte ich nun wirklich nicht teilen, und heute sieht man auch warum. Wiedermal wurde eine nahezu wertlose Aktie durch diverse Stellen gepusht um die sogenannten Lemminge anzulocken. Ich finde es persönlich sehr bedauerlich was aus der Conergy Aktie geworden ist und das sich nun wieder nur die Zocker hier tummeln. Aus dem einst so stolzen Unternehmen mit einer hervorragenden Zukunftsperspektive ist durch Mißmanagement ein Pennystock und wahrscheinlich auch Pleitekandidat geworden.

Ich selber habe lange Zeit Conergy Aktien zu noch ganz anderen Kursen besessen und damals auch richtig Geld damit verdient, aber die Zeiten dürften vorbei sein und auch nicht mehr wieder kommen. Gerade in Zeiten einer Branchenkonsolidierung werden nur die stärksten Unternehmen überleben. Die mit einer schwachen Kapitaldecke oder schlechtem Management werden als erstes über die Klinge springen und das dürfte bei Conergy der Fall sein.

…Unterm Strich stand 2008 ein Verlust von 307 Millionen Euro, bislang hatte Conergy ein Minus von 252 Millionen Euro in Aussicht gestellt. Demnach ist Conergy deutlich tiefer in die Verlustzone gerutscht als im Horrorjahr 2007 (minus 248 Millionen Euro). Das dürfte Anleger pessimistisch stimmen. Denn im Herbst 2007 ist die Gesellschaft knapp an der Pleite vorbeigeschrammt. Man fragt sich also als geneigter Leser solcher Nachrichten wo hier noch die Phantasie für ein Überleben des Unternehmens herkommen sollte..

Ich bin raus! Depots geräumt, Cashquote nahe 100 Prozent

Tja, nun ist es mal wieder soweit, so wie es aussieht steht ein Trendwechsel vor der Tür. Die Schwäche des US Marktes gestern und speziell die einzelner Titel sollte einen aufhorchen lassen, und ich bin mir nicht sicher ob man dies als technische Korrektur werten sollte. In den Medien kann man heute schon über eine mögliche Chrysler Pleite lesen die ebenso wie bei dem großen Bruder General Motors unvermeidbar erscheint. Wenn das kommt wird es die Märkte noch einmal kräftig durchrütteln auch wenn der ein oder andere denkt dies sei schon eingepreist…

Wie gsteren schon geschreiben habe ich am Freitag angefangen meine Positionen wieder aufzulösen und bin seit gestern fast komplett raus. Ich habe beide Depots nahezu komplett aufgelöst und möchte mir das lustige Treiben der Börsianer nun lieber erst einmal von der seitenlinie anschauen. So ganz untätig möchte ich natürlich dabei auch nicht sein. Ich werde wohl mal die ersten Short-Positionen dieses Jahres eingehen. wer die Favoriten für fallende Kurse sind dürften die eifrigen Leser dieses Blogs ja wissen..

Die Depots werde ich bald auf den neuesten Stand bringen wenn ich wieder etwas Luft habe. Wie gesagt viel ist nicht mehr drin, dafür aber eine Menge Cash und das Jahresziel von 100 Prozent auf die Ursprungssumme habe ich bereits erreicht. Damit möchte ich mich natürlich in einem Tradingjahr wie 2009 nicht zufrieden geben und warte nun auf einen guten Einstieg in den kommenden Wochen. Nun steht erst einmal der Rest der Berichtssaison vor der Tür und der Wonnemonat Mai in dem die Börsenkurse ja gerne auch mal abstürzen…

Bank of America, IBM und Continental

So richtig gefällt mir diese Wocheneröffnung nicht! Die Gewinnmitnahmen sind heute stärker als sonst und es gibt auf den ersten Blick auch keinerlei wirkliche Gründe dafür. Offensichtlich bringen hier ein paar Marktteilnehmer Ihre Schäflein ins Trockene und das dürfte auch mit den in dieser Woche erwarteten Unternehmenszahlen zu tun haben. Unter anderem werden IBM und Texas Instruments Ihre Quartalsberichte vorlegen, aber eben auch ein ganze Menge anderer Unternehmen wie z. B. die Continental AG deren Zahlen sicherlich von Anlegern mit Spannung erwartet werden. Erfreuliches oder auch Gemischtes gibt es aber heute erst einmal wieder aus Amerika…

Die Bank of America Corp. konnte im ersten Quartal trotz der internationalen Finanzkrise mit einem Milliardengewinn aufwarten. Wie der US-Finanzkonzern bei der Vorlage der mit Spannung erwarteten Geschäftszahlen am Montag erklärte, lag der Nettogewinn im Berichtszeitraum bei 2,81 Mrd. Dollar bzw. 44 Cents je Aktie, nach einem Nettogewinn von 1,02 Mrd. Dollar bzw. 23 Cents je Aktie im Vorjahreszeitraum. Der Nettoumsatz verbesserte sich im Vorjahresvergleich von 17,07 Mrd. Dollar auf 35,76 Mrd. Dollar. Bei den Rückstellungen für faule Kredite wurde ein Anstieg auf 13,38 Mrd. Dollar verzeichnet, nachdem dieser Wert im Vorjahresquartal noch bei 6,01 Mrd. Dollar gelegen hatte.

Heute sollte man den Handel, speziell in den USA genau beobachten und notfalls entschlossen handeln. Bricht der Trend ist es besser nicht dabei zu sein. Ich haben mich am Freitag, und auch heute erst einmal wieder von ein paar „Wackelkandidaten“ verabschiedet und meinen Cashanteil etwas hochgefahren. Die restlichen Positionen habe ich mit relativ enge Stopps abgesichert und werde mich nach den kräftigen Gewinnen der letzten Wochen in diesem Falle auch gerne ausstoppen lassen um dann in ein paar Tagen oder auch Wochen neu zu beginnen. Allerdings sieht es noch nicht so aus als ob der Trend wirklich brechen wird…

Volkswagen ist die Nummer Eins!

VW überholt Toyota – Weltweit nun die Nummer 1. Die Absatzkrise auf den weltweiten Automobilmärkten hat für den Autohersteller Volkswagen auch etwas Gutes. Die Wolfsburger konnten ihren Weltmarktanteil im März deutlich von 9,7 Prozent im Vorjahr auf 11,0 Prozent ausbauen. Damit wurde das Ziel von Konzernchef Martin Winterkorn, den japanischen Branchenprimus Toyota zu überholen, und damit zum weltweit größten Autobauer aufzusteigen, möglicherweise schon erreicht. Ursprünglich hatte VW dies bis zum Jahr 2018 angestrebt.

Der globale Automobilmarkt brach im ersten Quartal 2009 um mehr als 20 Prozent ein. Mit einem Absatzrückgang von 11,4 Prozent auf 1,39 Millionen Fahrzeuge konnte sich VW diesem Trend zwar nicht entziehen, aber dennoch besser behaupten als die Konkurrenz. Profitieren konnte VW neben der deutschen Abwrackprämie auch von staatlichen Hilfen in China und Brasilien.

Toyota hat die Rezession dagegen voll zu spüren bekommen. Für das erste Quartal liegen zwar noch keine Absatzzahlen vor, Analysten gehen aber davon aus, dass die Auslieferungen der Japaner weltweit um 47 Prozent auf 1,23 Millionen Fahrzeuge eingebrochen sind. Damit wäre Volkswagen jetzt der weltweit größte Autobauer. Vor einem Jahr lag Toyota mit 2,41 Millionen verkauften Autos noch scheinbar uneinholbar vorne.

Citigroup und GE übertreffen die Erwartungen

Das wäre ja auch zu schön gewesen wenn die Citigroup ebenfalls hätte einen Gewinn vermelden können. Dennoch übertrifft die US Bank mit den heute gelieferten Zaheln deutlich die Schätzungen des Marktes, und das sollte zumindest honoriert werden. Die zu den größten Verlierern der Finanzkrise zählende US-Großbank Citigroup hat mit erneut roten Zahlen ihren sechsten Quartalsverlust in Folge erlitten. Allerdings fiel das Minus deutlich geringer als von Experten erwartet aus. In den ersten drei Monaten des Jahres lag der Verlust unter dem Strich bei 966 Mio. Dollar (733 Mio Euro), wie die Bank am Freitag in New York mitteilte. Ein Jahr zuvor lag das Minus noch bei 5,1 Mrd. Dollar.

Die Citigroup ist damit die bereits vierte US-Großbank, die bei den aktuellen Quartalszahlen deutlich besser abschneidet als vom Markt erwartet. Anleger sehen dies als Signal für den möglichen Start einer allmählichen Erholung der Branche in der nun schon fast zwei Jahre dauernden Finanzkrise. Im vergangenen Jahr hatte die inzwischen teilverstaatlichte Citigroup einen Rekordverlust von fast 28 Mrd. Dollar eingefahren. Die enormen Hilfen und Garantien des Staates bei bisher schon drei Rettungsaktionen summieren sich auf fast 350 Mrd. Dollar. Der einst weltgrößte Finanzkonzern spaltet sich zu seiner Rettung gerade auf und will umfangreiche Bereiche verkaufen.

Der US-Mischkonzern General Electric (GE) hat im ersten Quartal weniger Umsatz aber mehr Gewinn gemacht als erwartet. Die Erlöse fielen binnen eines Jahres von 42,2 auf 38,4 Mrd. Dollar (29,4 Mrd Euro), wie das Unternehmen am Freitag in Fairfield mitteilte. Die Analysten hatten mit 39,9 Mrd. Dollar gerechnet. Auch kamen mit 19 Mrd. Dollar ein Zehntel weniger neue Aufträge im Infrastrukturgeschäft herein. Das Ergebnis nach Minderheiten ging von 4,3 auf 2,8 Mrd. Dollar zurück. Hier hatten die Experten allerdings ein Abrutschen auf 2,3 Mrd. Dollar erwartet. Die Finanzsparte, das betonte Konzernchef Jeff Immelt, sei profitabel gewesen.

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