Fondbranche – Fidelity hat massive Probleme

Die US-Investmentgesellschaft Fidelity kämpft auf dem deutschen Markt mit schweren Problemen. „Wir hatten ein sehr schlechtes viertes Quartal“, räumt Deutschlandchef Christian Wrede ein. Weil die Gesellschaft stark auf Aktienprodukte ausgerichtet ist, hat sich das Fondskapital mehr als halbiert. Die Fonds schneiden bei der Wertentwicklung immer schlechter ab, Fidelity fällt in Hitlisten und Ratings deutlich zurück.

Weltweit zählt Fidelity mit einem Kapital von rund einer Bill. Euro zu den größten Verwaltern. Deutschland dagegen ist von den großen heimischen Anbietern wie DWS und Allianz dominiert. Hier ist Fidelity mit rund sieben Mrd. Euro klein – vor drei Jahren waren es noch 16 Mrd. Euro Fondskapital. Auch andere ausländische und sehr aktienlastige Adressen wie Franklin Templeton wurden von der Baisse erwischt und litten unter massiven Kapitalrückgängen.

Fidelity rutscht aber in der relativen Rangfolge der Investmentgesellschaften deutlich ab. In der Hitliste der Anbieter war Fidelity früher an der Spitze zu finden. Über die Finanzkrise hinweg sei das Haus aber „vom ersten auf den zehnten Platz gerutscht“, sagt Feri-Analyst André Härtel (siehe „Die besten großen Fondshäuser“). „Mit Fidelity ist es in diesem Ranking wie beim früheren Spitzenreiter Hoffenheim in der Fußball-Bundesliga, der jetzt durchgereicht wird“, sagt ein Firmeninsider.

Die quartalsweise von Feri Eurorating erstellte Hitliste legt zudem das Problem der Branche offen, dass die Performance kräftig sinkt. Nur noch 35,7 Prozent der in Deutschland angebotenen Produkte haben ein gutes Rating. Handelsblatt

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