Author Archives: Lars

VW steigert Absatz um 36 Prozent!

Trotz der erheblichen Krise, die bereits seit Wochen die internationale Automobilbranche in Atem hält, kann VW weiterhin an einer erfolgreichen Entwicklung festhalten. So gelang dem Konzern in den Wochen des März erneut ein Wachstum. Im Vergleich zum März 2008 konnte das Unternehmen ein Plus von 36 Prozent verzeichnen. Der VW Polo wurde im März insgesamt 17.755 Mal verkauft. 23.703 Neuzulassungen konnte hingegen der Golf verzeichnen und befindet sich somit trotz der überragenden Entwicklung des Polos weiterhin auf Platz eins. Insgesamt verzeichnete die deutsche Automarke im März 72.144 Neuanmeldungen. Auf Grund der zahlreichen Vorbestellungen der vergangenen Wochen kann auch in den nächsten Monaten mit einer positiven Entwicklung bei VW gerechnet werden.

Obwohl die deutschen Automarken erheblich von der Abwrackprämie profitieren, ziehen nun auch die ausländischen Hersteller nach. So kombinieren zahlreiche Konzerne die Abwrackprämie mit Händleraktionen und versuchen so trotz der starken Krise die Absatzzahlen zu halten oder auch zu steigern. Neben den positiven Entwicklungen musste jedoch der VW Passat ein leichtes Minus verzeichnen und so sank der Absatz des Mittelklassewagens um 12,3 Prozent. (dtn/nf/Pixelio/Julian W.)

Goldman Sachs verdient 1,8 Milliarden US Dollar

Im abgelaufenen ersten Quartal hat das US Investmenthaus Goldman Sachs deutlich mehr verdient als dies vom Markt erwartet wurde. Nach Wells Fargo sind nun also auch die anderen Großbanken wieder zur „Normalität“ zurückgekehrt. Das weckt weltweit Hoffnungen das das Schlimmste nun wirklich überstanden ist und die Weltwirtschaft einer breiten Erholung entgegen strebt. Die Wallstreet ist tot – es lebe die Wallstreet! …hieß es heut in der Presse, und genau das dürfte es auch sein was Goldman Sachs mit diesen Zahlen untermauern wird. Denn die US Investmentbank ist eigentlich eine der letzten Überlebenden der Krise. Neben Morgan Stanley und JP Morgan.

Goldman, die als Letzte der Wall Street-Firmen an die Börse gegangen war, hat sich von ihren Verlusten im vierten Quartal erholt und in den ersten drei Monaten dieses Jahres 1,8 Mrd. Dollar eingefahren. Das ist mehr als das Doppelte dessen, was Analysten geschätzt hatten. Der Gewinn stellte sich trotz magerer Ergebnisse in einigen der Kernbereiche der Firma ein: Erfolgsgebühren bei Hedge Fonds waren praktisch nicht vorhanden, im Eigengeschäft wurde ein Nettoverlust von 1,4 Mrd. Dollar verbucht und die gedrückten Märkte für Aktien und Fusionen und Akquisitionen zogen die Gebühren im Investment Banking und die Einnahmen im Bereich Prime Brokerage, dem Handel, der Wertpapierleihe und der Verrechnung für Hedge Fonds, in Mitleidenschaft.

Ganz so glänzend sin die Zahlen dann aber unter Berücksichtigung der kürzlich umgestellten Bilanzierungsrichtlinein von Goldman Sachs auch nicht. Das neu Geschäftsjahr der Bank läuft nun von Januar bis Dezember. Im vergangenen Dezember musste die Bank aber noch einen Verlus in höhe von einer Milliarde Dollar verbuchen die aber weder in der Bilanz 2008 als auch in der des neuen Geschäftsjahres auftauchen wird. Das hilft natürlich ungemein bei der künftigen Bilanzierung. Denn ebenso wie bei Morgan Stanley konnten in diesen Dezember 2008 somit die gesamten Altlasten gepackt werden.

Man spielt zwar nicht ganz mit offenen Karten in den USA, aber grundsätzlich ist das schon in Ordnung, denn was die Welt am dringendsten braucht ist nach wie vor das Vertrauen in ein funktionierendes Bankensystem. Und das wird gerade wieder hergestellt. Alle  Großbanken der USA haben den sogenannten Stresstest überstanden und werden wohl überleben. Zwar hieß es das eventuell weitere Mittel zur Verfügung gestellt werden müssen, aber das sollte sich verglichen mit den letzten Monaten in Grenzen halten…Es geht wieder aufwärts!

New Frontier Bank und Cape Fear Bank sind pleite

In den USA hat die Finanzkrise zu weiteren Opfern unter den Banken geführt. Wie der Einlagensicherungsfonds Federal Deposit Insurance Corporation (FDIC) am Freitagabend berichtete, musste die New Frontier Bank aus dem Bundesstaat Colorado und die Cape Fear Bank aus North Carolina geschlossen werden. Dies entspricht der 22. und 23. Bankpleite in den USA in diesem Jahr.

Für den Einlagensicherungsfonds stellt der Zusammenbruch der New Frontier Bank in 2009 die bislang teuerste Pleite dar. Das Institut verfügt über Vermögenswerte von mehr als 2 Milliarden Dollar und Einlagen im Volumen von 1,5 Milliarden Dollar. Die Suche nach einem Übernehmer der Einlagen blieb erfolglos. Aus diesem Grund rief der FDIC die Deposit Insurance National Bank of Greeley ins Leben. Dadurch erhalten die Kunden der Pleitebank rund einen Monat Zeit, um ihre Konten auf eine andere Bank zu übertragen. Da jedoch ein Teil der Einlagen die Garantien des FDIC überschreitet werden einige Anleger ihr Geld verlieren. Der FDIC sieht sich durch die Pleite der New Frontier Bank mit 670 Millionen Dollar belastet.

Bei der Cape Fear Bank stehen Vermögenswerte von rund 492 Millionen Dollar und Einlagen im Volumen von 403 Millionen Dollar in der Bilanz. Die Einlagen dieses Instituts übernimmt die in South Carolina ansässige Sparkasse First Federal Savings. Der Einlagensicherungsfonds sieht sich durch diese Pleite mit 131 Millionen Dollar belastet.

US Haushaltsdefizit vervierfacht!

Das US-Haushaltsdefizit ist im März wegen den Auswirkungen der Wirtschafts- und Finanzkrise auf ein Rekordhoch geklettert. Das Defizit hat im März 192,3 Milliarden US-Dollar betragen und sich damit im Vergleich zum Vormonat vervierfacht, berichtete die Nachrichtenagentur „Reuters“ am Samstag unter Berufung auf Zahlen des US-Finanzministeriums.

Zur Mitte des Haushaltsjahres nähere sich das Defizit nun der Marke von einer Billion Dollar. In den ersten sechs Monaten betrug die Lücke 956,8 Milliarden US-Dollar, so „Reuters“. Das Finanzministerium macht vor allem die milliardenschweren Ausgaben zur Rettung des angeschlagenen Finanzmarktes und zur Wiederbelebung der schwachen Konjunktur für das hohe Defizit verantwortlich.

Citigroup, Goldman Sachs und JP Morgan…und GE

Citigroup, Goldman Sachs und JP Morgan werden in der kommenden Börsenwoche ihre Zahlen vorlegen und damit wohl ganz erheblich über den Erfolg oder Misserfolg der Börsianer entscheiden. Im Großen und Ganzen erwarten sich die Fachleute hier nicht allzu gute Zahlen, jedoch werden positive Stimmen immer lauter nachdem das US Schwergewicht Wells Fargo in der abgelaufenen Woche mit den präsentierten Zahlen deutlich überraschen konnte. Die anschließende Performance an den Börsen konnte sich sehen lassen!Das Schlimmste sollte also nun wirklich hinter uns liegen und selbst ein Rücksetzer keine neuen Tiefststände mehr bringen.

Beo Goldman Sachs und JP Morgan mache ich mir keine wirklich großen Sorgen das die Zahlen einigermaßen vernünftig ausfallen sollten. Bei der Citigroup ist das sicherlich schon schwerere voraus zu sagen. Und gerade hier liegt wohl auch das Hauptaugenmerk der Analysten für die gesamte Branche.Besonders der weitere Ausblick der Unternehmen dürfte die Marktbeobachter interessieren. Und dann ist da noch General Electric, die ebenfalls in der kommenden Woche ihren Quartalsbericht vorlegen werden. Der Mischkonzern galt schon immer als der Gradmesser der gesamten US Industrie…

Neben den Banken berichtet unter anderem der Chip-Riese Intel. In Europa legen mit Nokia, Philips und Sanofi drei Schwergewichte zahlen vor. Analysten sehen für die Aktien angesichts des zuletzt starken Kursverlaufs mehr Chancen als Risiken. „Die Märkte erleben im Augenblick eine solide Rally, denn die Banken sind in besserer Verfassung als man angenommen hatte. Dennoch ist das guten Zahlenwerk  von Wells Fargo nur eine technische Folge aus den katastrophalen Vorquartalen laut einiger Analysten. Die Konjunktur dürfte sich erst gegen Ende 2010 wieder nachhaltig erholt haben, hieß es weiter.

Wie auch immer, die Börse verlangt nach positiven Impulsen, und wenn diese kommen sollten hat dies mit ziemlicher Sicherheit auch erstmal weitere Kurssteigerungen zur Folge. Konjunktur hin oder her das Geld will investiert werden und da ist jede auch noch so kurze Zwischenrally den arg gebeutelten Anlegern recht. Von konjunktureller Seite halte ich eine nachhaltige Erholung der Weltwirtschaft auch Ende 2010 noch für fraglich. Die Überreaktion der Börsen nach unten sollte aber dennoch weiter korrigiert werden und die Kurse erst einmal weiter steigen. Natürlich nur wenn uns die drei US Großbanken auch den Gefallen tun  im positiven Sinne dazu beizutragen…und vor allem GE!

Die Erholung geht weiter! Depots satt im Plus!

Was für eine Woche! Am Montag sah noch alles nach einer gesunden Korrektur des vorangegangenen Anstiegs aus. Am Dienstag konnte man allerdings schon etwas nervös werden wenn man wie ich längerfristig ausgerichtet ist. Natürlich hatte ich zuvor aber konsequent meine Stopps nachgezogen, die fast alle nur ganz knapp gehalten haben. in ein paar kleineren Werten bin ich sogar ausgestoppt worden, habe mich aber dann für einen Wiedereinstieg entschieden. Beate Uhse bleibt erst einmal draussen, da die Performance doch nicht so wie erwartet eingetreten ist. Langsfristig bleibt die Erotikaktie aber durchaus interessant.

Die beiden Depots haben sich kräftig entwickelt und ich kann schon jetzt mit einigermaßen stolzer Brust sagen das das Jahresziel nicht mehr allzu fern zu sein scheint. Es wird ein gutes Jahr für Trader, hatte ich prophezeit, und es sieht so aus als ob ich Recht behalten werde. Ich kann nur noch einmal betonen das gerade in diesen Börsenjahr die Disziplin und das richtige Timing eine gewichtige Rolle spielen werden. Soll heißen…auch wenn ich denke das wir die Tiefstkurse gesehen haben wird es wohl noch weitere Rückschläge geben und man darf in diesen Tagen nicht ohne Netz und doppelten Boden unterwegs sein. Setzt also bitte konsequent Eure Stopp-Loss Orders!

Wie wird es in der kommenden Woche weiter gehen? Die US Indizes haben sich wirklich sehr stark präsentiert. Der Dow Jones hat die 8000 Punkte verteidigt, der Nasdaq ebenso die 1600 Punkte. Besonders erfreulich sieht es im S&P 500 aus der sowohl die letzte Pivotzone bei 842 Punkten überzeugend genommen hat als auch mit einem Schlusskurs von 856 Punkten schon die nächste Marke auf dem Weg nach oben anpeilt. Es wird wieder Gewinnmitnahmen geben, aber auf der anderen Seite wartet so unglaublich viel Geld derzeit darauf investiert zu werden. Die Angst etwas zu verpassen ist meistens größer als die Geld zu verlieren. Wir haben wohl derzeit eine in erster Linie liquiditätsgetriebene Hausse, und die kann erst einmal ein paar Tage oder Wochen dauern.

Wells Fargo beschert „Frohe Ostern“

Na also geht doch!Die US-Handelsbilanz wies im Februar ein Defizit von rund 26 Mrd. Dollar und damit den geringsten Fehlbetrag seit mehr als neun Jahren aus, während der Markt ein Minus von 36,5 Mrd. Dollar erwartet hatte. Die Arbeitsmarktsituation in den USA hat sich zudem in der vergangenen Woche leicht verbessert. Angaben des US-Arbeitsministeriums zufolge ging die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe um 20.000 auf 654.000 zurück, während Volkswirte nur eine Abnahme auf 660.000 prognostiziert hatten.

Nach Vorlage der vorläufigen Zahlen für das erste Quartal zieht der Anteilschein von Wells Fargo um gut 24 Prozent an. Das Unternehmen kündigte für den Berichtszeitraum einen Nettogewinn in Höhe von rund 3 Mrd. Dollar an und übertraf damit die Erwartungen. Hintergrund des Rekordgewinns sind eine starke operative Entwicklung bei der übernommenen Wachovia sowie eine solide operative Marge. Das dürfte heute auch der Hauptgrund für die Rally bei den Bankenwerten gewesen sein. Es sieht esrtmal wieder so aus als wäre das Schlimmste vorbei und die Charttechnik sieht für die nächste Woche hervorragend aus.

Ich hoffe alle hier anwesenden hatten einen schönen Börsentag und können sich jetzt über Ostern noch weiter über die Gewinn freuen. Ich für meinen Teil werde die Osterfeiertage richtig genießen können und überlege mir mal was ich mit den Gewinnen der letzten vier Wochen so anstellen kann. In diesem Sinne Frohe Feiertage und auf eine Fortsetzung des Trends in der kommenden Woche. Diese Woche war ich etwas schreibfaul was einfach an den vielen Gelegenheiten am Markt lag die ich traden musste, man möge mir das verzeihen…ich der kommenden Woche werde ich wieder etwas ausführlicher berichten. Themen gibt es genug und ich habe auch schon ein paar sehr interessante Storys im Auge…

Citigroup sieht Solarworld Kursziel bei 43,- Euro

Andrew Benson, Analyst der Citigroup, stuft die Aktie von SolarWorld unverändert mit „buy“ ein und bestätigt das Kursziel von 43 EUR. Im Rahmen eines umfangreichen Konjunkturpakets im Umfang von 15,4 Bio. Yen wolle die japanische Regierung geschätzte 1,6 Bio. Yen in Umweltprojekte investieren. Dies sollte der lahmenden japanischen Solarbranche einen Schub geben. Seit dem Ende des alten Subventionsprogramms in 2007 habe sich die Nachfrage auf profitablere Regionen in Europa verlagert.

Der japanische Markt sei traditionell vor allem von Unternehmen aus dem Inland bedient worden. Insofern sollten die angekündigten Maßnahmen keinen großen direkten Einfluss auf die europäischen Titel haben. Allerdings sollte damit dem globalen Nachfrage/Angebots-Verhältnis dennoch geholfen werden. Da im japanischen Markt nur ein geringer Lagerbestand vorhanden sei, sollten sich entsprechende Effekte schon innerhalb von sechs Monaten einstellen.

Die zusätzliche Nachfrage sollte dazu führen, dass die Preiserosion in 2009 eingedämmt werden könne. Dies sollte den Titeln in Europa zumindest indirekt zu Gute kommen. Darüber hinaus werde der zunehmende politische Wille unterstrichen, die Stromerzeugung mittels Photovoltaik auszubauen. Vor diesem Hintergrund sprechen die Analysten der Citigroup für die Aktie von SolarWorld weiterhin eine Kaufempfehlung aus.

Schaeffler saniert weiter

Das in akute Atemnot geratene Familienunternehmen Schaeffler verschafft sich Luft über zusätzliche Kredite, den Abbau von Kosten und eine Zusammenarbeit mit dem übernommenen Automobilzulieferer Continental. Neben einer Dienstag zugesagten Zwischenfinanzierung durch die Gläubigerbanken kommt der fränkische Zulieferer auch an anderer Stelle mit der Sanierung voran. Schaeffler, Spezialist für mechanische Komponenten wie Kupplungen, passt die Kosten an den Einbruch der Nachfrage auch über Jobabbau an.

Allein in den vergangenen sechs Monaten sank die Zahl der Arbeitsplätze im Konzern nach Handelsblatt-Informationen weltweit um mehr als fünf Prozent. Stellen seien vor allem im Ausland abgebaut worden, sagte ein Konzern-Sprecher. Der IG Metall zufolge fiel der Abbau in Deutschland mit minus zwei Prozent moderat aus. „Die Zahlen zeigen, dass in Deutschland das besondere Instrument der Kurzarbeit massive Entlassungen verhindert hat“, sagen Gewerkschafter.

Außerhalb Deutschlands strich Schaeffler in Europa im vergangenen halben Jahr knapp neun Prozent der Stellen, in Mittel- und Osteuropa sogar elf Prozent. Noch härtere Einschnitte gab es in Nordamerika, wo die Zahl der Arbeitsplätze um 13 Prozent sank. Zudem wurden etliche Jobs aus den USA nach Mexiko verlagert. Wichtige Kunden für Schaeffler sind die von der Insolvenz bedrohten US-Autobauer, allen voran General Motors (GM). Handelsblatt

Technik-Hausse in Tokio

Es dürfte uns wohl doch noch ein freundlicher Wochenausklang erwarten. Die Indizes haben sich nach zwei Tagen Korrektur wieder gefangen und den weiteren Weg nach Norden angetreten. Die Pivotzonen wurden dabei mustergültig getestet und Herr Fibonacci hätte seine wahre Freude an dem Kursverlauf bei Dow, Nasdaq und S&P 500 gehabt. Charttechnisch hat sich das Bild weiter verbessert und ich glaube man darf nun wirklich von einer Bodenbildung sprechen ohne gleich dafür gesteinigt zu werden. Natürlich steht nun erst einmal die neue Berichtssaison ins Haus und hier können noch einige sehr unangenehme Überraschungen lauern. Gerade bei den Bankentiteln die in der kommenden Woche berichten werden..

Dennoch sind die Parallelen zu früheren Wendepunkten von einer Baisse in die nächste Hausse sehr auffällig und lassen sichauch für die größten Pessimisten nicht wirklich leugnen. Ich behaupte ja auch nicht das wir nun natlos in die nächste Hausse übergehen werden. Es wird Rückschläge geben undwahrscheinlich werden wir nun erst einmal in eine längere Seitwärtsphase übergehen bevor dann aber letztendlich die neue hausse starten kann. An nochmals deutlich tiefer Kurse als wir dies bisher gesehen haben will ich eigentlich nicht glauben. Selbst bei einer Insolvenz von General Motors – wovon ich fest ausgehe – dürften sich die Märkte nachdem sie einmal erneut durchgeschüttelt wurden erneut fangen. Vielleicht passiert aber auch gar nichts weil es eh schon jeder erwartet..

Heute sollte es also nochmal schöne dicke Ostereier für die mutigen geben die rechtzeitig wieder in den Markt eingestiegen sind. Die US Futures haben gestern in den letzten Handelstunden nochmal kräftig angezogen und damit wohl den Weg bereitet. Nachbörslich sind einige Aktien nochmal kräftig gestiegen. Die Börsen in Tokio können heute ebenfalls nochmal kräftig zulegen. Grund war hier neben den guten US Vorgaben ein neu geplantes Konjunkturpaket der japanischen Regierung im Volumen von umgerechnet 116 Mrd. Euro (15,4 Billionen Yen). Insbesondere soll mit dem Geld unter anderem der Kauf von sparsamen Autos und Haushaltsgeräten sowie Solaranlagen gefördert werden. Die Aktien der Hersteller entsprechender Produkte wie etwa Sharp, Panasonic, Toshiba und Hitachi legten daraufhin an der Tokioter Börse deutlich zu.

Q-Cells und LDK Solar gründen Joint Venture

Der Solarzellen-Hersteller Q-Cells SE meldete am Mittwoch, dass er und die chinesische LDK Solar Co. Ltd. ein Gemeinschaftsunternehmen gründen, um in Europa und China große PV-Anlagen zu errichten und die Märkte weiter zu entwickeln. Den Angaben zufolge wollen beide Unternehmen Vorteile aus einer gemeinsamen Optimierung der Wertschöpfungskette und der damit erreichbaren Kostensenkung ziehen, da sich ihre Geschäftsmodelle und die jeweiligen regionalen Marktkenntnisse gut ergänzen. Die ersten gemeinsamen Projekte seien bereits in Planung, und das erste 40 Megawattpeak (MWp)-Projekt sei bereits in Angriff genommen worden.

Die Projekte des Joint Ventures würden zu 100 Prozent auf Solarzellen von Q-Cells und Wafer von LDK Solar zurückgreifen. Das Joint Venture verhandelt bereits mit möglichen Käufern des ersten schlüsselfertigen Projekts in Europa und befindet sich in der Planungsphase für künftige Projekte im entstehenden chinesischen Markt, hieß es. Wie weiter mitgeteilt wurde, ist die Partnerschaft zwischen den beiden Unternehmen nicht exklusiv und umfasst nicht das gesamte Projektgeschäft der beteiligten Partner.

Alcoa wieder tiefrot, aber zuversichtlich..

Auftakt zur Bilanzsaison! Gestern nach Börsenschluss war es dann soweit – die lange erwarteten und viel befürchteten Alcoa Zahlen zum ersten Quartal wurden veröffentlicht. Mit einem satten Minus von 497 Millionen Dollar musste der Aluminiumkonzern den zweiten Quartalsverlust in Folge ausweisen. Dabei fiel der Negativebetrag noch etwas deutlicher aus als dies von den meisten Analysten erwartet wurde. Ein Jahr zuvor hatte Alcoua im gleichen Zeitraum noch einen ordentlichen Gewinn in Höhe von 303 Millionen Dollar erzielt.

Der Umsatz brach wegen der gesunkenen Nachfrage etwa aus der schwachen Autoindustrie um mehr als 41 Prozent auf 4,1 Mrd. Dollar (3,1 Mrd Euro) ein. Schuld war auch die steile Talfahrt der Aluminiumpreise. Alcoa hatte zuletzt die Produktion massiv heruntergefahren und weltweit mehr als 15 000 Stellen gestrichen. Wegen dieser Maßnahmen werde man auch letztendlich deutlich gestärkt aus dieser Krise hervor gehen versprach Alcoa Chef Klaus Kleinfeld. Die Aktie bewegte sich nachbörslich wenig.

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