Goldman Sachs verdient 1,8 Milliarden US Dollar

Im abgelaufenen ersten Quartal hat das US Investmenthaus Goldman Sachs deutlich mehr verdient als dies vom Markt erwartet wurde. Nach Wells Fargo sind nun also auch die anderen Großbanken wieder zur „Normalität“ zurückgekehrt. Das weckt weltweit Hoffnungen das das Schlimmste nun wirklich überstanden ist und die Weltwirtschaft einer breiten Erholung entgegen strebt. Die Wallstreet ist tot – es lebe die Wallstreet! …hieß es heut in der Presse, und genau das dürfte es auch sein was Goldman Sachs mit diesen Zahlen untermauern wird. Denn die US Investmentbank ist eigentlich eine der letzten Überlebenden der Krise. Neben Morgan Stanley und JP Morgan.

Goldman, die als Letzte der Wall Street-Firmen an die Börse gegangen war, hat sich von ihren Verlusten im vierten Quartal erholt und in den ersten drei Monaten dieses Jahres 1,8 Mrd. Dollar eingefahren. Das ist mehr als das Doppelte dessen, was Analysten geschätzt hatten. Der Gewinn stellte sich trotz magerer Ergebnisse in einigen der Kernbereiche der Firma ein: Erfolgsgebühren bei Hedge Fonds waren praktisch nicht vorhanden, im Eigengeschäft wurde ein Nettoverlust von 1,4 Mrd. Dollar verbucht und die gedrückten Märkte für Aktien und Fusionen und Akquisitionen zogen die Gebühren im Investment Banking und die Einnahmen im Bereich Prime Brokerage, dem Handel, der Wertpapierleihe und der Verrechnung für Hedge Fonds, in Mitleidenschaft.

Ganz so glänzend sin die Zahlen dann aber unter Berücksichtigung der kürzlich umgestellten Bilanzierungsrichtlinein von Goldman Sachs auch nicht. Das neu Geschäftsjahr der Bank läuft nun von Januar bis Dezember. Im vergangenen Dezember musste die Bank aber noch einen Verlus in höhe von einer Milliarde Dollar verbuchen die aber weder in der Bilanz 2008 als auch in der des neuen Geschäftsjahres auftauchen wird. Das hilft natürlich ungemein bei der künftigen Bilanzierung. Denn ebenso wie bei Morgan Stanley konnten in diesen Dezember 2008 somit die gesamten Altlasten gepackt werden.

Man spielt zwar nicht ganz mit offenen Karten in den USA, aber grundsätzlich ist das schon in Ordnung, denn was die Welt am dringendsten braucht ist nach wie vor das Vertrauen in ein funktionierendes Bankensystem. Und das wird gerade wieder hergestellt. Alle  Großbanken der USA haben den sogenannten Stresstest überstanden und werden wohl überleben. Zwar hieß es das eventuell weitere Mittel zur Verfügung gestellt werden müssen, aber das sollte sich verglichen mit den letzten Monaten in Grenzen halten…Es geht wieder aufwärts!

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