Japans Wirtschaft schrumpft weiter

Neue Rekorde im negativen Sinne gibt es von allen Seiten an der Konjunkturfront. Zwar konnte der ZEW Index zuletzt positiv überraschen, die Zahlen aus der Realwirtschaft sind aber immer noch erschreckend. Besonders schwer wogen die gestrigen Zahlen zu den US-Baubeginne und Baugenehmigungen im April. Die Zahl der Baubeginne sank zum Vormonat um 12,8 Prozent auf eine auf das Jahr hochgerechnete Zahl von 458.000. Volkswirte hatten dagegen einen Anstieg auf 520.000 erwartet. Ebenso fielen die Baugenehmigungen um weitere 3,3 Prozent.

Ich hatte ja bereits gestern aus eigener Erfahrung während meines Urlaubes berichtet das die US Immobilienkrise offensichtlich Ihren Höhepunkt noch nicht gesehen hat und das haben die Zahlen der Baubeginne gestern einmal mehr untermauert. Die Krise ist noch nicht vorüber solange die Ursache für die Krise nicht bereinigt wurde! Hinzu kommen immer mehr Arbeitslose die die nationalen Systeme noch zusätzlich belasten werden. Ich bin sicherlich kein Schwarzseher, aber diese Überlegungen sollten in eine längerfristige Anlageentscheidung mit einbezogen werden..

Die japanische Wirtschaft ist im ersten Quartal dieses Jahres so stark geschrumpft wie seit mehr als 50 Jahren nicht. Wie die Regierung in Tokio mitteilte, brach das Bruttoinlandsprodukt um vier Prozent im Vergleich zum Vorquartal ein. Auf Jahressicht sank die Wirtschaftsleistung damit sogar um 15,2 Prozent. Zum ersten Mal seit 1945 schrumpfte die Wirtschaft der zweitgrößten Wirtschaftsmacht dieser Welt darüber hinaus in vier aufeinander folgenden Quartalen. Japan steckt damit so tief in der Rezession wie die USA!

Die Charttechnik der nächsten Handelstage wird die Richtung für die kommenden Wochen weisen. Ich gehe nach wie vor von einer Korrektur aus und werde mich nicht mehr allzu weit aus dem Fenster lehnen. Sämtliche Positionen sind eng abgesichert. Aber auch Gewinnmitnahmen der letzten Trades gehören zu meinen derzeitigen Überlegungen…

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