Author Archives: Lars

Microsoft, Amazon, Samsung, Infineon und Henkel

Heute sind es mal wieder die Unternehmensdaten die für etwas bessere Stimmung am Deutschen Aktienmarkt sorgen. Bereits gestern abend verkündete Henkel seine jüngsten Zahlen und die waren besser als vom Markt erwartet. Der Konsumgüterkonzern hat im vergangenen Jahr einen Rückgang beim Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) von 1,46 auf 1,36 Milliarden Euro verbucht. Der Umsatz sank nach vorläufigen Zahlen von 14,1 auf 13,6 Milliarden Euro.  Die Henkel-Vorzugsaktie konnte gestern Abend nachbörslich zulegen. Auch aus Asien gibt es interessante Geschäftszahlen zu vermelden. So erzielte der koreanische Elektronikriese Samsung im vierten Quartal einen Gewinn von umgerechnet rund 2,3 Milliarden Euro. Analysten hatten mit 2,2 Milliarden Euro gerechnet. Auch der Umsatz überraschte positiv.

Richtig gute Daten kamen dann aber aus Amerika. Der weltgrößte Softwarehersteller Microsoft konnte von den sehr gut laufenden Verkäufen seines neuen Betriebssystems Windows 7 profitieren. Der Umsatz wurde im abgelaufenen Quartal um 14 Prozent auf 19 Milliarden Dollar gesteigert. Der Gewinn kletterte gar um 60 Prozent auf 6,7 Milliarden Dollar. Die Microsoft-Aktie notierte im nachbörslichen Handel aber unverändert. Amazon hingegen kann mal wieder mit einem Gewinnsprung glänzen. Der weltgrößte Online-Versandhändler meldete von Oktober bis Dezember einen Gewinnsprung um 70 Prozent auf 384 Millionen Dollar. Der Umsatz kletterte um 41 Prozent auf 9,5 Milliarden Dollar. Amazon profitierte unter anderem von guten Verkaufszahlen des E-Book-Lesegeräts „Kindle“. Mit den Zahlen übertraf der Konzern die Analystenerwartungen deutlich. Die Amazon-Aktie legte nachbörslich rund zweieinhalb Prozent zu.

Gute Nachrichten gab es auch von Infineon. Der Halbleiterhersteller hat im ersten Quartal seines Geschäftsjahres 2009/10 seinen Umsatz im Vorjahresvergleich um gut ein Viertel auf 941 Millionen Euro verbessert. Das operative Ergebnis lag bei plus 88 Millionen Euro nach einem Vorjahresminus von über 100 Millionen Euro. Mit beiden Werten übertraf Infineon die Erwartungen der Analysten. Die Aktie konnte in den vergangenen Wochen ordentlich zulegen. Auch heute ist die Infineon Aktie mit einem Plus von über 2 Prozent wieder einer der Spitzenreiter im deutschen Markt.

Der Euro ist in Gefahr!

Die EU-Kommission sorgt sich einem Medienbericht zufolge um die Währungsunion. Die unterschiedliche Wettbewerbsfähigkeit der Mitgliedsländer und die daraus folgenden Ungleichgewichte „geben Anlass zu ernster Besorgnis für die Eurozone als Ganzes, zitiert das Nachrichtenmagazin „Spiegel“ aus einer Vorlage der Generaldirektion Wirtschaft und Finanzen für die Finanzminister der Euro-Gruppe. Die Experten des designierten finnischen Währungskommissars Olli Rehn fürchteten, dass die unterschiedliche Entwicklung in den Mitgliedstaaten „das Vertrauen in den Euro schwächt und den Zusammenhalt der Währungsunion gefährdet“.

Besondere Sorge bereite den Brüsseler Beamten der Zustand jener Länder, die in der Vergangenheit enorme Defizite in ihren Leistungsbilanzen auftürmten, weil sie dank niedriger Zinsen jahrelang auf Pump lebten. Jetzt litten diese Staaten, vor allem Spanien, Griechenland und Irland, unter ausufernden Staatsdefiziten. „Die Kombination aus nachlassender Wettbewerbsfähigkeit und exzessiver Anhäufung von Staatsschulden sind in diesem Zusammenhang beunruhigend“, heiße es in der Expertise.

Als Ausweg aus der Misere schlügen die EU-Beamten den betroffenen Ländern vor, ihre Haushalte zu sanieren und Reformen auf den Weg zu bringen. Die Lohnabschlüsse müssten auf die gesunkene Produktivität und den Verlust der Wettbewerbsfähigkeit Rücksicht nehmen: Die Arbeitnehmer sollen sich also mit geringen Tarifabschlüssen bescheiden. Die Kommissionsbeamten empfehlen den Defizitländern eine Strategie, mit der sich Deutschland in den vergangenen Jahren aus der Wachstumsschwäche befreit hat. Doch auch die Bundesregierung komme in dem Papier nicht ohne Ermahnung davon: Deutschland und andere vergleichsweise erfolgreiche Staaten wie Österreich und die Niederlande müssten gegen die chronische Schwäche ihrer Inlandsnachfrage vorgehen.

Die Experten rieten deshalb zu mehr Wettbewerb im Dienstleistungssektor, Steuerreformen und die Beseitigung von Kredithürden. Die Kommissionsbeamten mahnten zur Eile. Je später die Länder die Maßnahmen umsetzten, desto höher fielen die sozialen Kosten aus. Aus Sicht der Kommission hätten die Euro-Länder keine Wahl: Die Anpassungen seien „überlebenswichtig für das langfristige Funktionieren der Währungsunion.“

Ökonom Nouriel Roubini hält allerdings Spanien ohnehin für das noch größere Problem, da es die viertgrößte Volkswirtschaft der Eurozone sei und mit hoher Arbeitslosigkeit und schwachen Banken zu kämpfen habe. In Spanien liegt die Arbeitslosenrate bei 19 Prozent. Die Eurozone existiert vermutlich nicht mehr lange. „Unter dem Strich könnten wir das Aufbrechen der Währungsunion erleben, auch wenn das noch nicht in einem oder zwei Jahren passiert“, sagt der Professor, Vortragender an der Stern School of Business an der New York University, in einem Interview am Rande des World Economic Forum in Davos…

Was ist los bei Kali und Salz?

Hier noch einmal unser Artikel zu Kali und Salz vom 21.02.2010 au aktuellem Anlass…Die kurze Hype bei der Kali und Salz Aktie ist wohl zu Ende. Charttechnisch ist die Aktie angeschlagen und dürfte aus mehreren Gründen die 40,- Euro Marke bald wieder testen. Zuletzt konnte der Kurs der Aktie ordentlich zulegen. Beflügelt von Nachrichten der Konkurrenz, und einem für manche Regionen teilweise ungewöhnlich strengem Winter sowie der damit verbundener erhöhten Nachfrage nach Streusalz schwang sich die K+S Aktie auf in höhere Regionen. Bis 47,50 Euro kletterte der Kurs zuletzt, obwohl sich eigentlich nahezu alle Analysten einig waren das dieses Kursniveau übertrieben sein sollte. Kürzlich hatte sich dann auch wieder die UBS skeptisch geäußert und das Kursziel auf 30,- Euro taxiert mit der Empfehlung die Aktie weiter zu verkaufen.

Vor einigen Wochen noch haben wir das Kursziel ebenfalls bei ca. 35,- Euro gesehen. Die relative Stärke der Aktie hat uns allerdings eines Besseren belehrt. Unser Kursziel wurde nie erreicht, und somit auch keine Position aufgebaut. Nun könnte sich dafür aber bald eine neue Chance bieten. Kürzlich vermeldete der chinesische Wettbewerber Sinofert eine Gewinnwarnung., diese sollte nicht überbewertet werden, dürfte aber auch auf den K+S Kurs einen weiterhin negativen Effekt ausüben. Ebenso findet morgen eine Branchenkonferenz von Merrill Lynch statt. Es gibt zwar keinerlei Anzeichen dafür, dass dort News vermeldet werden, die ganz und gar nicht positiv ausfallen, dennoch könnte auch dies den Kurs weiter belasten. Nichts mag die Börse eben weniger als Unsicherheiten

Inzwischen sind wir überzeugt das die Aktie eine starke Unterstützung bei 37,50 Euro ausgebildet hat, die auch nicht mehr wesentlich unterschritten werden sollte. Im Chart erkennt man auch deutlich das Gap das sich Anfang Januar gebildet hat und wahrscheinlich noch geschlossen werden muss. Kurse von ca. 40,- Euro könnten also für mutige Anleger durchaus für ein Neuengagement interessant sein. Den Stopp sehen wir entsprechend etwas unterhalb der Marke von 37,50 gut positioniert.

Was ist los bei Heidelcement?

Die beiden wichtigsten Termine gestern dürften wohl zur vollsten Zufriedenheit der Börsianer verlaufen sein. Die Fed lässte den Leitzins weiterhin unverändert und machte, was noch viel wichtiger ist, keinerlei Andeutungen auf einen baldigen Richtungswechsel der Fiskalpolitik in den USA. Barack Obamas erste Rede an die Nation war klug – und sie kam keinen Tag zu früh. Endlich hat der US-Präsident den klaren Schwenk zu dem Thema vollzogen, das den Amerikanern in diesen Tagen wirklich wichtig ist: Jobs. „Arbeitsplätze werden 2010 unser Fokus Nummer eins sein“, verkündete Obama. Die Diskussionen um die Gesundheitsreform und die Reform des US Bankenwesens geraten damit etwas mehr in den Hintergrund. Auch dies dürfte der zwar der Börse gut tun, dem Image des amerikanischen Präsidenten aber wohl eher schaden. Anders als noch im Wahlkampf hat Obama als Präsident dabei versagt, seine großen Visionen volksnah zu vermitteln. Seine Rede war der ehrenwerte Versuch, seine Vorhaben neu zu präsentieren, ohne dabei die Substanz zu opfern. Obamas Rede zur Lage der Nation in voller Länge gibt es hier.

Zum Markt: Die US Indizes konnten gestern nach der Fed Sitzung wieder deutlich in den positiven Bereich drehen, zwar wurden die wichtigen Marken wie 10.300 im Dow und 1.100 Punkte im S&P zunächst nicht zurückerobert, jedoch lassen die US Futures darauf schließen das dies im heutigen Handelsverlauf dann der Fall sein dürfte. Die asiatischen Märkte tendieren heute ebenfalls alle wieder deutlich positiv. Wir rechnen heute mit einem versöhnlichen Tag nach insgesamt neun Handelstagen mit Verlusten dürfte zumindest eine ordentliche technische Gegenreaktion anstehen. Die Kursaufschläge in den einzelnen Aktien sind bislang noch sehr verhalten, ebenso wie die Umsätze. Dies ist mal wieder eine klassische Situation. Die Kleinanleger sind erst einmal verprellt und trauen sich nicht mehr so richtig in den Markt. Die Dynamik dieser Erholung sollte also heute im Verlaufe des Tages wieder etwas zunehmen.

Gestern wurde ich mit Fragen zu HeidelbergCement bombardiert die ich gerne hier zusammenfassen beantworten möchte. Vorab erst einmal vielen Dank für die rege Teilnahme am Börsengeschehen und natürlich an Investors Inside an alle. Die Aktie von Heidelberger Cement hat gestern überraschend deutlich nachgegeben und damit auch uns etwas überrascht. Grund hierfür war das der mexikanische Cementriese Cemex gestern sowohl schlechte Quartalszahlen als auch einen schlechten Ausblick auf die nächsten Quartale geliefert hatte. Natürlich wurde Heidelcement als Branchenprimus in Europa ebenso abgestraft wie die Cemex Aktie die in der Spitze sogar über 12 Prozent verlor. Im weiteren Verlauf des US Handels wurde dann aber schnell klar das es sich hierbei nur um einen vorübergehenden Rücksetzer bei der Cemex Aktie handelt. Große Adressen kauften ganz schnell große Pakete!

Ebenso verhielt es sich dann bzw. verhält es sich wohl heute mit der Aktie von Heidelcement. Wir halten die Aktie auf dem Niveau für attraktiver denn je und haben unsere Position gestern nicht nur regelkonform um 100% sondern um weiter 200% erhöht. Die gestrigen Kurse waren die berühmten Grabbeltischkurse und auch heute dürfte sich ein Einkauf unter 45,- Euro langfristig deutlich auszahlen. Die Aussichten für Heidel sind weiterhin sehr gut. Die Finanzsituation hat sich deutlich verbessert und wir halten den Dax Aufstieg in diesem Jahr für sehr wahrscheinlich. Dies sollte dann der Aktie noch einmal einen zusätzlichen Schub geben da sich Fonds die Indizes nachbilden dann zusätzlich hier engagieren würden was auf der Nachfrageseite einen kurzzeitigen aber deutlichen Überhang erzeugen könnte.

Unser Kursziel haben wir vorübergehend etwas reduziert. Dies hat nicht etwa damit etwas zu tun das wir der unser altes Kursziel 65,- Euro von Aktie nicht mehr zutrauen, sondern ist vielmehr der Tatsache geschuldet das zum einen die Aussichten für den Gesamtsektor seit gestern etwas ein getrübt sind, und zum anderen das es in dem von uns definierten Zeitraum, bis Jahresmitte, weiterhin etwas holprig bleiben könnte. Neues Kursziel ist jetzt also zunächst 55,- Euro. langfristig sind wir der Überzeugung das auch 85,- Euro wieder möglich sein sollten.

Apple bringt das iPad auf den Markt!

Apple will mit einem neuartigen Tablet- Computer an den Erfolg des iphone anknüpfen. „Wir nennen ihn ipad“, sagte Apple-Chef Steve Jobs am Mittwoch bei der Vorstellung des mit Spannung erwarteten Geräts in San Francisco. Das ipad wird mit Fingergesten auf einem berührungssensitiven Bildschirm gesteuert. Im Gegensatz zu ultraleichten Laptops verfügt der Tafel-Computer nicht über eine Hardware-Tastatur. Texte werden wie beim Apple-Handy iphone über virtuelle Tasten auf dem Display eingegeben.

„Es ist viel besser als ein Laptop und viel besser als ein Handy“, beschrieb Jobs bei der Präsentation in San Francisco den 1,3 Zentimeter dicken und 680 Gramm schweren Tablet-Computer. Ähnlich wie beim iPhone von Apple passt sich die Bildschirmdarstellung daran an, wie das Gerät gerade gehalten wird. Der iPad integriert einen Web-Browser, E-Mail, Fernsehen und Video sowie das Lesen von digitalen Büchern, den E-Books. Auch Computerspiele sind damit möglich, auch wenn das nicht der Hauptzweck sein wird. Zudem unterstützt der iPad auch alle Anwendungen für das iPhone, „Apps“ genannt. Über den Apple-Onlinestore werden inzwischen über 140.000 „Apps“ angeboten.

Ähnlich wie das iphone kann das ipad aus dem itunes Store von Apple mit Videos, Musik und kleinen Programmen („Apps“) bestückt werden. Für das iphone sind nach den Worten von Jobs inzwischen über 140 000 Anwendungen verfügbar. Die iphone-Apps sollen alle auch auf dem ipad laufen. „Das wird einen neuen Goldrausch für Entwickler auslösen“, sagte Jobs. Die „New York Times“ kündigte in San Francisco eine eigens für das ipad optimierte Anwendung an.

Apple will mit dem Computer erneut den Markt für Verbraucherelektronik aufmischen. Der von Konzernchef Steve Jobs am Abend in San Francisco vorgestellte iPad hat einen knapp zehn Zoll (25 Zentimeter) großen berührungsempfindlichen Bildschirm, mit dem Benutzer im Internet surfen, Filme anschauen, Musik hören und Spiele spielen können. Jobs sprach von einer neuen Kategorie von tragbaren Geräten, die zwischen Laptops und einem Smartphone angesiedelt sei.

Phönix Solar – wirklich so schlecht wie der Kurs?

„Heute ist wahrscheinlich einer der geschäftigsten Tage, was die möglichen Katalysatoren für das Marktgeschehen betrifft“, sagte Arthur Hogan, Leitender Marktanalyst bei Jefferies & Co, und verwies dabei auf die Fed und US-Präsident Barack Obama, der seinen Bericht zur Lage der Nation vorlegen wird. „Anleger sind optimistisch gestimmt in Bezug auf das, was die Fed und Obama sagen werden, und deshalb zeigt sich der Markt gut behauptet. Die meisten werden aber erst einmal abwarten, bevor sie in den Markt einsteigen.“ Experten erwarten indes von der Zinssitzung der Fed nur wenig Neues. Mit einer ersten Zinsanhebung und damit einer Beendigung der Nullzinspolitik wird schon gar nicht gerechnet. Der Hauptaugenmerk dürfte abermals auf der begleitenden Erklärung zum Zinsentscheid liegen. Rechnet man also mit einer Aufhellung der Stimmung kann es durchaus lohnend sein sich bereits jetzt etwas um zuschauen. Einer unserer Kandidaten für einen schnellen Richtungswechsel ist Phönix Solar!

Die Aktien von Phönix Solar hat es in den vergangenen Tagen im deutschen Solarsektor mit am härtesten getroffen. Alleine an einem Handelstag verlor die Aktie um über 20%. Phönix Solar gehörte vorher zu den Top-Performern im Bereich der alternativen Energien in Deutschland, und somit ist der Absturz zumindest in gewisser Weise verständlich, wenn auch übertrieben gewesen. Die Pläne von Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) stoßen in der Branche auf starke Kritik. Die Kürzungen gehen zu weit und machen es für einige deutsche Solarunternehmen in der Zukunft sehr schwer weiter zu wachsen, ist die einhellige Meinung. Die Bundesregierung will die Vergütung für Solarstromanlagen noch in diesem Jahr generell um 15 Prozent kürzen. Für Solaranlagen auf Ackerflächen soll die Kürzung sogar 25 Prozent betragen.

Der Bundesverband Solarwirtschaft prognostizierte eine „Insolvenzwelle in der Zukunftsbranche Photovoltaik und den Verlust Zehntausender Arbeitsplätze“, sollten Röttgens Pläne umgesetzt werden. Der Bundesverband Erneuerbare Energie nannte die Vorschläge „völlig überzogen“. Die vorgeschlagenen Kürzungen bedrohten die deutsche Solarindustrie „in ihren Grundfesten“. Zurückhaltend äußerte sich auch der Koalitionspartner FDP. Umweltexperte Michael Kauch nannte die Pläne „eine Grundlage für die weiteren Beratungen“ in der Koalition. Grundsätzlich sind wir nicht der Meinung das hier mit dem nötigen Sachverstand an die Sache ran gegangen wird. Es wäre schlicht und ergreifend wohl falsch einen der wenigen Industriezweige in Deutschland in dem wir, zumindest qualitativ, noch Marktführer sind, und der einer der wenigen Wachstumsmotoren darstellt, die wir noch haben jetzt abzuwürgen.

Wir rechnen also eher damit das man sich seitens der Politik auf einen vernünftigen Konsens einigen wird. Phönix Solar ist nach wie vor hervorragend aufgestellt und einer der attraktivsten Kandidaten im Solarmarkt. Auch unter den üblichen Bewertungskriterien erscheint die Aktie von Phönix auf dem jetzigen Niveau eher günstig zu sein. Charttechnisch wurde mit dem Bruch der wichtigen Unterstützung bei 34,20 Euro Marke ein glasklares Verkaufssignal ausgelöst. Inzwischen scheint sich die Aktie aber nach dem extremen Kursrutsch bei um die 32,50 Euro gefangen zu haben. Sollte es also gelingen den Kurs an stärkeren Börsentagen wieder über die Marke von 34,20 Euro zu hieven dürfte sich das Bild wieder schlagartig aufhellen. Aus technischer Sicht ist ein Rebound überfällig. Kurse um die 40,- Euro sollten eigentlich das aktuelle Szenario eingepreist haben. Soll heißen, für mutige Investoren, die sich trauen gegen den allgemeinen Trend zu spekulieren, bietet sich hier eine kurzfristige Tradingchance auf 20% Gewinn.

Erster Kauf Swiss Re und Continental

Zwei weitere Werte haben heute wieder den Weg in unser Depot gefunden. Zum einen ist das die Continental Aktie die uns nun, nach Abschluss der Kapitalmaßnahme, sehr attraktiv erscheint und zum zweiten die Aktie des Schweizer Rückversicheres Swiss Re. Zuerst zu den Schweizern…Kürzlich vermeldete die Swiss Re das man zu gegebener Zeit wieder bereit für weitere Übernahmen sei und somit gestärkt aus der Krise hervor gehen will. Das ist an sich nicht spektakulär und muss vor allem in solchen Zeiten auch bezahlbar sein. Viel entscheidender für unsere Anlageentscheidung ist aber die Tatsache das die US Investmentlegende Warren Buffet momentan massiv in Rückversicherer investiert, und dies nicht ohne Grund.

Heute wurde bekannt das Buffet nach seinen Investments in die Aktien der General Re und Swiss Re nun auch eine massiv Aktien der Münchener Rücke erworben hat. Sein Einstieg bei der Münchener Rückversicherung ist wahrscheinlich in Wirklichkeit eine deutliche Aufstockung einer bereits bestehenden Position. Denn bereits im April 2008 hatte Buffett über seine Beteiligungs-Gesellschaft mehr als eine Million Anteile des Rückversicherers gekauft, was einem Anteil von rund 0,5 Prozent an dem Unternehmen entsprach. An der Swiss Re, hält Buffett derzeit drei Prozent. Bei den Schweizern kann der US-Krösus seine Beteiligung über die Ausübung einer Wandelanleihe aber ruckartig auf mehr als ein Viertel ausdehnen..

Wir sehen die Aktien der Swiss Re eher als defensive Depotbeimischung die auf dem aktuellen Niveau weiterhin aber ordentlich Potenzial für Langfristinvestoren bietet. Nicht nur die Charttechnik und die Nachrichtenlage sondern viel mehr die möglichen Kurssteigerungen im Falle sich wieder erholender Märkte bei der Aktie haben uns heute zum Kauf einer ersten Position der Swiss Re Aktie veranlasst. Bei der Conti Aktie haben wir auf Kurse unter 40,- Euro gewartet und sind heute ebenfalls mit einer ersten Position bedient worden. Die Aussichten des Automobilzulieferers sind wieder deutlich besser geworden und auch der Kursverlauf der vergangenen Wochen veranlasst uns hier auf eine baldige Gegenbewegung zu spekulieren.

Erste Käufe bei Centrotherm, Heidelcement, VW Vz. sowie Klöckner&Co. und Porsche

Auszug aus dem Newsletter von gestern…Die letzte Handelswoche hatte es in sich und die heute beginnende verspricht nicht minder spannend zu werden. Die Vorgaben aus den USA und Asien haben heute zur Börseneröffnung weiterhin nichts Gutes erwarten lassen. Dennoch konnte sich der Markt inzwischen wieder etwas fangen. Der Absturz ist also erst einmal verschoben. Ob er denn noch kommen wird oder nicht, da sind sich die sogenannten Fachleute sehr einig, weiß keiner so genau. Ich lese heute viele unterschiedliche Markteinschätzungen die von „nur eine kurze Zwischenkorrektur“ bis hin zu “ die Vorbereitung auf einen noch weiteren Absturz mit neuen Tiefstständen“ reicht. In jedem Falle ist weiterhin äußerste Vorsicht geboten, und von Entwarnung kann noch keine Rede sein. Aber wie es immer so ist, gerade wenn die Mehrheit sich eine Meinung gebildet hat dann passiert meistens genau das Gegenteil davon.

Die Möglichkeit das es sich heute nur um eine leichte technische Erholung handeln könnte sollten Sie also besser nicht außer acht lassen. Es ist also weiterhin unerlässlich die bestehenden Positionen eng abzusichern und bei neuen Positionen sehr besonnen vorzugehen. Aus charttechnischer Sicht stellt sich das Bild im Dax momentan wie folgt dar. Noch hat der deutsche Leitindex kein entscheidendes Verkaufssignal generiert. Erst unterhalb der Marke von 5.300 Punkten würde dies ausgelöst und es müsste in der Folge mit weiteren und vielleicht auch massiveren Abschlägen gerechnet werden.Die Unterstützung des Dax befindet sich momentan zwischen 5.400 und 5.500 Punkten, wobei die letztgenannte Marke nach Möglichkeit nicht unterschritten werden sollte. Spätestens hier darf man auch mal nervös werden 😉

Entscheidend für den weiteren Verlauf der Börsen werden die in dieser Handelswoche anstehenden Konjunkturnachrichten sein, allen voran natürlich die Fed Sitzung am Mittwoch. Ich könnte mir vorstellen das sich bis dahin die Kurse halbwegs ruhig verhalten werden, bzw. teilweise sogar von ihren Tiefs erholen können. Je nach Ausgang der Fed Sitzung bzw. eher nach den Andeutungen von Ben Bernanke kann die Stimmung dann aber auch schnell wieder kippen. Zwar sollte man davon ausgehen das die Fed sich in so einer Börsenlage nicht zu irgendwelchen Schwachheiten hinreißen lässt, aber bei den Amerikanern weiß man ja nie so genau!

Trotz allem Optimismus möchte ich Ihnen hier aber das Worst Case Szenario nicht vorenthalten. Für den S&P 500 ist die Verteidigung der Marke von 1.100 Punkten extrem wichtig, ebenso wie die 10.000 Punkte im Dow Jones. Sollten diese Chartmarken unterschritten werden muss dann nach dem Trendbruch und dem ersten 5teiligen Abwärtsimpuls mit eine größeren Gegenbewegung gerechnet werden. Das Kursziel für diese liegt, entsprechend der Fibonacci-Korrektur-Retracements, bei mind. 9.100 Punkten – dem 38,20% Retracement. Weitere Kursziele von 8.600 bis 8.100 – in Bezug auf das 50 % und 61,80%ige Retracement sind ebenfalls möglich.

Bis auf ein paar wenige Werte stehen wir mit unserem Depot also immer noch an der Seitenlinie und beobachten. Erste Käufe wurden bei Centrotherm, Heidelcement, VW Vz. sowie Klöckner&Co. und Porsche getätigt. Ebenfalls aus unserer Watchlist ganz oben stehen nach wie vor die Aktien von Continental, Swiss Re, SKW Stahl und H&R Wasag sowie Phönix Solar unter Trading-Gesichtspunkten. Hier warten wir allerdings noch auf den richtigen Triggerzeitpunkt. Vielleicht bringt die heutige US Börseneröffnung ja bereits weitere Aktien in unser Depot. Wie immer nach solchen Tagen wird die Börse dort wahrscheinlich zu Handelsbeginn erst einmal wieder nachgeben, um dann später wieder anzusteigen.

Ratingagentur S&P stuft Japan auf „negativ“!

Der US Markt hat dann gestern gegen Handelsschluss doch wieder geschwächelt. Auch die gewohnt guten Zahlen von Apple sowie die besser als erwarteten Quartalsergebnisse von Texas Instruments konnten daran erst einmal nichts ändern. Viel schwerwiegender dürften aber die Vorgaben aus Asien, insbesondere Japan für den heutigen Handel sein. Die Ratingagentur S&P hat den Ratingausblick Japans auf „negativ“ gesenkt. S&P geht davon aus, dass die Staatsschuld in Japan am Ende des laufenden Fiskaljahres (per 31. März 2010) bei 100% des Bruttoinlandsprodukts (BIP) liegen wird. Dies sei eines der höchsten Niveaus aller bewerteten Staaten, erklärte S&P und wenn es denn so eintreffen sollte, sicherlich eine Zahl fernab jeglicher Vernunft. Darüber hinaus ließen die Pläne der regierenden Demokratischen Partei (DPJ) auf ein langsameres Tempo bei der fiskalischen Konsolidierung schließen als bisher erwartet. Der Nikkei-225-Index ging auf einem Fünf-Wochen-Tief mit minus 1,78 Prozent auf 10.325,28 Zählern aus dem Handel. Der breiter gefasste TOPIX verlor 1,95 Prozent auf 916,40 Zähler. Händlern zufolge belastete auch der stärkere Yen die Exportwerte, nachdem China die Mindestreserve-Anforderungen für Banken angehoben hatte.

Conergy – Befreiungsschlag oder nur ein Zock?

Das Solarunternehmen Conergy und der US-Waferhersteller MEMC beenden Ihren jahrelangen Rechtsstreit. Wie das TecDAX-Unternehmen am Montag mitteilte, haben sich beide
Unternehmen außer gerichtlich auf eine erneute Anpassung des ursprünglich acht Milliarden Dollar (5,7 Milliarden Euro) schweren Wafer-Liefervertrags geeinigt. Die von MEMC künftig zu beziehende Menge werde an den Bedarf der Conergy Solarfabrik in Frankfurt/Oderangepasst. Die Waferpreise orientieren sich nun am jeweiligen Marktpreis.

Sicherlich für die Conergy AG eine hervorragende Meldung, dennoch halten wir den vorbörslichen Kursanstieg von 50% für sehr ambitioniert und sind sicher das man Conergy Aktien heute noch einmal günstiger bekommen kann, wenn man denn will. Die Conergy Aktie ist und bleibt im derzeitigen Stadium nur etwas für Zocker. Das sollte einem zumindest klar sein wenn man hier investiert. Das derzeitige Börsenumfeld ist extrem instabil und trotz der guten Meldung jederzeit für einen weiteren heftigen Rückschlag gut.

Weitere Übernahme bei Klöckner & Co.

Klöckner & Co hat zum 22. Januar 2010 über ihre Schweizer Landesgesellschaft Debrunner Koenig Holding AG den Distributeur Bläsi AG in Bern übernommen. Mit der Übernahme der Bläsi AG verstärkt die Schweizer Klöckner & Co-Landesgesellschaft ihre Marktposition im Bereich Wasser- und Gebäudetechnik und kann geografisch erstmalig im Großraum Bern dieses Produktportfolio abdecken. Das Unternehmen erzielte mit zwei Standorten im Großraum Bern im Jahr 2008 einen Umsatz von rund 32 Mio. Euro.

Nachdem wir mit Becker Stahl-Service unsere Akquisitionsstrategie bereits wieder aufgenommen haben, haben wir mit der Übernahme der nachhaltig hochprofitablen Bläsi AG unsere Marktposition in der Schweiz weiter ausgebaut. Wir nutzen damit erneut die durch unser frühzeitig umgesetztes Krisenprogramm erreichte Handlungsfähigkeit zur weiteren Stärkung unserer Marktpositionen noch während der andauernden Finanzkrise´, so Gisbert Rühl, Vorstandsvorsitzender der Klöckner & Co SE.

Die Debrunner Koenig Gruppe ist mit mehr als 1.400 Beschäftigten an 34 Standorten ein führendes Distributionsunternehmen in der Schweiz. Das Produktportfolio umfasst die Bereiche Stahl und Metall, Betonstahl sowie technische Produkte wie Wasser- und Gebäudetechnik, Befestigungstechnik und Werkzeuge.

Apple, Siemens, Fiat, SAP, Microsoft und Porsche

Es geht mit Volldampf in die Berichtssaison…jetzt auch in Europa. Was der Markt jetzt gar nicht brauchen kann sind weitere schlechte Nachrichten. Und selbst gute Unternehmensdaten wurden zuletzt eher abverkauft. Dennoch stehen die Chancen dass sich die Börsen wieder etwas fangen werden nicht schlecht. Die Woche startet unter anderen mit Apple, Texas Instruments, Philips und Fiat. Am Dienstag veröffentlichen Yahoo, Dupont, Siemens und Novartis ihre Zahlenwerke. Am Mittwoch folgen Boeing, Caterpillar, BBVA und SAP und am Donnerstag Sony, Nokia, AstraZeneca, Procter & Gamble, 3M, AT&T sowie Microsoft. Der Freitag ist mit Chevron, Infineon und der Hauptversammlung bei Porsche wieder etwas dünner besetzt.

Bei den Konjunkturdaten stehen besonders die zahlreichen Notenbankensitzungen rund um den Erdball im Blick, besonders die der US-Notenbank am Mittwoch und die der japanischen Zentralbank am Dienstag. Mit den Notenbanken Ungarns, Polens und Neuseelands tagen jedoch auch Währungshüter, die für eine Zinsüberraschung nach oben gut sein können.Weiteres Überraschungspotenzial bergen ferner die zahlreichen Stimmungsindikatoren der kommenden Woche. Höhepunkte sind hier der ifo-Index und das US-Verbrauchervertrauen am Dienstag, gefolgt von den US-Neubauverkäufen am Mittwoch. Am Freitag wird erstmalig das US-Bruttoinlandsprodukt des vierten Quartals 2009 veröffentlicht. Daneben stehen der Index der Einkaufsmanager Chicago für Januar und die Verbraucherstimmung an der Universität Michigan auf der Agenda.

Von den Technologiekonzernen erwarten wir eher positive Überraschungen, die Pharma und Healthcare Branche sollte ebenfalls positive Zahlen liefern. Besonders interessant dürften die Daten zum abgelaufenen Quartal von den oben aufgeführten Unternehmen sein. Die Autobauer Fiat und Porsche müssten Ihre Ergebnisse, zumindest aus dem operativen Geschäft, ebenfalls auf Jahresbasis deutlich verbessert haben. Ob dies dann für wieder steigende Notierungen sorgen kann werden aber wohl in erster Linie die Konjunkturdaten zeigen müssen. Auch Ben Bernanke dem man eine gewisse MItschuld an der ganzen Misere des letzte Jahres gibt muss ernsthaft um seinen Job fürchten. Kurz vor dem Ende seiner ersten Amtszeit als US-Notenbankchef schwindet im Senat die Unterstützung für eine Wiederwahl. In jedem Falle steht uns also wohl eine der spannendsten Börsenwochen des Jahres 2010 ins Haus.

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